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Veröffentlicht am 15.06.2020

Dieses Buch lässt dein Herz zerbersten!

Taking Chances - Im Herzen bei dir
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Als Harper an ein College nach San Diego flieht, versucht sie nicht nur, der harten Erziehung ihres Vaters zu entkommen, sondern auch ein komplett neues Leben zu beginnen.
Doch kaum dort angekommen, lernt ...


Als Harper an ein College nach San Diego flieht, versucht sie nicht nur, der harten Erziehung ihres Vaters zu entkommen, sondern auch ein komplett neues Leben zu beginnen.
Doch kaum dort angekommen, lernt sie den gutaussehenden womanizer und Bad Boy Chase kennen und fühlt sich direkt zu ihm hingezogen. Und auch Chase‘ Mitbewohner Brandon ist nicht ohne und stiehlt Harper schon nach wenigen Sekunden ihr Herz.
Kein Wunder also, dass sie schon nach kurzer Zeit mit Brandon zusammenkommt und ihr restliches Leben mit ihm verbringen will. Doch wieso hegt sie dann noch immer Gefühle für Chase?

Was als „gewöhnliche“ Dreiecksbeziehung beginnt, wird schon bald etwas ganz anderes.
Denn manchmal ist nicht immer alles schwarz-weiß und manchmal schlägt das Schicksal härter zu, als man es jemals für möglich gehalten hätte.

Dieses Buch ist einfach nur unbeschreiblich.
Ich kann euch gar nicht genau erklären, was es alles mit mir angestellt hat.
Es hat mich glücklich gemacht, mich lachen und verträumt aufseufzen lassen. Es hat mich überrascht und schockiert.
Aber vor allem hat es mir mein Herz gebrochen.
In 20 Milliarden Einzelteile.
Ohne Vorwarnung und ohne, dass ich mich darauf hätte vorbereiten können.
Denn so ist das Leben.
Manchmal passieren Dinge völlig unerwartet, ohne Vorwarnung und ohne, dass man sich dagegen hätte wappnen können.
Und dieses Buch hätte dem echten Leben nicht näher sein können.
Denn das Leben ist nicht immer perfekt und es ist auch nicht immer alles rosarot. Und manchmal sitzt man auch einfach nur da und muss weinen. Und ich habe beim Lesen dieses Buches wirklich verdammt viel geweint.
Wer mich kennt der weiß, dass ich normalerweise nie sonderlich nah am Wasser gebaut bin aber traurige Bücher trotzdem eher meide (ich brauche einfach meine Happyends 🙈).
Aber bei „Taking Chances“ war alles irgendwie anders.
Mich hat noch nie ein Buch so sehr mitgenommen, wie dieses.
Es hat mich zerstört, mein Herz zum Bersten gebracht, nur um dann die Einzelteile wieder zusammenzusetzen und es zum Aufblühen zu bringen.
Die Charaktere waren - wie im wahren Leben eben auch - nicht immer perfekt (aber wer ist das schon 😉). Und trotzdem waren mir alle von Anfang an sympathisch und konnten mein Herz gewinnen.
Dieses Buch ist wirklich etwas ganz besonderes.
Ich habe es geliebt und gehasst.
Es hat mich meinen gesamten Taschentuchvorrat gekostet und trotzdem schon nach kurzer Zeit wieder aufgebaut.
Es stellt einfach so viel mit einem an.
Und gerade aus diesem Grund - weil Molly McAdams es geschafft hat, durch das bloße Aneinanderreihen von Buchstaben auf Papier, so viel zu erreichen - ist es eines der besten Bücher, dass ich je gelesen habe.
Denn dieses Buch ist das pure Leben.
Und das Leben ist eben nicht immer perfekt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

(K)eine Dreiecksgeschichte

From Ashes - Herzleuchten
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Cassidys Kindheit war nicht so, wie sie hätte sein sollen.
Statt von ihren Eltern geliebt zu werden, wurde sie täglich von ihrer Mutter und ihrem Stiefvater zusammengeschlagen.
Nicht selten musste sie ...

