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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

Willkommen in der Arena. Größer, bunter, digitaler und tödlicher.

Die Arena: Letzte Entscheidung
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Wer glaubt der erste Teil war hart, der wird das Grauen im zweiten Teil zu spüren bekommen.

Hoshi und Ben sind mit Jake und Greta auf der Flucht. Von leerem Haus über Bürohäuser, wo sie Unterschlupf finden. ...

Wer glaubt der erste Teil war hart, der wird das Grauen im zweiten Teil zu spüren bekommen.

Hoshi und Ben sind mit Jake und Greta auf der Flucht. Von leerem Haus über Bürohäuser, wo sie Unterschlupf finden. Doch irgendwann ist Schluss damit und Ben stellt sich freiwillig damit die anderen weiterhin fliehen können. So denkt Ben wird er ins Gefängnis Familiensitz gebracht und ist umso mehr verwundert das es für ihn nun in den Zirkus geht. Der nächste Schreck erwartet ihn dann als er feststellen muss das Silvio lebt. Der Zirkusdirektor, welcher im ersten Teil durch die Bomben hätte, tot sein müssen lebt, wenn auch nicht so wie man es sich vorstellen kann.

Hoshi und die anderen landen derweilen in den Slums und lernen die harte Realität dort kennen. Der Anführer Kadir bietet ihnen Hilfe an, aber dies natürlich nicht aus reiner Nächstenliebe.

So wird für Hoshi der Kampf in den Slums und für Ben im Zirkus zum neuen Alltag. Doch beides soll nicht so bleiben. Denn die Bruderschaft will den Zirkus stürmen und andere möchten sich übers Hoshis Popularität einen Namen machen.

Wer auf welcher Seite steht und welches Spiel spielt ist nicht immer ersichtlich, zumindest nicht für die Charaktere. Eine Geschichte die bei weitem spannender als der erste Teil ist.

Wenn der erste Teil lange Strecken hatte wo gefühlt nichts passierte, ist es hier anders. Jedes Kapitel bringt etwas mit sich. Charaktere, Emotionen und Überraschungen. Die kurzen und prägnanten Kapitel sind nach wie vor sehr schön geschrieben und ziehen einen mit in den Zirkus. Die neuen Attraktionen sind der Wahnsinn, von der Idee der Morde über die Technik wie sie funktionieren. Ein bisschen kommt der da Pure in einem durch, der sehen will wie es verläuft. Aber das Wissen das Menschen sterben lässt einen weiterhin mit den Dregs leiden.

Ein Wehmutstropfen für mich war aber, da die Charaktere sonst stärker geworden sind und kämpferischer, ist das Hoshi manchmal einfach nur dumm und kindisch reagierte. Sie bekommt eine Aufgabe und bockt rum und versteht nicht, dass sie in dieser Situation Null Spielraum für Wiederworte hat oder sogar Macht. Aber sie versuchte es und der Dialog lief daher nervig im Kreis.

Aber alles in allem ist der Zirkus des zweiten Teils noch besser als der erste und der war alles andere als schlecht.

Veröffentlicht am 28.03.2020

Liebe mich und nur mich

Sieben Lügen
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„Sieben Lügen“ ist einer der Psychothriller, welche eher ruhig sind, aber dafür umso tiefsinniger.

Wir lernen zum Anfang schon Jane kennen. Diese erzählt aus ihrer Ich-Perspektive dem Leser wie sehr ...

„Sieben Lügen“ ist einer der Psychothriller, welche eher ruhig sind, aber dafür umso tiefsinniger.

Wir lernen zum Anfang schon Jane kennen. Diese erzählt aus ihrer Ich-Perspektive dem Leser wie sehr sie den Geschichtenerzähler Charles hasst. Dieser ist der Freund von Marnie, ihrer bester Freundin seit Kinderzeit. So werden wir in eine Geschichte von Neid und Abhängigkeit und vor allem sieben Lügen geschmissen, welche dann aber doch von vorne anfängt und uns in die komplizierte Welt von Jane befördert.

