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Veröffentlicht am 09.03.2026

familiäre Verstrickungen und Überraschungen im österlichen Neapel

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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„Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl“ ist der zweite Band rund um den neapolitanischen Kommissar eines unter dem Pseudonym Fabio Nola schreibenden deutschen Historikers.

Es ist Ostern in Neapel. ...

„Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl“ ist der zweite Band rund um den neapolitanischen Kommissar eines unter dem Pseudonym Fabio Nola schreibenden deutschen Historikers.

Es ist Ostern in Neapel. Commissario Salvatore Gaetano möchte die Feiertage bei seiner Familie außerhalb der Stadt verbringen. Währenddessen soll die junge Kollegin Beppa Bellucci die Stellung halten. Doch prompt wird an Karfreitag eine männliche Leiche im Hafenbecken angeschwemmt. Dem Commissario bleibt nichts anderes übrig als nach Neapel zurückzukehren. Doch dort warten einige Überraschungen auf ihn und seine Kollegen.

Das Cover präsentiert sich Italien-idyllisch mit Boot vor strahlend blauem Himmel. Schön finde ich, dass die Reihenzugehörigkeit durch den Schriftzug direkt ersichtlich ist.

Ein Neapel-Krimi, der mich nicht nur durch das Setting überzeugt hat. Besonders authentisch, wenn auch teilweise verschroben, präsentiert sich Commissario Salvatore Gaetano. Seine menschliche Art, trotz allen Schreckens, den er bereits beruflich wie privat gesehen hat, ist sehr sympathisch und hat mich schnell für ihn eingenommen. Ebenso die junge, manchmal recht impulsive, Beppa Bellucci. Deren Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit fand ich bewundernswert.

Die atmosphärischen Beschreibungen Neapels und dessen Umland waren teils sehr idyllisch, aber von einer klaren Sicht geprägt. Besonders die verschiedenen Bereiche Neapels und seiner Bewohner kamen gut zur Geltung. Hier merkte man den persönlichen Bezug des Autors deutlich, was ein wahrer Gewinn für den Krimi ist. So sind die detaillierten Beschreibungen der österlichen italienischen Gebräuche ebenso überzeugend wie die eingestreuten einheimischen Floskeln, die am Ende des Buches im Glossar übersetzt werden, jedoch auch im Zusammenhang verständlich sind.

Trotz komplexer Zusammenhänge empfand ich die Handlung als gut nachvollziehbar. Der Fall entwickelte sich für mich unvorhergesehen, was den Spannungsbogen sehr hoch hielt. Die Wendungen, die das Geschehen nahm, waren gut durchdacht und faszinierten bis zum Schluss. Dass Commissario Gaetano persönliche Parallelen zog, lies nicht nur den Fall in einem authentischeren Licht erscheinen.

Für mich also ein rundum gelungener italienischer Krimi mit sympathischen Ermittlern. Auf den dritten Band der Reihe „Commissario Gaetano und die Tränen des Vesuv“ freue ich mich schon jetzt.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Wenn starke Frauen die Vergangenheit hinter sich lassen, um der Zukunft Raum zu geben

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Spiegel Bestseller-Autorin Gabriella Engelmann legt mit „Der Duft des Strandhafers“ den zweiten Band ihrer Dilogie rund um die Bücherfrauen von Listland vor.

Das Cover hat einen tollen Wiedererkennungseffekt ...

Spiegel Bestseller-Autorin Gabriella Engelmann legt mit „Der Duft des Strandhafers“ den zweiten Band ihrer Dilogie rund um die Bücherfrauen von Listland vor.

Das Cover hat einen tollen Wiedererkennungseffekt zum ersten Band. Ebenso überzeugend ist die hochwertige Haptik des Buches. Mit der Bank im Vordergrund, die den Blick aufs Meer garantiert, und seinen zarten Pastelltönen, lädt das Titelbild zum Träumen, Nachdenken und Innehalten ein.

Journalistin Anna März kehrt auf Bitten Fenja Lorenzens nach Listland auf Sylt zurück. Fenja möchte unbedingt das Verschwinden ihrer Schwester Martje aus dem Jahr 1958 aufklären. Doch was geschah in dieser Sturmnacht wirklich? Und weiß Fenja mehr über Martjes Verschwinden, als sie zugeben möchte? Schon bald folgt Anna Spuren in der Vergangenheit, die nicht nur ein Geheimnis ans Tageslicht bringen. Und dann ist da auch noch Annas eigenes Privatleben, in dem sie sich insgeheim wünscht, dass Fenjas Sohn Eric eine Rolle spielt.

Meinem Empfinden nach sollte man den ersten Band gelesen haben um den Geschehnissen in Band 2 gut folgen zu können. Manches Handeln wird sonst nicht so gut nachvollziehbar und deutlich sein. Hilfreich fand ich – wie bereits im ersten Band – das Personenregister, das in Vergangenheit und Gegenwart aufgeteilt ist.