Cassidys Kindheit war nicht so, wie sie hätte sein sollen.
Statt von ihren Eltern geliebt zu werden, wurde sie täglich von ihrer Mutter und ihrem Stiefvater zusammengeschlagen.
Nicht selten musste sie sich danach von ihrem besten Freund und Nachbarn Tyler wieder zusammenflicken lassen.
Tyler ist ihr einziger Vertrauter und als er für sein Studium nach Texas zieht, folgt sie ihm sofort.
Dort will sie zusammen mit Tyler und seinem Cousin Cage in einer Wohnung leben und so weit weg von zu Hause von vorne anfangen.
Doch dann begegnet sie Cage zum ersten Mal und ihre Welt steht plötzlich Kopf.
Denn der Cousin von Tyler sieht alles andere als hässlich aus und bringt ihr Herz schon nach wenigen Sekunden dazu, heftig zu schlagen.
Und dann gibt es auch noch Tyler, der plötzlich mehr als nur noch eine gute Freundin in Cassidy sieht.
Da ist es irgendwann gar nicht mehr so leicht, den Überblick über seine Gefühle zu behalten. Und als Cassidy dann auch noch von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, droht diese, sie zu vernichten.

Ich glaube ich bin süchtig...
Süchtig nach Molly McAdams Geschichten und süchtig nach Cassidy und Cage.
Irgendwie haben mich die Beiden mit ihrer Lovestory total verzaubert.
Zwar hätte ich das ein oder andere Mal beim Lesen wirklich ausflippen können, aber das lag dann wirklich nur größtenteils daran, dass ich Tyler nicht leiden konnte. Irgendwie bin ich mit ihm nie so wirklich warm geworden und hätte ihm am liebsten alle fünf Minuten alle Federn ausgerissen.
Aber dafür war Cage umso toller, sodass ich mich jedes Mal gefreut habe, wenn sein Name fiel.
Die Handlung war durchgehend spannend.
Immer wieder erfährt man kleinere Teile über Cassidys Vergangenheit, sodass man auch gut nachvollziehen konnte, wieso sie manchmal so gehandelt hat, wie sie gehandelt hat.
Deshalb konnte ich ihre Gefühlslage und ihre Entscheidungen auch immer voll verstehen.
Na ja, wobei, nicht unbedingt immer... Da gab es diese eine Situation im letzten Drittel des Buches, in der ich sie hätte zerrupfen können! Ich meine; Hallo?! Geht’s noch?!
Aber zum Glück hat sich dann ja zum Schluss doch alles zum Guten gewandelt.
Das Ende war, wie immer in Molly McAdams Büchern, zuckersüß.

Eine tolle Liebesgeschichte, die das Herz zum Aufblühen bringt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

Es muss nicht immer alles perfekt sein...

Dark Elements 4 - Glühende Gefühle
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Trinity hat schon mehrere Schicksalsschläge ertragen müssen. Mit einer besonderen Fähigkeit geboren, ist für sie kein Tag gewöhnlich. Erst recht nicht, wenn jemand wie sie in einem Gargoyle-Clan aufwächst.
Als ...

Trinity hat schon mehrere Schicksalsschläge ertragen müssen. Mit einer besonderen Fähigkeit geboren, ist für sie kein Tag gewöhnlich. Erst recht nicht, wenn jemand wie sie in einem Gargoyle-Clan aufwächst.
Als nach einem hinterhältigen Angriff ihr bester Freund von einem Dämon entführt wird, ist für Trinity klar, dass sie nicht untätig herumsitzen und warten, sondern ihn retten wird.
Zusammen mit dem gutaussehenden und ebenfalls von Schicksalsschlägen gebeutelten Gargoyle Zayne, den sie erst wenige Tage zuvor kennengelernt hat, reist sie zu dessen Clan nach Washington. Dort gibt es Anzeichen, dass ihr bester Freund in diese Stadt verschleppt wurde. Doch nichts ist umsonst, und so klärt sich Trinity im Gegenzug dazu bereit, Zayne bei einem anderen Problem zu helfen.
Denn auch in Washington sind die Straßen plötzlich nicht mehr sicher, da immer mehr tote Gargoyles, aber auch Dämonen auftauchen, die hinterlistig ermordet wurden. Doch Trinity macht das nichts aus, denn sie würde alles tun um ihren besten Freund lebend wiederzufinden, auch wenn dies bedeutet, dass sie ihre Fähigkeit schon bald wird nutzen müssen.

