»Clever, tiefgründig und witzig.« Marc-Uwe Kling – Das Romandebüt des Comic-Künstlers Flix ist ein irrer Ritt durch die Fantasie
Spektakulär, witzig und bildgewaltig – als hätte Flix es gezeichnet. Flix erzählt von den Abenteuern des 12 5/6 Jahre alten Mika, der in den scheinbar ödesten Sommerferien aller Zeiten über sich hinauswachsen muss. Dass er dafür mit dem Auto durch die dunkle Nacht rast, um seine Oma zu retten – Kleinigkeit. Und mit einem Luftschiff in die fremde Stadt fährt? Geschenkt! Aber warum geht dort plötzlich alles in Erfüllung, was er sich wünscht? Wieso erledigen Affen das, worauf er keine Lust hat? Und weshalb findet er sogar im Club der großen Geister mit Leichtigkeit Freunde? Irgendetwas stimmt nicht, und Mika dämmert es langsam: Dies ist keine gewöhnliche Reise, sondern eine Frage von Leben und Tod! Eine rasante Geschichte voller unerwarteter Wendungen, die zeigt, was für ein großes, wildes Abenteuer es ist, erwachsen zu werden.
Dieses Buch hat mich komplett verzaubert. Ich muss gestehen das allein das Cover mich sofort angesprochen hat, doch kaum habe ich die ersten Seiten gelesen war ich sofort in der Geschichte drin und habe ...
Dieses Buch hat mich komplett verzaubert. Ich muss gestehen das allein das Cover mich sofort angesprochen hat, doch kaum habe ich die ersten Seiten gelesen war ich sofort in der Geschichte drin und habe mich begeistert treiben lassen.
Dabei meint Mika die langweiligsten Sommerferien aller Zeiten zu erleben. Ferien bei Oma und abgeschieden von allem was ihm wichtig ist - das kann doch nur schrecklich werden. Doch weit gefehlt. Da kommt eine Gewitternacht, Mikas Oma braucht dringend einen Arzt und Mika, voller Tatendrang, möchte natürlich helfen...da nimmt alles seinen (höchst fantastischen) Lauf. Und plötzlich steckt Mika in dem größten Abenteuer seines Lebens.
Ich fand dieses fantastische Abenteuer einfach großartig. Man wusste nie was als nächstes geschieht und hat Seite um Seite gestaunt mit welchem Einfallsreichtum diese Geschichte geschrieben wurde. Allein die unterschiedlichen Figuren, die vielen Locations und Szenarien und die rasante Handlung haben dafür gesorgt das ich das Buch wirklich nur schwer aus der Hand legen konnte. Man will ja nichts verpassen. Ich weiß gar nicht wann ich zuletzt so eine turbulente, humorvolle, fantastische, spannende und schräge Geschichte gelesen habe, aber diese hier war ein einziges Vergnügen.
Mika ist 12 5/6 Jahre alt und lebt irgendwie etwas in seiner eigenen Welt. Zumindest findet er Menschen seltsam und reden ist auch nicht seine Stärke.
Und dann ist Papa noch auf Geschäftsreise und Mika ...
Mika ist 12 5/6 Jahre alt und lebt irgendwie etwas in seiner eigenen Welt. Zumindest findet er Menschen seltsam und reden ist auch nicht seine Stärke.
Und dann ist Papa noch auf Geschäftsreise und Mika muss zur Oma. Leider wohnt Oma am Ende der Welt in einem alten Haus und Internet gibt es hier auch weit und breit keines.
Aber dann passieren dauernd so seltsame Dinge und Oma geht es nicht gut. Wird Mika ihr helfen können?
Er kommt mit Oma in eine wunderbare oder vielleicht doch eher gruselige Stadt. Eigentlich passt Mika ganz wunderbar in diese Stadt, aber irgendwie ist hier auch nicht alles Gold was glänzt. Und wie passt Oma hier rein? Welche Geheimnisse haben die Omas hier und hat Mikas Oma auch ein solches Geheimnis?
Der Anfang und der Rest des Buches ist temporeich erzählt und macht mich dauernd neugierig darauf gemacht, wie es weitergeht. Das Buchcover ist sehr interessant und der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Alles in Allem ein sehr nettes Kinderfantasybuch.
