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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2025

Magisch, atmosphärisch und voller Geheimnisse

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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"Der goldene Schlüssel" ist ein wundervoller Auftakt zu einer neuen magischen Reihe, die uns sofort verzaubert hat. Skye McKenna schafft es meisterhaft, eine Welt zu erschaffen, die gleichzeitig märchenhaft ...

"Der goldene Schlüssel" ist ein wundervoller Auftakt zu einer neuen magischen Reihe, die uns sofort verzaubert hat. Skye McKenna schafft es meisterhaft, eine Welt zu erschaffen, die gleichzeitig märchenhaft und düster wirkt. Ein England, in dem Hexen über uralte Kräfte wachen und das geheimnisvolle Land Faerie nur einen gefährlichen Wald entfernt liegt.

Cassandra ist eine sympathische, neugierige Heldin, in der man sich sofort wiederfindet. Ihr Weg von der ahnungslosen Schülerin zur jungen Hexe voller Mut und Entschlossenheit ist spannend und emotional erzählt. Besonders gut gefallen hat uns die Atmosphäre rund um Hartwood Hall, das alte Anwesen mit seinen sprechenden Porträts, verborgenen Türen und magischen Bewohnern ist einfach der perfekte Schauplatz für ein Abenteuer dieser Art. Die Geschichte entfaltet sich mit genau dem richtigen Tempo: ein bisschen Detektivarbeit, eine Prise Gefahr, viele zauberhafte Details und immer wieder diese leise, magische Spannung, die einen beim Lesen nicht mehr loslässt. Einziger kleiner Kritikpunkt: Gegen Ende hätten wir uns noch etwas mehr Tiefgang bei den Nebenfiguren gewünscht, aber das wird sicher in den nächsten Bänden folgen.

Fazit: Ein magischer Reihenauftakt voller Charme, Geheimnisse und Herz.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Ehrlich, nahbar und überraschend tief

Before I met Supergirl
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Ich war ehrlich gesagt erst unsicher, ob mich Rea Garveys Buch wirklich packen würde. Musikerbiografien sind oft vorhersehbar, Erfolgsgeschichten, ein paar Krisen, am Ende eine versöhnliche Moral. Doch ...

Ich war ehrlich gesagt erst unsicher, ob mich Rea Garveys Buch wirklich packen würde. Musikerbiografien sind oft vorhersehbar, Erfolgsgeschichten, ein paar Krisen, am Ende eine versöhnliche Moral. Doch schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass "Before I Met Supergirl" anders ist. Rea schreibt nicht, um sich selbst zu feiern, sondern um sich selbst zu verstehen. Das macht das Buch für mich so besonders.

Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass er direkt mit mir spricht. Diese Mischung aus Nachdenklichkeit und Wärme hat mich sofort abgeholt. Besonders mochte ich, wie ehrlich er über Zweifel und Unsicherheit schreibt, über Momente, in denen er sich selbst verliert. Da habe ich mich an vielen Stellen wiedergefunden. Es geht nicht nur um das Leben eines Musikers, sondern um das ganz normale Ringen mit sich selbst, mit Erwartungen, mit der Frage, was im Leben eigentlich zählt.

Man spürt, dass Rea ein Mensch ist, der sich immer wieder neu erfinden musste und dass dieser Prozess nicht immer schön oder einfach war. Seine Art, darüber zu schreiben, ist nie pathetisch, sondern ruhig, fast demütig. Das hat mich berührt. Ich habe beim Lesen oft innegehalten, weil mich bestimmte Sätze zum Nachdenken gebracht haben. Trotz der Tiefe ist das Buch leicht zu lesen. Rea hat ein gutes Gespür für Rhythmus, für Timing und man merkt, dass da ein Musiker schreibt. Ich habe mich nie gelangweilt, im Gegenteil. Die Mischung aus persönlichen Geschichten, Reflexionen und humorvollen Momenten hat das Ganze lebendig gemacht.

Was mir besonders gefällt, ist, dass er sich nicht hinter schönen Worten versteckt. Er zeigt auch seine Widersprüche, seine Unsicherheiten und genau das macht ihn sympathisch. Ich hatte am Ende das Gefühl, ihn als Mensch besser zu verstehen, und gleichzeitig auch ein Stück mich selbst. Wenn ich überhaupt etwas kritisieren müsste, dann vielleicht, dass man nicht alles ins Deutsche übersetzt hat, da beziehe ich mich aufs ebook. Vorwort und Danksagung hätten auch ruhig übersetzt werden können. Bei den einzelnen Kapiteltitel hat es mich nicht weiter gestört.

Fazit: Insgesamt hat mich das Buch sehr berührt und gleichzeitig gut unterhalten. Es ist ehrlich, inspirierend und überraschend nahbar, so, wie ich es nicht unbedingt erwartet hätte. Für mich war es eine kleine Reise, die nachhallt.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Festliche Genussmomente ohne Kompromisse

Weihnachtlich vegan
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Ich liebe es, in der Weihnachtszeit neue Rezepte auszuprobieren und "Weihnachtlich vegan" hat mich sofort begeistert! Mit über 60 festlichen Rezepten zeigt Anja Sagon, dass man auch ganz ohne tierische ...

Ich liebe es, in der Weihnachtszeit neue Rezepte auszuprobieren und "Weihnachtlich vegan" hat mich sofort begeistert! Mit über 60 festlichen Rezepten zeigt Anja Sagon, dass man auch ganz ohne tierische Produkte richtig köstlich durch die Feiertage kommt.

Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut, die Rezepte sind leicht verständlich und wunderschön bebildert. Schon beim Durchblättern bekommt man Lust, sofort loszulegen. Besonders gut gefallen mir die Menüvorschläge, die tolle Inspiration für ein komplettes veganes Festtagsmenü bieten.

Es gibt eine tolle Mischung aus süßen Klassikern und deftigen Gerichten, sodass wirklich für jede Stimmung und jeden Anlass etwas dabei ist. Die Fotos sind unglaublich ansprechend und machen richtig Appetit. Ich werde auf jeden Fall einiges daraus ausprobieren, ein paar Plätzchenrezepte stehen schon auf meiner Liste!

Mein Fazit: Ein wunderschönes, inspirierendes Kochbuch für alle, die Weihnachten pflanzlich, aber trotzdem richtig genussvoll feiern möchten.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Liebe wird nicht weniger, sie wächst

Ich hab dich ganz genauso lieb
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Als wir das Buch das erste Mal in den Händen hielten, waren wir neugierig. Schließlich stammt es von Keira Knightley und ist inspiriert von ihren eigenen Erfahrungen als Mutter. Das Thema hat uns sofort ...

Als wir das Buch das erste Mal in den Händen hielten, waren wir neugierig. Schließlich stammt es von Keira Knightley und ist inspiriert von ihren eigenen Erfahrungen als Mutter. Das Thema hat uns sofort angesprochen. Wie fühlt sich das ältere Kind, wenn plötzlich ein Geschwisterchen da ist? Wie kann man ihm zeigen, dass Liebe nicht weniger wird, sondern einfach mehr Platz bekommt?

Beim Lesen hat uns besonders berührt, wie feinfühlig die Geschichte erzählt ist. Die Unsicherheit der großen Schwester, die Angst, nicht mehr genug geliebt zu werden. All das wird mit so viel Verständnis und Poesie beschrieben. Diese Botschaft finden wir wunderschön. Die Liebe teilt sich nicht, sie wächst.

Was uns allerdings ein bisschen gefehlt hat, sind hellere, fröhlichere Illustrationen. Gerade bei einem Buch, das Trost und Geborgenheit schenken soll, hätten wir uns Zeichnungen gewünscht, die Kinder sofort mitnehmen und ein warmes Gefühl hinterlassen.

Trotzdem ist "Ich hab dich ganz genauso lieb" ein liebevolles und tröstendes Buch, das wir gerne gemeinsam lesen. Es hilft, über Gefühle zu sprechen und erinnert uns alle daran, dass jedes Kind auf seine eigene Weise wichtig und geliebt ist.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Gefangen im Lügennebel

Lügennebel
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Eine Studentenclique fährt für eine Woche nach Åre zum Skifahren. Nach einer Nacht mit reichlich Alkohol und Drogen wird die halbnackte Leiche von der 19jährigen Fanny Smedsås gefunden. Hanna Ahlander ...

Eine Studentenclique fährt für eine Woche nach Åre zum Skifahren. Nach einer Nacht mit reichlich Alkohol und Drogen wird die halbnackte Leiche von der 19jährigen Fanny Smedsås gefunden. Hanna Ahlander und Daniel Lindskog übernehmen den Fall.

Dies ist bereits der vierte Teil der Åre-Morde-Reihe (ehemals Polarkreis-Reihe) und wir begleiten Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ein weiteres Mal bei einem ihrer Fälle.

Wie immer war ich sofort wieder in dieser besonderen, winterlichen Atmosphäre gefangen. Viveca Sten versteht es einfach, das verschneite Åre so lebendig zu beschreiben, dass man meint, selbst durch die kalte Bergluft zu atmen. Ich liebe dieses Setting, es hat etwas Ruhiges und zugleich Bedrückendes, das perfekt zu einem Krimi passt. Trotzdem hat es diesmal etwas gedauert, bis die Geschichte mich wirklich gepackt hat. Der Einstieg dreht sich stark um das Privatleben der Ermittler und die Anreise einer befreundeten Clique. Da kam für mich die Spannung anfangs etwas zu kurz. Ich wollte wissen, wann endlich der Fall ins Rollen kommt. Aber sobald die Ermittlungen begonnen haben, war ich wieder voll dabei.

Die Figuren begleiten mich nun schon seit mehreren Bänden, und ich merke, dass sie mir vertraut sind, auch wenn sie mich manchmal zur Weißglut treiben. Gerade bei den beiden Hauptfiguren Hanna und Daniel habe ich mir mehr Entwicklung und klare Entscheidungen gewünscht. Einige Verhaltensmuster wiederholen sich einfach zu sehr, und das nimmt ein bisschen die Dynamik raus. Dafür hat mich Anton dieses Mal positiv überrascht. Bei ihm spürt man, dass er innerlich wächst, auch wenn der Weg dorthin kein leichter ist.

Der Kriminalfall selbst hat mir dagegen sehr gut gefallen. Er entwickelt sich spannend, ist emotional aufgeladen und voller Andeutungen, die einen beim Lesen misstrauisch machen. Ich habe immer wieder überlegt, wem ich eigentlich glauben kann. Besonders gelungen fand ich, dass Viveca Sten es schafft, den Leser immer wieder in die Irre zu führen, ohne dass es konstruiert wirkt. Die Auflösung war für mich überraschend und überzeugend. Genau so, wie ich es mir bei einem Krimi wünsche.

Mein Fazit: Nach einem etwas gemächlichen Start hat mich "Lügennebel" richtig gefesselt. Die Atmosphäre ist wie immer grandios, der Fall spannend und emotional, und die Auflösung konnte mich überraschen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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