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AureliaAzul

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2022

Unterhaltsam und schnelllebig

Schmerz und kein Trost
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Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich relativ gut in die Geschichte gekommen. Aufgrund der kurzen Rückblenden und Erklärungen hatte ich auch nicht den Eindruck die vorherigen Bände kennen zu müssen.

Der ...

Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich relativ gut in die Geschichte gekommen. Aufgrund der kurzen Rückblenden und Erklärungen hatte ich auch nicht den Eindruck die vorherigen Bände kennen zu müssen.

Der Anfang war vielversprechend, wobei es dann schnell in eine seltsame Richtung abdriftete. Gerne hätte ich etwas mehr über Erik Donner und seine Dämonen erfahren als direkt in den nächsten Fall geworfen zu werden.

Die Psychotherapeutin war mir auch sofort suspekt. Das wurde leider nicht besser und ihr hysterisches und wenig hilfreiches Verhalten nervte mich irgendwann nur noch. So fand sie ihren vermissten Sohn auch nicht schneller und Donner hat sie damit gar nicht geholfen. Donner hingegen fand ich interessant als Charakter, der viel durchgemacht hat und in brenzligen Situationen einfach funktioniert und das effizient.

Das Tempo des Buches zieht schnell an und ist insgesamt hoch. Mir hätte es etwas mehr gefallen, wenn wichtige Schlüsselsituationen ausgeprägter und umfangreicher dargestellt worden waren. So reiht sich eine Handlung an die nächste, was zwar einerseits spannend ist, andererseits den Szenen den Wiedererkennungswert und die Bedeutung nimmt. Teilweise hatte ich den roten Faden verloren, wenn ich mal eine Pause zwischen den Kapitel gemacht hatte und am Ende war alles so verworren, dass ich nicht sagen konnte, ob das alles so schlüssig war. Zu viele Personen und Situationen, die nicht unbedingt vielführend waren und bei mir schnell in Vergessenheit gerieten.

Die Anspielungen auf das Märchen, welches ich nicht kannte, wurden grandios in die gesamte Handlung eingebunden, genauso wie die Geschehnissen aus der Vergangenheit. Am Ende ergibt alles ein rundes und schlüssiges Ende.

Veröffentlicht am 22.09.2022

Todesspiel

Todesspiel. Die Nordseite des Herzens
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Der jungen Ermittlerin Amaia Salazar wird ein Fall beim FBI angeboten, den sie nicht ausschlagen kann. Nach Naturkatastrophen schlägt der Mörder erbarmungslos zu und tötet die Menschen auf geschickte Art ...

Der jungen Ermittlerin Amaia Salazar wird ein Fall beim FBI angeboten, den sie nicht ausschlagen kann. Nach Naturkatastrophen schlägt der Mörder erbarmungslos zu und tötet die Menschen auf geschickte Art und Weise, sodass alles nach einer natürlichen Todesursache aussieht. Doch Amaia wäre nicht die beste Ermittlerin des FBIs, wenn sie dem Täter und seinem Motiv nicht auf die Schliche kommen würde...

Anfangs zog sich die Geschichte etwas für mich. Abgesehen von den Naturkatastrophen und den plötzlichen Morden, die sofort Spannung mit sich brachten, plätschert die Handlung vor sich hin und stellenweise empfand ich es als langweilig und zäh. Das wurde aber besser, als Amaia mit ihren Ermittlungen begann.
Zudem haben die verschiedenen roten Stränge und miteinander verflochtenen Einzelgeschichten frischen Wind in das Buch gebracht und mich gefesselt, sodass ich nicht mehr aufhören wollte zu lesen.
Vor allem Amaias Vergangenheit fand ich mit am interessantesten und war ganz begierig darauf zu erfahren was ihr damals widerfahren ist.
Teilweise habe ich zwischendurch den roten Faden etwas verloren, da es nach einer Pause manchmal schwierig war den ganzen Handlungen zu folgen und sich an die Geschehnisse zu erinnern, aber das wird die absolut fesselnde Handlung wieder wettgemacht.
Das lag nicht zuletzt am temporeichen Schreibstil, der den Spannungsbogen lange oben gehalten hat.

Die Idee mit den Naturkatastrophen und den Toten ist sehr originell und erfrischend neu. Dabei gut durchdacht und absolut schlüssig dargestellt.

Amaia ist noch relativ jung, aber bestimmt in ihrem Auftreten und sehr talentiert. Wie sie sich gegen erfahrene Kollegen durchsetzt und ihnen beweist was sie kann sowie ihre eigenen Wege geht, war sehr beeindruckend für mich und ließ sie in meinen Augen nur sympathischer erscheinen.

