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Chianti

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Geschichte wird sogar noch runder, einfach eine meiner liebesten Reihen!

Liebe geht durch alle Zeiten (1). Rubinrot
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Sechzehn Jahre lang wurde Gwendolyns Cousine Charlotte darauf vorbereitet, eines Tages in die Vergangenheit springen zu können, doch es ist dann nicht Charlotte, die das Zeitreise-Gen geerbt hat, sondern ...

Sechzehn Jahre lang wurde Gwendolyns Cousine Charlotte darauf vorbereitet, eines Tages in die Vergangenheit springen zu können, doch es ist dann nicht Charlotte, die das Zeitreise-Gen geerbt hat, sondern Gwendolyn, die nun völlig unvorbereitet damit klarkommen muss, dass ihr Leben nie mehr so sein wird, wie es einmal war.
Mit Gideon de Villiers wird ihr ein anderer Zeitreisende an die Seite gestellt, der davon gar nicht begeistert ist. Aber auch wenn Gideon Gwendolyn gerne bevormundet, so kann sie nichts dagegen unternehmen, dass ihr Herz in seiner Gegenwart schneller schlägt.

"Rubinrot" von Kerstin Gier ist der erste Band der Edelstein-Trilogie, der aus der Ich-Perspektive der sechzehn Jahre alten Gwendolyn Shepherd erzählt wird.
Der Prolog und Epilog werden aus der personalen Perspektive von Paul de Villiers erzählt.

Die Edelstein-Trilogie zählt seit ihrem Erscheinen zu meinen liebsten Reihen, da habe ich mich riesig auf die überarbeiteten Neuausgaben gefreut!
Ich habe tatsächlich während des Lesens auch parallel den ersten Band der ursprünglichen Ausgabe quergelesen, weil ich den ersten Band einfach schon so oft gelesen habe, dass ich oft gemerkt habe, wenn was verändert wurde und ich überprüfen wollte, ob ich recht hatte.
Ich finde, die Geschichte ist sogar noch ein wenig runder geworden, es gab mehr Umschreibungen und mir hat es gut gefallen, dass besonders die Dialoge in Gwendolyns Schule umgeschrieben wurde, sodass die nicht mehr ganz so platt sind.
Nur damit, dass das Gedicht umgeschrieben wurde, bin ich nicht ganz glücklich, aber ansonsten war das Bonusmaterial wirklich toll und ich mochte auch das Kapitel, das aus Gideons Perspektive geschrieben war!

Die Geschichte kann mich auch gut fünfzehn Jahre nachdem ich sie zum ersten Mal gelesen habe, noch begeistern!
Ich liebe Gwendolyn, auch wenn sie mir mittlerweile auch etwas naiv und kindisch ist, ich bin mittlerweile wahrscheinlich einfach zu alt für Protagonistinnen, die unter zwanzig sind. Aber hier stört es mich komischerweise nicht so sehr wie in anderen Büchern, einfach weil die Edelstein-Trilogie einer meiner absoluten Lieblingsreihen ist und sich daran auch nie was ändern wird!

Auch das Zeitreise-Thema und die geheimen Loge des Grafen von Saint Germain haben mir wieder richtig gut gefallen, ebenso Gwendolyns Familie. Auch der Humor von Kerstin Gier war wie immer ein Highlight und ich bin froh, dass ich die Neuauflage von "Saphirblau" hier schon bereitliegen habe, denn die Geschichte hat mich wieder so sehr mitgerissen, dass ich direkt weiterlesen werde!

Fazit:
Auch die Neuauflage von "Rubinrot" von Kerstin Gier hat mir richtig gut gefallen!
Durch die Änderungen ist die Geschichte in meinen Augen sogar noch runder geworden und ich habe die Zeit mit Gwendolyn und Gideon einfach wieder sehr genossen!
Ich liebe ihre Geschichte und werde sie immer zu meinen liebsten Reihen zählen!
Das neue Material war deshalb wirklich spannend. Für mich wie immer ein Highlight, ich vergebe fünf Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Mega spannender Auftakt der Götterlicht-Saga!

To Tempt a God
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Ein Mal im Jahr werden Menschen ausgewählt, die in Silver City leben, um in Auktionshäusern an Götter und Göttinnen versteigert zu werden, denen sie abschließend als Valets dienen werden.
Ihr Leben lang ...

