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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2025

Humorvoll, zynisch und mit tiefgang

A Serial Killer’s Guide to Marriage
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Hazel und Fox sind ein Traumpaar und gemeinsam das perfekte Serienkillerpärchen. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Bibi soll damit Schluss sein, denn der Schutz des Kindes geht vor. Doch beide haben ...

Hazel und Fox sind ein Traumpaar und gemeinsam das perfekte Serienkillerpärchen. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Bibi soll damit Schluss sein, denn der Schutz des Kindes geht vor. Doch beide haben nicht damit gerechnet, wie schwer ihnen die Abstinenz vom Töten fällt.

Dieses Buch ist im positiven Sinne anders als ich erwartet hatte. Ich rechnete mit einer leichten oberflächlich humorvollen Geschichte , doch neben all dem Witz bietet dieses Buch einen durchaus tiefen Einblick in die Psyche eines Serientäters. Der Lebensweg der beiden Killer wird gut beschrieben, so dass ich als Leser deren Motive und Taten gut verstehen kann.

Hauptsächlich sehen wir das Geschehen aus Sicht von Hazel, deren Druck zu Morden immer größer wird. Ihr Leben in der perfekten Vorstadtidylle beschreibt sie zunehmend mit beißendem Zynismus. Dass diese Situation irgendwann eskalieren muss, ist offensichtlich.

Die Handlung ist sehr spannend. Die inneren Monologe lassen uns an den Gedanken von Hazel und Fox teilhaben. Wie in einer normalen Ehe kommt es zu Missverständnissen durch fehlende Kommunikation. Einige Plot-Twists sind ebenfalls hervorragend eingebaut und die Kapitel enden meist mit einem Cliffhanger, so dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.

Der Schreibstil ist flüssig, eingängig und leicht zu lesen. Ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen verschlungen.

Dieser Kriminalroman gehört zu den besten, die ich dieses Jahr bisher gelesen habe!

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Ein langer Trauerprozess

Perlen
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Marianne hat eine glückliche Kindheit, doch mit acht Jahren verschwindet ihre Mutter und kehrt nie mehr zurück. Die Beziehung zur Mutter ist sehr liebevoll und innig. Marianne wird von ihr zuhause unterrichtet. ...

Marianne hat eine glückliche Kindheit, doch mit acht Jahren verschwindet ihre Mutter und kehrt nie mehr zurück. Die Beziehung zur Mutter ist sehr liebevoll und innig. Marianne wird von ihr zuhause unterrichtet. Ihr Verlust wirft sie völlig aus der Bahn und die Frage nach dem Warum und dem Gefühl der Scham, nicht genug gewesen zu sein, um sie zu halten, prägen fortan ihr gesamtes Leben.
Das Buch beschreibt einen lagen und nicht endend wollenden Trauerprozess.

Das Buchcover ist dazu sehr passend. Im übertragenen Sinne findet Marianne im Laufe der Erzählung viele kleine Erinnerungen, Perlen, die sie ihrer Mutter nahe bringen. Zum anderen bezieht sich der Titel auf das Gedicht "Pearls", das immer wieder im Buch zitiert wird und sie mit ihrer Mutter verbindet.

Gefallen hat mir der poetisch Schreibstil, der wunderbar zu lesen und vorzulesen ist.

Inhaltlich ist die Erzählung sehr dramatisch und aufwühlend. Es werden viele tabuisierte Themen angesprochen wie Selbstverletzungen (Ritzen), Selbstmordgedanken und psychische Ausnahmezustände, was das Buch zu einer eher schweren Kost macht. An manchen Stellen ist der Roman sehr leise und poetisch, an anderen Stellen jedoch auch sehr direkt. Das Buch ist in Ich-Form geschrieben und Marianne erscheint mir sehr authentisch, dadurch werde ich als Leser durch all ihre Zweifel und psychische Verletztheit geführt, das macht das Buch teilweise sehr schwer zu ertragen.

Manche Passagen empfinde ich allerdings als zu langatmig, da hat mich die Erzählung etwas verloren. Außerdem gibt es einige Zeitsprünge, die das Lesen erschweren und irritierend sind, da ich nicht mehr wusste, in welchem Alter ich Marianne jetzt antreffe.

Es ist inhaltlich kein leicht zu lesendes Buch. Trotzdem kann ich es empfehlen, wenn man sich mit den schweren Themen Trauer und psychische Gesundheit auseinandersetzen kann und möchte.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Ermittlungen im Urlaubsparadies Mallorca

Das Teufelshorn
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Das Cover verrät zunächst nicht, dass es sich um einen Krimi handelt: Die südländische Landschaft mit Orangenbäumen verspricht eine nette Urlaubslektüre und der Leser wird nicht enttäuscht.

Die ehemalige ...

Das Cover verrät zunächst nicht, dass es sich um einen Krimi handelt: Die südländische Landschaft mit Orangenbäumen verspricht eine nette Urlaubslektüre und der Leser wird nicht enttäuscht.

