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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2025

Zwischen Abschied und Neubeginn

Pack Up the Moon
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Meine Meinung und Inhalt

Die Autorin Kristan Higgins ist mir bereits bekannt gewesen aufgrund ihrer tollen feinfühligen Geschichten, die gleichzeitig tieftraurig und tröstlich sind.

Mit "Pack up the ...

Meine Meinung und Inhalt

Die Autorin Kristan Higgins ist mir bereits bekannt gewesen aufgrund ihrer tollen feinfühligen Geschichten, die gleichzeitig tieftraurig und tröstlich sind.

Mit "Pack up the Moon" liefert sie ein Buch ab, das mich emotional wirklich gepackt hat – eine Geschichte, die lange nach dem letzten Satz im Herzen nachklingt. Also Taschentücher bereithalten!

Im Mittelpunkt stehen Lauren und Joshua Park, zwei Menschen, deren junges gemeinsames Glück durch eine schreckliche Diagnose erschüttert wird. Lauren weiß, dass sie sterben wird. Doch statt zu resignieren, plant sie weiter – für Joshua. Mit zwölf Briefen, die er Monat für Monat nach ihrem Tod erhält, gibt sie ihm Aufgaben, kleine Schritte zurück ins Leben.


Was dieses Buch für mich so besonders gemacht hat, ist die Mischung aus großer Traurigkeit und einer leisen, immer wieder aufblitzenden Hoffnung. Higgins hat ein feines Gespür dafür, wann sie den Schmerz Raum greifen lässt und wann sie mit kleinen humorvollen Momenten das Herz wieder ein wenig leichter macht. Besonders Joshua habe ich als Figur sehr liebgewonnen: ein verschlossener, eigenwilliger Mann, der lernen muss, seine Verletzlichkeit zuzulassen – etwas, das Higgins unglaublich authentisch und unaufdringlich schildert.

Pack Up the Moon ist keine laute, dramatische Geschichte, sondern ein stilles, ehrliches Porträt von Verlust und der Kraft, trotz allem weiterzugehen.

Für mich ist Pack Up the Moon ein Buch, das man nicht einfach liest – man fühlt es. Und genau das macht es zu etwas ganz Besonderem.

Klappentext

Joshua und Lauren sind das perfekte Paar, frisch verheiratet und bis über beide Ohren verliebt. Doch dann wird bei Lauren eine unheilbare Krankheit diagnostiziert. Während Laurens Zustand sich verschlechtert, ringt Joshua damit, eine Zukunft ohne sie zu akzeptieren. Wie soll er nur ohne seinen wichtigsten Menschen weiterleben? Jemals wieder Freude empfinden, lachen, lieben?

Aber Lauren hat einen Plan. Sie hinterlässt ihm Briefe für jeden Monat nach ihrem Tod, die ihn durch Schmerz, Wut und Trauer führen. Zwölf Briefe, die ihn auf eine herzzerreißende, schöne und oft witzige Reise führen, um wieder Mut zum Leben zu finden. Und während die Trauer langsam Platz für Lachen und neue Menschen in seinem Leben macht, lernt Joshua Laurens wertvollste Lektion: Der Weg zum Glück folgt keiner geraden Linie.

Über die Autorin

Kristan Higgins ist eine NEW YORK TIMES-, USA TODAY- und PUBLISHERS WEEKLY-Bestsellerautorin und hat mehr als zwanzig Romanen geschrieben, die in über zwei Dutzend Sprachen übersetzt wurden und sich weltweit millionenfach verkauft haben. Die glückliche Mutter zweier erwachsener Kinder lebt mit ihrem heldenhaften Feuerwehrmann-Ehemann, ihrem knuddeligen Hund und ihrer gleichgültigen Katze in Connecticut.


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Veröffentlicht am 25.04.2025

#ConfessionRoom: Wenn Anonymität zur Waffe wird

Confession Room
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Meine Meinung und Inhalt
Mir ist "Confession Room" auf der Leipziger Buchmesse sofort augrund des auffallenden Covers ins Auge gestochen. Der Klappentext hatte danach weiter mein Thrillerherz höher schlagen ...

