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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2022

Kurzweiliger Thriller zum Mitraten

Escape Room: Mörderspiel
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~ Valerie ist tot. Und einer ihrer besten Freunde hat sie umgebracht. Der Escape Room „Mörderspiel“ soll Klarheit bringen. Doch wer hat Valeries Clique hier her gelockt? Und was ist in der schrecklichen ...

~ Valerie ist tot. Und einer ihrer besten Freunde hat sie umgebracht. Der Escape Room „Mörderspiel“ soll Klarheit bringen. Doch wer hat Valeries Clique hier her gelockt? Und was ist in der schrecklichen Todesnacht auf dem Dach wirklich passiert? Schon bald ist jeder der sechs Freunde verdächtig, denn alle hatten einen guten Grund Valerie zu hassen. ~

„Escape Room Mörderspiel“ von Alexandra Maibach hat mich wirklich sehr überrascht. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich hatte keine Ahnung, wo mich die Reise hinführt. Aber schon nach den ersten Seiten war ich voll drin. Die Geschichte ist genial und bis zum Schluss könnte wirklich jeder der Mörder gewesen sein. Die Suche nach Hinweisen und das Miträtseln hat wirklich großen Spaß gemacht. Der Thriller hätte aber ruhig noch einige Kapitel länger sein dürfen. Gerne hätte ich die Charaktere noch besser kennen gelernt.

Kurz: Guter Schreibstil, genialer Plot Twist, kurzweilig. Ich habe es super gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 31.03.2022

Ein Zeitzeugnis, eine Erinnerung, ein Appell

Ich überlebte
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„Ich überlebte – ein Mädchen auf Schindlers Liste“ von Rena Finder und Joshua M. Green

Ein Buch gegen das Vergessen.
Ein Zeitzeugnis, eine Erinnerung, ein Appell.
Ein Buch, das mich unglaublich berührt ...

„Ich überlebte – ein Mädchen auf Schindlers Liste“ von Rena Finder und Joshua M. Green

Ein Buch gegen das Vergessen.
Ein Zeitzeugnis, eine Erinnerung, ein Appell.
Ein Buch, das mich unglaublich berührt hat.

Rena Finder erzählt, als eine der letzten Überlebenden des Holocausts, ihre Geschichte. Eine wahre Geschichte, eine vergangene Geschichte, und doch von erschreckender Aktualität.

~ Kurz nach dem Überfall der Nationalsozialisten auf Polen müssen Rena und ihre Familie in das jüdische Ghetto von Krakau ziehen. Dort sind Hunger und harte Arbeit an der Tagesordnung. Genauso wie Verluste, denn Rena muss immer wieder miterleben, wie Freunde und Familienangehörige deportiert werden. Durch einen glücklichen Zufall landet sie, zusammen mit ihrer Mutter, auf Oskar Schindlers Liste. Die Arbeit in seiner Fabrik rettet ihr und etwa 1200 anderen Juden das Leben. ~

Oskar Schindler und seine Liste sind mir natürlich ein Begriff. Ich habe sowohl das Buch gelesen als auch den Film gesehen. Und dennoch hat mich Rena Finders Erzählung tief erschüttert. Es war nicht leicht, sich wieder einmal dieser unfassbaren Grausamkeit zu stellen, an das unsagbare Leid erinnert zu werden.
Und doch ist es, gerade jetzt, so wichtig!
Denn die Geschichte sagt uns eins:
Schaut nie wieder weg. Tut nie wieder so, als würde euch die Vernichtung, das Abschlachten einer ganzen Bevölkerungsgruppe nichts angehen. Seid mutig, mischt euch ein, helft, wo ihr nur könnt. Gebt Hass keine Chance! Gebt Krieg keine Chance!

Kurz: Lest dieses Buch. Für die 6 Millionen europäischen Juden, die während des zweiten Weltkriegs sterben mussten. Und für alle, die heute unter der Grausamkeit eines Krieges zu leiden haben.

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Ein dramatisches Psychospiel

Das Loft
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~ „Niemand von uns ist fehlerfrei, auch du nicht. Selbst gute Menschen tun manchmal böse Dinge.“ ~

Mein erstes Buch von Linus Geschke war gleich ein richtiger Knaller.
Wer ausschließlich Bücher liest, ...