Ein Mal im Jahr werden Menschen ausgewählt, die in Silver City leben, um in Auktionshäusern an Götter und Göttinnen versteigert zu werden, denen sie abschließend als Valets dienen werden.
Ihr Leben lang wurde Aurora gesagt, dass sie sich unauffällig verhalten und unter dem Radar bleiben soll, doch es hat nichts genützt und ihr Name landet auf der Liste der Berufenen.
Sie wird ausgerechnet vom Exarchion, dem Erbe des Herrschers über die Götter ersteigert, doch Colden ist ganz anders, als Aurora erwartet hat.
Sie muss sich in ihrem neuen Leben zurechtfinden, aber kann ihr altes Leben auch nicht hinter sich lassen, denn ihr Bruder ist auf sie angewiesen und schon bald findet Aurora sich in einem gefährlichen Konflikt wieder, der nicht nur ihr das Leben kosten kann.

"To Tempt a God" von Anna Benning ist der erste Band der Götterlicht-Saga, der aus der Ich-Perspektive der neunzehn Jahre alten Aurora Hale erzählt wird. In Rückblicken durften wir aus der personalen Perspektive ihres Ziehvaters Julien lesen.

Aurora lebt in Silver City, einer Stadt, die in über hundert Ebenen eingeteilt ist. Ganz oben über der hundertsten Ebene leben die Götter im Divine District, in den darunter liegenden Capitol Heights leben die wohlhabenden Menschen und je tiefer man geht, desto weniger Sonnenlicht oder Himmelslicht gibt es und desto ärmer werden die Menschen, die dort leben und auch die Lebenserwartung sinkt.
Früher war Aurora als Lichtfängerin unterwegs. Für die Rebellengruppe Luxon hat sie Himmelslicht gesammelt, doch dann verunglückte ihr jüngerer Bruder Varian und liegt seitdem im Koma. Ein Jahr lang hat Aurora sich um ihren Bruder gekümmert und das getan, worum ihr Ziehvater Julien sie immer gebeten hat: vorsichtig sein und keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Doch Varian geht es immer schlechter und Aurora hat die Hoffnung, dass sich sein Zustand mit Himmelslicht verbessern ließe.
Eine letzte Tour als Lichtfängerin, doch am nächsten Tag steht ihr Name auf der Berufungsliste und ihr Leben in Freiheit scheint zu Ende, denn bevor sie es überhaupt begreifen kann, wird sie auch schon an einen Gott versteigert, dem sie fortan an Valet dienen soll. Doch Luxon hat ihr gefährliche Anweisungen für ihre Zeit im Divine District mitgegeben.

Aurora ist eine mutige Protagonistin, die sich nicht gerne den Mund verbieten lässt und ihre Meinung immer gesagt hat, wenn sie es denn konnte. Sie hat ein großes Herz und kümmert sich besonders um ihren jüngeren Bruder Varian aufopferungsvoll.
Ihr Leben wird von einem auf den anderen Tag auf den Kopf gestellt, als sie an Colden, dem Sohn des Herrschers über die Götter versteigert wird, denn sie ist nun nicht mehr frei, sondern ihr Leben ist an das von Colden gebunden.

Mir hat das Buch von der ersten Seite an richtig gut gefallen, denn die Handlung war spannend und ich konnte mit Aurora mitfiebern. Es hat mich ein wenig an die Dystopien erinnert, die ich vor gut zehn Jahren gelesen habe und die ich sehr mochte! Auch hier landen wir in einer Welt, in der die Menschen von Göttern unterdrückt werden. Sie müssen ihnen als Valets dienen oder eben versuchen, in dem bisschen Licht zu überleben, das heute noch auf der Erde zu finden ist.
Ich mochte die Geschichte der Götter und wie Anna Benning diese nach und nach offenbart hat. Die Welt war richtig spannend, wenn auch erbarmungslos und brutal.

