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Veröffentlicht am 09.12.2024

Fortsetzung mit kleinen Schwächen, aber guter Unterhaltung

Der Krimidinnermord
2

Band drei rund um Mallowan Hall und Phyllida Bright, Haushätering der berühmten Agatha Christie.
Eine Einladung zu einem Krimidinner in der Nachbarschaft wird vertretungsweise von Phyllida angenommen, ...

Band drei rund um Mallowan Hall und Phyllida Bright, Haushätering der berühmten Agatha Christie.
Eine Einladung zu einem Krimidinner in der Nachbarschaft wird vertretungsweise von Phyllida angenommen, da die Mallowans verhindert sind.
Was ein nettes Vergnügen sein sollte, wird zu einem echten Mord an dem Gastgeber Clifton Wokesly, der Phyllidas ganze Ermittlungskompetenzen fordert.
Wir haben es hier wieder mit einem klassischen Who done it ? zu tun. Die Charaktere sind gut beschrieben und die Dialoge humorvoll. Die Figur der Phyllida ist mir wirklich ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass im nächsten Band ihre Geheimnisse gelüftet werden. Auch jetzt gab es wieder nur klitzekleine Hinweise.
Die Interaktionen zwischen Phyllida und Butler bzw. Chauffeur sind immer wieder ein Highlight. Die Beschreibung der Haushaltsführung und der Angestellten, ein Spiegelbild der Zeit. Besonderes Vergnügen hat mir die zu erwartende Lieferung eines Staubsaugers bereitet, aber lest selbst, was es damit auf sich hat.
Einzig der Mordfall hatte diesmal kleine Schwächen. Es gab viele Verdächtige mit durchaus schlüssigen Motiven, so dass genügend Raum für Leserermittlungen und Tätersuche gegeben war. Leider gestaltete sich der Handlungsaufbau so, dass sehr schnell klar war, wer der Mörder ist. Man hat zwar immer noch auf eine Wendung gehofft, die aber ausblieb.
Meinem Lesevergnügen hat dies aber keineswegs beeinträchtigt, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und bei der Tätersuche die Position gewechselt. Sozusagen als wissender Zuschauer das Geschehen von außen betrachtet.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Die nächste Generation

Café Alba
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Die Geschichte der Familie Milani und des Café Alba geht weiter. Ein Zeitsprung schickt den Leser in das Jahr 1971. Die Firma steht gut da, die Tochter Isabella ist fertig mit ihrem Studium und bereit ...

Die Geschichte der Familie Milani und des Café Alba geht weiter. Ein Zeitsprung schickt den Leser in das Jahr 1971. Die Firma steht gut da, die Tochter Isabella ist fertig mit ihrem Studium und bereit in die Firmenleitung mit einzusteigen.

Emilia Lombardi nimmt uns mit in die entstehenden Konflikte zwischen den Vorstellungen und Ideen zweier Generationen. Stand im ersten Band Francesca im Vordergrund, so nimmt jetzt Isabella diesen Platz ein. Wir begleiten sie durch Irrungen und Wirrungen in ihrem Gefühlsleben und der Umsetzungen ihrer Ideen für die Firma.

Die Spannung kommt auch in dem zweiten Band um das Café Alba nicht zu kurz. Ein mysteriöses Dokument und Schwager Valentino sorgen dafür, dass man mit Francesca und Isabella um die Zukunft der Firma bangt.

Die bildhafte Sprache der Autorin lässt Alba und das Café vor den Augen entstehen und der Hunger auf Schokolade begleitet den Leser durch das Buch.

Die Inspiration durch die Geschichte der Firma Ferrero blitzt immer wieder durch und man begegnet Schokoladenvariationen, die man in ähnlicher Form kennt.

Es ist eine gelungene Fortsetzung einer Familiengeschichte, die mit Herz und historischen Hintergrund überzeugt.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Irgendjemand weiß es

Stumme Knochen
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Dies ist für mich das zweite Buch von Loreth Anne White und wieder konnte sie mich mit ihrem Thriller überzeugen.
Grundlage ist hier der Fund eines Skelett in den kanadischen Bergen, das einen fünfzig ...