~ „Niemand von uns ist fehlerfrei, auch du nicht. Selbst gute Menschen tun manchmal böse Dinge.“ ~

Mein erstes Buch von Linus Geschke war gleich ein richtiger Knaller.
Wer ausschließlich Bücher liest, die einen vor Spannung und blutiger Gewalt nicht einschlafen lassen, ist hier allerdings an der falschen Adresse.
Mir kann es eigentlich nicht blutig genug sein, ich mag aber zwischendurch auch mal etwas anderes lesen.
Und „etwas anderes“ ist „Das Loft“ von Linus Geschke in jedem Fall!
Der Thriller lebt von der Gefühlswelt der Protagonisten Sarah Hauptmann und Marc Lammert, die des Mordes an ihrem Mitbewohner Henning Järisch verdächtigt werden. Die Beweislage scheint eindeutig. Doch wer von den beiden ist schuldig? Oder war es eine Gemeinschaftstat? Und was ist das Motiv?
Kriminalhauptkommissarin Bianca Rakow versucht, durch die abwechselnde Befragung des Liebespaares, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Doch Wahrheit und Lüge sind nicht mehr so einfach voneinander zu trennen.

Eindrucksvoll und absolut glaubhaft inszeniert Linus Geschke hier ein dramatisches Psychospiel, das in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blickt. Und die Auflösung ist mehr als überraschend. Egal, wie man zu dem Ende des Thrillers steht – der Weg dorthin ist das, was die Geschichte ausmacht.

Kurz: Ein besonderer Psychothriller, der in meinem Lesealltag für eine angenehme Abwechslung gesorgt hat.
Toller Schreibstil,
sympathische Charaktere mit dunklen Geheimnissen,
ein Mordfall, der Gut und Böse ineinander verschwimmen lässt,
und ein absolut überraschendes Ende.

~ „In dem Moment dachte ich, wir hätten das Schlimmste hinter uns. Das dachte ich wirklich.“ ~

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Veröffentlicht am 25.03.2022

Ein beklemmender Thriller mit sensationellem Schauplatz

Four Walls - Nur ein einziger Ausweg
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Mein erstes Buch von Chris McGeorge hat mich gleich richtig überzeugt.
„Four Walls – nur ein einziger Ausweg“ entführt den Leser an einen ganz besonderen Schauplatz. Das Hochsicherheitsgefängnis High ...

Mein erstes Buch von Chris McGeorge hat mich gleich richtig überzeugt.
„Four Walls – nur ein einziger Ausweg“ entführt den Leser an einen ganz besonderen Schauplatz. Das Hochsicherheitsgefängnis High Fern. Eine der neuen Insassen ist Cara Lockhart, verurteilt für einen Doppel-Mord. Als ihre Zellengenossin nachts mit einem Kopfschuss getötet wird, fällt der Verdacht sofort auf Cara. Denn die Zelle war verschlossen, auf der Überwachungskamera ist nichts Auffälliges zu sehen. Doch Cara ist es nicht gewesen. Wieder nicht. Eingesperrt, von allen gehasst und mutterseelenallein versucht sie das Unmögliche. Ihre Unschuld zu beweisen. Und die Zeit läuft gegen sie...

Was für ein Thriller! Das Setting ist einfach sensationell. Man fühlt direkt die Beklemmung, das Eingesperrtsein, die Angst, die Einsamkeit, die Verzweiflung, die Resignation, aber auch den Kampfgeist. Dazu der angenehme Schreibstil, die überzeugenden Charaktere und ein überraschendes Ende. Mehr geht nicht.

Volle Punktzahl mit Sternchen. Ich freue mich auf die anderen Bücher von Chris McGeorge und habe schon einen Platz in meinem Bücherregal für ihn freigeräumt.


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Veröffentlicht am 24.03.2022

Der Auftakt zur Tom Babylon Reihe

Schlüssel 17 (Tom-Babylon-Serie 1)
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„Schlüssel 17“ von Marc Raabe ist der Auftakt einer 4teiligen Reihe um den LKA Ermittler Tom Babylon. Und es geht für ihn direkt so richtig los.
Im Berliner Dom wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. ...

„Schlüssel 17“ von Marc Raabe ist der Auftakt einer 4teiligen Reihe um den LKA Ermittler Tom Babylon. Und es geht für ihn direkt so richtig los.
Im Berliner Dom wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel, den Tom nur zu gut kennt. Denn vor fast 20 Jahren ist seine Schwester Viola mit genau diesem Schlüssel spurlos verschwunden.
Zusammen mit seiner Kollegin Sita Johanns versucht Babylon das Rätsel, um den Schlüssel Nr. 17, zu lösen und seine Schwester endlich zu finden.

Ich mache es kurz und schmerzlos:
Die Geschichte ist gut durchdacht und durchaus spannend, hätte aber auch gerne etwas kürzer ausfallen dürfen.
Tom Babylon war für meinen Geschmack etwas drüber. Ich finde es stellenweise anstrengend, wenn die psychischen Probleme der Protagonisten mehr Raum einnehmen, als der eigentliche Fall.
* Hören werden ich die anderen Teile natürlich trotzdem noch, denn ich möchte schon gerne wissen, was genau mit Viola passiert ist. Allerdings brauche ich jetzt erst mal eine kleine Pause von Tom Babylon.

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