Aurora lernt Colden als einen Gott kennen, der nicht so grausam ist wie andere Götter, die im Celesthylum leben und der Aurora trotz ihres Status als Valet ein gutes Leben bieten möchte. Er war freundlich und fürsorglich, aber er hat auch eine Maske, die er den anderen Göttern gegenüber tragen muss. Colden hat ganz eigene Pläne und ich fand es spannend, mehr über diese herauszufinden!
Ich mochte es auch, wie Aurora und Colden miteinander umgegangen sind, wie Aurora Vertrauen gefasst hat und die beiden begonnen haben, miteinander zu reden und einander zu helfen. Die Liebesgeschichte hat mir richtig gut gefallen, ebenso Coldens Freunde Zak, Brynn und die Valet Livia. Ich hoffe, dass wir die drei im zweiten Band noch besser kennenlernen dürfen!

Die Geschichte war von Beginn an richtig spannend, aber besonders während der letzten zweihundert Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es da wirklich einige spannende Wendungen gab, die ich nicht habe kommen sehen! Das Ende war dann noch mal richtig fies und nach diesem Cliffhanger möchte ich an liebsten sofort den zweiten Band lesen, denn diese Trilogie werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen!

Fazit:
"To Tempt a God" war mein erstes Buch von Anna Benning, wird aber definitiv nicht mein letztes sein!
Ich fand die Welt und die Handlung richtig spannend und auch Aurora und Colden mochte ich richtig gerne!
Es gab viele unerwartete Wendungen, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch besonders zum Ende hin nicht mehr aus der Hand legen konnte! Dank des Cliffhangers möchte ich am liebsten sofort weiterlesen, denn ich bin so gespannt, wie es mit Colden und Aurora weitergehen wird!
Ich vergebe gute vier Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Ein richtiger Pageturner, liebe das Formel-1-Setting!

Crushing Souls (Driven Dreams-Dilogie, Band 1)
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Fionas großer Traum ist es, einen Job in der Formel 1 zu bekommen, doch ausgerechnet ihr Vater, Teamchef und CEO des Rennstalls ED, legt ihr Steine in den Weg, während er Duncan, den Sohn seines besten ...

Fionas großer Traum ist es, einen Job in der Formel 1 zu bekommen, doch ausgerechnet ihr Vater, Teamchef und CEO des Rennstalls ED, legt ihr Steine in den Weg, während er Duncan, den Sohn seines besten Freundes, bedingungslos unterstützt.
Die beiden geraten immer wieder aneinander und gehen sich am liebsten aus dem Weg, doch wie der Zufall es will, werden die beiden sich in Zukunft häufiger sehen und ihre Gefühle füreinander ändern sich.
Wie lange werden Fiona und Duncan der Anziehung zwischen ihnen widerstehen können?

"Crushing Souls" von Carolin Wahl ist der erste Band der Driven Dreams Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der dreiundzwanzig Jahre alten Fiona Thialda MacKenzie und des zwei Jahre älteren Duncan McKinnon erzählt wird.

Fionas Vater Alfred Logan MacKenzie ist nicht nur CEO des Rennstalls ED, sondern auch noch der Teamchef, doch trotzdem sorgt er dafür, dass Fiona weder einen Job bei ED noch bei einem der anderen Teams in der Formel 1 bekommt. Dabei wünscht sich Fiona nichts sehnlicher als einen Job in der Königsklasse des Rennsports. Nur die Anerkennung ihres Vaters wäre ihr noch wichtiger. Sie will, dass er stolz auf sie ist, arbeitet hart, schließt ihr Studium als Jahrgangsbeste ab, doch er nimmt sie nicht wahr.
Fiona ist ein herzensguter Mensch, der sehr loyal und aufmerksam ist. Sie gibt sich Mühe, ihre Mitmenschen kennenzulernen, ihnen zuzuhören und ihnen ein gutes Gefühl zu geben, steckt dabei selbst oft genug zurück.

Duncans Vater ist vor über zehn Jahren bei einem Autounfall gestorben, seitdem kümmert sich Fionas Vater um den Sohn seines besten Freundes. Duncan hat es Alfred Logan MacKenzie zu verdanken, dass er als herausragendes Nachwuchstalent in der Formel 1 starten durfte und mittlerweile sogar berechtigte Chancen auf den Weltmeistertitel hat.
Duncan ist eher wortkarg, konzentriert sich auf das Wesentliche, seinen Sport. Er fühlt sich nur auf der Rennstrecke wohl, der Medienrummel rund um die Rennen ist ihm meist zu viel. Aber Duncan kann auch sehr fürsorglich sein, wenn er möchte.

