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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2025

Wechselbad

Standing Ovations
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Ich war extrem neugierig auf das Buch, da der Klappentext vielversprechend klang.
Die Spannbreite der angesprochenen Themen ist weit gefasst. Das Verhältnis zwischen Kunst und Kritik, die Kritik, die mit ...

Ich war extrem neugierig auf das Buch, da der Klappentext vielversprechend klang.
Die Spannbreite der angesprochenen Themen ist weit gefasst. Das Verhältnis zwischen Kunst und Kritik, die Kritik, die mit einem Satz zerstören kann oder jubeln lässt. Die Beziehung zwischen Männer und Frauen, klassisch bzw. innerhalb der Metoo Thematik. Und dazu noch die Rache einer Künstlerin, einer Frau, die zurückschlägt. Hier stellt sich die Frage, wie weit darf auch Rache gehen?
Der Erzählstil ist durchaus interessant , da man der Handlung aus der Sicht von Sophie folgt. Kollegin, junge Mutter mit angedeuteten Eheproblemen. Sie ist eine gute Beobachterin, aber zerrissen zwischen Loyalität und eigener Meinungsäußerung.
Jetzt kommt das Aber. Für mich verliert sich der Roman immer wieder in mehr oder weniger schleppender Handlung. Es gibt viele gute Abschnitte, aber insgesamt konnte mich das Buch nicht so fesseln und beeindrucken, wie ich erwartet hatte

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Schräg und unterhaltsam

Very Bad Widows
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Pam, Nancy und Shalisa haben einen Plan. Sie wollen ihre Ehemänner loswerden, die ihre gesamten Ersparnisse bei einer schlechten Investition verloren haben.
Glücklicherweise haben die Herren hohe Lebensversicherungen ...

Pam, Nancy und Shalisa haben einen Plan. Sie wollen ihre Ehemänner loswerden, die ihre gesamten Ersparnisse bei einer schlechten Investition verloren haben.
Glücklicherweise haben die Herren hohe Lebensversicherungen abgeschlossen. Der Plan,die Ehemänner müssen weg.
Es beginnt ein abenteuerliches Verwirrspiel, denn auch die Männer haben so ihre Pläne. Wer wen, wann, wie oder wo umbringt oder ob überhaupt jemand stirbt, ist wirklich lesenswert. Charmante Charaktere, Profikiller und ein Hund namens Elmer sorgen für tolle Unterhaltung. Der Schreibstil ist kurzweilig mit einer guten Prise schwarzem Humor. Es gibt viele unerwartete Wendungen und das letzte Kapitel “Post scriptum” löst dann auch die letzten offenen Fragen.
Es ist kein literarisches Meisterwerk, aber ein wunderbares Buch für Sommer, Sonne, Strand.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Nichts ist, wie es scheint

Die Festung
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Acht Personen werden ausgewählt, um in einer Seefestung an einem Wettbewerb teilzunehmen. Das Spiel ist ein Reality-TV-Format und im Stil eines Escape Room gehalten.
Die Rätsel sind komplex und die einzelnen ...

Acht Personen werden ausgewählt, um in einer Seefestung an einem Wettbewerb teilzunehmen. Das Spiel ist ein Reality-TV-Format und im Stil eines Escape Room gehalten.
Die Rätsel sind komplex und die einzelnen Charaktere so vielseitig, wie man es aus den diversen TV Formaten kennt. Nicht alle sind sympathisch, aber das sollen sie ja auch nicht sein. Schnell wird klar, dass der Spielcreator auch noch andere Absichten verfolgt. Das Buch verlagert sich auf eine psychologische Ebene, bei der die Frage im Vordergrund steht, wer wird überleben?
Die Kapitel werden unterbrochen durch Ausführungen des sogenannten Direktors und Social Media Beiträgen. Diese spiegeln den Ton wieder, der inzwischen in diesem Medium herrscht.
Die Geschichte ist spannend, clever erzählt und regt am Ende zum Nachdenken an.
Sicher ist die Story nicht in allen Punkten glaubwürdig, muss sie auch nicht. Sie lebt von unerwarteten Twists und falschen Schlussfolgerungen.
Wer gute, spannende Unterhaltung sucht, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Geschichte, toll verpackt

Zypressensommer
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Zypressensommer erzählt von einer Spurensuche in der Toskana. Ein Zettel ihres verstorbenen Großvaters ist der Grund, warum Julia sich in die Toskana begibt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. ...

Zypressensommer erzählt von einer Spurensuche in der Toskana. Ein Zettel ihres verstorbenen Großvaters ist der Grund, warum Julia sich in die Toskana begibt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. 1943-1945, die dunkle Seite Italiens. Die Zeit des Faschismus und der Widerstandskämpfer. Und 1998, ein Italien, wie wir es kennen. Der Zauber der Toskana ist auf jeder Seite präsent.
Julia trifft auf Matteo und seine Familie, die ihr bei der Spurensuche helfen.
Das Buch verbindet auf tolle Art und Weise eine Liebesgeschichte, historische Fakten und eine bezaubernde Landschaft. Die historischen Fakten sind gut recherchiert und haben einige Wissenslücken bei mir gefüllt. Die Personen wirken alle sehr authentisch und der Schreibstil ist emotional und lässt Bilder im Kopf entstehen.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Abgerundet wird das ganze durch ein erklärendes Nachwort und eine kleine Rezeptsammlung. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Loslassen

Nach dem Sommerregen
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Das Cover bleibt dem Stil der Bücher von Kristina Pfister treu und hat somit einen direkt Wiedererkennungswert.

Marika, Jonas und Cecilia, drei Geschwister, drei unterschiedliche Leben. Gemeinsam ist ...

Das Cover bleibt dem Stil der Bücher von Kristina Pfister treu und hat somit einen direkt Wiedererkennungswert.

Marika, Jonas und Cecilia, drei Geschwister, drei unterschiedliche Leben. Gemeinsam ist ihnen das Verbergen bzw. Ignorieren von persönlichen Problemen.

Sie treffen aufeinander im alten Ferienhaus der Eltern. Der Ort, an dem sie als Kinder ohne Sorgen waren. Jetzt ist die familiäre Idylle gefährdet. Die Eltern wollen sich trennen und das Haus verkaufen.

Mit lockerem, aber nicht seichten Schreibstil begleiten wir die drei durch das Jahr. Erleben die Probleme und Konflikte untereinander, mit den Eltern und Partnern. Jedem Kapitel ist ein, in kursiver Schrift gehaltener Teil, vorgestellt . Der Inhalt gibt dem Leser immer einen kleinen Informationsvorsprung. Dieser Weg zu erzählen hat mir gut gefallen. Die Atmosphäre in und um das alte Ferienhaus ist mal ernst, mal heiter und lässt Bilder im Kopf entstehen. Die Charaktere sind sehr lebendig und wirken aus dem Leben gegriffen. Auch die familiären Knackpunkte sind nicht konstruiert oder gestellt.

Alle Beteiligten müssen lernen loszulassen, sich ihrem Leben zu stellen.

Kristina Pfister hat hier einen sehr schönen Familienroman geschrieben

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