Jane und Marnie kennen sich seit der Schulzeit. Beide haben sich während der Grundschule kennen gelernt und haben von da an ihr Leben gemeinsam gelebt. Niemand kam dazwischen und so war es selbstverständlich das sie nach der Schule eine WG gegründet haben.

So scheint es nichts zu geben was die Freundschaft beeinflussen könnte. Jane lernt derweilen Jonathan kennen, zieht mit ihm zusammen und heiratet diesen. Leider hat er dann einen tödlichen Unfall und Marnie ist somit der Mensch, der ihr aus dieser Zeit hilft. Denn familiär ist Jane ziemlich gestraft und kann keine Hilfe erwarten.

Doch auch Marnie soll ihr persönliches Glück finden. Dies findet sie in Charles, den Mann den Jane zum Anfang des Buches klarstellt, sie nicht leiden kann. Aber ihre erste Lüge ist, dass die beiden ein tolles Paar sind und so beginnt das Rad der Lügen. Von dieser kleinen der Liebe zur besten Freundin hin wegen bis weit über die Grenzen der Normalität hinaus.

Das Buch brauchte am Angang etwas Zeit um zu erläutern wo die Geschichte hingeht und warum es nach und nach sieben Lügen waren. Manche waren gar nicht mal so einfach herauszulesen und manche wurden auch klar als solche benannt. Dabei hat jede ihre eigenes großen Kapitel, um zu zeigen das nun der nächste Abschnitt mit einer erfolgt. Die Geschichte wird vollständig aus Janes Sicht erzählt.

So kann man verstehen wie wichtig ihr die Freundschaft ist, gerade bei einer Familie die nur Sorgen macht und dem Mann, den sie verloren hat. Hier ist für Jane immens wichtig das Marnie immer für sie da ist. Umso schlimmer ist es für sie, dass sie feststellen muss das Marnie sie zwar auf ihre freundschaftliche Liebe weiterhin liebt aber das Charles eine Liebe erhält, die für Jane unerreichbar sein wird und wie Marnie sich von Jane abkapselt ist die Tragödie im vollen Gange.

Ich würde das Buch nicht als reinen Thriller bezeichnen, sondern eher als Psychothriller, einfach aus dem Grund heraus, dass die psychischen Probleme von Jane im Vordergrund stehen und sie damit eine Atmosphäre schafft, welche düster und gefährlich ist.

Mich hat die Geschichte Stück für Stück mitgezogen und in die tiefen eine kranken Seele mit dem einzigen Wunsch allein geliebt zu werden.

Veröffentlicht am 26.03.2020

Der König der Rechtsmedizin

Abgefackelt
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Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld hat sich noch nicht ganz von der Vorgeschichte erholt. Seine Verlobte ist sauer, weil er ständig auf der Arbeit ist und seine Tochter vernachlässigt. Auch sein Chef ist ...

Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld hat sich noch nicht ganz von der Vorgeschichte erholt. Seine Verlobte ist sauer, weil er ständig auf der Arbeit ist und seine Tochter vernachlässigt. Auch sein Chef ist nicht zufrieden mit der Situation und schickt ihn in die Pathologie nach Itzehoe. Hier soll er aushelfen, da der letzte Pathologe kurzfristig ausgeschieden ist.

Diesem wird nachgesagt das er Suizid begangen haben soll, weil er Kinderpornos hatte und hat sich und alles an Unterlagen der Klinik zu seinen Forschungen verbrannt. Ein Tod den Herzfeld kaum glauben kann, denn verbrennen ist mehr als untypisch für Selbstmord. Zu schmerzhaft.

So erfährt er von Spendern aus der Mobilbranche, mysteriösen Studien und gerät nach und nach in eine für ihn gefährliche Situation.

Die Kapitel sind im Wechsel geschrieben und neben Herzfeld lesen wir auch aus der Perspektive einer Killerin. Recht schnell versteht der Leser wer sie beauftragt hat.

Das Buch ist interessant und präzise geschrieben wie man es von Tsokos nicht anders kennt. Detailreiche Tode, verständnisvoll geschriebene und mit den passenden Details versehene Todesursachen und Untersuchungen, so dass man als Laie dennoch das Gefühl hat alles sehr gut verstehen zu können.

