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Veröffentlicht am 15.09.2023

Lieblingsband der Reihe

A Place to Shine
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Poppy McCarthy ist für ihre Familie so ein bisschen das Sorgenkind, was sie ziemlich nervt. Was sie ebenfalls sehr nervt: Trace Bradley, Country-Star, auch aus Cherry Hill. Doch was nur wenige wissen, ...

Poppy McCarthy ist für ihre Familie so ein bisschen das Sorgenkind, was sie ziemlich nervt. Was sie ebenfalls sehr nervt: Trace Bradley, Country-Star, auch aus Cherry Hill. Doch was nur wenige wissen, ist, warum: Trace ist vor einigen Jahren mit einem Song über sie berühmt geworden, was sie ihm immer noch übel nimmt. Als sie ihm nach einem Autounfall Erste Hilfe leistet und danach für seine Freundin gehalten wird, ist das Chaos vorprogrammiert: Denn sein Management gerät in Bedrängnis, und die einzige Option, das ganze in Schach zu halten, ist, Trace und seine Jugendliebe Poppy als Paar zu vermarkten ...

Cherry Hill ist eine sehr gemütliche Reihe und das Setting macht sehr viel aus, so wars bei den Vorgängern und so ist es auch hier. Auch wenn man weniger von der Obstplantage oder so mitbekommt, gibt es natürlich trotzdem das Feeling des Ortes und der Farmen, und das war sehr schön.
Poppy fand ich als Charakter sehr interessant. Sie wirkte in den vorherigen Bänden manchmal tatsächlich etwas schwierig, aber deswegen war ich nur umso neugieriger, sie mal aus ihrer eigenen Sicht zu erleben und ihre Gedanken besser zu verstehen. Und ich hab auch besser nachvollziehen können, wieso sie das mit dem Song so aufregt (da schleppt sie durchaus noch ein Päckchen mit sich rum, was sie verarbeiten muss). Insgesamt mochte ich sie aber sehr gern, vor allem, weil sie nicht auf den Mund gefallen ist. Trace war ebenfalls ein sympathischer Charakter, ich mochte seine Art generell und wie er mit Poppy umgegangen ist, und vor allem, wie er recht schnell recht offen mit ihr war. So können die Bookboyfriends gern öfter sein.

Ihre Geschichte war schön mitzuerleben, die Szenen mit den beiden oft intensiv und natürlich auch nicht streit-frei, was es so interessant gemacht hat. Es war Knistern und es war Feel Good, und es hat Spaß gemacht. Was die Charaktere und den Umgang miteinander angeht, ist das hier mein Lieblingsband geworden (auch wenn mir in anderen Teilen das Setting noch besser gefiel). Denn während mich bei den anderen teilweise was genervt hat oder nicht nachvollziehbar genug war (obwohl ich sie auch mochte), passte es für mich hier am besten.

Was ich nur leider wieder nicht ganz so mochte, war das schnelle Ende. Ich hab das Gefühl, dass diese Cozy Reads häufig – und eben auch alle, die ich bisher von Lilly Lucas kenne – zugunsten der Erhaltung einer Wohlfühlatmosphäre die Probleme und Konflikte am Ende viel zu schnell und einfach beiseite schieben nach dem Motto "ja aber dann war alles wieder gut". Und das leider nicht ausreichend aus- und aufarbeiten. Das stört mich etwas und so wars auch hier. Ich finde, nur weil es zum Wohlfühlen sein soll, muss man ja am Ende nicht alles ungelöst über Bord werfen. Aber über das Happy End konnte ich mich trotzdem freuen.

Und auch wenn ich den Hype nicht so ganz teile bzw. das keine Highlights für mich sind, bin ich froh, die Cherry Hill Reihe gelesen zu haben. Hier gibts gute 4 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Am Ende richtig ins Herz getroffen

Up to Date – Drei Dates machen noch keine Liebe – oder doch?
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Valentinstag. Siobhan ist mit Joseph Carter zum Frühstück verabredet. Ebenfalls mit ihm verabredet: Miranda, zum Mittagessen. Und Jane wartet am Abend bei einer Verlobungsfeier auf ihn als Begleitung. ...

Valentinstag. Siobhan ist mit Joseph Carter zum Frühstück verabredet. Ebenfalls mit ihm verabredet: Miranda, zum Mittagessen. Und Jane wartet am Abend bei einer Verlobungsfeier auf ihn als Begleitung. Das Ding ist nur: Carter taucht nicht auf. Bei keinem der Dates. Doch was zunächst wie eine simple Fremdgeh-Geschichte klingt, ist in Wahrheit viel mehr ...