Meine Meinung und Inhalt
Mir ist "Confession Room" auf der Leipziger Buchmesse sofort augrund des auffallenden Covers ins Auge gestochen. Der Klappentext hatte danach weiter mein Thrillerherz höher schlagen lassen.

Nachdem Lesen konnte ich klar sagen, dass meine Erwartungen an diesen Thriller übertroffen wurden. Die Autorin Lia Middleton verwebt eine düstere, hochaktuelle Story mit psychologischer Tiefe und einem Tempo, das einem kaum Zeit zum Atmen lässt. Was sie hier geschaffen hat, ist nicht bloß ein Krimi – es ist ein Spiegel unserer Zeit, in der das Internet Zuflucht, Bühne und manchmal Abgrund zugleich ist.

Im Zentrum steht die Protagonistin und ehemalige Polizistin Emilia Haines. Nachdem ihre Schwester gestorben ist, zieht sie sich mehr und mehr in sich zurück – bis sie auf ein mysteriöses Online-Forum stößt, den sogenannten „Confession Room“. Dort beichten Fremde anonym ihre tiefsten Geheimnisse. Doch als eine Person einen Mord gesteht, beginnt ein nervenaufreibendes Spiel mit der Wahrheit. Und was, wenn das nächste Opfer schon feststeht?

Was mich besonders fasziniert hat, ist Middletons Gespür für Atmosphäre. Die Spannung kommt nicht mit der Brechstange, sondern schleicht sich langsam unter die Haut – Seite für Seite. Auch das moralische Spannungsfeld ist klug gesetzt: Wann wird ein Geständnis zur Beweislage? Und was passiert, wenn man nur zusehen kann, obwohl man weiß, dass etwas Schreckliches passieren wird?

Besonders gefallen hat mir der komplexe Aufbau des Buches sowie der Mut der Protagonistin. Der Mut, unbequeme Fragen zu stellen – etwa über Schuld, Kontrolle und die (Un-)Macht der Wahrheit im digitalen Zeitalter. Was mich aber noch mehr überzeugt hat, ist, wie authentisch ihre Hauptfigur gezeichnet ist. Emilia ist keine perfekte Heldin. Sie trifft Fehler, zweifelt, scheitert – genau das macht sie so glaubwürdig.

Auch der Schreibstil verdient ein Lob: flüssig, aber nicht oberflächlich. Middleton spielt mit Perspektiven, wechselt gekonnt das Tempo und baut dabei konstant Spannung auf.


Confession Room ist ein nervenaufreibender, klug erzählter Thriller, der durch Tiefe, Tempo und Themenrelevanz besticht. Für mich ein echtes Highlight des Genres – intensiv, beunruhigend, brillant. Und definitiv ein Buch, das man nicht so schnell vergisst mit einem unerwarteten Ende.



Klappentext

Seit Emilia im Internet auf den Confession Room gestoßen ist, ist sie fasziniert von diesem Forum. Hier kann jeder seine Geheimnisse beichten. Anonym. Und so wagt es auch Emilia, von ihrer eigenen Schuld zu schreiben. Doch je mehr auf der Seite mitmachen, desto dunkler werden die Geständnisse.

Bis eines nachts etwas Unglaubliches angekündigt wird: ein Mord, in London, dazu die Namen eines Mannes und einer Frau. Es kann sich nur um einen makabren Scherz handeln, oder? Obwohl Emilia seit dem Tod ihrer jüngeren Schwester nicht mehr bei der Polizei arbeitet, beginnt sie fieberhaft zu recherchieren, um die Morde verhindern.

Zu spät: Die Polizei findet zwei Leichen – und eine weitere Mordankündigung wird im Confession Room veröffentlicht. Wer steckt hinter all dem? Und wie werden die Opfer ausgewählt? Emilia taucht immer tiefer in die Welt des Confession Rooms ein. Nicht ahnend, dass sie bereits selbst in höchster Gefahr ist ...



