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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2023

Spannender Reihenauftakt

Schwarzvogel
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Frida Skybäck's Buch "Schwarzvogel" hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Protagonistin Fredrika Storm kehrt in ihre Heimat zurück und wird sofort in ein Ermittlerteam mit dem schrulligen ...

Frida Skybäck's Buch "Schwarzvogel" hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Protagonistin Fredrika Storm kehrt in ihre Heimat zurück und wird sofort in ein Ermittlerteam mit dem schrulligen Kollegen Henry Calment gesteckt, der an Sherlock Holmes erinnert und für viele Lacher sorgt. Das Duo bildet ein tolles Team, obwohl der Kriminalfall, bei dem Fredrikas Großmutter Augenzeugin eines vermeintlichen Unfalls ist, etwas unrealistisch wirkt.

Trotzdem bietet der Krimi Spannung und Unterhaltung. Der detailreiche Schreibstil vermittelt die nordische Atmosphäre, und die kurzen Kapitel ziehen einen in den Bann. Das Setting in Schweden ist malerisch und gut beschrieben. Die Hauptfigur Fredrika kann jedoch anstrengend sein, da sie sich oft rücksichtslos verhält. Dennoch war der Krimi insgesamt ansprechend, besonders für Fans nordischer Krimis mit vielen Verdachtsmomenten und Verwicklungen.

Der Reihenauftakt verspricht weitere interessante Fälle mit Fredrika und Henry und erhält daher 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.08.2023

Fesselnder Vampirroman mit Historischem Flair

Die Schwarze Königin I
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Die schwarze Königin von Markus Heitz ist ein fesselnder Fantasyroman, der zwei Handlungsstränge geschickt miteinander verwebt: Eine Reise in die Vergangenheit um das Jahr 1400, in der Königin ...

Die schwarze Königin von Markus Heitz ist ein fesselnder Fantasyroman, der zwei Handlungsstränge geschickt miteinander verwebt: Eine Reise in die Vergangenheit um das Jahr 1400, in der Königin Barbara von Cilli und Vlad II. aufeinandertreffen und sich in einen Kampf gegen Vampire stürzen. Parallel dazu begleiten wir Len auf einer Busreise in der Gegenwart, die unerwartet von Vampiren gestört wird. Das Buch besticht nicht nur durch sein beeindruckendes Cover, sondern auch durch einen gut geschriebenen Klappentext, der die Neugier weckt.

Die Charakterentwicklung ist hier besonders gelungen. Len zeigt im Laufe der Geschichte eine beeindruckende Entwicklung, während Barbara als die schwarze Königin eine kluge und starke Figur in einem mittelalterlichen Setting ist. Die beiden Handlungsstränge bieten eine spannende Abwechslung, wobei die Geschichte von Barbara und Vlad besonders fesselnd ist. Markus Heitz's Schreibstil ist packend, kurzweilig und flüssig, was das Lesen zum Vergnügen macht.

Zusätzlich beeindruckt die Vielfalt der paranormalen Wesen, die im Buch auftauchen, und die gelungene Integration historischer Elemente und Figuren. Ein kleiner Glossar am Anfang hilft, die historischen Bezüge zu verstehen. Das düstere Cover spiegelt die Atmosphäre des Romans gut wider und verspricht nicht zu viel. Insgesamt ein gelungener Vampirroman, der nicht nur Vampirfans begeistern wird. Ich freue mich auf eine mögliche Fortsetzung, da einige Fragen noch offen sind. Klare Leseempfehlung für alle, die historische Settings und spannende Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Seichtes Regency-Leseerlebnis

Die Davenports – Liebe und andere Vorfälle
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"Die Davenports" schildert die Geschichten von vier kühnen schwarzen Frauen im Chicago des Jahres 1910: Olivia, Helen, Ruby und Amy-Rose trotzen den rassistischen Gesellschaftsnormen und folgen ...

"Die Davenports" schildert die Geschichten von vier kühnen schwarzen Frauen im Chicago des Jahres 1910: Olivia, Helen, Ruby und Amy-Rose trotzen den rassistischen Gesellschaftsnormen und folgen unbeirrt ihrem eigenen Pfad. Olivia verliebt sich in einen Aktivisten, der sie für Politik und die Rechte schwarzer Menschen entflammt. Helen träumt von Autos und Technik, fernab der traditionellen Damenpflichten. Während Ruby zwischen eigenen Wünschen und familiären Erwartungen ringt, strebt Hausmädchen Amy-Rose nach der Eröffnung ihres eigenen Schönheitssalons.

