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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2025

Leben, Liebe und Verrat

Verheiratete Frauen
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Anfangs hatte ich Mühe, in den Roman hineinzufinden, die Sprache wirkte schlicht und manche Szenen klischeehaft. Doch mit der Zeit haben mich die Figuren berührt, Gabriela, Silvia, Cosima und ...

Anfangs hatte ich Mühe, in den Roman hineinzufinden, die Sprache wirkte schlicht und manche Szenen klischeehaft. Doch mit der Zeit haben mich die Figuren berührt, Gabriela, Silvia, Cosima und Eugenia, vier Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen, verbunden durch Freundschaft, ihre Arbeit bei einer Frauenzeitschrift und das Gefühl, in ihren Ehen nicht wirklich gesehen zu werden. Es geht um Liebe, Verrat, Erwartungen, Sehnsucht und den Versuch, sich selbst treu zu bleiben. Was mich jedoch gestört hat, war die häufige Darstellung von Sexualität als scheinbar einziger Weg weiblicher Selbstbestimmung. Vieles erinnerte mich an eine Mischung aus "Desperate Housewives" und "Sex and the City", unterhaltsam, stellenweise tiefgründig, aber oft auch oberflächlich. Der Fokus auf Gabi und ihre Affäre zieht sich durch das ganze Buch und lässt wenig Raum für die anderen, teils spannenderen Geschichten. Trotzdem ist es ein lesenswerter Roman für alle, die Lust auf emotionale Geschichten mitten aus dem Leben haben.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Toller Auftakt

A City of Flames
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„A City of Flames“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Nara, eine starke und entschlossene Protagonistin, will Rache für ihren Vater, der von einem Drachen getötet wurde. Sie tritt den Venatoren ...

„A City of Flames“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Nara, eine starke und entschlossene Protagonistin, will Rache für ihren Vater, der von einem Drachen getötet wurde. Sie tritt den Venatoren bei, doch schnell merkt sie, dass die Dinge nicht so sind, wie sie gedacht hat. Die Geschichte ist spannend, mit viel Magie, Geheimnissen und echten Gefühlen. Nara ist nicht nur eine Kämpferin, sie macht Fehler und wächst an ihnen. Ihre Beziehungen zu den anderen Charakteren, besonders zu Lorcan und dem geheimnisvollen Darius, geben der Geschichte noch mehr Tiefe. Die Mischung aus Action, emotionalen Momenten und einer Prise Romantik passt einfach perfekt. Das Worldbuilding ist faszinierend und lässt die Welt lebendig und gefährlich wirken. Auch wenn es hier und da an ein paar Beschreibungen fehlt, hat mich das Buch trotzdem total gefesselt und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Die Kraft der Worte

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Ito Ogawas "Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen" erzählt eine leise, aber tief berührende Geschichte, die mich sowohl emotional als auch geistig angesprochen hat. Im Mittelpunkt steht Hatoko, ...

Ito Ogawas "Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen" erzählt eine leise, aber tief berührende Geschichte, die mich sowohl emotional als auch geistig angesprochen hat. Im Mittelpunkt steht Hatoko, die nach Jahren der Abwesenheit in das Schreibwarengeschäft ihrer verstorbenen Großmutter zurückkehrt. Dort übernimmt sie die Aufgabe, für ihre Kundinnen und Kunden Briefe zu verfassen – feinfühlige, persönliche Botschaften, die weit mehr sind als nur Worte auf Papier. In jeder Zeile taucht sie in die Gedankenwelt der Menschen ein, die sich ihr anvertrauen, und gleichzeitig beginnt ihre eigene Geschichte, sich nach und nach zu entfalten.

Besonders bewegend ist die Auseinandersetzung mit Hatokos schwieriger Beziehung zu ihrer Großmutter, die sie aufgezogen hat. Die Erzählweise ist still und intensiv, fast poetisch, und im Laufe des Buches gewinnt die Großmutter eine neue, unerwartete Bedeutung. Hatoko blickt auf ihre Vergangenheit zurück, lernt, loszulassen und ihre Geschichte anzunehmen. Japanische Traditionen, die Kunst der Kalligrafie und die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Zuhören fließen dabei auf subtile Weise in die Erzählung ein.

Dieses Buch ist kein lauter Roman, sondern eine sanfte Einladung zum Innehalten, ein stiller Begleiter für jene, die nach etwas Wahrem suchen.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Überleben oder Verzweifeln

Überleben ist alles
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Ich habe das Buch mit hohen Erwartungen begonnen, da die Idee spannend klang: Ein Survival-Guide geschrieben von einer 15-jährigen Mädchen, die zusammen mit ihrem kleinen Bruder von ihrem Vater in ein ...

Ich habe das Buch mit hohen Erwartungen begonnen, da die Idee spannend klang: Ein Survival-Guide geschrieben von einer 15-jährigen Mädchen, die zusammen mit ihrem kleinen Bruder von ihrem Vater in ein abgelegenes Versteck in Schottland entführt wird, um sich vor einer angeblichen Pandemie zu schützen. Der ungewöhnliche Stil, der Tagebuch- und Handbuch-Elemente kombiniert, war zunächst interessant, doch je weiter ich las, desto mehr fand ich ihn anstrengend. Die Handlung zieht sich, und es fällt schwer, eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Besonders die Protagonistin Haley wirkt stellenweise unglaubwürdig. Ihr innerer Konflikt zwischen der Zerrissenheit gegenüber ihren Eltern und der Unsicherheit über die wahre Bedrohung wird gut dargestellt, aber die übrigen Figuren bleiben flach. Der Thriller-Elemente bleiben schwach, und die Szenen, die als grausam und makaber gedacht sind, hinterließen bei mir eher ein unangenehmes Gefühl. Insgesamt ist das Buch zwar spannend, aber die ständige Wiederholung der Survival-Thematik und die langsame Handlung haben meinen Lesegenuss stark gemindert.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Ein packendes Abenteuer, das mehr verspricht

Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz
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"Im Auftrag der Fugger" hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Spannung und historischen Details echt mitgerissen. Die Geschichte spielt 1503 und erzählt von der jungen Diebin Afra und dem Fuggerboten ...

"Im Auftrag der Fugger" hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Spannung und historischen Details echt mitgerissen. Die Geschichte spielt 1503 und erzählt von der jungen Diebin Afra und dem Fuggerboten Herwart, die den verschollenen Burgunderschatz nach Augsburg bringen sollen. Auf ihrem Weg geraten sie ständig in Gefahr, vor allem wegen Zeno, einen gnadenlosen Widersacher aus Afras Vergangenheit.

Die Story ist spannend und die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Besonders Afra mit ihrer cleveren Art und Herwart, der sich vom mürrischen Einzelgänger zum echten Verbündeten entwickelt. Was mich aber gestört hat, ist, dass die Fugger eigentlich kaum eine Rolle spielen. Es hätte jeder reiche Auftraggeber sein können und der Titel weckt Erwartungen, die das Buch für mich nicht wirklich erfüllt. Trotzdem bleibt die Reise aufregend und voller unerwarteter Wendungen. Der historische Hintergrund ist gut eingearbeitet und wer Lust auf ein spannendes Abenteuer mit einem Hauch Geschichte hat, wird hier auf jeden Fall gut unterhalten. Ich würde auch eine Fortsetzung lesen aber mit dem Wissen, dass es wenig auf die namensgebende Handelsfamilie zu tun haben wird.

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