Ich habe als Kind und Jugendliche sehr gerne die Formel 1 Rennen geschaut. Als Kind eher gezwungenermaßen, aber der Sport hat mich immer stärker fasziniert und tut es bis heute, auch wenn ich schon lange kein Rennen mehr gesehen habe.
In "Larsson Legacy" hat es mir tatsächlich nicht ganz so gut gefallen, dass die Formel 1 eine kleine Rolle gespielt hat, deshalb war ich mir auch erst unsicher, ob ich die Driven Dreams Reihe lesen möchte, da bin ich ehrlich.
Aber die Leseprobe hat mir dann so gut gefallen, dass ich dem Buch eine Chance geben wollte und ich wurde nicht enttäuscht, denn ich mochte es richtig gerne!

Ich bin echt durch die Seiten geflogen, denn Duncan und Fiona konnten mich echt mitreißen und das Formel 1 Setting hat mir ebenfalls richtig gut gefallen! Ich liebe den Formel-1-Zirkus, Carolin Wahl hat die Atmosphäre großartig eingefangen und man hat wirklich mitgefiebert!
Auch die Dynamik zwischen Fiona und Duncan mochte ich sehr. Aus der tiefen Abneigung ist mit der Zeit eine enorme Anziehung geworden. Fiona mochte Duncan nicht, weil sie neidisch auf die Aufmerksamkeit war, die ihr Vater ihm geschenkt hat, während Duncan sie für ein verwöhntes Püppchen hielt. Aber die beiden lernen sich kennen, besonders Duncan war für Fiona da, wenn sie ihn gebraucht hat und ich mochte es sehr zu sehen, wie das Kind in ihr geheilt wurde. Die beiden haben sich sehr gutgetan, was so schön zu sehen war!
Besonders ihre Zeit in Tokio habe ich geliebt, aber auch Barcelona war toll!

Wir reisen mit den beiden durch die Welt. Abu Dhabi, Schottland, Barcelona, Melbourne, Tokio und Suzuka, Miami und das Fürstentum Morena dürfen wir besuchen.
Ich mochte das Setting richtig gerne und auch die Handlung konnte mich echt fesseln, auch weil ein Geheimnis nicht erst zum Schluss, sondern schon ziemlich zu Beginn aufgedeckt wurde.
Das Buch war auf Highlight-Kurs, aber mir ging es dann doch irgendwie einen Ticken zu schnell mit Duncan und Fiona, hätte gerne von ihrer Anfangsphase mehr mitbekommen. Da gab es doch viele kleine Zeitsprünge und auch das Ende ging mir ein bisschen zu schnell. Hier wird aber definitiv schon Lust auf den zweiten Band, die Geschichte von Aurora und Adrian gemacht und ich bin gespannt, wo diese ansetzen wird und freue mich schon sehr auf die beiden!

Fazit:
Ich bin sehr froh, dass ich "Crushing Souls" von Carolin Wahl eine Chance gegeben habe, denn der erste Band der Driven Dreams Dilogie hat mir richtig gut gefallen!
Ich mochte Fiona und Duncan richtig gerne, denn die beiden waren gut füreinander und ich mochte ihre Dynamik richtig gerne!
Auch der Formel-1-Zirkus konnte mich in seinen Bann ziehen, denn die Atmosphäre war richtig toll und die Handlung total spannend!
Ich vergebe sehr starke vier Kleeblätter und freue mich schon so sehr auf die Geschichte von Aurora und Adrian im zweiten Band!

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Mein liebster Band der Tales of Sylt Reihe!

Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3)
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Als Milou ihr Studium schmeißt und erst mal zu ihrer großen Schwester Charlie nach Sylt flüchtet, weiß sie noch nicht, wie es für sie weitergehen soll. Ihr Travelblog war bisher nur eine Leidenschaft, ...

Als Milou ihr Studium schmeißt und erst mal zu ihrer großen Schwester Charlie nach Sylt flüchtet, weiß sie noch nicht, wie es für sie weitergehen soll. Ihr Travelblog war bisher nur eine Leidenschaft, aber könnte sie ihr Hobby zum Beruf machen und davon leben?
Als dann ausgerechnet von Kai Hansen eine Kooperationsanfrage kommt, zögert sie nicht lange und begibt sich mit ihm auf eine Reise, auf der die beiden sich schnell näher kommen.

