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Veröffentlicht am 01.07.2023

10. Mai 1996

In eisige Höhen
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Kommerzielles Bergsteigen ist wie ein Fluch. Für die Berge, aber auch für die, die unbedingt auf die Gipfel der Welt wollen. Hier versuchen Menschen ihr Schicksal herauszufordern. Ich habe auch am Ende ...

Kommerzielles Bergsteigen ist wie ein Fluch. Für die Berge, aber auch für die, die unbedingt auf die Gipfel der Welt wollen. Hier versuchen Menschen ihr Schicksal herauszufordern. Ich habe auch am Ende dieser wirklich aufschlussreichen Lektüre nicht verstanden, warum sie das tun. Selbst die, die den Gipfel erreichen, sind meist am Ende ihrer Kraft und haben mit den Folgen vielleicht ihr Leben lang zu kämpfen.
Jon Krakauer berichtet schonungslos von Fehlern, Irrtümern, Missverständnissen, Selbstüberschätzungen, die in ihrer Summe zu der Katastrophe geführt haben.
Ob seine Sicht der Dinge dem Hergang entsprochen haben oder ob Anatoli Boukreev in seinem Buch den Geschehnissen näher kam, entzieht sich meiner Kenntnis.
Jon Krakauer hat in seinem Buch genug Gründe dafür geliefert, warum Extrembergsteigen lebensgefährlich ist. Das Buch liest sich sehr gut und man bekommt, auch ohne den Film zu kennen, eine ansatzweise Vorstellung von den Geschehnissen. Auch wenn seitdem viele Jahre vergangen sind, sich Ausrüstungen immer wieder verbessern, der Berg hat nichts von seiner Gefahr eingebüßt und zeigt dies auch in jeder neuen Saison.
Wer also plant den Everest zu besteigen, der sollte das Buch lesen und dann entscheiden

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Anlaufschwierigkeiten

Das College
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Ruth Ware ist eigentlich ein Garant für spannende Thriller. In diesem Fall hat es lange gedauert, bis Spannung aufkam und ich tue mich auch ein bisschen schwer mit der Einordnung als Thriller.
Das Buch ...

Ruth Ware ist eigentlich ein Garant für spannende Thriller. In diesem Fall hat es lange gedauert, bis Spannung aufkam und ich tue mich auch ein bisschen schwer mit der Einordnung als Thriller.
Das Buch teilt sich in "Davor" und "Danach" Abschnitte.
Davor hat das Setting in einem alten,ehrwürdigen Oxford College. Die Atmosphäre ist gut eingefangen. Wir begleiten Hannah,April und ihre Clique durch das Studentleben. Sie sind alle extrem unterschiedliche Typen. Es bilden sich echte Freundschaften, aber auch Abhängigkeiten. Bis es zur Katastrophe kommt und April ermordet wird.
Das Danach setzt Jahre später ein. Will und Hannah sind verheiratet und erwarten ein Kind. Der Rest der Clique ist verstreut.
Der damals verurteilte Mörder stirbt im Gefängnis und die Vergangenheit holt Hannah ein. Sie als wichtigste Zeugin hinterfragt sich und ihre Aussage.
Der erste Teil schleppte sich etwas dahin. Dann hat Ruth Ware das Tempo angezogen und es wurde extrem spannend. Nichts ist, wie es scheint. Ein Netz aus Manipulationen, falschen Freundschaften und Feindseligkeiten kommt ans Tageslicht. Der Showdown ist unerwartet und excellent gemacht.
Es ist nicht der beste Thriller von Ruth Ware, aber insgesamt trotzdem empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Nr. 28 und immer noch gut

Ostseenebel
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Der Bürgermeister ist tot. Die Dorfgemeinschaft trauert nicht wirklich. Pia Korritki ermittelt auf dem Dorf, was nicht immer einfach ist, da die Informationen nur spärlich fließen. Als dann auch noch eine ...