Über die Autorin

Lia Middleton ist Rechtsanwältin und spezialisiert auf Straf- und Gefängnisrecht. Vor einigen Jahren begann sie mit dem Schreiben und zählt heute zu den erfolgreichsten und spannendsten Thriller-Autor:innen Großbritanniens. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Buckinghamshire.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Eiskalte Spannung in Norwegen

Snø - Ohne jeden Zeugen: Ein Fall für Snø
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Meine Meinung und Inhalt

"Unni Lindells Thriller Snø – Ohne jeden Zeugen" entführt die Leser:innen in die düstere Welt einer jungen Polizistin, die einem mysteriösen Vermisstenfall nachgeht. Snø stößt ...

Meine Meinung und Inhalt

"Unni Lindells Thriller Snø – Ohne jeden Zeugen" entführt die Leser:innen in die düstere Welt einer jungen Polizistin, die einem mysteriösen Vermisstenfall nachgeht. Snø stößt auf eine Reihe von verschwundenen Personen, deren Spuren bis in die oberen Kreise der norwegischen Ölindustrie führen. Lindell schafft es, eine dichte, spannungsgeladene Atmosphäre zu erzeugen, die durch die wechselnden Perspektiven und kurzen, aber packenden Kapiteln verstärkt wird.

Die Protagonistin Snø wurde von der Autorin authentisch als wirklich vielschichtige Figur gezeigt, die mit ihren eigenen Dämonen kämpft, was ihr eine glaubwürdige und interessante Tiefe verleiht.

Snø wird also demnach nicht als Superheldin, sondern eine realistische und menschliche Ermittlerin, was sie für mich besonders sympathisch gemacht hat.

Die Verstrickung der Ermittlungen mit der Ölindustrie fügt der Geschichte eine gesellschaftskritische Dimension hinzu, die zum Nachdenken anregt.

Für mich war Snø wirklch ein spannungsgeladener Thriller, der trotz kleinerer Schwächen (Vielzahl an Charakteren und Perspektivwechseln) vor allem Fans von tiefgründigen, atmosphärischen Krimis überzeugen wird.


Klappentext

Ein heißer Sommer in Norwegen. Beim Blumengießen bemerkt Studentin Sonja einen Schatten im Haus der verreisten Nachbarn. Sie schöpft Verdacht und ruft die Polizei.
Als die junge Polizistin Snø dem Hinweis nachgeht, scheint in dem idyllischen Viertel alles mit rechten Dingen zuzugehen. Aber ein ungutes Gefühl bleibt. Snø will noch einmal mit Sonja sprechen, doch die ist spurlos verschwunden. Wurde sie Zeugin eines Verbrechens und nun zum Schweigen gebracht? Oder weisen die zahlreichen Vermisstenfälle der letzten Monate auf einen Serientäter hin?
Snø treibt die Ermittlungen voran und stellt schon bald fest, wie brisant der Fall wirklich ist. Denn eine der Spuren führt sie bis in die obersten Kreise der norwegischen Ölindustrie – und plötzlich muss Snø um ihr Leben fürchten.


Über die Autorin

Unni Lindell wird 1957 in der norwegischen Hauptstadt Oslo geboren und studiert nach dem Schulabschluss Romanistik. Während dieser Zeit reist sie in verschiedene europäische Länder. Nach ihrem Abschluss absolviert sie eine journalistische Ausbildung und ist anschließend freiberuflich für mehrere Zeitungen und Zeitschriften tätig.

Schon als Kind interessiert sie sich jedoch für die Arbeit der Schriftstellerin und verliert diese nie aus den Augen. Zunächst verfasst sie mehrere Gedichte und veröffentlicht schließlich 1986 den Jugendroman »Den grønne dagen« (dt. »Der grüne Tag«).

