Wenn man keinen Ausweg mehr sieht, muss man zu sich stehen
WunschlebenAnja wurde als Junge geboren und fühlt sich als Mädchen. Mit 18 fragt man den Jungen, ob er schwul sei, was er verneinte. Um niemand zu enttäuschen hat er sogar geheiratet, aber das dauerte nicht lange. ...
Anja wurde als Junge geboren und fühlt sich als Mädchen. Mit 18 fragt man den Jungen, ob er schwul sei, was er verneinte. Um niemand zu enttäuschen hat er sogar geheiratet, aber das dauerte nicht lange. Er entschloss sich zu einer Geschlechtsumwandlung und lebt weit entfernt seines Heimatortes als Frau weiter. Sie hat gelernt, Dinge auszublenden. Man setzt die Maske auf und rollt durch den Tag. Was aber möchte sie in ihrem Leben, was ist ihr am wichtigsten. Anja quält immer noch die Frage, was Menschen in ihr sehen. Sie vertraut sich ihrer Wohnungsnachbarin an und berichtet ihr alles. Die beiden werden Freundinnen.
Was beide Frauen miteinander erleben wird von der Autorin interessant und sehr einfühlsam beschrieben. Die Geschichte ist auch etwas autobiographisch, deshalb sehr glaubwürdig. Die Story erinnert mich ein wenig an den Beginn der Serie von Tales of the City.
Ich habe das Buch an einem Abend ausgelesen und hatte unterhaltsame Stunden. Die Geschichte regt zum nachdenken an. Von mir gibtes eine leseempfehlung.