"Kein Ozean zu tief" von Alexandra Flint ist der dritte Band der Tales of Sylt Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der zwanzig Jahre alten Milou Grafenberg und des zwei Jahre älteren Kai Hansen erzählt wird.

Kai ist Extremfotograf und extrem erfolgreich mit seinem Instagram-Account @chasingkaihansen. Doch die letzte Kooperation hat ihn und seinen besten Freund Henri direkt ins Krankenhaus gebracht und ein gewaltiger Shitstorm ging auf Kai nieder. Nach drei Jahren kehrt er nun nach Hause, zu seiner Familie nach Sylt zurück, um ein wenig Gras über die Sache wachsen zu lassen, doch die Kritik an ihm wird nur noch größer.
Nachdem Lou schon wieder eine Prüfung ihres Studiums nicht bestanden hat, sieht sie ein, dass sie so nicht weitermachen kann und will. Statt als Ingenieurin in die Firma ihrer Eltern einzusteigen, will sie sich auf ihren Travelblog Lou's Lovely World konzentrieren und herausfinden, ob sie davon leben könnte.
Als sie bei ihrer Schwester Charlie auf Sylt unterkommt, flattert kurz danach auch schon die Kooperationsanfrage von Kai ein, dessen Image dringend ein Make-over braucht und gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise back to the roots.

Kai ist der Bruder von Ida, während wir Milou schon im zweiten Band kennenlernen durften. Mittlerweile ist sie ein fester Bestandteil der E.M.I.L² Gruppe und so durften wir auch Elisa, Malia, Ida und Leni wiedersehen.
Kai und Lou haben sich bereits vor drei Jahren getroffen, noch bevor eins von Kais Videos viral gegangen ist, doch während Lou genau wusste, wer er ist, hat Kai lange nicht mehr an das Mädchen vom Preikestolen gedacht.
Zwischen den beiden merkt man von Beginn, dass es sie zueinander zieht, doch beide wissen noch nicht, wo sie wirklich hinwollen. Kai hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, läuft seinen Problemen gerne davon und auch Lou steht an einem Scheideweg.

Ich mochte die beiden richtig gerne, ihre Liebe zum Reisen führt sie zusammen, aber sie passen auch einfach echt gut zusammen! Ihre Reisestile sind sehr unterschiedlich. Kai liebt das Extreme und auch Luxuriöse, man merkt, dass er einer der großen Travelblogger ist, der von seinen Kooperationen gut leben kann, während Lou bodenständiger ist. Sie sucht die schönen Ecken vor der Haustür, lässt sich treiben und zeigt den Leuten, dass es nicht viel braucht, um neue Orte zu entdecken.
Die beiden reisen durch Norddeutschland, starten natürlich auf Sylt, aber es geht auch unter anderem nach Hamburg, Bremerhaven und Cuxhaven. Ich komme ja selbst aus dem Norden, deshalb habe ich ihre Reiseroute sehr geliebt, denn der Norden hat so viele schöne Orte zu bieten!
Sie haben zwar eine grobe Route vorab geplant, aber lassen sich auch inspirieren und überraschen, werfen ihre Pläne nicht nur einmal über den Haufen, was ich sehr mochte!
Aber auf der Reise finden sie nicht nur zueinander, sondern irgendwo auch zu sich selbst. Kai, der seine Familie seit drei Jahren nicht gesehen hat, setzt sich damit auseinander, warum er überhaupt erst mit dem Reisen begonnen hat, während Lou ja schon ihre Zelte in Konstanz abgebrochen hat, aber ja auch noch nicht genau weiß, wie es für sie weitergehen wird.

