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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Ein Trinkspiel auf Wiederholungen, wie die sich regelmäßig hebende Augenbraue

Tales from Haven
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Eine Geschichte die so einzigartig ist, dass der Autor von sich sagt, dass es kein Buch gibt das diesem gleicht. Ja, dies kann ich bis hierhin auf jeden Fall bestätigen. Zudem ich auf 33% um die 5-mal ...

Eine Geschichte die so einzigartig ist, dass der Autor von sich sagt, dass es kein Buch gibt das diesem gleicht. Ja, dies kann ich bis hierhin auf jeden Fall bestätigen. Zudem ich auf 33% um die 5-mal erleben musste, wie eine Augenbraue gehoben wurde. Alleine zwei Mal in etwa 3 Papierseiten, wenn ich diese vom E-Book rüber errechne.

Und ich muss leider sagen, dass genau bei diesen 33% dann auch Schluss für mich war.

Ich bin offen für Bücher die anders sind und ich habe mich auf ein Fantasybuch gefreut, welches mal neu sein wollte. Aber es war für mich einfach nur eine Anreihung an Themen und Wesen und vor allem Beleidigungen und einem absoluten Scheiß unerzogenen Verhalten von der 17-Jährigen Luna die an eine 12-Jährige auf PMS und Zuckerschock erinnert.

Sie sucht ihren Vater in der Vergangenheit auf, bevor sie gezeugt wurde und möchte ihm nicht sagen was die Zukunft bringt. Verständlich. Sie ist aber so aggressiv als wäre sie Dauersauer auf ihn, da er in ihrer Zukunft Mist baut. Aber dieses absolut überzogene negative Verhalten und ihr Auftreten als wäre sie im Gottmodus und dürfte sich alles erlauben nervte mich.

Dann Sprünge von Themen und Wesen und so viel Angefangen und nichts wird richtig beendet. Jonathan kommt auf einem sehr ungemütlichen Transportweg das Essen hoch, er muss sich die Hand vor den Mund halten und Sekunden später lehnt er sich über Luna um aus dem Fenster/ um hinter sie zu schauen. Also ich hätte erwartet er lehnt sich über die andere Seite und übergibt sich. Dann muss er sich an ihr vorbei beugen um etwas zu sehen? So müsste man meinen sie sitzen hintereinander, was aber keinen Sinn machte, da sie sich mit den Füßen auf der gegenüberliegenden Bank abstützte. Gerade solch unüberlegten Stellen und das waren für mich einige, waren auch kein Vergnügen für mich.

Es tut mir leid und es mag andere gefallen, aber ich mag den roten Faden und saubere Übergänge in einer Szene, anders als hier passiert.

Daher leider auch nur 2 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Weniger Thriller als eine Kaffeklatschrunde für einen gemächlichen Krimi

Murder in the Family
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„Murder in the Family“ ist eine unfassbar interessante Idee, einen Mordfall in einen Roman zu bringen. Das der Mordfall an Luke Ryder nach 20 Jahren immer noch ungeklärt ist, lässt den Stiefsohn und heute ...

„Murder in the Family“ ist eine unfassbar interessante Idee, einen Mordfall in einen Roman zu bringen. Das der Mordfall an Luke Ryder nach 20 Jahren immer noch ungeklärt ist, lässt den Stiefsohn und heute Regisseur Guy Howard nicht los. Zusammen mit dem Produzenten Nick Vincent und einen Team voller Experten, von der Polizei bis hin zur Psychologin, sollen in der der berühmten mehrteiligen Serie Infamous« den Cold Case Fall auflösen. Für diejenigen welche den Begriff Cold Case nicht kennen, so kann man es im deutschen mit der Serie „Aktenzeichen xy“ gleichsetzen.

Die Geschichte wird nun nicht einfach nur runtergeschrieben und mit Dialogen und Erinnerungen an die Vergangenheit gefüllt, sondern wir verfolgen die Dreharbeiten zu jeder einzelnen Folge. So erfahren wir am Anfang des Buches, dass ein Zeitungsautor jede Folge nochmals kurz zusammenfassen wird. Der Start des Buches macht dabei eine 10-monatige Sicht in die Zukunft, die den Lesern bereits offenbart, dass das Team die mordende Person gefunden hat.