Das Buch widmet sich den individuellen Wünschen und Herausforderungen dieser Frauen und beleuchtet essentielle Themen wie Rassismus, Geschlechterrollen und Klassenunterschiede. Die Erzählung erfolgt aus den Perspektiven der vier Frauen, was faszinierende Einblicke in ihre Gedanken und Entwicklungen ermöglicht. Der Schreibstil fließt mühelos, wobei die ersten Kapitel besonders mitreißend sind. Dennoch empfand ich den zweiten Teil des Romans als etwas schleppend und durchzogen von stereotypen Elementen. Die Entscheidungen der Protagonistinnen wirken oft schwer nachvollziehbar und typisch für Regency Romane.

Die wechselnden Perspektiven gestalten den Einstieg herausfordernd, verleihen dem Buch jedoch auch eine gewisse Tiefe. Dennoch bleibt die Darstellung oft zu oberflächlich, und eine intensivere Entwicklung der Charaktere hätte das Werk bereichern können. Das unerwartet offene Ende wirkt leicht abrupt. Insgesamt bietet "Die Davenports" eine angenehme, leichte Sommerlektüre. Diese Geschichte ist zwar lesenswert, neigt jedoch eher zur Unterhaltung eines jüngeren Publikums, und vermittelt ein seichtes, dennoch ansprechendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Faszinierendes Paris der Belle Époque

Die Erfindung des Lächelns
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"Die Erfindung des Lächelns" ist ein packender historischer Roman, der in das Paris des 20. Jahrhunderts eintaucht und die französische Kunstszene lebendig aufzeigt. Authentische Charaktere und ...

"Die Erfindung des Lächelns" ist ein packender historischer Roman, der in das Paris des 20. Jahrhunderts eintaucht und die französische Kunstszene lebendig aufzeigt. Authentische Charaktere und sorgfältig recherchierte Details verleihen dem Buch Tiefe. Dennoch wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Der Klappentext versprach eine atmosphärische und rasante Verbrecherjagd, während die Handlung eher ruhig und informativ verläuft. Die Suche nach der verschwundenen Mona Lisa führt durch das lebendige Paris der Belle Époque, beleuchtet die Künstlerszene und bietet viele Facetten. Doch die Vielzahl der Charaktere lässt die Geschichte stellenweise unruhig wirken. Empfehlenswert für Fans klassischer Detektivgeschichten und Kunstinteressierte. Besonders beeindruckend fand ich die meisterhafte Beschreibung des Belle-Époque-Paris im Erzählstil. Allerdings konnte mich die Story insgesamt nicht vollständig fesseln, daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.


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Veröffentlicht am 06.08.2023

Starke Frauen im Wandel der Zeit

Marschlande
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In diesem bewegenden Roman entführt uns die Autorin Jarka Kubsova in die unberührte Schönheit der Hamburger Marschlande vor rund 500 Jahren und verknüpft gekonnt die Geschichten zweier Frauen. Die emsige ...

In diesem bewegenden Roman entführt uns die Autorin Jarka Kubsova in die unberührte Schönheit der Hamburger Marschlande vor rund 500 Jahren und verknüpft gekonnt die Geschichten zweier Frauen. Die emsige Bäuerin Abelke Bleken, die mutig für ihr selbstbestimmtes Leben kämpft und dennoch Opfer von Ungerechtigkeit und Verleumdung wird. Und die moderne Geografin Britta Stoever, die nach ihrem Umzug in die gleiche Region auf die Spuren von Abelke stößt und erschreckende Parallelen zu ihrem eigenen Leben entdeckt. Kubsovas Schreibstil bezaubert mit bildhaften Beschreibungen der malerischen Deichlandschaft und bringt uns die Gefühle und Herausforderungen beider Frauen nahe. Die Geschichte regt zum Nachdenken über die Rolle starker, unangepasster Frauen damals und heute an. Kubsova verwebt geschickt historische Fakten mit fesselnden Handlungssträngen, die den Leser in den Bann ziehen. Ein Buch, das unter die Haut geht und noch lange nachwirkt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für fesselnde Geschichten mit historischem Hintergrund interessieren und nachdenkliche, starke Frauenporträts schätzen.

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