Ein Buch wie ein Traum: poetisch, spannend, und mitreißend. Immerland – Die Stadt der Ewigkeit, erschienen im Hanser Verlag im Juli 2025, ist eines der berührendsten Jugendbücher, das ich seit Langem ...
Ein Buch wie ein Traum: poetisch, spannend, und mitreißend. Immerland – Die Stadt der Ewigkeit, erschienen im Hanser Verlag im Juli 2025, ist eines der berührendsten Jugendbücher, das ich seit Langem gelesen habe. Flix, bekannt als Cartoonist und Illustrator, gelingt es in seinem Debütroman meisterhaft, große Themen wie Leben und Tod, Freundschaft, Mut und Zukunft in eine phantasievolle und turbulente Geschichte zu verpacken.
Mika Thorwarth, ein schüchterner Außenseiter, ist 12 5/6 Jahre alt und wird in den Sommerferien zu seiner Großmutter geschickt. Sein Vater muss geschäftlich verreisen und seine Mutter lebt nicht mehr. Missmutig blickt er langweiligen Ferien entgegen, doch rasch findet er sich in einem rasanten Abenteuer wieder. Mika Reise führt ihn und seine Großmutter in eine fremde Stadt, in der alles anders ist. Hier findet er, wonach er sich am meisten sehr: Freundschaft, Anerkennung und ein Stück Zuhause. Doch all das scheint einen Haken zu haben, der immer deutlicher zum Vorschein tritt, je länger Mika in der Stadt ist. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, unterstützt durch zahlreiche Wendungen.
Flix erzählt mit großem Feingefühl und sicherem Gespür für Emotionen und Dynamik. Mika ist ein sehr sympathischer Held, in den sich sicherlich viele Jugendliche hineinversetzen können. Zunächst mangelt es ihm an Selbstvertrauen, doch er wächst im Laufe der Geschichte über sich selbst hinaus. Die Geschichte ist poetisch, turbulent, humorvoll, an manchen Stellen sogar skurril und gerade dadurch so besonders.
Zu dieser Einschätzung tragen auch die liebevoll gestalteten Illustrationen bei, die alle paar Seiten die Handlung begleiten. Die Zeichnungen stammen laut Titelseite angeblich von Mika selbst, ein charmanter Kniff, der die Leser noch näher an den Protagonisten heranbringt. Das Buch ist sehr hochwertig gestaltet und mit spürbar viel Herzblut gemacht.
Immerland – Die Stadt der Ewigkeit ist nicht nur ein Buch für Kinder und Jugendliche, sondern auch ein Lesevergnügen für Erwachsene. Flix streut immer wieder kleine Anspielungen ein, die älteren LeserInnen besonders auffallen werden, ohne die kindliche Perspektive aus den Augen zu verlieren.
Mein Fazit: Das Buch hat alles, was ein gutes Jugendbuch ausmacht: Phantasie, Tiefe, Spannung und Herz. Es ist so poetisch erzählt, wundervoll illustriert und kommt mit einer Botschaft um die Ecke. Für mich ganz klar eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!
Mika verbringt seine Sommerferien bei seiner Oma, es scheint eine eher triste Zeit für ihn anzustehen. Doch dann erkrankt seine Großmutter ganz unerwartet und Mika will sie während einer Gewitternacht ...
Mika verbringt seine Sommerferien bei seiner Oma, es scheint eine eher triste Zeit für ihn anzustehen. Doch dann erkrankt seine Großmutter ganz unerwartet und Mika will sie während einer Gewitternacht in ein Krankenhaus bringen. Doch plötzlich finden sie sich wie durch Zauberhand vor den Toren einer fremden Stadt wieder.
Hier ist alles ganz anders. Sprechende Affen aller Art leben wie selbstverständlich unter den Menschen und auch die Menschen selbst haben sonderbare Charaktere. Während die Oma sich im Krankenhaus erholt, findet Mika Freunde in der Stadt, zusammen erfinden sie u. a. eine fantastische Maschine und nehmen an einem Wettbewerb teil.