Dann springt die Geschichte zurück auf den ersten Drehtag. Wir lesen es in Format von Drehbüchern und Regiehinweisen, welche Kleidung die Person trägt und in welcher Räumlichkeit sie sitzt. Wir lesen den Dialog zwischen den Experten und Interviews mit Beteiligten der Familie, ehemalige Freunde und so manche Verdächtige.

Dabei bröselt die monotone Auflistung der Gespräche der ein oder andere Zeitungsartikel oder Landkarte auf. Man muss sich die Kapitel vorstellen wie eine Aufnahme durch die Produktion: Titelbild der Folge, Zeitungsartikel, Regieplan, dann der offene Dialog/Interviews, welche keine festen Vorgaben haben und das vorlegen neuer Beweise und Erfahrungen, am Ende gibt es noch einen E-Mailaustausch und ein Forum wo sich die Zuschauer unterhalten.

Leider hat mich diese feste Vorgabe und dann doch weniger Hinweise und Besonderheiten dabei zu haben etwas enttäuscht.

Was das die Geschichte super konnte, war zum Ende jeder Folge dem Team und dem Zuschauer einen fetten Cliffhanger reinzuwürgen. (Denkt einfach an die Daylisoaps wo jmd. halb tot ist und erst in der nächsten Folge erfahrt ihr ob er überlebt hat). Aber auch die ständig neuen Enthüllungen waren schon heftig. Teilweise waren es dann etwas zu viele Personen, welche in die Geschichte gezogen wurden.

Ein weiterer Minuspunkt war dann für mich gegeben, wie man etwas mehr über die Experten erfahren hat und was für Zufälle dabei gewesen sind, wer es wurde. Da war die Geschichte, welche ohnehin schon sehr stark an einen Fantasy-Thriller erinnert etwas zu unglaubwürdig geworden.

Und so war das Buch für mich kein Thriller, sondern eher eine Krimi-Dialog-Runde, welche immerhin noch 3,5 Sterne für die originelle Idee erhalten hat. Denn ein Thriller hat andere Schwerpunkte als es das Buch hat.

Alles in allem ist es aber einer interessante Grundidee und mit seinen Wendungen alles andere als Langweilig, nur ein bisschen langatmig gewesen. Und ich war recht früh überzeugt zu wissen wer der Täter war und wurde daher nicht von dem Ausgang überrascht, aber manchmal hat man den direkten Hinweis, schon vor der eigenen Nase, ohne es zu merken…

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Sensationell gut

Die Insel des Zorns
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Ein Buch zu schreiben, welches die Kunst besitzt die lesende Person bis zum Ende zu täuschen und an sich zu fesseln, ist genauso wie die hohe Kunst ein Theaterstück auf nur einer Bühne so viel Leben einzuverleiben, ...

Ein Buch zu schreiben, welches die Kunst besitzt die lesende Person bis zum Ende zu täuschen und an sich zu fesseln, ist genauso wie die hohe Kunst ein Theaterstück auf nur einer Bühne so viel Leben einzuverleiben, als wäre man auf einer viel größeren Fläche unterwegs.

Alex Michaelides schafft in seinem Buch beides. Eine Geschichte, welche auf einer kleinen geschlossenen Insel abspielt uns aber hin und wieder von dort wegholt und uns immer wieder zweifeln lässt, zu wissen wer welches Spiel spielt.

So erfahren wir vom Klappentext das auf der griechischen Insel ein Mord passieren wird. Doch wer es ist und warum, dass erfahren wir erst nach und nach in 5 Akten. Liebe, Eifersucht, Untreue und Rache treffen aufeinander. So wie drei Menschen, die alle als Schauspieler, Theaterdarsteller und Regisseure viel Ahnung von der Kunst der Täuschung besitzen und nicht nur das Publikum und die Leser, sondern auch sich selbst untereinander an der Nase herumführen.

Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, nur das Michaelides es immer wieder schafft, nach jedem der 5 Akte, einen sprachlos stehen zu lassen. Wenn man am Anfang noch ganz klar erklärt bekommt, dass alles was gesagt wird, der Wahrheit entspricht und man später erfährt das diese sehr dehnbar sein kann, fragt man sich, wer diese sprach und wo die Lüge versteckt war.

