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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2025

Überleben oder Verzweifeln

Überleben ist alles
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Ich habe das Buch mit hohen Erwartungen begonnen, da die Idee spannend klang: Ein Survival-Guide geschrieben von einer 15-jährigen Mädchen, die zusammen mit ihrem kleinen Bruder von ihrem Vater in ein ...

Ich habe das Buch mit hohen Erwartungen begonnen, da die Idee spannend klang: Ein Survival-Guide geschrieben von einer 15-jährigen Mädchen, die zusammen mit ihrem kleinen Bruder von ihrem Vater in ein abgelegenes Versteck in Schottland entführt wird, um sich vor einer angeblichen Pandemie zu schützen. Der ungewöhnliche Stil, der Tagebuch- und Handbuch-Elemente kombiniert, war zunächst interessant, doch je weiter ich las, desto mehr fand ich ihn anstrengend. Die Handlung zieht sich, und es fällt schwer, eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Besonders die Protagonistin Haley wirkt stellenweise unglaubwürdig. Ihr innerer Konflikt zwischen der Zerrissenheit gegenüber ihren Eltern und der Unsicherheit über die wahre Bedrohung wird gut dargestellt, aber die übrigen Figuren bleiben flach. Der Thriller-Elemente bleiben schwach, und die Szenen, die als grausam und makaber gedacht sind, hinterließen bei mir eher ein unangenehmes Gefühl. Insgesamt ist das Buch zwar spannend, aber die ständige Wiederholung der Survival-Thematik und die langsame Handlung haben meinen Lesegenuss stark gemindert.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Ein packendes Abenteuer, das mehr verspricht

Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz
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"Im Auftrag der Fugger" hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Spannung und historischen Details echt mitgerissen. Die Geschichte spielt 1503 und erzählt von der jungen Diebin Afra und dem Fuggerboten ...

"Im Auftrag der Fugger" hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Spannung und historischen Details echt mitgerissen. Die Geschichte spielt 1503 und erzählt von der jungen Diebin Afra und dem Fuggerboten Herwart, die den verschollenen Burgunderschatz nach Augsburg bringen sollen. Auf ihrem Weg geraten sie ständig in Gefahr, vor allem wegen Zeno, einen gnadenlosen Widersacher aus Afras Vergangenheit.

Die Story ist spannend und die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Besonders Afra mit ihrer cleveren Art und Herwart, der sich vom mürrischen Einzelgänger zum echten Verbündeten entwickelt. Was mich aber gestört hat, ist, dass die Fugger eigentlich kaum eine Rolle spielen. Es hätte jeder reiche Auftraggeber sein können und der Titel weckt Erwartungen, die das Buch für mich nicht wirklich erfüllt. Trotzdem bleibt die Reise aufregend und voller unerwarteter Wendungen. Der historische Hintergrund ist gut eingearbeitet und wer Lust auf ein spannendes Abenteuer mit einem Hauch Geschichte hat, wird hier auf jeden Fall gut unterhalten. Ich würde auch eine Fortsetzung lesen aber mit dem Wissen, dass es wenig auf die namensgebende Handelsfamilie zu tun haben wird.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Ein Leben für die Musik und gegen die Grenzen der Zeit

Die Melodie der Lagune
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Harriet Constables Roman hat mich direkt ins Venedig des 18. Jahrhunderts gezogen, eine Stadt voller Musik, Glanz, aber auch harter Grenzen für Frauen. Im Mittelpunkt steht Anna Maria della Pietà, ...

Harriet Constables Roman hat mich direkt ins Venedig des 18. Jahrhunderts gezogen, eine Stadt voller Musik, Glanz, aber auch harter Grenzen für Frauen. Im Mittelpunkt steht Anna Maria della Pietà, ein Waisenkind mit außergewöhnlichem Geigentalent. Im Ospedale della Pietà wird sie gefördert, und niemand Geringerer als Antonio Vivaldi unterrichtet sie. Doch während er ihr viel beibringt, nutzt er ihr Talent auch für seine eigenen Zwecke. Anna will mehr, sie will die beste Geigerin und Komponistin ihrer Zeit werden, doch die Gesellschaft macht ihr einen Strich durch die Rechnung.

Die Mischung aus historischen Fakten und Fiktion funktioniert großartig. Ich konnte das Wasser in den Kanälen riechen, die Musik hören und Annas Leidenschaft spüren. Neben der Musik geht es auch um die Rolle der Frau und das Leben der Waisenkinder in dieser schillernden, aber harten Welt. Der Schreibstil ist lebendig, die Geschichte spannend und berührend. Und am Ende bleibt die Frage: Was wäre aus Anna geworden, wenn sie in einer anderen Zeit geboren wäre? Daher kann ich das Buch nur wärmstens weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Mehr Romance als Crime Detektive

Dark Cinderella
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"Dark Cinderella" spielt in einem glamourösen, aber geheimnisvollen skandinavischen Königshaus und klingt erstmal nach einer spannenden Mischung aus True Crime und Romance. Doch während Sofia eigentlich ...

"Dark Cinderella" spielt in einem glamourösen, aber geheimnisvollen skandinavischen Königshaus und klingt erstmal nach einer spannenden Mischung aus True Crime und Romance. Doch während Sofia eigentlich nur dort ist, um ihre verschwundene beste Freundin zu finden, geht es mit der Suche fast nur durch Zufall voran. Wirklich ermitteln tut sie kaum, und das frustriert mich total. Stattdessen dreht sich die Geschichte fast ausschließlich um ihre Beziehung zu Kronprinz Maximilian.

Zwar sind die beiden sympathisch, und die Lovestory entwickelt sich intensiv, aber genau das steht viel zu sehr im Mittelpunkt. Der True-Crime-Aspekt, der mich anfangs so gereizt hat, bleibt komplett auf der Strecke. Auch einige Charaktere wirken etwas zu perfekt oder handeln widersprüchlich.

Trotzdem bleibt der Roman spannend, vor allem durch den bildhaften Schreibstil und den gelungenen Perspektivwechsel. Das Ende lässt die Geschichte nochmal spannend werden und endet mit einem Cliffhanger. Nur deswegen bin ich neugierig auf den zweiten Teil, auch wenn Maximilian vermutlich weiterhin makellos bleibt und als perfekter Bookboyfriend alles für sie tun wird.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Nicht wirklich für Anfänger

52 wilde Fermente
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„52 wilde Fermente“ hat mich gleich zu Beginn fasziniert, besonders die Idee, jede Woche eine neue Wildpflanze zu entdecken und zu verarbeiten. Vor allem für mich als Wildkräuter Neuling habe ...

„52 wilde Fermente“ hat mich gleich zu Beginn fasziniert, besonders die Idee, jede Woche eine neue Wildpflanze zu entdecken und zu verarbeiten. Vor allem für mich als Wildkräuter Neuling habe ich erhofft eine neue Welt zu eröffnen. Das Buch startet auch sehr gut, mit einer klaren Einführung in die Fermentation und den gesundheitlichen Nutzen. Die saisonalen Rezeptideen, bieten wirklich eine tolle Abwechslung, von gängigen Pflanzen bis zu exotischen. Allerdings gibt es ein paar Haken. Die Pflanzen werden nicht direkt bei den Rezepten gezeigt, was die Identifikation erschwert, und zu einigen gibt es leider keine Warnhinweise zu giftigen Doppelgängern. Auch die restlichen Zutaten könnten das Ausprobieren schwierig machen. Insgesamt finde ich das Buch sehr informativ, aber es wäre hilfreich gewesen, wenn es mehr praktische Tipps für Einsteiger gegeben hätte.

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