Der Anfang hat mich an Total Recall, den Film mit Arnold Schwarzenberger erinnert. Aber kurz nach den Landungen der beiden Protagonisten auf dem roten Planeten hörte die Ähnlichkeit schon auf. Cleo, eine ...
Der Anfang hat mich an Total Recall, den Film mit Arnold Schwarzenberger erinnert. Aber kurz nach den Landungen der beiden Protagonisten auf dem roten Planeten hörte die Ähnlichkeit schon auf. Cleo, eine illegal Eingewanderte und Hunter Graves, der reiche Erbe der Tycoon-Familie auf dem Mars finden sich in der Landungsbasis allein wieder. Die Station wurde wegen einem angeblichen Lecks verlassen. Es stellt sich heraus, das Leck gibt es nicht, aber dafür eine Gruppe von Terroristen, die diese Station für einen geheimnisvollen Auftraggeber besetzen sollen. Zwischen Cleo und Hunter einerseits und den Terroristen andererseits kommt es zu diversen Showdowns, spannend, intelligent aufgebaut und klingt alles sehr glaubhaft für das Jahr 2067, also in 41 Jahren in der Zukunft. Allein der Einfallsreichtum von Cleo und Hunter wie sie die Terroristen einzeln aus dem Verkehr ziehen ist große Klasse. Der finale Showdown mit dem geheimnisvollen Auftraggeber und die Rettung in allerletzter Sekunde sorgen bis zur Auflösung der Beweggründe und dunklen Pläne des Auftraggebers für Spannung und leichte Schnappatmung.
Dieses Buch ist ein gelungener Mix aus Science Fiction und Thriller, actionreich und rasant geschrieben und für Fans dieser Gattung durchaus ein Muss.
Also, der Bad Boy, Nummer zwei in der Thronfolge, bandelt mit der unschuldigen, aber von der Gesellschaft geächteten, zarten Schönheit an. Gleichzeitig startet der Thronfolger ein Auswahlverfahren der ...
Also, der Bad Boy, Nummer zwei in der Thronfolge, bandelt mit der unschuldigen, aber von der Gesellschaft geächteten, zarten Schönheit an. Gleichzeitig startet der Thronfolger ein Auswahlverfahren der zukünftigen Braut nach dem Modell "The Bachelors". Und die jungen Frauen machen tatsächlich alle mit. Ivy macht mit, aber nicht weil sie Prinz Bram so lieben würde. Ihr ultimatives Ziel ist es, ihre Familie aus der Ungnade und Misere wieder herauszuholen.
Der Stil des Romans ist gut, bringt Spannung und Energie, aber das Auswahlverfahren wie in den billigen Fernsehshows der privaten Sender ist ein No Go für mich. Die Verbindung zu der Bridgerton-Serie hat mir auch ganz gut gefallen, überhaupt liebe ich das viktorianische London, mit rauschenden Bällen, Intrigen und in diesem Fall auch Magie. Denn die Fae haben das Sagen über die Fae, aber auch über die Menschen. Die Faekönigin Moryen bietet allen willigen einen Rose Bargain an. Den Bittstellern werden alle Wünsche erfüllt, aber im Gegenzug müssen sie Moryen auch etwas anbieten. Wer da den besseren Tausch macht, bleibt offen.
Der überraschende Twist am Ende des Buches kam für mich unerwartet aber auch erwartet. Es war mir klar, dass ein Theaterschlag kommen wird, nur war mir nicht klar, wie dieser ablaufen wird. Also, wenn der zweite Teil auch so spannend wird, freue ich mich darauf.
Eine faszinierende neue Welt tut sich vor unseren lesenden Augen auf. Drachen sind wieder mal die Bösen. Vermeintliche kalte Feinde werden irgendwie doch zu Freunden oder sogar mehr, Menschen, die sich ...