So rätselt man ständig mit, wer welche Rolle in diesem Buch und auf dieser Insel gespielt hat. Mit einer sehr überschaubaren Anzahl an Charakteren, aber jeder Menge Wendungen ist jeder Fan von Thrillern hier auf einer unter dauerhaft Stromstehenden Spannung Seite für Seite am Inhalieren, auf der Suche nach dem Körnchen wahren und dem was wirklich geschah.

Die Charaktere haben genau die richtige Tiefe oder auch Oberflächlichkeit um nicht zu viel zu verraten und gleichzeitig unberechenbar zu sein. Der Erzählstil ist flüssig und schnell und mit den teilweise sehr kurzen Kapiteln perfekt für eine schnelle und wendige Geschichte geschrieben.

Alles in allem kann ich den Thriller nur empfehlen, wobei ich hier mehr Psychothriller drin sehe als normalen. Denn muss man als Künstler nicht auch ein bisschen psychotisch sein, so gut wie man die Rolle wechseln und verkörpern können muss ?

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Keine 08/15 Fantasygeschichte sondern mal etwas mit mehr Spannung

Night of Shadows and Flames – Der Wilde Wald
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Night of Shadows and Flames – Der Wilde Wald Ist mir mit seinem atemberaubenen Cover sofort ins Auge gesprungen.

Aber auch die Inhaltsangabe fand ich von der ersten Minute an sehr interessant. So habe ...

Night of Shadows and Flames – Der Wilde Wald Ist mir mit seinem atemberaubenen Cover sofort ins Auge gesprungen.

Aber auch die Inhaltsangabe fand ich von der ersten Minute an sehr interessant. So habe ich mich innerhalb von nur wenigen Tagen durch die Seiten gelesen und bin total begeistert aus der Geschichte rausgekommen um nur noch zu denken: Ich muss den zweiten Teil lesen, sobald dieser da ist. Warum mich dieses Buch so sehr begeisterte und meine seltenen 5 Sterne bekam, erkläre ich gerne:

Wir erfahren recht früh das Billies Cousin Hugh in der Vergangenheit von der Familie ausgebüxt ist und dass sie daher einen Pakt mit dem Vampir Moth abgeschlossen hat. Sie muss ein Jahr für Ihn arbeiten und dann ist Hugh wieder frei. Doch da kurz vor Ende des Paktes eine schwere Dummheit von Hugh das Auslaufen des Pakts verhindert und bringt die junge Vampirjägerin in eine gefährliche Situation.

Die Welt:

Die Welt war für mich relativ düster gehalten und die Hexen fühlten sich für mich immer wie auf der Lauer, da sie jeden Moment getötet werden könnten. So haben wir keine weitreichende Fläche auf der die Geschichte spielt, aber die genutzte ist sehr schön ausgenutzt wurden. Ich finde den Wohnwagen, der wie ein Haus ist, mal was Neues und echt super.

Die Rassen:

Das wir neben den Vampiren und Hexen auch weitere besondere wie Geister und die sogenannten Kirke haben und natürlich auch normale Menschen, machten es für mich sehr vielfältig. Vor allem da die Vampire nicht die klassischen Vampire sind und auch die Hexen nicht die üblichen Kräutermischer sind.

Die Charaktere:

Sehr ungewohnt war für mich der Start, dass Wilhelmine Kron im Buch als Billie bezeichnet wird. Somit hatte ich am Anfang immer einen Jungen vor Augen und kein Mädchen. Aber nach und nach gewöhnte ich mich dran und ich fand sie sehr amüsant. Versucht sich mit einem Vampir anzulegen und egal wie sehr sie unterlegen ist, sie gibt nicht auf. Auch wenn es stellenweise die etwas zu naive und pubertäre Haltung war die mich störte, war dies guterweise nicht so oft der Fall gewesen.

Tian als der wichtigste Vampir in der Geschichte und ihr späterer Herr, ist für mich eher blass in seiner Rolle geblieben aber es passte sehr gut zu ihm. Man merkt das seine Vergangenheit eher im zweiten Teil aufgearbeitet werden wird. Aber ich mochte seine ruhige Art auch wenn er Billie am liebsten umbringen wollte.

Die weiteren Figuren wie Kit und ein sehr spezieller Geist, haben mir sehr gut gefallen. Alle Figuren hatten ihren festen Platz in der Geschichte und haben mehr oder weniger dazu beigetragen dieser Leben zu geben.