(auf Englisch gleesen)

Ich kannte vor The No-Show schon zwei Bücher von Beth O'Leary, die mich beide sehr berührt haben, deswegen war ich sehr gespannt, ob sie es hier wieder schafft. Erstmal war es wieder sehr angenehm zu lesen, ich mag ihren Schreibstil, der locker-leicht und oft mit humorvollem Unterton ist, aber gleichzeitig detailliert und auch mit ernsten Momenten kann sie gut umgehen. Das find ich einfach schön.
Inhaltlich mochte ich, dass wir zwischen den drei Frauen gewechselt haben und jede ziemlich gut kennenlernen konnten. Man hat bei allen gemerkt, dass da noch mehr ist, das etwas noch nicht verraten wurde, und das Bild wurde jeweils recht spät erst vervollständigt (so wie ich es mag!), aber es war von Anfang an ein super Tempo, wie viel man erfahren hat, und alle drei waren auch sympathisch und interessant genug, dass ich sie gern begleitet hab. Joseph Carter hingegen ist ein lange ein einziges Mysterium. Das fand ich auf der einen Seite ziemlich spannend, weil ich mich die ganze Zeit gefragt habe, was denn da jetzt Sache ist und wieso er so verschlossen ist. Gleichzeitig hats mich aber auch ein wenig genervt, weil ich wollte, dass er endlich in die Schranken verwiesen wird.

So far, so good. Eine schöne Sommerlektüre, angenehm zu lesen. Aber ich hätte nicht so überrascht sein dürfen, dass die Autorin da noch einen Twist für uns hat. Denn so ca. ab dem letzten Drittel begann man, zu verstehen, was da los ist, und dann stand mir der Mund offen und ich war ziemlich geflasht. Wenn ich mir mehr Zeit genommen hätte, drüber nachzudenken, hätte ich es möglicherweise erahnen können, aber ich habs einfach auf mich zukommen lassen und es war so gut konstruiert, dass ich einfach überrascht wurde. Und dann hats mich plötzlich richtig tief getroffen. Ich bin total emotional geworden, alles hat begonnen, sich in meinem Kopf zu entrollen, und ich hab einfach total mitgefühlt und mich noch richtig drauf einlassen können. Am Ende war ich ziemlich platt, es war für mich ein gutes Ende, aber auch ein wenig bitter-süß, und vor allem hat The No-Show es geschafft, dass ich nach dem Zuklappen erstmal dasaß und noch ein wenig darüber nachdenken musste. Top, wenn ein Buch das auslösen kann.


Ich kanns also nur empfehlen. Erst scheint es lange "nichts besonderes" zu sein, aber selbst da ist es eine schöne Sommerlektüre gewesen. Aber am Ende verblüfft es einen wirklich und das fand ich wunderbar. Gute 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Schöne Sommer-Krimi-Lektüre

Trattoria Mortale - Der Tote im Palazzo
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Fall Nr. 3 für Agente Sergio Panda. Und damit ist nicht die Katstrophe gemeint, die sich in der Trattoria seines Vaters abspielt, als Archäologen dort auf einen spektakulären Fund stoßen. Stardesigner ...

Fall Nr. 3 für Agente Sergio Panda. Und damit ist nicht die Katstrophe gemeint, die sich in der Trattoria seines Vaters abspielt, als Archäologen dort auf einen spektakulären Fund stoßen. Stardesigner Luigi Leonetti, der Volterra helfen sollte, zur schönsten Stadt der Toskana gekürt zu werden, wird tot in seinem Palazzo gefunden. So kurz vor dem Wettbewerb muss Sergio nicht nur den Mörder finden, sondern auch noch alles möglichst geheimhalten. Seine Suche führt ihn unter anderem ins örtliche Museum, denn ein Kunstraub könnte mit der Sache zu tun haben ...


