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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2025

Sehr bewegend und emotional zu lesen!

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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Am Ende des Zweiten Weltkrieges wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden. Da er ohne Begleitung und nicht fähig ist zu sprechen wird er Hartmut genannt und in ein katholisches Kinderheim gesteckt. ...

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden. Da er ohne Begleitung und nicht fähig ist zu sprechen wird er Hartmut genannt und in ein katholisches Kinderheim gesteckt. Dort lernt er die etwas ältere Margret kennen, die sich seiner annimmt. Margret wird eine wichtige Stütze in dieser schweren Zeit und die beiden beschließen, immer füreinander da zu sein. Doch die vielen Schicksalsschläge hinterlassen bei beiden Spuren, die auch noch Generationen später beeinflussen. Die verdrängten Erlebnisse haben bei beiden große psychische Schäden hinterlassen, die beide aber verleugnen.
Die kleine Emily leidet unter dem Schweigen ihrer Urgroßeltern Hartmut und Margret. Als Teenager fängt sie an Fragen zu stellen und als sie keine Antworten bekommt, beginnt sie zu recherchieren. Aber ob es ihr gelingt, mit ihrem neu gewonnen Wissen, die Traumata in ihrer Familie zu durchbrechen?
Das Buch „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ von Susanne Abel ist hoch emotional geschrieben. Das Schicksal vieler Heimkinder in der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre rührt zu Tränen und es ist unglaublich, dass es so lange totgeschwiegen wurde. Das Buch hat mich sehr bewegt und die Geschehnisse werden mich auch noch lange beschäftigen. Es ist in zwei Zeitepochen geschrieben, in der Gegenwart sind Margret und Harmut schon Urgroßeltern und in der Vergangenheit erfahren wir, was ihnen als Kinder widerfahren ist.
Susanne Abels Recherchen haben mich tief beeindruckt und ihr spannender und auch berührender Schreibstil hat mich total gefangen genommen. Ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen. In ihrem Buch beschreibt Susanne Abel sehr deutlich, wie wenig Fürsprache die Kinder damals erfahren haben. Das ist nur schwer zu verstehen und beim Lesen war ich öfters fassungslos. Auch wenn das Thema nicht einfach ist, kann ich das Buch wirklich sehr empfehlen. Dieses Stück Geschichte darf nicht einfach vergessen werden!

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Ein Thriller-Highlight!

Der Trailer
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Der Trailer von Linus Geschke ist der Auftakt zur neuen Thriller-Trilogie Donkerbloem.
Vor 15 Jahren verschwand die junge Studentin Lisa auf einem abgelegenen Campingplatz in den Ardennen. Die Hamburger ...

Der Trailer von Linus Geschke ist der Auftakt zur neuen Thriller-Trilogie Donkerbloem.
Vor 15 Jahren verschwand die junge Studentin Lisa auf einem abgelegenen Campingplatz in den Ardennen. Die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke hofft mit ihrer Teilnahme an einem True-Crime-Podcast auf neue Erkenntnisse. Sie ahnt nicht, dass diese Aktion weitere Morde auslösen wird.
Wout Meertens, ein schmieriger Barbesitzer in Köln, hört diesen Podcast. Er war damals vor Ort und kennt einige Hintergründe. Allerdings wird er nicht mit der Polizei sprechen. Als verurteilter Stalker will er sich nicht verdächtig machen.
Doch die beiden kommen in Kontakt und obwohl die beiden wissen, dass es ihnen nur gemeinsam gelingen kann, herauszufinden was mit Lisa passiert ist, versucht jeder auf eigene Faust zu ermitteln. Es stellt sich jedoch als großer Fehler heraus, dass die beiden sich nicht vertrauen.
Der neue Thriller von Linus Geschke ist ein totaler Pageturner. Selten habe ich bis zum Schluss so eine Spannung erlebt. Das Ende war für mich überhaupt nicht vorhersehbar und ein absoluter Hammer! Frieda Stahnke hat mich als Hauptprotagonistin unglaublich überzeugt und ich fand ihre Rolle sehr stark. Bei Wout Meertens bin ich sehr zwiegespalten, aber seine Rolle fand ich nicht unsympathisch. Ich bin sehr gespannt, wie sich sein Charakter in den Fortsetzungen der Thriller-Trilogie weiter entwickeln wird.
Das Buch war ein absolutes Jahreshighlight für mich und ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung „Das Camp“, die am 30. Januar 2026 erscheint, zu lesen.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Herzzerreissende Fortsetzung der Willow-Falls-Reihe!