Da ich ein riesiger „Dark Elements“- und vor allem noch ein viel größerer Roth-Fan bin, war für mich von Anfang an klar, dass ich auch den vierten Teil dieser Reihe lesen werde. In diesem Teil geht es um Zayne‘s Geschichte, den wir ja auch schon in den vorherigen Bänden kennenlernen durften.
Aber auch Roth und Layla tauchten im vierten Teil immer wieder auf und vermittelten einem somit das Gefühl, alte Freunde wieder zutreffen.
Auch Trinity war mir von Anfang an sympathisch und wuchs mir nach und nach immer mehr ans Herz. Ich fand es richtig klasse von JLA, wie sie vom „üblichen perfekten“ Buchcharakter abgewichen ist und Trinity nicht nur eine besondere Fähigkeit, sondern auch einen Gendefekt mitgegeben hat, mit welchen sie ihren Alltag meistern musste. Somit hatte man nicht nur eine ganz gewöhnliche Geschichte, sondern plötzlich auch ein Mädchen mit einer seltenen Krankheit, die einen als Leser plötzlich viele Dinge ganz anders sehen lässt. Noch umso bemerkenswerter war natürlich, dass Trinity nicht nur irgendeine seltene Krankheit hatte, sondern diese auch noch genau dieselbe ist, wie die, an der JLA selbst seit Jahren leidet. Ich persönlich finde es richtig toll von ihr, dass sie diesen Schritt gegangen ist und etwas angesprochen hat, von dem viele Leute wahrscheinlich noch nie gehört haben… So wurde etwas zum Thema, das zwar nicht viele Menschen, aber immer noch viel zu viele Menschen haben und das zeigt, mit welchem Schicksal manche klarkommen müssen. Ich hoffe wirklich für JLA, dass sie sich mindestens so tapfer wie Trinity durch diese Krankheit schlägt. Sie ist zwar alles andere als schön, aber das lässt einen wieder die alltäglichen Dinge viel mehr wertschätzen, als man es manchmal tut…
So, jetzt aber zu Zayne. Zayne war mir auch schon in den vorherigen Teilen sehr sympathisch. Trotzdem muss ich dazu sagen, dass Zayne leider nicht Roth ist und deshalb meiner Meinung nach überhaupt nicht an ihn drankam…
In Roth habe ich mich eben in den ersten drei Teilen schockverliebt und Zayne ist für mich irgendwie der „Bruder“ geblieben.
Alle, die Roth mindestens genauso toll fanden wie ich, werden vermutlich verstehen was ich meine, trotzdem bedeutet das aber nicht, dass Zayne nicht auch richtig toll war. Er ist eben nur kein sexy Dämon… 😉
Die Handlung war von Anfang an spannend, da es immer wieder außergewöhnliche Dinge und Wendungen gab, mit denen man nie gerechnet hätte. Somit habe ich das Buch regelrecht verschlungen und war dann richtig traurig, als es vorbei war. Zwar gab es keinen JLA-mäßigen Cliffhanger, da das Ende eigentlich in gewisser Weise abgeschlossen ist, trotzdem gibt es aber noch die ein oder andere offene Frage, die es zu beantworten gilt. Man könnte fast schon behaupten, dass das Ende zu ruhig ist und es im nächsten Teil dafür dann umso ordentlicher zur Sache gehen wird. Es ist also vermutlich die Ruhe vor dem Sturm, wenn man es so will…

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Veröffentlicht am 15.06.2020

Ein Gefühlschaos der besonderen Art

Wo mein Herz liegt
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Em kämpft schon ihr Leben lang für etwas, das sie vor vielen Jahren versprochen hat.
Doch gerade als sie kurz davor war dieses Versprechen zu erfüllen, änderte sich alles.
Plötzlich treibt ihr einziges ...

Em kämpft schon ihr Leben lang für etwas, das sie vor vielen Jahren versprochen hat.
Doch gerade als sie kurz davor war dieses Versprechen zu erfüllen, änderte sich alles.
Plötzlich treibt ihr einziges Ziel zusammen mit diesem Versprechen, wie ein unbesetztes Boot immer weiter auf das offene Meer hinaus, während sie ihren Anker, den sie doch gerade jetzt so sehr benötigt, noch nicht einmal in ihre Nähe lassen darf.

Ich weiß, dass dieser Klappentext mal etwas ganz Anderes ist, als ihr es gewohnt seid, aber ich wollte ihn unbedingt passend zum Buch schreiben.
Wer mit dieser Inhaltsangabe nichts anzufangen weiß, der hat vermutlich auch nicht den ersten Teil der Dilogie von Jessica Winter gelesen und sollte dies spätestens jetzt unbedingt nachholen.
Alle anderen müssten ungefähr wissen worum es geht, beziehungsweise was mit diesen kryptischen Worten gemeint ist und werden spätestens, nachdem sie den zweiten Teil beendet haben, einen „Aha“-Moment haben.

