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Veröffentlicht am 12.11.2016

Großartiger zweiter Band!

Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot
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Vor zwei Wochen ist Scarlets Großmutter Michelle Benoit spurlos verschwunden. Mittlerweile hat auch die Polizei die Suche eingestellt, doch Scarlet denkt nicht ans Aufgeben, denn ihre Großmutter ist alles ...

Vor zwei Wochen ist Scarlets Großmutter Michelle Benoit spurlos verschwunden. Mittlerweile hat auch die Polizei die Suche eingestellt, doch Scarlet denkt nicht ans Aufgeben, denn ihre Großmutter ist alles an Familie was sie noch hat.
Als Scar auf den Straßenkämpfer Wolf trifft und dieser Informationen über die Entführung zu haben scheint, begeben sich die beiden gemeinsam auf eine gefährliche Suche..

Zwischen dem großen Finale von "Wie Monde so silbern" und dem Beginn von "Wie Blut so rot" liegen ungefähr zwei Wochen und auch in Rieux, einer kleinen Stadt in Südfrankreich und Scarlets Heimatort gibt es kein anderes Thema als die Geschehnisse in Neu-Peking.

Scarlet aber hat ganz andere Sorgen, denn vor zwei Wochen ist ihre Grand-mére Michelle spurlos verschwunden und Scar ist fest davon überzeugt, dass sie entführt wurde. Mit ihrer aufbrausenden Art brachte sich Scarlet im Laufe der Handlung mehr als nur einmal in Gefahr, doch der Antrieb dahinter ist von sehr gutmütiger Natur, denn sie steht für andere Leute ein und die fast aussichtslose Suche nach ihrer Großmutter beweist, dass sie keine Unannehmlichkeiten scheut um denen zu helfen, die ihr am Herzen liegen.

Mit von der Partie ist der geheimnisvolle Straßenkämpfer Wolf, der schon auf dem ersten Blick einen Narren an Scarlet gefressen hat. Bei der Liebesgeschichte bin ich etwas zwiegespalten, denn einerseits fand ich Wolf und Scarlet richtig süß zusammen und man merkt auch wie die Funken sprühen, aber andererseits ging es mir eindeutig zu schnell, da die beiden sich nicht lange kennen und überhaupt nichts über den anderen wissen.

Zu meiner Überraschung stand aber nicht nur die Geschichte von Scarlet und Wolf, sondern auch die von Cinder sehr im Vordergrund. Dadurch, dass der Klappentext nichts von Cinder verrät, habe ich angenommen, dass man nichts beziehungsweise nur wenig von ihr erfährt, aber umso überraschter war ich, als Cinder schon früh wieder auftaucht. Am Anfang war ich davon gar nicht so begeistert, weil ich Scarlet sehr sympathisch fand und lieber ihre Geschichte hören wollte, als die von Cinder, aber im Laufe der Handlung ist es Marissa Meyer gelungen ein ausgewogenes Verhältnis der Sichten zu schaffen.
Und so im Nachhinein muss ich auch sagen, dass gerade am Anfang die Geschichte von Cinder spannender war, während bei Scarlet noch nicht so viel passiert ist. Durch die Sichtwechsel ist es dazu gekommen, dass während des gesamten Buches eine große Spannung vorhanden und der Drang weiterzulesen sehr groß war.

Außerdem gelingt es der Autorin gekonnt zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Geschichten zu erzählen, die trotzdem miteinander zusammenhängen. Mit jeder Seite erkennt man immer mehr den Zusammenhang und ist am Ende total begeistert wie Marissa Meyer es geschafft hat die Stränge auch noch zusammenzuführen.

Schon im ersten Band war ich begeistert davon wie Marissa Meyer es schafft die Märchenelemente so dezent einfließen zu lassen, dass es kein Abklatsch von dem Originalmärchen ist, sondern nur eine kleiner Verweis in einer eigenen Geschichte. Auch im zweiten Band ist ihr das wieder richtig gut gelungen, so war es beispielsweise Scarlets rote Kapuzenjacke, die an das Märchen "Rotkäppchen" erinnert und natürlich der Name Wolf.