Fazit: Ein flüssig zu lesender Schreibstil, eine starke Protagonistin und eine leicht verworrene Handlung bestehend aus mehrere Strängen, die am Ende ein einheitliches Bild ergeben.

Veröffentlicht am 08.07.2022

Blume, die den Tod ankündigt

Weißer Flieder
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Eine Reihe von Todesfällen hält die Ermittler Sara Vallé und ihre Kollegen auf Trapp. Als Erkennungsmerkmal hinterlässt der Täter weißen Flieder bei ihren Opfern. Unglücklicherweise gerät ein nahe stehender ...

Eine Reihe von Todesfällen hält die Ermittler Sara Vallé und ihre Kollegen auf Trapp. Als Erkennungsmerkmal hinterlässt der Täter weißen Flieder bei ihren Opfern. Unglücklicherweise gerät ein nahe stehender Verwandter der Ermittlerin Sara direkt in den Fokus der Ermittler und wird verdächtigt einen der Morde begangen zu haben. Sara tut alles, um den "wahren" Täter zu finden, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht...

Die Sprecherin hat eine angenehme, leicht tiefe Stimme, die gut zur Handlung passt. Auch nach stundenlangem Hören hatte ich noch Freude daran der Stimme zu lauschen.

Der Einstieg erzeugt viel Spannung, da ein Zeuge Beobachter des ersten Mordes wird und möglicherweise Hinweise zur Tat geben kann. Doch dann ändert sich das schlagartig, als er verdächtigt wird selbst der Täter zu sein. Dieses Doppelspiel zwischen dem Verdächtigen, der entlastet werden muss und der Suche nach einem anderen Täter, hat mich fesseln können und in mir die Hoffnung geweckt, dass der erste Verdacht sich nicht erhärtet.

Es gibt mehrere Handlungsstränge, die sich in die aktuellen Ermittlungen, die Morde selbst und in einen Strang mit unbekannten Charakteren teilt. Dadurch konnte ich wesentlich besser mit rätseln wer der Täter sein könnte und vor allem welches Motiv ihn antreibt. Zwar war die Auflösung nicht sehr überraschend, da doch irgendwie offensichtlich, aber vielleicht lag gerade da das Ungewöhnliche. Das Offensichtliche ist meistens eine Falle in Thrillern, hier hat sich die Autorin aber gerade das zu Nutze gemacht und mich in dem Unglauben gelassen.

Stellenweise waren mir einige Situationen zu unausgereift und plump auf das Notwendigste reduziert, sodass sie sich nicht vollends entfalten konnten. Dafür gab es viele Sprünge zwischen den roten Strängen und alles wirkte auf mich ziemlich schnelllebig.

Insgesamt jedoch konnte mich das Hörbuch gut unterhalten und ist nett für zwischendurch.

Veröffentlicht am 07.07.2022

Nicht überzeugend

The Truest Thing - Jeder Moment mit dir
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Emery und Jack kennen sich schon seit Jahren. Doch seit Jack Emerys Herz gebrochen und sie von sich gestoßen hat, ist ihre Beziehung zerrüttet und Emery fällt es schwer anderen zu vertrauen. Nachdem die ...

Emery und Jack kennen sich schon seit Jahren. Doch seit Jack Emerys Herz gebrochen und sie von sich gestoßen hat, ist ihre Beziehung zerrüttet und Emery fällt es schwer anderen zu vertrauen. Nachdem die dunklen Geheimnisse von Jack und seiner Familie ans Licht gekommen sind, erkennt Emery Jacks wahre Absichten und kommt an den Punkt, an dem sie sich entscheiden muss: Misstrauen oder Vertrauen?

Der Klappentext hat mich aufgrund der Küstenkulisse und der heimeligen Buchhandlung sofort angesprochen. Auch haben mir bisher die Liebesgeschichten der Autorin sehr gut gefallen und das obwohl ich üblicherweise Liebesgeschichten ungerne lese. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen.

Emery wird als sehr ängstlich und schüchtern beschrieben. Während Jack der klassische Bad Boy ist. Ein Herausforderung für beide. Besonders gefallen hat mir die Entwicklung, die Emery durchmacht und das Fortschreiten der Beziehung zwischen ihr und Jack. Wenngleich es einige emotionsgeladene Momente gab, konnten diese mich nicht packen. Ich fand es weder gefühlvoll noch interessant. Dabei hatten die Situationen durchaus Potenzial und habe mir gewünscht tiefer in die Handlung eintauchen zu können. Dieser Aspekt ist für mich ein großer Minuspunkt.