Der Bürgermeister ist tot. Die Dorfgemeinschaft trauert nicht wirklich. Pia Korritki ermittelt auf dem Dorf, was nicht immer einfach ist, da die Informationen nur spärlich fließen. Als dann auch noch eine Zeugin verschwindet und eine weitere Leiche auftaucht, ist das ganze Können der Ermittler gefragt. Als Leser kann man die Ermittlungen gut verfolgen und es bleibt Raum für eigene Spekulationen.
Der Schreibstil ist wie immer mitreißend. Die Protagonisten sind nach 18 Bänden bekannt und auch die neu eingeführten sind gut dargestellt. Das Privatleben von Pia entwickelt sich weiter, bleibt aber immer soweit im Hintergrund, dass es die Handlung nicht überlagert.
Fazit: Auch Fall Nr. 18 ist spannend und lesenswert

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Veröffentlicht am 28.06.2023

Solider Thriller - nicht mehr, aber auch nicht weniger

Wenn sie wüsste
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Der Hype um dieses Buch hatte mich auch infiziert. Optisch macht das Buch durchaus etwas her.
Zum Inhalt: Nina stellt Millie, mit Gefängnisvergangenheit, als Haushaltshilfe ein. Was zunächst wie ein Sechser ...

Der Hype um dieses Buch hatte mich auch infiziert. Optisch macht das Buch durchaus etwas her.
Zum Inhalt: Nina stellt Millie, mit Gefängnisvergangenheit, als Haushaltshilfe ein. Was zunächst wie ein Sechser im Lotto aussieht, erweist sich als Albtraum. Dazu ein verwöhntes Kind und ein Mann, dessen gutes Aussehen,warum auch immer, wiederholt betont wird.
Gelesen habe ich das Buch an einem Tag. Der Schreibstil ist flott, die Kapitel kurz und der Zeitpunkt des Twist in der Mitte des Buches gut gewählt. Auch einige atmosphärische Beschreibungen, wie zum Beispiel Millies Zimmer, waren sehr gelungen.
Jetzt kommt das "Aber". Die Protagonisten haben über das ganze Buch hinweg mehr genervt als beeindruckt. Das Verhalten von Nina war so überzogen, dass eigentlich schnell klar war, in welche Richtung die Handlung läuft. Die stetige Wiederholung von Andrews Vorzügen hat auch nichts Wesentliches zur Geschichte beigetragen.
Leider war der Twist für mich nicht überraschend und auch nicht neu.
Zum Ende hin wurde das Tempo nochmal angezogen. Gleichzeitig wirkten aber auch einige Konstellationen und Ereignisse unglaubwürdig und konstruiert.
Insgesamt war es eine kurzweilige Unterhaltung, aber keineswegs ein Thriller, der meinen Erwartungen aufgrund des Hypes entsprochen hat.
Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.06.2023

Eine Kette, ein Cocktail und viel Operndrama

Salzburger Saitenstich
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Es ist soweit, Rosmarie, die dritte Runde.
Es beginnt mit einem Knall. Der Rettenbacher, mein Lieblings- hypochonder treibt tot im Almkanal.
Es wäre nicht Rosmarie, die Praxis Miss Marple, wenn sie nicht ...

Es ist soweit, Rosmarie, die dritte Runde.
Es beginnt mit einem Knall. Der Rettenbacher, mein Lieblings- hypochonder treibt tot im Almkanal.
Es wäre nicht Rosmarie, die Praxis Miss Marple, wenn sie nicht direkt wieder ermitteln würde.
Tatkräftig startet sie, natürlich mit Unterstützung der Freundin Vroni und der Frau Doktor.
Es bleibt nicht bei einem Toten und außerdem taucht auch noch eine Verbindung zu Rosmaries Vergangenheit als Findelkind auf.
Die Philharmonie Salzburg spielt eine wichtige Rolle, Opernfans aufgepasst!
Die Ermittlungen bringen interessante und dramatische Dinge ans Licht, aber Rosmarie findet den Weg durchs Ermittlungslabyrinth.
Katharina Eigner beschreibt Salzburg mit seinen vielen schönen, teils unbekannten, Ecken mit viel Herzblut.
Der Schreibstil ist gewohnt flott, locker und humorvoll.
Alle Protagonisten, mit ihren Ecken, Kanten und Weiterentwicklungen sind das Salz in der Suppe.
Mich hat auch der dritte Band wieder bestens unterhalten. Die Mischung aus Krimi, Lokalkolorit und leisen Tönen ist erneut perfekt gelungen.
Ich freue mich auf Band 4.

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