Dies ist für mich das zweite Buch von Loreth Anne White und wieder konnte sie mich mit ihrem Thriller überzeugen.
Grundlage ist hier der Fund eines Skelett in den kanadischen Bergen, das einen fünfzig Jahre alten Cold Case wieder in den Mittelpunkt der Ermittlungen rückt.
Die Autorin wechselt Zeitebenen und Perspektiven und führt so den Leser langsam in die Ereignisse von damals und heute ein. Die Charaktere wirken alle sehr ausgefeilt und authentisch, versehen mit persönlichen Geheimnissen und Verstrickungen. Die Ermittlungen werden Detective Jane Munro geleitet, deren eigene Schicksalsschläge hier wie ihre persönliche Antriebsfeder wirken, ohne dass sie die eigentliche Handlung überlagern. Die Ermittlungsarbeit wird gut in den Handlungsablauf integriert, ohne langweilig zu wirken.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten, erstens da die Story gut konstruiert ist und zweitens durch viele kleine Cliffhanger am Ende der Kapitel. Die Auflösung kommt überraschend, führt aber alle losen Fäden zusammen.
Wie schon bei Schatten im Glashaus, kann ich nur sagen, so geht Thriller.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Eine Fahrt zur Völkerverständigung

Die erste Fahrt des Orient-Express
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Die erste Fahrt des Orientexpress ist ein Abenteuer, bei dem Fiktion und historische Fakten geschickt verknüpft werden. Flott erzählt, mit einigen Informationen zu Technik und Ausstattung. Die Grundidee ...

Die erste Fahrt des Orientexpress ist ein Abenteuer, bei dem Fiktion und historische Fakten geschickt verknüpft werden. Flott erzählt, mit einigen Informationen zu Technik und Ausstattung. Die Grundidee des Erfinders Georges Nagelmackers, zwischen den verfeindeten Staaten auf der Reise des Orientexpress Frieden zu stiften, wurde gut heraus gestellt.
Die erzählerische Freiheit, z. B. Jules Vernes in den Zug zu setzen, hat nicht gestört und brachte durchaus an vielen Stellen einen Mehrwert für die Story.
Der Schreibstil war durchaus bildhaft, so dass man sich die dazugehörigen Bilder gut vorstellen könnte
Ein gut zu lesendes Abenteuer für zwischendurch mit historischem Hintergrund.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Vier Frauen - vier Generationen

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Das Buch erzählt generationenübergreifend die Geschichte von vier Frauen, die ihren Weg im Leben suchen.
Es startet 1922 mit Senta, die unglücklich in ihrer Ehe ist, mit ihrer Rolle als Mutter hadert. ...

Das Buch erzählt generationenübergreifend die Geschichte von vier Frauen, die ihren Weg im Leben suchen.
Es startet 1922 mit Senta, die unglücklich in ihrer Ehe ist, mit ihrer Rolle als Mutter hadert.
Die Tochter Evelyn begleiten wir durch die Zeit der Nationalsozialisten bis in die Gegenwart. Sie hat die Berufung im Beruf gefunden und ebenfalls ein problematisches Verhältnis zu ihrer Tochter.
Silvia, Evelyns Tochter, lebt unkonventionell in den Tag hinein. Auch ihre Tochter, Hannah, leidet unter ihrer komplizierten Familiengeschichte.
Ein Brief aus Israel, in dem es um ein Erbe von Raubkunst geht, holt Ereignisse aus der Vergangenheit in die Gegenwart zurück.
Die Geschichte der Frauen ist unterschiedlich stark ausgearbeitet. Die wichtigen Themen des Buches sind Raubkunst, die Zeit der Nationalsozialisten und die Auswirkungen der Mutterrolle.
Diese Themen wurden wirklich gut mit der Geschichte der Frauen verwoben. Leider kamen dann noch Affären, Plagiatsdiskussionen und längere Passagen mit, für die Geschichte nicht weiterbringenden Personen dazu. Das hat die gute Story überladen.
Insgesamt aber eine lesenswerte Generationengeschichte

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