Ich hatte mal wieder Lust auf einen schönen, unterhaltsamen Krimi, und wenn er dann auch noch in Italien spielt (große Italien-Liebe), dann ist da sein super Rezept für unterhaltsame Lesestunden. Tatsächlich bringt Trattoria Mortale - Der Tote im Palazzo auch so ziemlich alles mit, was ich mir von so einem Krimi erhoffe: Es ist eher Cozy Crime, nicht zu düster, es gibt Lokalcharme und das Setting formt die Geschichte erst richtig, und dazu ein haufen schrulliger Charaktere mit ihren (recht einfach gehaltenen) Eigenheiten. Bei letztere hätte hier und da noch ein kleines bisschen weiter gefeilt werden können, ich fand zum Beispiel Sergios Beziehung nicht allzu überzeugend, aber in erster Linie ging es ja auch um das Verbrechen. Die Ermittlungen liefen relativ geradlinig ab, aber definitiv auch mit Überraschungen. Zusammenhänge wurden aufgedeckt zwischen dem Toten und einigen Anwohnern, das Museum spielt eine Rolle, genauso wie viele andere Punkte in Volterra, die dafür sorgen, dass wir unterschiedliche Schauplätze bekommen, was ich echt schön fand. Und Nebenhandlungsstränge stehen für sich (wie die Trattoria oder die Musikschule) und dann auch wieder nicht, denn es wird alles irgendwie miteinander verwoben.
Den Twist am Ende, dass ich als Leserin noch im Unklaren bleibe, während die Ermittler aushecken, wie und wo sie zuschlagen wollen, fand ich auch irgendwie cool. so konnte ich genauso überrascht werden wie die anderen Anwesenden.

Die Auflösung selbst war nicht über die Maßen spektakulär, es passte aber. Auf dem Weg dahin erschien mir manches etwas zu einfach, aber das Aufgedeckte selbst war dann trotzdem interessant. Generell sind Geschichte sowie Schreibstil relativ simpel gehalten. Es ist keine super komplexe Literatur, keine krassen, dramatischen Plottwists, aber das verspricht dieses Buch auch gar nicht. Ein bisschen was hat mir irgendwie doch gefehlt, um es bestmöglich zu bewerten, vielleicht noch ein bisschen mehr Witz, etwas mehr Tiefgang hier und da oder noch ein wenig mehr Italienfeeling, aber es hat mich gut unterhalten und tut, was es verspricht.

Trattoria Mortale - Der Tote im Palazzo ist eine gelungene Urlaubslektüre, kurzweilig und unterhaltsam, eher gemütlich als fesselnd, um mal schön abzuschalten. Von mir gibt es 4 Sterne:
Übrigens ist es Band 3 einer Reihe um Sergio Panda, und sicherlich wäre es hier und da eine rundere Sache gewesen, wenn man die Vorgänger kennt, aber der Band funktioniert wunderbar auch alleine (ich hab die ersten beiden nicht gelesen).

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Von Schulaufgabe zu Mordaufklärung

A Good Girl’s Guide to Murder
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Pippa hat sich für ihre Zusatzschulaufgabe ein sehr ungewöhnliches Thema ausgesucht: Sie will einen alten Mordfall aufrollen. Damals ist eine Schülerin verschwunden, ihre Leiche wurde aber nie gefunden. ...

Pippa hat sich für ihre Zusatzschulaufgabe ein sehr ungewöhnliches Thema ausgesucht: Sie will einen alten Mordfall aufrollen. Damals ist eine Schülerin verschwunden, ihre Leiche wurde aber nie gefunden. Ihr angeblicher Mörder, ihr Freund, hat kurz darauf Selbstmord begangen. Doch Pippa glaubt nicht daran, dass es so gewesen ist und beginnt, zu recherchieren - und schwebt schon bald selbst in Gefahr.


Dieses Buch wurde vor einiger Zeit echt viel gehypt und ich bin auch neugierig geworden. Die Prämisse ist schonmal sehr außergewöhnlich, versprach aber gerade deshalb, so interessant zu werden. Was mir daran besonders gut gefallen hat, ist, wie Pippas Recherche stilistisch umgesetzt wurde, denn wir lesen sie als Logbucheinträge und Interviewausschnitte und das fand ich irgendwie ziemlich cool. Es hat so einen besonderen Touch reingebracht. Natürlich ist vieles vom Buch aber auch "normale" Szenen und Dialoge. Dadurch, dass sie immer tiefer gräbt, werden natürlich auch andere unbequeme Wahrheiten aufgedeckt, die so ziemlich alle Beteiligten/Verdächtigen aufscheuchen und nervös machen. Diese stetige Steigerung war echt spannend und auch als Pippa langsam in Gefahr geriet, gabs ein bisschen kalten Schauer, der einem über den Rücken läuft (aber es ist immer noch ein Jugendbuch). Sehr gelungen, wie es sich im Laufe des Buches immer mehr zuspitzt. Und ja, irgendwann konnte man sicher drauf kommen, wie die Auflösung war, aber ich hab ziemlich lange noch mitgerätselt, stand auf dem Schlauch, hab Verdächtigungen umgeworden.
Die Auflösung dann war ziemlich verrückt, auf jeden Fall überzeugend, aber sie hat mich nicht ganz so schockiert und entsetzt zurückgelassen, wie ich es vielleicht erwartet hab (nicht falsch verstehen, es war durchaus schockierend). Vielleicht lags einfach daran, dass ich die Suche danach, das Puzzleteile-Aufdecken im Grunde genommen spannender fand, weil das im Gegensatz zur Lösung der rätselhafte, geheimnisvolle Teil ist.