Die spannungsgeladenen und kriminellen Machenschaften der Familie Jacks wurden passend platziert und sind authentisch rübergekommen, nur wurden sie meiner Meinung nach schnell abgehakt und sind eher im Hintergrund verblieben. Einerseits passt es zum Genre, andererseits hätte ich mir dennoch mehr Informationen gewünscht, um diese doch relevanten Inhalte besser greifen zu können. Immerhin beeinflussen die Jacks Beziehungen immens.

Die Liebesgeschichte entwickelte sich schleppend und konnte mich insgesamt aufgrund der bereits genannten fehlenden Emotionen nicht überzeugen. Zudem schwächelte sie inhaltlich, sodass ich die gesamte Geschichte als langweilig und fad empfand.

Die Zeitsprünge in der Geschichte störten mich wenig, waren allerdings nicht relevant für die Handlung. Zwar wird ab und zu Bezug auf vorangegangene Handlungen genommen, diese spielten aber keine große Rolle was das große Ganze anging.

Fazit: Eine Geschichte, die ihr Potenzial nicht vollkommen ausgeschöpft hat und mich ernüchternd zurückließ.

Veröffentlicht am 06.06.2022

Gute Lektüre für Einsteiger in Fantasieromane

Sisters of the Sword - Wie zwei Schneiden einer Klinge
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Die beiden Schwestern Ziva und Temra mussten bisher viel in ihrem Leben durchmachen und haben letztendlich nur sich. Während Temra ihr Leben als Jugendliche genießt, schmiedet und verkaut Ziva ihre besonderen ...

Die beiden Schwestern Ziva und Temra mussten bisher viel in ihrem Leben durchmachen und haben letztendlich nur sich. Während Temra ihr Leben als Jugendliche genießt, schmiedet und verkaut Ziva ihre besonderen Waffen, ausgestattet mit individueller Magie. Doch als sie eines Tages eine sehr mächtige Waffe schmiedet und diese droht in falsche Hände zu geraten, muss sie sich zwischen der Sicherheit ihrer kleinen Familie und ihrem bisherigen Leben in ihrem Heimatdorf entscheiden...

Sehr erfrischend fand ich den abwechslungsreichen Charakter Ziva, die als Protagonistin sehr schüchtern und ängstlich ist. Einzig ihre charmante und überzeugende Schwester Temra gibt ihr Rückendeckung und ficht ihre Kämpfe für sie aus. Doch das ändert sich im Verlauf der Handlung deutlich und Ziva wächst über sich hinaus, indem sie für sich einsteht und sich aus ihrem Schneckenhau wagt. Diese Entwicklung gefiel mir sehr und war für mich auch überzeugend dargestellt, wenngleich sie mir manchmal etwas zu zickig und unfreundlich erschien, weil ihre Reaktionen etwas aufbrausend und übertrieben waren.

Die Handlung spiegelt im Wesentlichen den Klappentext wider und es gibt eine wendungsreiche Verfolgungsjagd durch mehrere Ländereien der Welt. Hier hätte ich mir wesentlich mehr Informationen zu den einzelnen Orten und dem Magiesystem bzw. den Magischbegabten gewünscht. Letztendlich hetzen die beiden Schwestern mitsamt ihrer Gefolgschaft von Stadt zu Stadt. Dadurch konnten sich viele Situationen/Szenen kaum entwickeln, sondern wurden auf das Notwendigste beschränkt. Das ging mir zu schnell und hätte durchaus umfangreicher sein können, damit man mehr über die Welt und Charaktere erfährt. Insgesamt jedoch empfand ich die Geschichte als rund und überwiegend schlüssig, wenngleich etwas zu gehetzt und inhaltsüberladen. Die spannenden Momente waren rar gesät und konnten mich nicht überzeugen oder mitfiebern lassen, genauso wie das Ende. Der Ausgang war mir davor schon klar und auch der reibungslose Endkampf ziemlich langweilig und fad.

Der Cliffhanger am Ende macht Lust auf mehr, allerdings werde ich den 2. Band dennoch nicht lesen, da es deutlich bessere Fantasyromane gibt, die mehr Tiefe in jeglicher Hinsicht haben. Damit möchte ich nicht sagen, dass es schlecht ist. Gerade (jungen) Einsteigern in Fantasyromane kann ich das Buch wärmstens empfehlen, da man aufgrund der Einfachheit der Welt gut mit dieser klarkommt und sich einfinden kann, bevor man sich an komplexere Werke macht.