Das alles und eine doch recht ernsthafte, mit der richtigen Prise an Humor versehenen Geschichte, die nicht die klassische 08/15 Jugendstory ist, hat mir das Buch zu einem echten Lesevergnügen gemacht. Zudem die Autorin im Buch nicht alle drei Seiten sagte, wie sexy Tian ist, nicht ständig Billie als dummes Gör darstellte und die Geschichte in sich recht schnelllebig sein lies, macht für mich das Buch einem wahren Highlight. Und zudem Respekt für das Cover, einfach nur fabelhaft.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Eine nette Geschichte die jedoch zu hervorsehbar war

Lakestone Campus of Seattle, Band 1: What We Fear (SPIEGEL-Bestseller mit Lieblingssetting Seattle)
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Was ich als immens Positives zum Buch sagen kann, ist das unheimlich schöne Cover. Aber darüber hinaus war die Geschichte selbst, für mich nur medium gut gewesen.

Harlow rettet ihren schwer kranken Bruder ...

Was ich als immens Positives zum Buch sagen kann, ist das unheimlich schöne Cover. Aber darüber hinaus war die Geschichte selbst, für mich nur medium gut gewesen.

Harlow rettet ihren schwer kranken Bruder mit einer illegalen Handlung, wo sie ihre Hackerkünste für eingesetzt hat und wird erwischt. Was für ein Glück das Harvey Abbot, der Leiter der Lakestone Campus of Seattle, sie vor einer Gefängnisstrafe bewahrt und ihr ein Vollstipendium für diese Eliteuni mit Sozialstunden anbietet. Wie soll sie da nein sagen, wo sie schon die Schule nicht wirklich abgeschlossen hat und nur in nem Nebenjob Geld verdient.

Am Campus angekommen hat sie sofort einen super Lauf gehabt. Mitbewohnerin Florence ist super nett, in ihrem wichtigsten Kurs hat sie einen tollen Partner für die Arbeit gefunden, ihre Sozialstunden baut sie im Kunstraum ab und trifft auf Zack.

Dieser hat in seiner Kindheit einen schrecklichen Vorfall erlebt und kämpft in seinem Alltag teilweise immer noch mit den Erinnerungen daran. Der Schönling hat einen genetischen Fehler und kann daher nicht sprechen. Hören und ein unheimlich tolles Gespür für Sprache bringt ihn dazu, in den Literaturwissenschaften zu studieren. Schnell freut er sich mit Harlow an und diese lernt für ihn die Gebärdensprache. Doch da es mit seinem Zettel und Stift nicht immer so einfach ist, nimmt sie sich vor, eine Übersetzungsapp zu schreiben.

Und was hat sich Harlow alles vorgenommen. Sie hat einen Sportpflichtkurs mit drei Tagen Training in der Woche, Sozialstunden, eine Partnerarbeit im IT-Kurs, trifft sich mit Zack und hat noch so manch andere Leute die regelmäßig was von ihr wollen.

Für mich war dies schon einfach zu viel, an sofort so toll überall aufgenommen zu werden und sofort so viele Leute für sich gewinnen. Ich konnte Harlow nicht wirklich mögen. So sehr ich immer neutral an Personen rangehe. Zack mochte ich sehr und gerade auch seine Art wie er mit seiner Großmutter umging.

Zu schnell war ersichtlich das der Studienalltag für Harlow zu schwierig wird, weil die Pflichtfächer wie sie alle haben ihr zu schwer sind, ihre Verpflichtungen zu viel werden und das Management alle unter einen Hut zu bekommen. Dazu noch der Ex-Hacker-Chef ihrer Gruppe, der nicht verstehen will das sie raus ist.

Leider hat die Geschichte an keiner Stelle für mich wirklich Tiefgang und Besonderheit gehabt. Das Zack sich über die Gebärdensprache, mit Stift und Papier und mit dem Handy mitteilt fand ich interessant und mal was Neues. Aber darüber hinaus hat mich die Geschichte nicht wirklich überraschen können und die Entwicklung war früh abzusehen gewesen.

Ich danke daher für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, bitte aber auch um Verständnis, dass die Bewertung nicht dem überschwänglichen 5 Sternen von anderen folgen kann.

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