Eine faszinierende neue Welt tut sich vor unseren lesenden Augen auf. Drachen sind wieder mal die Bösen. Vermeintliche kalte Feinde werden irgendwie doch zu Freunden oder sogar mehr, Menschen, die sich in Drachen verwandeln können, werden gnadenlos gejagt und getötet. Um festzustellen, welcher Mensch den Fluch des Drachenverwandelns in sich trägt, werden die Jugendlichen alle in einem Gebäude gefangen gehalten, wo sie unterschiedliche Prüfungen bestehen müssen. Erinnerungen an die Tribute von Panem kommen da auf. Nur hier muss nicht einer überleben, sondern der potentielle Drache entdeckt werden.
Isola und ihre beste Freundin Saipha bestehen gemeinsam alle Prüfungen. Lucan, der Ziehsohn des Vikars Darius, spielt zuerst eine zwielichtige Rolle, als inoffizieller Aufpasser und Verräter von Isolas Taten, entwickelt sich aber im Lauf der Geschichte zu einem wertvollen Freund und Verbündeten. Die drei Protagonisten kommen sehr sympathisch rüber, ich mochte auch die Art, wie sie miteinander kommunizieren und agieren, die Liebesgeschichte, die sich zwischen Isola und Lucan entfaltet.
Elisa Kova hat mit ihrem flüssigen Schreibstil und für permanente Spannung gesorgt, so dass ich das Buch kaum aus der Hand lassen konnte. Geschrieben aus Isolas Perspektive, erleben wir alles mit hautnah. Näher auf die Handlung oder Charaktere eingehen würde die Gefahr des Spoilers herauf beschwören
Nach dem etwas verstörenden Prolog folgt eine Szene einer Komödie würdig. Charlies Chef und sein Kunde führen sich wie richtige Machos auf und provozieren, ohne es zu merken, Charlie. Nun, sie deckt die ...
Nach dem etwas verstörenden Prolog folgt eine Szene einer Komödie würdig. Charlies Chef und sein Kunde führen sich wie richtige Machos auf und provozieren, ohne es zu merken, Charlie. Nun, sie deckt die krummen Geschäfte und die geheimen Konten des Kunden auf und kündigt gleichzeitig ihren Chef. Slapstick vom Feinsten.
Kurz darauf hat sie einen neuen Job. Terroristen greifen das Satellitensystem Galileo an und Charly zusammen mit Lukas und Nicola decken eine ungeheure Verschwörung auf. Mitverschwörer reichen bis in die höchsten europäischen politischen Kreise und auch in den deutschen Behörden sind nicht alle das, was sie zu sein scheinen. Szenen akuter Gefahr und Bedrohung die hollywoodreif sind, und dazwischen immer wieder die Künstliche Intelligenz. Wobei es hier eine “gute” KI gibt, KIM und eine böse gibt, “Hora”. Ganz glaubwürdig erscheint mir das nicht, es gibt keine gute und böse KI. Nur gute und böse Absichten dahinter. So wie Drohnen einerseits Pakete und Medikamente ausliefern können, andererseits aber auch Bomben und Raketen. Merkwürdigerweise beginnt ausgerechnet die gute KI selbst zu entscheiden, welche Teile und Pfade, die vorher von ihrer Autorin ausgeschaltet wurden, zu aktivieren und damit zu arbeiten, obwohl gegen Charlies ausdrücklichen Befehl. Das weckt nicht gerade mein Vertrauen in die KI.
Die Hauptfiguren sind glaubwürdig und sympathisch. Mein Liebling ist Charly, die sich nie unterkriegen lässt. Die Handlung ist spannend aufgebaut und das letzte Kapitel lässt auf eine Fortsetzung deuten, denn die böse KI verfolgt schon andere Pläne. Der Stil ist sehr fließend und klar, aber ohne Ansprüche. Aber ich kann mir auch schwer Thomas Mann Stil zu diesem Thema vorstellen. Etwas allerdings hat mich irritiert: Für Schwiecker sind anscheinend alle Computer-Profis und -Nerds Spezialisten, wenn ihre Finger auf den Tastaturen nur so hinfliegen. Sorry, stimmt nicht ganz. Ich habe eine hohe Geschwindigkeit beim Schreiben am PC, bin trotzdem nur so etwas wie eine “Tippse” und habe von Computerprogrammen keine Ahnung. 🙂
Allein der Anfang trieft vor trockenen und schwarzen Humor. Warum geht frau zur Polizei? Um Olympionikin zu werden. Dann bleibt sie auch gleich dabei, bei der Polizei, in Ermangelung von was Besserem, ...
