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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2022

Ausgrabungen in Ägypten fürs Sofa

Die Hoffnung auf ein neues Morgen
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Manchmal hat man einen Plan, wie es laufen soll. Doch irgendwie will sich bei allen rational positiven Aspekten einfach kein gutes Gefühl einstellen. So ähnlich könnte man wohl Victorias Lage im England ...

Manchmal hat man einen Plan, wie es laufen soll. Doch irgendwie will sich bei allen rational positiven Aspekten einfach kein gutes Gefühl einstellen. So ähnlich könnte man wohl Victorias Lage im England der 1920er Jahre beschreiben.
Doch als Victorias geliebter Adoptiv-Vater stirbt und mit seinem letzten Willen verfügt, dass Victorias kleiner Bruder Jamie bei Onkel Oscar, der als Archäologe in Ägypten arbeitet, leben soll, wird Victorias Lebensplan sowieso unterbrochen. Sie bringt ihren Bruder allein dorthin und eine erlebnisreiche Reise beginnt, die keinen Stein auf dem anderen lässt.
Victoria ist für ihre Zeit eine sehr moderne Frau: Mit eigenem Willen, eigenem Lebensplan und Mut, zeigt sie ihrem Verlobten deutlich, dass sie sich nicht nur nach ihm richten wird. Dabei konnte ich mich mit Victoria sehr gut identifizieren, weil sie eher wie jemand meiner Generation denkt, als jemand der 1920er Jahre. Im Verlauf der Geschichte nimmt sie ihr Leben richtig in die Hand und blüht auf, als sich ihr Chancen auftun, die ihr ein ganz anderes Leben ermöglichen. Dabei ist sie wie im echten Leben manchmal schnippisch und frech, manchmal überaus liebenswert, manchmal mutig und manchmal verletzlich. Diese Vielschichtigkeit zeigt der Roman bei nahezu allen Personen und ich glaube, dass die Protagonisten dadurch so greifbar und authentisch wirken.
Das Setting des Romans hat mich ebenso überzeugt, denn man lernt so im Vorbeilesen ganz viel zur Archäologie und zum Leben in Ägypten während der Ausgrabungen. Ich persönlich hatte vorher weder Ahnung von dem einen noch von dem anderen und war unheimlich fasziniert davon. Dabei hilft natürlich die bildreiche Sprache und die Spannung, die die Figuren bei den Ausgrabungen transportieren.
Besonders mochte ich neben Victoria auch den kleinen Jamie, der manchmal wie ein kleiner Junge und manchmal wie ein erwachsener Archäologe daherkommt, sich aber in seinen Träumen nie beirren lässt. Genau wie er glaubt auch die Reisejournalistin Samantha nur an das Gute im Menschen, sodass diese beiden eine Art Klebstoff zwischen allen zwischenmenschlichen Beziehungen zu sein scheinen.
Ein ganz wunderbarer Roman, der mir wirklich ganz tolle Lesestunden und ein neugewonnenes Wissen über Archäologie und Ägypten beschert hat. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen!

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Veröffentlicht am 18.11.2022

Gesunde, saisonale Ernährung leichtgemacht

Gesund essen durchs Jahr
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Dieses Buch vereint alles in sich, was man für eine gesunde Ernährung braucht. Die gesunde Ernährung wird quasi leichtgemacht, weil man zunächst mit Wissen angefüttert wird, dann kurz zusammengefasste, ...

Dieses Buch vereint alles in sich, was man für eine gesunde Ernährung braucht. Die gesunde Ernährung wird quasi leichtgemacht, weil man zunächst mit Wissen angefüttert wird, dann kurz zusammengefasste, nützliche Tipps und Tricks mitbekommt und nach einer Vorstellung der saisonalen Gemüse und Obstsorten noch mit Rezepten versorgt wird – und das auch noch monatsweise. Man könnte fast sagen, dass dieses Buch alle Ausreden abschafft, warum man sich nicht gesund ernähren sollte.
Besonders gut gefällt mir an dem Buch seine logische und zugleich simple Aufteilung. Je nach Monat findet man immer, was man sucht. Dabei bestechen die fröhlichen Farben und bunten Bilder, genauso wie der leichtverständliche Sprachstil und die logische Untergliederung der Texte. Ebenso mochte ich auch die eingestreuten Tabellen und Stichwortlisten, die geradezu schreiend vermitteln „Es ist nicht schwer, sich gesund zu ernähren und es macht auch Freude“. Mein Highlight waren jedoch die Rezepte, ohne die das Buch nur halb so lebensnah gewesen wäre. Schließlich hilft die beste Erklärung und die netteste Aufzählung der saisonalen Gemüse nichts, wenn man nicht erfährt, wie man sie in Gerichten umsetzen kann.
Definitiv ein Must-Have für jede Küche, die einen Anspruch darauf erhebt, gesund genannt zu werden!

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Veröffentlicht am 18.11.2022

Ist die Lesezeit wert

Alle_Zeit
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Wie oft hört man in sich selbst den Satz „Dafür habe ich keine Zeit“, „Hätte ich doch mehr Zeit“, aber wer macht dann wirklich etwas mit diesen Gedanken? Haben wir schon mal eine wissenschaftliche oder ...