Auch dieser Band ist auf zwei Zeitebenen geschrieben. Zusätzlich nimmt man die unterschiedlichen Perspektiven der Hauptprotagonistinnen ein. So taucht man als Leser noch tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren ein. Diese haben dramatische Schicksale zu bewältigen und man leidet mit den Charakteren mit. Die Kombination aus viel Gefühl und Tiefgang hinterlässt dabei einen bleibenden Eindruck und trägt zur fesselnden Unterhaltung bei.

Gabriella Engelmann versteht es durch ihren lebendigen, flüssig zu lesenden Schreibstil und die bildhaften Beschreibungen den Leser direkt in die zauberhafte Inselwelt von Sylt, Amrum und Föhr zu entführen. Man meint den Titelgebenden Duft des Strandhafers zu riechen und das Plätschern des Meeres zu hören.

Die bewegende und durchaus dramatische Familiensaga erhält mit „Der Duft des Strandhafers“ einen schönen und runden Abschluss. Berührt haben mich dabei besonders die starken Frauen, die auf so unterschiedliche Weise, aber im wahrsten Sinne des Wortes, die Bücherfrauen von Listland wurden. Deshalb eine Leseemfpehlung für alle, die das wunderbare Inselflair mögen, dabei ein packendes Familiengeheimnis lüften möchten und starke Frauen zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

fesselnder Kriminalroman mit psychologischer Tiefe zum Miträtseln

Wem du traust
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Der Kriminalroman „Wem du traust“ von Petra Johann ist für mich das erste Buch der Autorin.

Das düstere Haus mit einem einzeln beleuchteten Fenster, darüber der sich wölbende schwarze Himmel, stimmt auf ...

Der Kriminalroman „Wem du traust“ von Petra Johann ist für mich das erste Buch der Autorin.

Das düstere Haus mit einem einzeln beleuchteten Fenster, darüber der sich wölbende schwarze Himmel, stimmt auf den bedrückenden Inhalt des Kriminalromans ein. Mit der Aussage „Wem du traust“ wird man im Verlauf des Buches nicht nur einmal konfrontiert und ist deshalb ein sehr gelungener Titel. Durch die gelbe Schrift fällt dieser in Verbindung mit der ebenfalls gelben Coverumrandung vor dem dunklen Hintergrund sofort ins Auge.

Sofia ist eine nicht ganz so gewöhnliche Teenagerin. Mit ihrer alleinerziehenden Mutter Susanne lebt sie seit kurzem zusammen mit deren neuen Freund in einer tollen Wohnung. Eva, die beste Freundin Susannes, und enge Vertraute Sofias hingegen lebt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen Sohn in einem Haus. Nach einem Babysitterjob bei Eva und Daniels Sohn kehrt Sofia nicht in die Wohnung zurück, obwohl Daniel sie eigentlich nach Hause gebracht hat. Als schließlich auch noch Sofias Pullover mit ihren Blutspuren auftaucht, drängt immer mehr die Frage in den Vordergrund: sagt Daniel die Wahrheit?

Von Beginn an war ich durch die wechselnden Perspektiven kombiniert mit einem ruhigen, aber spannenden Erzählstil im Buch gefangen. Hierzu trug auch die psychologische Tiefe bei. Sehr authentisch gelingen der Autorin die Zeichnung von Freundschaft und Vertrauen aber auch der verschiedenen familiären Konflikte. Dabei sind die Figuren sehr glaubwürdig und in ihrer Unterschiedlichkeit prägnant. Das Miträtseln machte mir auch dadurch große Freude, dass man als Leser zunehmend in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten eintauchen konnte und der zunächst einfach aussehende Fall an erstaunlicher Komplexität gewann. Für anhaltende Spannung sorgte darüber hinaus die dichte Atmosphäre, die zudem eine gewisse Beklemmung auslöste. Im Mittelteil des Buches gab es leider einzelne Längen, was insgesamt allerdings nicht schwer ins Gewicht fiel. Das Ende war für mich überraschend und bespielte noch einmal die komplette Klaviatur der Gefühle.

Für mich ein fesselnder Kriminalroman mit psychologischer Tiefe, der zum Miträtseln und Nachdenken einlud und den ich sehr gerne gelesen habe. Deshalb empfehle ich ihn ebenso gerne weiter.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Liebesroman trifft Horror – unterhaltsam, witzig, abwechslungsreich und spannend

A Killer Crush
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Mit „A Killer Crush“ legt Autorin Shailee Thompson ein Buch mit einer ungewöhnlichen Mischung zweier Genres vor. Die Kombination aus Liebesroman und Horror klingt ungewöhnlich, funktioniert aber überraschend ...

Mit „A Killer Crush“ legt Autorin Shailee Thompson ein Buch mit einer ungewöhnlichen Mischung zweier Genres vor. Die Kombination aus Liebesroman und Horror klingt ungewöhnlich, funktioniert aber überraschend gut.