Allein der Anfang trieft vor trockenen und schwarzen Humor. Warum geht frau zur Polizei? Um Olympionikin zu werden. Dann bleibt sie auch gleich dabei, bei der Polizei, in Ermangelung von was Besserem, nachdem Ihre Karriere als aktive Sportlerin altersbedingt vorbei ist. Meistens lesen wir von Polizeibeamten, die mit Leib und Seele Polizisten sind, die ihre Berufung bei der Polizei finden. Aber Hope Joanna gibt ehrlich zu, sie ist einfach bei der Polizei geblieben, mangels einer besseren Alternative. Dass es ihr mittlerweile gefällt, dass sie mit Kollegen und dem ganzen drumherum gut klarkommt, ist ein großes Plus und spricht für sie.
Wie kann ein Polizist auf eine Leiche fallen, nachdem er schon weiß, dass dies ein Tatort ist?!?! Auch wie diese Tatort Kontaminierung anschließend behoben wird, ist filmreif. Dabei ist der “gefallene” Polizist eigentlich intelligent, findet gute Lösungsansätze und bringt sich gut ins Dreierteam ein.
Slapstick Szenen lösen sich mit hollywoodreifen Actionszenen ab. So die Pressekonferenz, bei der alles aus dem Ruder läuft und die Kampfszene auf dem Dach um und im riesengroßen Mercedes-Stern.
Was auf dem Gelände der Bierbrauerei Walhalla geschieht, das Pseudo-Gottesurteil das letztendlich doch zu einem richtigen Gottesurteil wird, der Pseudo-Baron, der sich Gottgleich über allem erhebt nur um seine Strafe danach zu erhalten. Das lässt uns an ausgleichende Gerechtigkeit glauben. Wie der Pseudobaron die Tatsachen verdreht, wie sie ihm am besten ins Konzept passen, da musste ich an so manch einem Politiker denken.
In diesem Buch kommt eine neue und sehr originelle Tatwaffe zum Einsatz, die ich so noch nie erlebt habe in einem Buch oder Film: ein Caduceus, der mittels Schlangengift tötet. Der Caduceus entstammt der althebräischen Mythologie (geht auf Moses zurück), und vom anfänglichen Heilungssymbol wird er im Buch zur tödlichen Waffe. Im Buch kommt auch ein mysteriöser Orden vor, der “Ordo Mercatorum Umbrae”, der die Abwicklung zwielichtiger Geschäfte ermöglicht. Die Ordensmitglieder bezeichnen sich als “Notare der Dunkelheit….Eine jahrhundertealte unbestechliche Institution” (S. 174)
Die Morde werden durch ein sagenumwobenes Elixir aus Hitlers Nachlass angeblich, ausgelöst. Das Elixir soll Riesenkräfte verleihen und unbesiegbar machen. Kein Wunder, dass rechtsradikale Fanatiker dieses Elixir in ihren Besitz bringen wollen. Letztendlich werden die Fälle lückenlos geklärt und das Buch endet im wohlverdienten Wohlklang und lässt gleichzeitig auf eine Fortsetzung hoffen.
Die Dialoge sind wunderbar, locker und spritzig. Bitte mehr davon!
Ein Wort noch über die Protagonistin: Hope Joanna Marlow. Sie kann nichts für diesen Namen. Zum Zeitpunkt ihrer Geburt war das der Hit, der in Dauerschleife auf allen Radiosendern lief und ihre Eltern liebten den Song. Was die Eltern damit für das Mädchen anrichteten, haben sie sich vorher nicht überlegt. Aber uns, den Lesern, lieferten sie dadurch manche Gelegenheit zum Schmunzeln und auch das Kind zu bedauern.