Nachdem ich fast ausgeflippt bin, als ich diesen unverantwortlich, heftigen Cliffhanger von „Wind in deinen Segeln“ gelesen habe und das Buch plötzlich zu Ende war, konnte ich es gar nicht erwarten, bis ich endlich „Wo mein Herz liegt“ lesen durfte.
Dementsprechend habe ich das Buch dann auch gleich begonnen, als ich es von Jessica bekam und in einem Rutsch durchgelesen.
Die ganze Zeit über habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wer denn nun wirklich an dem, was Hanna passiert ist, Schuld hat. Als ich es dann erfahren habe, war ich wohl mindestens genauso schockiert wie Gabe und Em...
Während dem Lesen herrschte in mir ein richtiges Gefühlschaos. Mal war ich glücklich, dann wieder bestürzt oder schockiert und manchmal hat mein Herz lauter kleine Sprünge gemacht, während ich im nächsten Moment schon wieder hätte weinen können.
Gabe und Em waren einfach nur zuckersüß zusammen und auch Em’s Geschwister und Johnny sind mir in „Wo mein Herz liegt“ unglaublich ans Herz gewachsen.
Als ich auf den letzten Seiten des Buches war, konnte ich es noch gar nicht wirklich glauben, dass die Liebesgeschichte um Gabe und Em bald wirklich vorbei ist. Aber dafür war das Ende dann einfach nur richtig toll. Ich hätte es mir nie im Leben schöner ausmalen können und hatte während dem Lesen die ganze Zeit über Gänsehaut (und das kommt bei mir wirklich nur ganz selten vor…).
Wer „Wo mein Herz liegt“ liest, wird wahrscheinlich ziemlich bald merken, dass es sich hier um keine 08/15-Liebesgeschichte handelt, denn in diesem Buch geht es um so viel mehr.
Bei Gabe und Em ist nicht immer alles rosarot, denn sie müssen wirklich dafür kämpfen, ihre Ziele zu erreichen. Sie zeigen einem, dass einem eben nicht immer alles zufliegt und es auch Situationen gibt, in denen das Leben echt unfair zu einem sein kann und einen dazu zwingt, sich seine eigenen Schwächen einzugestehen. Aber trotzdem kämpfen sie weiter, boxen sich durch und geben nicht auf, obwohl es manchmal noch so ausweglos erscheint.
Und um es in den Worten von Jessicas mutmachender Danksagung zu sagen: „Geb nicht auf, sondern mach trotzdem weiter. So lange, bis das Licht am Ende des Tunnels eben kein Zug ist, sondern der Ausweg aus der Situation.“
Vielen Dank Jessica, für ein so ehrliches Buch, das einem in vielerlei Hinsicht die Augen öffnet und in dunklen Momenten nicht nur Mut, sondern auch Zuversicht auf bessere Zeiten gibt. Denn genau so ist es. Wenn man ganz am Boden ist, dann kann es irgendwann nur noch bergauf gehen.

  • Cover
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Veröffentlicht am 15.06.2020

Langatmiger Flughafenaufenthalt

Boston Nights - Wahres Verlangen
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Als Ava dem Schotten Caleb begegnet ist es eine Hassliebe auf den ersten Blick. Denn Caleb ist zwar unverschämt gutaussehend, aber eben vor allem einfach nur unhöflich. Erst klaut er Avas letzte Chance ...

Als Ava dem Schotten Caleb begegnet ist es eine Hassliebe auf den ersten Blick. Denn Caleb ist zwar unverschämt gutaussehend, aber eben vor allem einfach nur unhöflich. Erst klaut er Avas letzte Chance auf ein erste Klasse Ticket im Flieger und dann auch noch die Möglichkeit auf einen warmen Kaffee. Wie durch ein Wunder scheinen sich die beiden immer wieder zu begegnen, auch wenn die meisten dieser Begegnungen danach in brüsken Wortgefechten enden. Als sie dann auch noch im Flieger nebeneinandersitzen, kratzen sie sich beinahe gegenseitig die Augen aus. Doch was zu dem Zeitpunkt noch keiner ahnt ist, dass die beiden schon ein paar Stunden später kaum noch die Finger voneinander lassen können. Doch so schön der gemeinsame One-Night-Stand auch war, fragt sich Ava schnell, ob sie sich wirklich auf eine Bettgeschichte mit dem schottischen Mistkerl einlassen soll, denn mehr als körperliche Anziehung ist da nicht. Oder etwa doch?