Die ehemalige Kommissarin Isabel hat ihren Dienst quittiert und leitet nun ein florierendes Unternehmen zur Ferienhausvermittlung auf Mallorca. Doch als sie von der Polizei gebeten wird, bei einer Kindesentführung zu helfen, kehrt sie in den Dienst zurück, zumindest vorübergehend.
Zur Kindesentführung gesellt sich ein Mord an einem älteren Einwohner und der Kokainschmuggel floriert auch auf der Insel. Isabel ermittelt in alle Richtungen. Sie ist eigenwillig, geht jeden Morgen mit ihrem Frettchen Furó im Meer schwimmen und trinkt ihren Cortado im örtlichen etwas heruntergekommenen Café. Isabel ist sympathisch, lebenslustig und immer gut gelaunt, man muss sie einfach mögen.
Im Laufe des Buches wird sie mir allerdings etwas unheimlich, egal was gefordert ist, Isabel spricht die Sprache, hat Verbindungen in das jeweilige Land oder die Behörde und sieht Zusammenhänge auf die ihre ebenfalls erfahrenen Kollegen nicht kommen. Sie löst die Fälle quasi im Alleingang. Ihre Kollegen sind nur schmückendes Beiwerk und dürfen die Verhaftungen durchführen. Das ist mir schon etwas zu viel Superwoman.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Die mallorquinische Atmosphäre wird so gut geschildert, dass ich beim Lesen schon fast das Meer riechen und die Sonne auf meiner Haut spüren konnte. Da bekommt man richtig Lust auf Urlaub. Warum nicht mal wieder Mallorca? Die Liebe der Schriftstellerin zur Insel merkt man an den detaillierten Schilderungen der lokalen Gebräuche, Örtlichkeiten und kulinarischen Köstlichkeiten. Mehr als einmal musste ich Google zu Rate ziehen, um zu wissen, worüber genau gerade geschrieben wurde.

Fazit: Eine gute Urlaubslektüre mit mallorquinischem Flair. Das Buch ist angenehm zu lesen, die Spannung hält sich allerdings durch die vielen detaillierten Beschreibungen in Grenzen.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Spannender Thriller mit Schwächen

Eine von uns
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Das düstere Cover mit der Person am erleuchteten Fenster passt sehr gut zum Inhalt und zur Stimmung des Thrillers.

Nach einem Hausbrand zieht Gina mit ihrem Mann Matt und ihren beiden Kindern vorübergehend ...

Das düstere Cover mit der Person am erleuchteten Fenster passt sehr gut zum Inhalt und zur Stimmung des Thrillers.

Nach einem Hausbrand zieht Gina mit ihrem Mann Matt und ihren beiden Kindern vorübergehend bei ihrer Freundin Annie ein, die sich auf einer Abenteuerreise befindet. Kurze Zeit später klingelt eine Frau und stellt sich als Annies Haushälterin Mary vor. Doch wer ist Mary wirklich?

Der Thriller wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass der Leser schnell besser informiert ist als die Protagonistin selbst, dadurch geht vor allem am Anfang des Buches etwas von der Spannung verloren. Zum Ende hin steigt die Spannungskurve rasant an und der Leser wird mit mehreren Twists in der Geschichte überrascht. Sogar die letzten drei Seiten bergen ein Geheimnis, mit dem ich nicht gerechnet hätte.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und ich kann mich ohne Probleme in sie hineinversetzen, doch genau deshalb erscheinen mir manche Reaktionen unglaubwürdig. Beispielsweise kann ich mir nicht vorstelle, jemanden im Haus zu akzeptieren, den ich als Bedrohung für meine Kinder empfinde. Außerdem ist an einem Punkt des Buches die Lösung schon so offensichtlich, dass ich nicht verstehe, wie die Protagonistinnen so blauäugig in die Falle tappen können.

Das Ende des Thrillers ist spannend und aufwühlend, doch in meinen Augen zu konstruiert und unglaubwürdig.

Fazit: „Eine von uns“ ist ein durchaus spannender Thriller, den ich gerne gelesen habe, mit vielen Twists dem Ende hin, aber auch mit ein paar Schwächen die Authentizität betreffend.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Alles passiert aus einem Grund. Und meistens ist es Physik.

Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
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Der fast 13-jährige Mika soll seine Sommerferien bei Oma verbringen. Seine Begeisterung hält sich in Grenzen, denn Oma nervt und ist peinlich, außerdem gibt kein Netz, um Zocken zu können, und das Essen ...

Der fast 13-jährige Mika soll seine Sommerferien bei Oma verbringen. Seine Begeisterung hält sich in Grenzen, denn Oma nervt und ist peinlich, außerdem gibt kein Netz, um Zocken zu können, und das Essen schmeckt auch nicht. Doch als Oma in einer stürmischen Nacht krank wird, versucht Mika sie mit dem Auto ins Krankenhaus zu fahren und landet dabei in einer fantastischen Stadt mit sprechenden Affen und den weltbesten Pfannkuchen. Dort findet er Freunde während sich seine Oma im Krankenhaus erholt. Doch was steckt hinter den Fassaden dieser ungewöhnlichen Stadt?

Schon das Buchcover mit seinen goldenen Verzierungen fällt auf und passt zum fantasie- und bildgewaltigen Inhalt des Buches. Es macht einen wertvollen, fast schon antiquarischen Eindruck.

Nach und nach erfährt der Leser vom Mobbing in der Schule, von den Problemen zuhause und dem fehlenden Selbstbewusstsein Mikas. Eingebunden ist das Ganze in eine faszinierende Welt mit eigenen Regeln, die so wunderbar beschrieben ist, dass ich sie während des Lesens in voller Pracht direkt vor mir sehen konnte. Mit viel Witz und Fantasie werden tiefgründige Themen wie beispielsweise die Frage nach einem unendlichen Leben, Zivilcourage und die Akzeptanz des Andersseins behandelt.

Ein faszinierendes Buch, das viel Diskussionsstoff liefert, aber auch einfach allein aufgrund des originellen Entwurfs einer parallelen Welt gelesen werden kann.

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