Seither hat Lindell mehr als zwei Dutzend Romane geschrieben, besonders beliebt sind ihre Krimi-Reihen, wie beispielsweise die um den Osloer Kommissar Cato Isaksen. Für den Auftaktband dieser Reihe, »Drømmefangeren« (dt. »Pass auf, was du träumst«), wird Lindell 1999 mit dem Riverton-Preis für den besten norwegischen Kriminalroman ausgezeichnet. Bis heute sind ihre Bücher in mehrere Sprachen übersetzt worden und international erfolgreich.

Unni Lindell lebt heute gemeinsam mit ihrer Familie in der Nähe von Oslo, in Røyken.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Dunkle Geheimnisse hinter verschlossenen Türen

Apartment 5B
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Meine Meinung und Inhalt

Lisa Unger entführt uns in Apartment 5B in eine dichte, düstere Atmosphäre, die von Anfang an fesselt. In diesem Thriller geht es nicht nur um ein mysteriöses Apartment in New ...

Meine Meinung und Inhalt

Lisa Unger entführt uns in Apartment 5B in eine dichte, düstere Atmosphäre, die von Anfang an fesselt. In diesem Thriller geht es nicht nur um ein mysteriöses Apartment in New York, sondern auch um Geheimnisse, die tief in der Vergangenheit verwurzelt sind.

Die Geschichte folgt Rosie, einer True-Crime-Autorin, die zusammen mit ihrem Mann Chad in das vermachte Apartment 5B im Windermere zieht, einem alten Gebäude in Manhattan. Was als unerwartetes Erbe beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum, als seltsame Ereignisse Rosie dazu bringen, die dunkle Geschichte des Gebäudes zu erforschen. Die Handlung wechselt geschickt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, wobei das Geheimnis des Windermere und seiner früheren Bewohner nach und nach ans Licht kommt.

Unger schafft es meisterhaft, eine echt unheimliche und in manchen Szenen übernatürliche gespenstische Atmosphäre zu erzeugen, die das Gebäude selbst fast wie einen Charakter erscheinen lässt. Das Windermere ist ein Ort, an dem die Vergangenheit nie ganz vergangen ist, und die Geschichte überlagert sich mit dunklen Geheimnissen, die immer mehr ans Tageslicht kommen.

Rosie's Ermittlungen und die damit verbundenen Herausforderungen sorgen für eine spannende Dynamik, und ihre emotionalen Kämpfe machen sie noch realistischer.

Gesprochen wird das Hörbuch von Heidi Jürgens, welche eine sehr angenehme Stimme hat.

Insgesamt ist Apartment 5B ein sehr unterhaltsamer Thriller, den ich gerne weiterempfehle!

Wer psychologische Spannung und übernatürliche Elemente liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.


Klappentext

Die Autorin Rosie Lowan und ihr Ehemann Chad kommen in New York kaum über die Runden, als sie eine überraschende Nachricht erhalten: Chads verstorbener Onkel hat ihnen seine Luxuswohnung im historischen Windermere-Gebäude vererbt. Das junge Paar kann sein Glück kaum fassen. Doch schon kurz nach dem Umzug beschleicht Rosie ein beängstigendes Gefühl. Die vielen Kameras im Haus und die überfürsorglichen Nachbarn erscheinen ihr seltsam. Ebenso wie die Gerüchte um mysteriöse Todesfälle, die sich im Gebäude ereignet haben sollen. Als kurz darauf eine Leiche gefunden wird, weiß Rosie: Sie muss die Wahrheit über das Windermere herausfinden, bevor auch sie in tödliche Gefahr gerät ...


Über die Autorin

Lisa Unger wurde in Connecticut geboren und wuchs in den USA, England und Holland aufgewachsen. Bevor sie ich entschloss selbst zu schreiben, arbeitete sie in einem Verlag. Mit ihrem ersten Thriller „Das Gift der Lüge“ gelang ihr der Durchbruch, so dass die Bücher der Autorin mittlerweile in über 26 Ländern erscheinen. Mit ihrer Familie lebt Lisa Unger in Florida.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Ein radikaler Blick in das Innenleben einer Soziopathin

Soziopathin
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Meine Meinung und Inhalt

"Soziopathin" von Gagnes ist alles andere als ein gewöhnliches Memoir. Es ist der schonungslose Versuch, einer psychischen Störung eine Stimme zu geben, die normalerweise nur ...