Fazit:
Auch der zweite Band von Marissa Meyer's Lunar Chroniken konnte mich fesseln und begeistern! Ihre beiden Protagonistinnen Scarlet und Cinder sind sehr verschieden und doch haben sie eines gemeinsam: Sie sind beide starke Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen.
Neben den alten Gesichtern lernte man aber auch neue Charaktere wie Carswell Thorne kennen, ein sehr humorvoller, leicht auf den Schlauch stehender Mithäftling von Cinder, der sich als guter Fluchtgefährte erweist und mich oft zum Lachen gebracht hat.
Mein persönliches Highlight waren aber immer noch die kleinen Märchenverweise, die Marissa Meyer in "Wie Blut so rot" gekonnt in ihre spannende Geschichte integriert! Das Buch war leider viel zu schnell vorbei und ich freue mich definitiv auf den dritten Band!

Veröffentlicht am 12.11.2016

Spannender Auftakt

Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
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Es war einmal die Mechanikerin Linh Cinder, die an ihrem Marktstand in Neu Peking auf Kunden wartet und plötzlich dem Prinzen des Asiatischen Staatenbundes - Prinz Kai - gegenübersteht. Cinder soll einen ...

Es war einmal die Mechanikerin Linh Cinder, die an ihrem Marktstand in Neu Peking auf Kunden wartet und plötzlich dem Prinzen des Asiatischen Staatenbundes - Prinz Kai - gegenübersteht. Cinder soll einen seiner königlichen Androiden reparieren, der nicht mehr angeht und sehr wichtige Daten enthält.
Dieser Auftrag gerät ein wenig in Vergessenheit, als Cinders Stiefschwester Peony an der blauen Pest erkrankt, einer Krankheit für die es keine Heilung gibt.

Das wohl faszinierenste in "Wie Monde so silbern" ist die Mischung aus dem bekannten Märchen Cinderella und der hochmodernen Welt, in der die Geschichte spielt.
Marissa Meyer webt nur wenige, aber dennoch markante Details aus dem Märchen in die Geschichte ein, baut aber gleichzeitig eine völlig neue und eigenständige Welt auf, die mir sehr gut gefallen hat!

Cinder lebt wie im Märchen bei einer bösen Stiefmutter - Adri - und zwei Stiefschwestern - Peony und Pearl. Während Pearl aber den Part der bösen Stiefschwester einnimmt, hat Cinder zu der vierzehnjährigen Peony ein sehr gutes Verhältnis. Umso getroffener ist sie, als ihre geliebte Schwester an der blauen Pest, einer unheilbaren Krankheit erkrankt.

Wenn ich an Märchen denke, dann nehme ich unweigerlich an, dass sie in Europa spielen. "Wie Monde so silbern" spielt allerdings in Asien und in einer hochmodernen Welt, in der es Androiden gibt, die im Haushalt helfen und Cyborgs - halb Mensch, halb Maschine. Auch Cinder ist ein solcher Cyborg. Sie besitzt neben einer künstlichen Hand und einem künstlichen Fuß, eine Cyborg-Programmierung, die ihr beispielsweise anzeigt, wenn sie jemand anlügt.

Neben ganz normalen Menschen, den Androiden und den Cyborg gibt es dann auch noch die Lunarier, die Menschen, die auf dem Mond leben und im Laufe der Jahre eine Magie entwickelt haben, mit der sie andere manipulieren können. Schon lange versuchen die Staaten der Erde einen Friedensvertrag mit den Lunariern zu schließen, die der Erde immer wieder mit Krieg drohen.

Mit Cinder als Protagonistin bin ich schnell warm geworden, denn sie ist ein sehr freundlicher Mensch und durch ihre leichte Unsicherheit sehr liebenswert. Es ist für sie nicht leicht als Cyborg zu leben, denn die Menschen reden oft abfällig über Cyborgs und nehmen sie nicht als gleichgestellte Mitmenschen wahr. So versucht sie oft ihre "Andersartigkeit" zu verbergen. Mit ihrer Stiefmutter hat sie es auch nicht immer leicht, denn Adri macht sie oft runter und lässt Cinder arbeiten, während sie das Geld ausgibt. Trotzdem ist Cinder nicht allzu verbittert und im Inneren ein netter Mensch geblieben, was mich positiv überrascht hat!