Die Geschichte um Mika und die sonderbare Stadt hat mich an eine Reihe bekannter Werke erinnert. Die Handlung ist fast so fantastisch wie „Alice im Wunderland“. Man weiß oft nicht welcher Sinn und Plan hinter dem ganzen Geschehen steckt, dass erinnerte mich immer wieder an die Werke von Kafka. Auf der Seite 126 heißt es dann auch: „Der Anblick des glänzenden Geräts war irre. Es erinnerte Mika an einen Menschen, der Morgens als Käfer aufgewacht war.“ Bei den Bildern musste ich an die Zeichnungen aus „Es war einmal der Mensch“ denken.
Mir hat das Konzept des Buchs gut gefallen. Es handelt sich um eine durch und durch fantastische Geschichte und das obwohl sie komplett ohne Magie auskommt. Insgesamt wirkte der Roman für mich etwas aus der Zeit gefallen, würde ich es nicht wissen, hätte ich ihr Entstehungsdatum in den 1980er Jahren verortet, was dem Werk insgesamt jedoch keinen Abbruch tut. Ich freue mich bereits auf den Nachfolgeroman dieser Reihe.
Mika Thorwarth stehen sterbenslangweilige Sommerferien bei seiner Oma Hertha bevor. Kein Internet, dafür Brettspiele statt Zocken! Wie öde!
Doch ein Unglück zwingt den 12 5/6 Jährigen dazu, in ...
Inhalt:
Mika Thorwarth stehen sterbenslangweilige Sommerferien bei seiner Oma Hertha bevor. Kein Internet, dafür Brettspiele statt Zocken! Wie öde!
Doch ein Unglück zwingt den 12 5/6 Jährigen dazu, in tiefschwarzer Gewitternacht mit dem Auto zu fahren, um seine Oma in das nächste Krankenhaus zu bringen.
Überraschend bietet sich nach einem Unfall auf der vom Regen überschwemmten Landstraße die Gelegenheit, mit einem Luftschiff in die Stadt zu fahren. Doch die freundliche Frau, die das ungewöhnliche Gefährt steuert, bringt Mika und seine Oma an einen sonderbaren Ort.
Hier erledigen Affen all die Arbeiten, auf die die Menschen keine Lust haben. Alles, was Mika sich wünscht, geht plötzlich in Erfüllung. Er stolpert geradezu in den "Club der großen Geister" und findet dort auf Anhieb Freunde.
Irgendetwas ist hier oberfaul ... Es läuft alles viel zu glatt!
In Immerland lauern Gefahren, von denen man nicht einmal zu träumen gewagt hat ...
Altersempfehlung:
von etwa 12 bis 112 Jahre
Illustrationen:
Den unverkennbaren Strich von Flix mag ich sehr und für ein Jugendbuch ist der Bildanteil erfreulich hoch.
Ausdrucksstarke schwarz-weiß Zeichnungen ergänzen das Abenteuer und geben zugleich den Charakteren und Kreaturen ein Gesicht (mit Ausnahme von Mika).
Gewählt wurde diese Art der Illustrationen, da es sich bei den Zeichnungen um Skizzen handelt, die Mika während des Abenteuers selbst anfertigt.
Von seinen Mitschülern bisher nur müde belächelt, hält er selbst allerdings nur wenig von seinen Zeichnungen.
"Ich kann das nicht richtig", sagte Mika.
"Kunst kommt nicht vom Können. Sondern vom Trotzdem. Dass man es trotzdem macht. Trotz all der Selbstzweifel, der mangelnden Übung, der befürchteten Ideenlosigkeit, dem vermeintlichen Unvermögen. Trotz allem setzt man sich hin und macht was. Das ist Kunst."
(Dialog zwischen Mika und Julie, vgl. S. 125)
Mein Eindruck:
Um seiner Oma Hertha zu helfen, hat der 12 5/6 jährige Mika gleich zu Beginn Mut bewiesen und ist unverhofft nicht nur an einem sonderbaren Ort, sondern auch in einem turbulenten Abenteuer gelandet.
In Immerland, der ewigen Stadt, ticken die Uhren scheinbar anders, vieles ist besser, als es der Junge von Zuhause kennt. Doch manche Eigenarten werfen Fragen auf.