Willow-Falls-Reihe, Band 2 - Stay With Me in Willow Falls
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Stay with me in Willow Falls ist der zweite Band der Willow-Falls-Reihe von Greta Milán.
Paige hat einen kleinen erfolgreichen Laden in Willow Falls, in dem sie ihre wunderschönen Kunstwerke aus ihrer ...

Stay with me in Willow Falls ist der zweite Band der Willow-Falls-Reihe von Greta Milán.
Paige hat einen kleinen erfolgreichen Laden in Willow Falls, in dem sie ihre wunderschönen Kunstwerke aus ihrer Holzwerkstatt verkauft. Sie hat wunderbare Freunde und auch ihre Familie mit der Apfelfarm sind immer für sie da. Und doch ist Paige zunehmend unglücklich, denn zu ihrem Glück fehlt ihr der passende Partner. Doch leider ist weit und breit niemand in Sicht, der ihre Welt vervollständigen könnte. Und dann zieht ausgerechnet Miles ins Nachbarhaus. Der Mann, der die Karriere ihres Bruders zerstört und Paige in tödliche Gefahr gebracht hat. Paige ist immer noch furchtbar wütend auf ihn und kann ihm das nicht verzeihen. Doch immer, wenn sie ihn sieht, spürt sie auch die Anziehungskraft, die sie sich nicht erklären kann.
Nachdem ich schon den ersten Band der Willow-Falls-Reihe gelesen habe, wollte ich auch unbedingt die Fortsetzung lesen. Wer einmal in Willow Falls war, möchte immer wieder dahin zurück. Das mag vielleicht nicht für Miles gelten, aber doch sicher für den Leser, denn schon die Beschreibung hat etwas ganz Zauberhaftes. Vor allem jetzt im Herbst, muss es in Willow Falls wunderschön sein. Greta Milán versteht es wunderbar, diese besondere Stimmung im Buch zu vermitteln und man möchte zu gerne in Paiges Holzwerkstatt vorbeischauen und sich ein Erinnerungsstück kaufen.
Mir hat auch der zweite Band aus der Reihe sehr gut gefallen, auch wenn ich den ersten sogar etwas besser fand. Aber es war schön, die liebgewonnenen Charaktere wiederzutreffen. Im zweiten Band erfahren wir nun mehr von Paige und ihrem Bruder Ryder. Und auch diese Geschichte liest sich sehr leicht. Nach und nach erfährt man, was vor Jahren passiert ist und warum Paige so wütend ist auf Miles. Als Leser kann man nachvollziehen, dass auch Ryder ein Problem mit Miles hat. Aber vielleicht kann nach all den Jahren auch eine Versöhnung stattfinden.
Wie schon der erste Band, hat auch der zweite Band einen wunderschönen Buchschnitt und ist sehr aufwendig und optisch wunderschön gestaltet. Auf jeden Fall ein richtiger Hingucker im Bücherregal. Ich bin jetzt sehr gespannt auf den dritten Band, der im Herbst 2026 erscheint!

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Wunderschönes Einschlafbuch für die ganz Kleinen!