Fazit:
In "Wie Monde so Silbern" lernt man eine völlig faszinierende Mischung aus einer futuristischen Welt und einem altbekannten Märchen kennen, in dem nichts mehr so ist, wie man es kennt. Doch das ist überhaupt nicht schlimm, denn Marissa Meyer erzählt eine fesselnde Geschichte, die einen nicht mehr loslässt!
Die liebenswerte Protagonistin Cinder war für mich das Highlight des ganzen Buches, weil ich sie von Anfang an gemocht habe und einfach mit ihr mitgefiebert habe!
Das Ende der Geschichte ist relativ offen geblieben, sodass ich mich schon auf die Fortsetzung freue und hoffe, dass man im zweiten Band auch etwas über Cinders Schicksal erfahren wird.

Veröffentlicht am 12.11.2016

Fantastischer Abschluss!

Die Luna-Chroniken 4: Wie Schnee so weiß
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Prinzessin Winter wird von dem lunarischen Volk nicht nur für ihr sanftes Wesen geliebt, auch für ihre Schönheit, die sogar die ihrer Stiefmutter Levana, der Königin von Luna übertrifft, wird sie bewundert. ...

Prinzessin Winter wird von dem lunarischen Volk nicht nur für ihr sanftes Wesen geliebt, auch für ihre Schönheit, die sogar die ihrer Stiefmutter Levana, der Königin von Luna übertrifft, wird sie bewundert. Levana ist diese Beliebtheit ein Dorn im Auge, sodass Winter kein leichtes Leben unter ihrer bösen Stiefmutter hat...

"Wie Schnee so weiß" ist der vierte und finale Band von Marissa Meyers Luna Chroniken. Neben den bekannten Erzählperspektiven von Cinder und Kai, Scarlet und Wolf, Cress und Thorne, kamen nun auch die von Winter und Jacin hinzu. Normalerweise mag ich häufige Sichtwechsel nicht so gerne, aber in diesem Buch hat es mir richtig Spaß gemacht, immer aus wechselnden Perspektive zu lesen und die Charaktere besser kennenzulernen!

Mit Winter und Jacin sind zwei sehr interessante Charaktere hinzugekommen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass sie dem Leser einen Einblick in das Leben auf Luna und unter Levana gegeben haben und besonders auf Winter war ich sehr neugierig. Sie leidet unter der Luna Krankheit, weil sie sich seit Jahren weigert ihre angeborene Gabe zu benutzen und deshalb von Visionen geplagt und langsam verrückt wird.
Aber auch das Wiedersehen mit den anderen Charakteren hat mir viel Freude bereitet, weil sie mir mittlerweile alle echt ans Herz gewachsen sind - besonders Cress und Thorne, die einfach mein Lieblingspaar sind, auch wenn die Entscheidung wirklich schwer fällt, weil mir alle Paare so gut gefallen!

Winters Geschichte ist an Schneewittchen angelehnt. Schon in den vorherigen Büchern konnte mich Marissa Meyer damit begeistern, wie sie bekannte Märchenelemente in ihre eigene Geschichte einbaut. Und auch in "Wie Schnee so weiß" ist ihr das wieder richtig gut gelungen!

Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass es Marissa Meyer gelingen wird, die Spannung über achthundert Seiten aufrecht zu erhalten. Aber als ich das Buch dann begonnen habe, wurde ich eines besseren belehrt! Dass die Gruppe um Cinder nie wirklich zusammen war und sich eigentlich immer jemand in einer gefährlichen Situation befunden hat, sorgte dafür, dass es nie langweilig wurde!
Cinders Ziel ist es Luna von ihrer grausamen Königin Levana zu befreien und als Prinzessin Selene ihren rechtmäßigen Platz auf dem Thron einzunehmen. Mir hat es gut gefallen, dass Marissa Meyer es ihren Charakteren nicht zu leicht gemacht hat, dieses Ziel zu erreichen. Ihnen wurden viele Steine in den Weg gelegt und sie mussten viele Hindernisse überwinden, auch das hat dazu beigetragen, dass die Geschichte spannend geblieben ist. Das Ende konnte mich dann nochmal richtig überraschen und insgesamt bin ich wunschlos glücklich mit diesem Abschluss!