Die Anzahl der Charaktere und der rote Faden sind so perfekt, dass man das Buch innerhalb kurzer Zeit gelesen hat, aber nicht das Gefühl hat, das es zu wenig ist oder gar langweilig.

Ich freue mich auch in Zukunft auf weitere Bücher von ihm. Denn so nah an der Wahrheit kann nur einer schreiben und das ist Tsokos.

Veröffentlicht am 26.03.2020

Nichts für die U18 - Erotik, Krimi und noch mehr

Golden Dynasty - Größer als Verlangen
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Jennifer L. Armentrout hat mit Golden Dynasty ein Buch geschrieben, welches anders ist als das was man von ihr gewohnt ist. So hat sie ein Buch geschrieben mit einer mysteriösen Familiengeschichte, Playboys, ...

Jennifer L. Armentrout hat mit Golden Dynasty ein Buch geschrieben, welches anders ist als das was man von ihr gewohnt ist. So hat sie ein Buch geschrieben mit einer mysteriösen Familiengeschichte, Playboys, leichter Mafiamentalität und sehr viel Erotik.

Wir lernen die Krankenschwester Julia kennen, deren Vergangenheit mit einem Ex-Mann und der Flucht in eine Stadt weit weg von der ihrer. Sie soll dort die junge Frau Madeline de Vincent kümmern, welche als Pflegefall gilt. Sie war lange verschollen und niemand weiß so recht wo sie war. Sie spricht nicht und ist nicht in der Lage den alltäglichen Bedürfnissen nachzukommen.

Am letzten Abend bevor es zu der neuen Stelle geht, geht sie mit ihrer besten Freundin nochmal feiern und wird dort von einem unbekannten Mann zu Hause abgeschleppt. Ein sehr intensives Petting entsteht, was dem Leser direkt mal Zeit wie detailreich die Autorin im weiteren Buch an die Szenen rangehen wird.

Zu ihrer Überraschung trifft sie dann beim Eintreffen in der Villa ihrer Arbeitgeber auf Lucian. Dieser war der Liebhaber der Nacht von davor und gesteht ihr, dass er sich sicher sein wollte das sie die richtige Pflegekraft für seine Zwillingsschwester sein wird.

Eine Grundlage für die sexuelle Beziehung, welche zwischen den beiden entstehen wird, ist geschaffen. Darüber hinaus erfahren wir von den Familiengeheimnissen, wer fremd gegangen ist, welche mafiösen Eigenarten die Familie mit sich bringt und erleben direkt zum Anfang des Buches sogar einen unaufgeklärten Mord.

Lucian ist so wie seine Brüder sehr gutaussehend, noch nie verliebt gewesen und so sexuell erfahren wie jemand der seit seiner Geburt nichts anderes macht. Hinter dem Playboy versteckt sich aber noch mehr. Ein Familienmensch, der für die kämpft und eine traurige Geschichte, welche nicht jedem offengelegt wird.

Julia wirkt zuerst etwas prüde, hat aber auch eine nicht sehr einfache Vergangenheit und öffnet sich nach und nach. Ja kann man auch zweideutig verstehen… Sehr schön finde ich, dass Julia nicht das übliche Püppchen ist, was wunderschön und schlank ist, was nur niemand sehen will. Nein sie ist weiblich, hat Kurven und es ist mehr als nur ihre Optik was die Männer gut finden. Für mich mal ein richtiger Schritt in die Richtung: „du bist toll so wie du bist“ und weg von den ganze dürren Frauen in den Büchern.

Dann sind da noch die Schritte Nachts im Haus, die Geschichten um die ganzen Unfälle und Gegenstände die verschwinden. Hier ist dem Leser recht früh was los ist, aber die Beweggründe bleiben spannend.

Das Buch vermischt eine Geschichte aus Krimi, Mafiosi Familie, Familiengeheimnisse und sehr detailreichen und intensiven Sexszenen. Also definitiv nichts für die Kids und auch als Erwachsener weniger ein Buch für die Bahn wo so mancher mitlesen kann. Das Buch ist nicht herausragend, aber auch nicht schlecht. Den zweiten und dritten Teil werde ich auf jeden Fall noch folgen lassen.