Gute Nacht, Zoo
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Gute Nacht, Zoo ist ein Pappbilderbuch aus der Zoo-Bilderbuchreihe von Sophie Schoenwald.
Der kleine Igel Ignaz kann nicht schlafen. Er liegt in seinem Bettchen und er ist immer noch hellwach. Schäfchen ...

Gute Nacht, Zoo ist ein Pappbilderbuch aus der Zoo-Bilderbuchreihe von Sophie Schoenwald.
Der kleine Igel Ignaz kann nicht schlafen. Er liegt in seinem Bettchen und er ist immer noch hellwach. Schäfchen zählen bringt leider auch nichts. Was machen wohl seine Freunde, wenn sie nicht schlafen können? Ob ihm ihre Tipps helfen können beim Einschlafen? So wie das kleine Faultier, dass es sich mit seinem Papa gemütlich macht oder wie die Giraffe, die ihren Kopf am liebsten auf ein wolkenweiches Kissen legt?
Gemeinsam mit den Zootieren erfahren wir wunderbare Einschlaftipps. So kommt jedes Kind zur Ruhe und kann sich sein eigenes Einschlafritual überlegen. Die liebevollen und ruhigen Texte von Sophie Schoenwald und die zauberhaften Illustrationen von Günther Jakobs machen das Buch zu einem Lieblingsbuch am Abend. Es ist aktuell unser Lieblingsbuch zum Einschlafen.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Ein Lesehighlight!

Die Verlorene
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Die Verlorene ist ein unglaublich fesselnder Roman von Bestsellerautorin Miriam Georg.
Änne, die Mutter von Elena und die Großmutter von Laura, hat zwar von ihrer alten Heimat Schlesien erzählt, aber nie ...

Die Verlorene ist ein unglaublich fesselnder Roman von Bestsellerautorin Miriam Georg.
Änne, die Mutter von Elena und die Großmutter von Laura, hat zwar von ihrer alten Heimat Schlesien erzählt, aber nie von den Menschen dort. Als Änne im Sterben liegt, findet Laura in ihrem Schrank eine Kiste mit Briefen. Sind es Liebesbriefe an Elenas Vater, der im Krieg geblieben ist? Nach dem Tod von Änne beschließt Laura nach Schlesien zu fahren, um mehr über ihre Großmutter Änne zu erfahren. Sie spürt, dass es Geheimnisse gibt. Was sie aber dann dort erfährt, lässt sie und ihre Mutter Elena an allem zweifeln, was ihre Mutter je erzählt hat. Aber warum hat ihre Mutter entweder eisern geschwiegen, oder ihnen Lügen erzählt? Was ist damals in Schlesien passiert? Was Laura und ihre Mutter erfahren, schockiert sie sehr. Doch Elena kann endlich verstehen, warum ihr Verhältnis zu ihrer Mutter immer etwas schwierig war.
Die Verlorene hat mich unglaublich gefesselt. Die Geschichte ist am Anfang geprägt vom schwierigen Verhältnis der Frauen. Der überwiegende Teil der Geschichte erzählt von Ännes Kindheit in Schlesien, ihrer Familie und den Kriegsjahren. Die Geschichte nimmt stetig an Spannung zu und irgendwann konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Mit über 500 Seiten ist das Buch auch eine längere Lektüre, aber es wird nicht langweilig. Die Geschichte ist sehr emotional geschrieben und beim Lesen war ich immer wieder erstaunt, welche Strapazen die Frauen im Krieg ausgehalten haben und wie sie mit Schicksalsschlägen und Gewalt umgingen. Obwohl ich schon einige Romane gelesen habe, die während der Kriegsjahre spielen, hat mich dieser Roman sehr berührt. Die Stärke, die diese Frauen während des Krieges zeigen mussten, lässt sich heutzutage fast nicht mehr nachvollziehen. Besonders gut gefallen hat mir auch die Veränderung in der Beziehung von Elena und Laura.
Ein Buch, das ich nur empfehlen kann und das für mich ein absolutes Lesehighlight ist!

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