Fazit:
Mit "Wie Schnee so weiß" hat Marissa Meyer ihren Luna Chroniken einen fantastischen Abschluss gegeben! Bevor ich das Buch begonnen habe, war ich skeptisch, ob es der Autorin gelingen wird, die Spannung über mehr als achthundert Seiten aufrecht zu erhalten, doch das Buch konnte mich überraschen, denn langweilig wurde es überhaupt nicht! Es hat mir so viel Spaß gemacht die bereits bekannten Charaktere wiederzusehen, aber auch neue Charaktere kennenzulernen.
Ich glaube, einen besseren Abschluss hätte Marissa Meyer nicht schreiben können - fünf Kleeblätter!

Veröffentlicht am 12.11.2016

Berührend!

Love and Confess
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Auburn kehrt fünf Jahre, nachdem sie ihre große Liebe Adam verloren hat, nach Dallas zurück.
Als sie gerade auf der Suche nach einen Job ist, öffnet sich unverhofft eine Tür und sie begegnet Owen, der ...

Auburn kehrt fünf Jahre, nachdem sie ihre große Liebe Adam verloren hat, nach Dallas zurück.
Als sie gerade auf der Suche nach einen Job ist, öffnet sich unverhofft eine Tür und sie begegnet Owen, der dringend eine Assistentin braucht...

"Love and Confess" ist ein Einzelband von Colleen Hoover, der abwechselnd aus der Sicht von Auburn Reed und Owen Gentry erzählt wird.
Beide waren mir von der ersten Seite an super sympathisch, denn auch wenn das Leben nicht immer nur gut zu ihnen war, sind sie zwei sehr liebenwerte und gute Menschen geworden.

Confess ist das englische Wort für gestehen - und von Geständnissen wimmelt ist in diesem Buch!
Colleen Hoover erklärt im Vorwort, dass jedes Geständnis, das in "Love and Confess" vorkommt, echt ist und ihr von einem realen Menschen zugesendet wurde. Das hat mich richtig neugierig gemacht, aber die Umsetzung konnte mich wirklich begeistern!

Owen ist ein Maler, der die Inspiration für seine Bilder in Geständnissen findet, die ihm anonym zugeschickt werden. Diese Bilder werden im Buch nicht nur beschrieben, denn Colleen Hoover hat sich einen Künstler gesucht, der Owens Bilder illustriert und einen sehr guten gefunden! Die Bilder sind im Buch abgebildet und ich fand es fantastisch, das Geständnis, dann die Beschreibung der Bilder zu lesen und dann noch das Bild zu entdecken, welches Colleen Hoovers Vorstellungen entspricht. Die Idee ist einfach nur genial und die Umsetzung richtig gut gelungen!

Die Geschichte konnte mich auch überraschen, denn sie war doch anders, als ich erwartet habe.
Auburn und Owen lernen sich kennen und fühlen sich eigentlich sofort zueinander hingezogen, was ich übrigens total gut nachvollziehen konnte. Doch dann wurde alles anders, es gab Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe, was der Geschichte richtig Spannung verliehen hat.
Die Liebesgeschichte an sich, fand ich einfach wunderschön! Auburn und Owen sind zwei tolle Charaktere und als Liebespaar einfach nur süß. Aber nicht klebrig süß, denn alles hat gepasst!

Auch zwischen den beiden spielte das Thema Geständnisse eine tragende Rolle, der Titel war also Programm! Und mir hat es gut gefallen, wie Colleen Hoover so viele unterschiedliche Geständnisse passend in die Geschichte eingebaut hat!

Fazit:
Mit "Love and Confess" hat Colleen Hoover ein Buch geschrieben, das mich berühren konnte, mich zum Lachen und Weinen gebracht hat und mich einfach von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte! Mit Owen und Auburn hat Hoover zwei liebenswerte Protagonisten geschaffen, deren Liebesgeschichte mir total gut gefallen hat. Auch die Einarbeitung der Geständnisse fand ich einfach nur gelungen. Kurz und knapp: Fünf Kleeblätter, denn das Buch ist einfach nur toll!

Veröffentlicht am 12.11.2016

Guter Auftakt!

Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
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Dank dem Wunsch ihrer Mutter nach einem Neuanfang, zieht Katy aus dem sonnigen Florida in eine Kleinstadt nach West Virginia, in der es nicht mal einen Supermarkt, geschweige denn einen Buchladen gibt. ...