Wie oft hört man in sich selbst den Satz „Dafür habe ich keine Zeit“, „Hätte ich doch mehr Zeit“, aber wer macht dann wirklich etwas mit diesen Gedanken? Haben wir schon mal eine wissenschaftliche oder politische Perspektive auf die Zeit eingenommen?
Das dürfte wohl auf die wenigsten von uns zutreffen. Die meisten akzeptieren diese Überlegungen ein Leben lang, ohne den Blick auf die Hintergründe. Wer nicht zu dieser breiten Masse gehören möchte, sollte sich Teresa Bückers Buch „Alle Zeit – eine Frage von Macht und Freiheit“ vornehmen.
Besonders überzeugend ist das Buch dabei mit seinem einfachen, gut verständlichen Sprachstil. Der dennoch Texte mit überzeugenden Fakten, gut recherchierten Quellen und einleuchtenden Argumenten transportiert. Neben der Perspektive der Zeit auf die Arbeit, werden auch Zeiten für Care, Kinder oder auch die freie Zeit thematisiert und von allen Seiten beleuchtet. Ebenso zeigt das Buch auf, wie es anders gehen kann.
Ein sehr lesenswertes Sachbuch mit einem interessanten Thema, was auf jeden Fall den Horizont zum Thema Zeit erweitert.

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Tolle kindgerechte Biografie im Comic-Style

Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Malala Yousafzai
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Wie viele Kinder lieben den täglichen Gang in die Schule nicht wirklich? Viele! Dieses Buch ist mal ein ganz anderer Ansatz, ihnen zu zeigen, dass die Schule keineswegs eine Last ist. Denn Malala hat sie ...

Wie viele Kinder lieben den täglichen Gang in die Schule nicht wirklich? Viele! Dieses Buch ist mal ein ganz anderer Ansatz, ihnen zu zeigen, dass die Schule keineswegs eine Last ist. Denn Malala hat sie als Privileg kennengelernt, für das sie hart gekämpft hat.
Das Bilderbuch „Ich bin Malala Yousafzai“ ist eine wunderbar kindlich aufbereitete Biografie von der einzigartigen Malala im Comic-Style. Es erklärt nicht nur, wer sie ist und wofür sie einsteht, sondern zeigt auch, wie viel auch Kinder schon bewegen können. Sie hat für ihren Traum gekämpft und ihn sich und vielen anderen Mädchen, die zur Schule gehen wollen, ermöglicht.
Die Bilder und Dialoge zeigen in lebendigen Szenen Malalas Heimat, ihren Mut und wie sie sich für ihren Traum eingesetzt hat. So verstehen schon die Kleinsten, dass es toll ist, lernen zu dürfen, die Schule zu schätzen und einen Traum zu haben. Und Malala lehrt noch mehr: Nämlich, dass man alles erreichen kann, was man will, wenn man sich nur stark genug einsetzt, an sich glaubt und dranbleibt.
Dieses Buch hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen und auch wir Erwachsenen sollten uns bei der nächsten Herausforderung oder Krise daran erinnern, dass man alles schaffen kann, wenn man nur an sich und den eigenen Traum glaubt.

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Veröffentlicht am 01.11.2022

Ein Hoch auf die Hausmannskost!

Ihr könnt doch noch nicht satt sein!
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Kannst Du Grünkohl kochen? So einen richtig ehrlichen Grünkohl mit Mettwurst? Oder einen Kartoffelauflauf ohne Schischi? Und Eierlikör selber machen kannst Du auch nicht? Perfekt, ich nämlich auch nicht, ...

Kannst Du Grünkohl kochen? So einen richtig ehrlichen Grünkohl mit Mettwurst? Oder einen Kartoffelauflauf ohne Schischi? Und Eierlikör selber machen kannst Du auch nicht? Perfekt, ich nämlich auch nicht, zumindest nicht, bis ich das Kochbuch der Online-Omi Renate Bergmann bekommen habe.
Das Kochbuch könnte auch Sammelsurium der ehrlichen Hausmannskost heißen und das meine ich nicht negativ, sondern positiv im besten Sinn. Von schnellen Gerichten, über Suppen bis hin zu Sonntagsgerichten und dem dazugehörigen Kuchen für nachmittags ist alles vertreten, was man von einer Oma lernen kann. Die Gerichte sind dabei gut und leicht verständlich in ihrer Zubereitung beschrieben, mit einer übersichtlichen Auflistung der Zutaten und einer Portionsanzahl versehen – da kann auch für uns Küchenneulinge nicht viel schiefgehen. Die ansprechenden Bilder zu jedem Rezept sorgen dann für das nötige Wasser im Mund, damit man so richtig schön Appetit und Lust zum selberkochen bekommt.
Oma Renate führt uns luftig leicht an die Geheimnisse der Hausmannskost heran und hat dabei noch den ein oder anderen nützlichen Tipp parat, der uns zu den Rezepten serviert wird.
Ein rundherum gelungenes Kochbuch, das niemandem fehlen darf, der früher gerne bei Oma gegessen hat und sich die Gerichte nun in die heimische Küche holen möchte!

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