Als ich hörte, dass ein neues Buch von Samantha Young erscheinen wird, war ich total aus dem Häuschen.
Ihr Buch „Hero – Ein Mann zum Verlieben“ ist eines meiner Lieblingsbücher und somit gehört sie (vor allem auch wegen der „Dublin-Street“-Reihe) zu meinen absoluten Lieblingsautoren.
Womit ich allerdings überhaupt nicht gerechnet habe ist, dass ich ihr neues Buch schon nach etwas über 100 Seiten abbrechen würde… Aber dazu später mehr.
Angefangen hat alles wie immer. Ich sah dieses wunderschöne Cover und war regelrecht schockverliebt! Es passte einfach nur zu gut zu der momentanen Jahreszeit und versprühte so kurz vor Weihnachten richtige Festtagsstimmung (so ging es zumindest mir, wenn ich es anschaute. In Wirklichkeit sind es einfach nur wunderhübsch aussehende, verschwommene Lichtpunkte, aber das ist mir egal 😊).
Neben dem Cover hat mir auch der Klappentext sehr gut gefallen, mir sogar direkt ein Kopfkino à la „Outlander“ beschert und in dieser Beziehung wurde ich zum Glück auch nicht enttäuscht. Denn der schottische heiße Mistkerl hat seinem Namen wirklich alle Ehre gemacht. Oh ja… Er war seeehr schottisch, seeeeehr heiß und einfach nur ein riesiger, seeeeeeeehr großer Mistkerl, der mir aber trotzdem sympathisch war.
Nur mit Ava hatte ich so meine Problemchen. Ich konnte ihre Handlungen leider nur sehr selten nachvollziehen. Ihre Sprunghaftigkeit und diese Stimmungsschwankungen von „so ein Mistkerl“ zu „er tut mir so leid, ich will ihm helfen“ zu „wie kann man nur so fies sein“ zu „ich vertraue ihm all meine Sorgen an“ habe ich einfach nicht verstanden. Irgendwie bin ich zwischen diesen riesigen Gefühlsschwankungen immer wieder auf der Strecke geblieben und kam als Leser gar nicht mehr hinterher. Es gab nie (also zumindest auf den ersten hundert Seiten) einen Moment in dem sie sich so in ihre Wut auf ihn hingegeben hat, dass ich diese als Leser auch „fühlen“ konnte. Sowas kenne ich von Samantha Young eigentlich überhaupt nicht…
Was ich auch nicht von ihr gewohnt bin (und das war der Hauptgrund wieso ich „Boston Nights“ abgebrochen habe) ist, dass sich das Buch wie Kaugummi zieht. Ich las und las und hatte das Gefühl, keinen Schritt weiterzukommen. Immer wenn ich ein neues Kapitel anfing, hoffte ich vergeblich darauf, dass man endlich mal über den Klappentext hinauskommt. Das passierte nur leider nicht.
Vielleicht war es falsch von mir, das Buch an genau der Stelle abzubrechen, an der die beiden nun endlich mal den Flughafen verlassen haben, aber ich hatte einfach keine Lust mehr. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber wenn ich nach fast 100 Seiten immer noch keinen Handlungsstrang entdecken kann, geschweige denn mal etwas neues passiert (sei es ein kürzerer Zeitsprung, ein neuer Ort oder endlich mal ein paar dauerhafte Nebencharaktere), dann will ich einfach nicht weiterlesen. Um fair zu bleiben muss ich zugeben, dass es zwar durchaus kürzere Zeitsprünge gab, diese aber aus Erinnerungen an die Vergangenheit bestanden und mich auch nicht sonderlich fesseln konnten.
Ich finde es wirklich so, so schade, dass ich das Buch abbrechen musste, aber ich merkte ziemlich schnell, dass ich es einfach nicht mehr lesen will und mich auch nicht mehr dazu aufraffen konnte.
Vielleicht werde ich mich irgendwann nochmal an „Boston Nights“ versuchen (immerhin ist es der Schotte auf jeden Fall wert 😊), aber momentan macht das wohl eher weniger Sinn.

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