Jamie Prescott ist Filmexpertin und schreibt an ihrer Doktorarbeit. Zur Unterhaltung und Abwechslung nimmt sie mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Laurie an einem Speed-Dating teil. Doch dort läuft alles anders als geplant, als plötzlich eines von Jamies Dates tot vom Stuhl kippt. Und als die verbliebenen Teilnehmer dann noch feststellen, dass es aus der Location kein entkommen gibt, der Killer aber einer von ihnen sein muss, beginnt ein Wettlauf ums Überleben. Dabei findet sich Jamie zusätzlich in der unerwarteten Situation eines Liebesdreiecks wieder. Dass einer der beiden Männer der Killer sein könnte, macht die Sache nicht einfacher.

Das Cover ist mit seinen kräftigen Farben ein echter Blickfang. Vor rot-pinkem Hintergrund steht eine schwarze männliche Silhouette mit einer Rose in der Hand. Knallig präsentiert sich der pinke Farbschnitt, dessen Bedeutung im Verlauf des Buches eine zusätzliche tiefere Bedeutung erhält.

An vielen Stellen fasziniert und gefesselt bin ich dem Verlauf dieser Kombination aus Liebesroman und Horror gefolgt. Leider wies das Geschehen an einigen Stellen Längen auf und das Lesen macht vermutlich noch mehr Freude, wenn man die gängigen Horrorfilme der letzten Jahrzehnte kennt. Auch die Tiefe der Charaktere fehlte mir etwas. Allerdings war es spannend und überraschend, wie gut die Mischung aus Herzklopfen und Horror funktioniert. Lässt man sich auf das überwiegend temporeiche Geschehen ein und unterzieht das Ganze keiner Realitätsprüfung, so kann man sich in rascher Abfolge gruseln, lachen, mitfiebern und schmachten.

Jamie als Hauptprotagonistin ist sehr sympathisch und die Freundschaft, die sie mit Laurie verbindet, einfach toll. Der Plot war für mich recht vorhersehbar, jedoch hielt die endgültige Auflösung doch noch eine Überraschung bereit. Für zarter besaitete Nerven sind einige Szenen eher ungeeignet und man muss sich auf eklige und gruselige Momente einstellen. Dabei kommt der Humor jedoch nicht zu kurz, so dass das Geschehen immer wieder aufgelockert wird.

Insgesamt eine interessante und abwechslungsreiche Lesezeit, die einige Überraschungen bereit hielt, mich jedoch nicht vollumfänglich überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

berührende aber auch belehrende Suche vor der beeindruckenden Kulisse Neuseelands

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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Spiegel Bestseller-Autorin Tessa Collins legt mit „Die Magnolientochter“ den vierten Band der Reihe rund um die „Blumentöchter“ vor. Das Cover besticht mit seinen wunderbaren Farben und das Buch mit dem ...

Spiegel Bestseller-Autorin Tessa Collins legt mit „Die Magnolientochter“ den vierten Band der Reihe rund um die „Blumentöchter“ vor. Das Cover besticht mit seinen wunderbaren Farben und das Buch mit dem traumhaften Magnolienblüten-Farbschnitt. Der Wiedererkennungseffekt zur „Blumentöchter“-Reihe ist sehr hoch und dadurch gut getroffen.

Magnolia erhält Hinweise darauf, dass die Vergangenheit ihrer Mutter Maia in Neuseeland rätselhafter sein könnte, als bisher angenommen. Die eigentlich so taffe junge Frau, die durch einen neuerlichen Suizidversuch Maias ins Wanken geraten ist, möchte die Chance nutzen, um ihrer Mutter vielleicht helfen zu können. Überraschend findet sie in Neuseeland nicht nur interessante Hinweise aus der Vergangenheit, sondern viel mehr.

„Die Magnolientochter“ ist der erste Roman der Reihe, den ich gelesen habe. Deshalb tat ich mich an manchen Stellen, die vorhergehende Bände oder Zusammenhänge betrafen, etwas schwer, da diese Details nicht näher erläutert wurden. Die Figur Magnolia wirkt an manchen Stellen leider etwas unglaubhaft. Tritt sie einerseits vehement für Umwelt- und Tierschutz ein, so ist es etwas unbegreiflich, wie sie andererseits ohne Zaudern mehrfach mehrere Stunden mit dem Auto durch Neuseeland fährt bzw. sogar fliegt. Ansonsten ist es schön zu sehen, wie sie auch ihre weicheren Seiten entdeckt und feststellt, dass diese definitiv keine Schwächen sind.

Einfach zauberhaft sind die Naturbeschreibungen Neuseelands. Auch die besonderen Sehenswürdigkeiten erhalten einen Platz im Buch, ohne aufdringlich zu wirken. Die Familiengeschichte sowie die Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart berühren. Besonders im Vergangenheitsteil sind die Figuren authentisch beschrieben. Grundsätzlich recht vorhersehbar, jedoch trotzdem bewegend, ist die Handlung. Im Gegenwartsteil hat der Roman vor allem wegen der belehrenden Art mehr Schwächen. Über die teilweise sehr einseitige Darstellung bezüglich Umweltschutz sollte man hinwegsehen können.

Insgesamt ein schöner Roman, der vor allem durch die zauberhaften Beschreibungen der Landschaft Neuseelands besticht. Als Einstieg in die „Blumentöchter“-Reihe finde ich diesen Band allerdings nicht gut geeignet.

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