Meine Meinung und Inhalt

"Soziopathin" von Gagnes ist alles andere als ein gewöhnliches Memoir. Es ist der schonungslose Versuch, einer psychischen Störung eine Stimme zu geben, die normalerweise nur in Schlagzeilen oder Kriminalromanen auftaucht. Gagne schreibt nicht, um zu schockieren – sie schreibt denke ich um verstanden zu werden.

Schon als Kind spürte sie, dass etwas "anders" war. Keine Reue, keine Schuldgefühle, keine echte Verbindung zu anderen – das war ihre Realität. Doch anstatt sich dem gängigen Bild der "emotionslosen Gefahr" zu fügen, beginnt sie einen ungewöhnlichen Weg: Sie studiert Psychologie, beobachtet sich selbst und lernt, gesellschaftliche Normen wie ein fremdes Vokabular zu begreifen.

Was das Buch auszeichnet, ist nicht nur Gagnes mutige Selbstreflexion, sondern auch ihre kritische Auseinandersetzung mit psychiatrischen Diagnosen. Sie stellt Fragen: Wo endet die Störung, wo beginnt die Persönlichkeit?

Kann ein Mensch ohne Mitgefühl moralisch handeln – einfach, weil er es für richtig hält?

Manchmal hat mir an manchen Stellen die Tiefe gefehlt, weil viele theoretische Ausführungen vorherrschen.

Positiv ist, dass die Autorin keine klinische Psychologin ist, sondern als eine Betroffene schreibt.

Das Buch ist roh, subjektiv und unbequem. Es fordert heraus – sowohl emotional als auch intellektuell. Gagne macht deutlich, dass Soziopathie nicht zwangsläufig mit Gewalt, Manipulation oder kriminellem Verhalten einhergehen muss. Ihre Geschichte bewegt sich im Spannungsfeld zwischen innerer Leere und dem Wunsch, ein sinnvolles Leben zu führen – trotz oder gerade wegen ihrer Diagnose.

Fazit:
Soziopathin ist keine einfache Lektüre, aber aufschlussreich. Für alle, die sich für psychische Gesundheit interessieren, für die Grauzonen menschlichen Verhaltens – oder für das, was Menschlichkeit eigentlich ausmacht.


Klappentext

Schon als kleines Kind weiß Patric Gagne, dass sie anders ist. Sie liebt ihre Familie, empfindet Glück und Wut, doch Emotionen wie Reue, Scham oder Mitgefühl sind ihr fremd. Als Heranwachsende beginnt sie zu stehlen, beobachtet fremde Menschen durch Küchenfenster, verletzt eine Mitschülerin – und fühlt nichts dabei.

In diesem bewegenden Memoir entfaltet sich die Geschichte einer Frau, die mit dem Stigma ihrer Diagnose ringt und gleichzeitig versucht, Beziehungen aufzubauen. Als sie ihre Jugendliebe wiedertrifft, öffnet sich eine Tür zu einer Welt, in der Hoffnung und Liebe möglich sind. Kann Patric die Ketten ihrer Vergangenheit sprengen und das Monster in ihrem Inneren zähmen?


Über die Autorin

Patric Gagne ist Autorin, Therapeutin und Fürsprecherin für Menschen, die an einer soziopathischen Persönlichkeitsstörung leiden. Wenn die Doktorin der klinischen Psychologie nicht gerade mit Patient*innen arbeitet oder ihren kleinen Kindern hinterherläuft, arbeitet sie ehrenamtlich als Trauerbegleiterin, die sich auf Gewaltverbrechen spezialisiert hat. Sie lebt mit ihrer Familie in Florida.


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