Dank dem Wunsch ihrer Mutter nach einem Neuanfang, zieht Katy aus dem sonnigen Florida in eine Kleinstadt nach West Virginia, in der es nicht mal einen Supermarkt, geschweige denn einen Buchladen gibt. Für die passionierte Buchbloggerin Katy die Hölle. Doch viel Zeit für ihre Bücher soll sie sowieso nicht bekommen, denn gleich am dritten Tag in Ketterman begegnet sie ihren neuen Nachbarn, den Zwillingen Dee und Daemon. Während sie mit Dee schnell Freundschaft schließen kann, scheint deren Bruder sie jedoch abgrundtief zu hassen..

"Obsidian" ist im Moment ja wirklich in aller Munde und so führte auch für mich kein Weg an diesem Buch vorbei. Gut so, denn ich singe zwar keine Lobeshymnen, aber ich habe es trotzdem sehr gerne gelesen.
Jennifer L. Armentrout erzählt ihre Geschichte aus der Sicht von Katy, die mir schon sympathisch war, als ich im Klappentext erfahren habe, dass sie eine Buchbloggerin ist! Im Buch selbst hat das vielleicht keine große Rolle gespielt, aber trotzdem eine sehr schöne Eigenschaft! Katy selbst ist mir aber auch so schnell ans Herz gewachsen, denn sie ist ein Mensch, der nicht auf den Mund gefallen ist und einfach sehr herzlich und liebenswert ist.

Es gab aber auch etwas, dass mich an Katy sehr genervt hat: Sie konnte sich einfach nicht eingestehen, dass sie Hals über Kopf in Daemon verliebt ist und war immer groß in der Betonung, dass sie ihn abgrundtief hasst. Kein Wunder, denn Daemon ist mal heiß, mal kalt. Mal ist er der perfekte Gentleman und dann stellt er sie wieder vor der gesamten Schule bloß. Ich konnte gerade am Anfang verstehen, dass sie es nicht wahrhaben wollte, aber mit der Zeit hat sie so offensichtlich Gefühle für ihn entwickelt, dass es einfach nervig war, nocheinmal zu lesen wie sehr sie ihn hasst.

Mein zweiter großer Kritikpunkt ist, dass ich ungefähr die Hälfte des Buches gedacht habe: Hey, dass hast du doch schon mal gelesen. "Twilight". Situationen, die so ähnlich waren, aber auch die Atmosphäre hat mich irgendwie an die Bücher von Stephenie Meyer erinnert. Ich weiß, dass man in jedem Buch einen Vergleich zu Twilight finden kann, wenn man danach sucht, aber in "Obsidian" hat mich die Ähnlichkeit förmlich angesprungen.

Aber Jennifer L. Armentrout hat trotzdem ein eigenständiges Buch geschaffen, das mir sogar sehr gut gefallen hat. Denn es waren zwar Ähnlichkeiten vorhanden, aber die Geschichte war trotzdem nicht die gleiche. Katy merkt schon schnell, dass an Daemon und Dee irgendetwas komisch ist. Die Menschen in der Stadt meiden die Geschwister und wenn Katy nicht alles täuscht, dann ist doch eben ein Arm von Dee verschwunden..
Schnell stand für mich fest, dass Daemon und Dee nicht menschlich sind. Aber was zum Teufel sind sie? Die Auflösung war überraschend und nach der ersten Abneigung oder eher Schock meinerseits, fand ich die Idee einfach großartig und ich bin gespannt, was die Autorin da noch rausholen kann. Sehr viel meiner Meinung nach, weil die Idee neu und noch nicht so verbraucht ist.

Fazit:
Wenn ich von der "Twilight" Ähnlichkeit absehe, dann hat "Obsidian - Schattendunkel" mir sehr gut gefallen. Mit Katy, Dee und Daemon hat Jennifer L. Armentrout ganz unterschiedliche, aber sehr sympathische Charaktere geschaffen, die mich durch ihr Verhalten manchmal echt zur Weißglut gebracht haben, aber die ich trotzdem sehr mag. Und auch ihre Idee was für Wesen Dee und Daemon sind hat mir gut gefallen.
Es gibt viele offene Fragen und meiner Meinung nach viel Potenzial für einen noch besseren zweiten Band, weswegen ich vier Kleeblätter vergebe.