Ich fand das Buch auf jeden Fall sehr überzeugend und gut gemacht, ich hatte Spaß, war gefesselt und habs gern gelesen. Für ein Highlight oder Lieblingsbuch hats nicht gereicht, aber ich gebe gute 4,5 Sterne und eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Schlüssig, aber nicht mehr richtig packend (3-3,5)

Knights – Eine erbarmungslose Macht
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Noel ist auf der Flucht, in sich trägt er Morganas Kräfte. Charlotte will ihn um jeden Preis finden, doch keiner kann genau sagen, ob Noel noch er selbst sein wird. Gleichzeitig macht KORT Jagd auf ihn, ...

Noel ist auf der Flucht, in sich trägt er Morganas Kräfte. Charlotte will ihn um jeden Preis finden, doch keiner kann genau sagen, ob Noel noch er selbst sein wird. Gleichzeitig macht KORT Jagd auf ihn, weil er eine Bedrohung sein könnte. Charlotte und Team Stanham müssen unbedingt vor ihnen da sein. Doch sie rechnen nicht damit, dass noch eine dritte Partei Teil des Wettlaufs wird.


Ich war sehr gespannt auf Band 3, denn die Reihe hatte mir ab Band 1viel Spaß gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie es für Noel, Charlotte und die anderen ausgeht. Und was den Plot angeht, war das auch ziemlich gut durchdacht, wie es weitergeht und was sich wie entwickelt. Das Team fand ich nach wie vor klasse und die einzelnen Charaktere sympathisch. Den Zwiespalt, den sie bzgl. KORT empfunden haben fand ich sehr realistisch und nachvollziehbar, Charlottes Entschlossenheit aber ebenso. Noel und seine inneren Kämpfe waren auch sehr interessant mitzuerleben, und wie das ganze drohte, ihn zu überwältigen. Die Lösung, der sie dann hinterhergejagt haben, schien erst zu einfach, war aber absolut sinnvoll für die Geschichte und hat sich auch überzeugend entwickelt. Insgesamt also ein solider Abschluss für die Reihe.

Allerdings hat mich das Buch leider nicht mehr so recht erreichen können, ganz anders als noch Band 1 (und auch Band 2, wenn auch ich 1 am besten fand). Ich finde, man hat leider gespürt, dass Lena Kiefer die Reihe schwer fiel und sie Band 3 einfach nur fertig haben wollte. Ganz viele Sachen fühlten sich überhaupt nicht auserzählt an. Noels und Charlottes Beziehung hab ich überhaupt nicht mehr gespürt, die Probleme kamen zu sortiert eins nach dem anderen, Guinevere war mir eine zu blasse, schwache Antagonistin und es gab einige Aspekte, die so in der Luft baumelten und irgendwie nicht so richtig zu einem Ende geführt wurden, wie ich mir erhofft hab (z.B. auch die Grals Geschichte). Für das Potenzial, das da drin war, hätten es gut und gerne 100 Seiten mehr sein müssen oder können, um da richtig schöne, packende Substanz reinzubauen. So fehlte mir leider etwas.


Das Buch war also grundsätzlich gut und ich bin froh, dass ich die Reihe beendet habe. Sie hat mir insgesamt gut gefallen. Jedoch glaube ich, dass die Geschichte mehr hergegeben hätte für dieses Finale. Ich kann aber gut verstehen, dass man als Autorin so eine Reihe nur noch abschließen will, wenn hinter den Kulissen nicht alles schön war.
Von mir bekommt das Knights-Finale 3-3,5 Sterne. Ein bisschen schade drum, aber ich freu mich auf ihre nächsten Reihen.

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