Veröffentlicht am 22.03.2020

#HarteZeiten hat sie hinter sich

Wie viele willst du töten
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Es gibt Bücher deren Inhaltsangabe mich richtig faszinieren, daher habe ich mich bei der Aktion #HarteSeiten von Lovelybooks auch speziell für dieses Buch entschieden. Zu wissen das zu jedem Geburtstag ...

Es gibt Bücher deren Inhaltsangabe mich richtig faszinieren, daher habe ich mich bei der Aktion #HarteSeiten von Lovelybooks auch speziell für dieses Buch entschieden. Zu wissen das zu jedem Geburtstag von dir ein Mensch sterben wird, fand ich schon super. Leider ist die Umsetzung dann doch nicht so berauschend wie manche Geburtstagsfeier.

Das Cover zeigt direkt mal die alte Szenerie wo die damals 14-jährige Ellery hin entführt wurde und von dem Serienkiller Francis Michael Coben auf schwerste Art misshandelt wurde. In diesem Haus war ein Wandschrank Ort ihres Martyriums. Als einziges Opfer wurde sie damals lebend vom FBI-Agent Reed Markham gerettet.

Heute ist Ellery doppelt so alt, hat ihren zweiten Vornamen angenommen und lebt in der Pampa und arbeitet dort als Dorfpolizistin. Niemand dort weiß von ihrer Vergangenheit und der damit verbundenen Popularität, da der Agent ein Buch zum Thema geschrieben hat.

Doch dann geschieht vier Jahre zuvor das unglaubliche, als Postkarten zu ihr gelangen, welche zu ihrem Geburtstag gratulieren. Dieses Datum kennt aber niemand. Dann wird die Geschichte noch gespickt mit einer Person welche jährlich verschwindet. Keine Leichen, keine Spuren, nur die Tatsache das die Opfer sich im weitesten Sinne kannten, durch ein zuletzt gesehen haben.

Doch wer weiß von ihrer Vergangenheit und wie soll sie verhindern das wieder ein Mensch verschwindet und getötet wird, wenn ihr doch niemand glaubt und zugleich niemand von damals wissen soll….

Interessante Aufmachung, interessante Idee in einer leider etwas langweiligen Umsetzung. Ein bisschen so, wie wenn man versprochen bekommt, dass man großzügig beschenkt wird, die Karte aufmacht und dann von zwei Leuten zusammen gerade mal 20 Euro geschenkt bekommt. So war für mich einfach das Buch gewesen.

Die Idee ist top und auch bis zur Mitte des Buches hatte die Geschichte einen mitgenommen. Falsche Fährten, die bereits Vermissten, welche im Zusammenhang standen. Reed der mit persönlichen Problemen dazukommen, eine Affäre, die nur der Eigeninteresse wegen besteht, und eine falsche Spur aus Ellies Vergangenheit. Doch dann kippte das Buch im zweiten Teil, wo einfach zu viele Zusammenhänge auseinander geworben wurden. Ich bin nicht die Leserin, die mit Absicht nach dem Täter Ausschau hält und lass mich eher überraschen, aber hier war das Ende leider sehr lasch gewesen. Es löst viele Fragen auf und erklärt die Postkarten, aber der Tatbestand warum der Täter zum Nachahmungstäter wurde war so absurd und weit hergeholt… Ne das machte das Buch eher kaputt.

Reed bekommt zum Anfang des Buches ein bisschen Hintergrund und Tiefgang durch die Familienprobleme, ist sonst aber eher der Schatten von Ellie in der Geschichte. Sie hingegen sollte nach außen hin taff wirken, aber wer genau hinsieht sieht wie zerbrechlich sie ist und dass die Geschehen von damals alles andere als verarbeitet sind. Gerade das machte sie mir auf eine gewisse Art sympathisch, denn kein Mensch kann sowas wegstecken und sagen es war ja nur ein aufgeschlagenes Knie.

Die Kapitel sind recht lang und lassen einen nicht mal so nebenbei ne kleine Lesezeit nehmen. Flüssig und zügig lässt es sich allemal lesen, über Rechtschreibfehler kann ich aber hinwegsehen.