Mika wird vom Hunger getrieben sogar zum Dieb (auch wenn es "nur" ein Granatapfel ist) und lernt erst langsam die Besonderheiten der Stadt kennen.
An der Seite von Mika werden auch Lesende vollkommen in's kalte Wasser geworfen. Man versteht die Welt nicht mehr und erst nach und nach werden ein paar Rätsel gelüftet und neue tauchen auf. Man wartet geradezu auf die nächste (verrückte) Wendung. Es ist wirklich ein irrer Trip und eine absurde Situation.
Wie Mika Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten und Stärke entwickelt, ist eindrucksvoll mitzuerleben. Man fühlt, fiebert und leidet durchgehend mit.
Vom Außenseiter zum Helden. Auch hier geht alles irre schnell. Der Junge wird Teil eines Teams und hilft dabei, einen selbst konstruierten Roboter zu steuern. Er tritt sogar für das Team bei der Robolympiade an.
Lesende dürfen sich auf das Auftauchen von fantastischen (Roboter-)Kreaturen wie den Wolpertinger und andere Easter Eggs und literarische Anspielungen freuen.
Mika hat ein unglaubliches Talent. Ausgerechnet das stundenlange Spiel an seiner Playstation hat ihn darauf vorbereitet, die hochsensible Steuerung des Roboters zu bedienen (komplizierte Klickkombinationen, notwendige Hand-Auge-Koordination usw.).
Kaum zu glauben, "... dass all das dem verbreiteten Klischee widersprach, dass Zocken eine stumpfe Sache für geistig minderbemittelte Vollpfosten sei."
(vgl. S. 189)
Seine neuen Freunde Julie, Nilla und Lucullus sind außergewöhnlich, liebenswert und haben ihre ganz eigenen "Macken". Julie neckt Mika "Bumsbirne" hin und wieder, aber im Grunde hat auch sie das Herz am rechten Fleck.
Mika ist plötzlich eine kleine Berühmtheit und schwebt glückselig wie auf Wolken (ohne dabei eingebildet zu sein). Er kann sein Glück kaum fassen und will verständlicherweise gar nicht mehr nach Hause.
Es dämmert Lesenden (und Mika selbst) irgendwann, dass alles viel zu einfach, zu reibungslos läuft.
Aus einem wunderschönen Traum wird ein fürchterlicher Albtraum. Es geht plötzlich um Leben und Tod, nun ist erst Recht Mikas Mut gefordert.
Die ewige Stadt selbst ist die Gefahr.
Ohne zu spoilern bringt es Oma Hertha sehr treffend auf den Punkt:
"Es ist wie das Internet. Von der Idee her gut. Aber wenn man zu lange drin ist, wird's problematisch."
(vgl. S. 282)
Die Geschichte konnte gleich an mehreren Stellen überraschen und hat Wendungen genommen, die ich so nicht erwartet habe, und die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Es ist ein wilder und irrer Trip inmitten von fantastischen Kulissen und phantasievollen Wesen, so dass man sich stetig fragt: Was ist real? Ist alles vielleicht nur ein Traum?
Neben actionreichen Szenen, gruseligen Momenten und witzigen Situationen finden sich auch Passagen, die nachdenklich stimmen.
Thematisiert werden nicht nur Freundschaft und das Erwachsenwerden, sondern auch die Ewigkeit und das Leben nach dem Tod. Es ist kein klassisches Jugendbuch, sondern auch für Erwachsene in jedem Fall lesenswert.
Für dieses rundum gelungene Roman-Debüt voller Überraschungen gebe ich eine Leseempfehlung sowie 5 von 5 Granatäpfel.
Für Herbst 2026 ist mit "Immerland – Der Ozean der Ewigkeit" eine Fortsetzung angekündigt.
Fazit:
Ein rasantes Abenteuer: witzig, ein wenig gruselig, spannend, überraschend und unterhaltsam zugleich mit eindrucksvollen, fantastischen Kreaturen.
Atmosphärisch und sprachlich sehr gelungen, wird Mikas wilde Reise in eine mysteriöse Welt ergänzt durch detaillierte schwarz-weiß Illustrationen.
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Rezensiertes Buch: "Immerland – Die Stadt der Ewigkeit" aus dem Jahr 2025