Ich mochte den dritten Band der Tales of Sylt Reihe echt am liebsten!
Elisa und Jonah mochte ich als Paar zwar noch ein bisschen lieber als Lou und Kai, aber bei den beiden konnte mich die Handlung noch ein Stück stärker begeistern, eben auch, weil ihre Reise durch Norddeutschland mich persönlich richtig ansprechen konnte!
Aber auch ihre Zeit auf Sylt war echt schön, wobei mir der Konflikt um das Bernsteinglühen, die Pension von Lous Schwester Charlie ein wenig zu kurz kam und ich auch die neuen Nebencharaktere Henri und Neela noch besser kennengelernt hätte. Ebenso hätte ich mir noch eine rechtliche Konsequenz für die Wendung am Ende gewünscht, oder eher, dass das noch ein wenig aufgearbeitet wird.
Aber ich mochte den Hexenzirkel E.M.I.L² wieder so gerne, mochte es, dass wir bekannte Orte wie das Café Flaschenpost oder die Bäckerei Seeglas noch einen Besuch abstatten, aber auch so viele neue Orte mit Lou und Kai entdecken durften!
Für mich war die Tales of Sylt Reihe wirklich eine Reihe zum Wegträumen und ich werde die Charaktere sehr vermissen!

Fazit:
"Kein Ozean zu tief" von Alexandra Flint ist zu meinem liebsten Band der Tales of Sylt Reihe geworden! Ich mochte Elisa und Jonah zwar als Paar noch lieber als Kai und Lou, aber hier hat mich die Handlung noch ein Stückchen stärker mitreißen können.
Ich mochte es, dass die beiden Travelblogger sind, mochte das Social Media Thema, aber ganz besonders mochte ich es, dass die beiden eine Tour durch Norddeutschland machen!
Ich bin selbst im Norden zu Hause, deshalb kannte ich einige Orte, die die beiden besucht haben und so hat ihre Reise mir noch besser gefallen!
Ich vergebe starke vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Brauchte ein wenig, aber erstmal in der Geschichte angekommen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen!

Rose in Chains
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Seit vier Jahren befindet sich Evermore im Krieg mit seinem Nachbarland Bomard.
Brionys Zwillingsbruder Rory galt als der prophezeite Zweifache Erbe, der dem Krieg ein Ende setzen würde, doch die letzte ...

Seit vier Jahren befindet sich Evermore im Krieg mit seinem Nachbarland Bomard.
Brionys Zwillingsbruder Rory galt als der prophezeite Zweifache Erbe, der dem Krieg ein Ende setzen würde, doch die letzte Schlacht ist geschlagen und Bomard ist siegreich hervorgegangen.
Wie viele andere Frauen Evermores wird Briony nun versteigert und landet ausgerechnet bei Toven Hearst, der ihr das Leben schon zu Schulzeiten schwer gemacht hat, für den sie aber auch schon immer eine heimliche Schwäche hatte ...

"Rose in Chains" von Julie Soto ist der erste Band der Evermore Trilogie, der aus der personalen Erzählperspektive der fünfundzwanzig Jahre alten Briony Rosewood erzählt wird.

Briony ist die Prinzessin von Evermore, während ihr Zwillingsbruder Rory nach dem Tod ihres Vaters vor vier Jahren zum König wurde. Sie haben Evermore gegen Bomard im Krieg verteidigt, doch obwohl Rory aufgrund einer Prophezeiung als derjenige galt, der beiden Ländern den Frieden bringen würde, hat Evermore verloren und die Frauen und auch einige Männer wurden gefasst und nach Bomard gebracht, wo sie versteigert werden sollen, um anschließend als Herzquellen zu dienen, um den Herzzauber der Bomardis zu stärken.
Die Bomardis nutzen Herzzauber, während die Eversuns Gedankenzauberer sind.
Um den früheren Frieden sicherzustellen, wurden die Eversuns und Bomardis gemeinsam unterrichtet. Ein Jahr in einem Internat in Bomard, das darauffolgende Jahr dann in Evermore.
Dank einiger Rückblenden, die acht Jahre zuvor beginnen, dürfen wir Brionys Zeit auf dem Internat miterleben, wie sie ihrem Bruder half, wie der Krieg schließlich ausbrach, aber vor allem, wie sich ihre Schwärmerei für Toven Hearst entwickelte.

Nun wird Briony versteigert und ich muss sagen, dass der Klappentext sehr viel vorwegnimmt.
Es hat fast zweihundert Seiten gebraucht, bis die Geschichte auf dem Stand des Klappentextes war und so lange hat es auch gebraucht, bis die Geschichte mich fesseln konnte.
Ich hatte auch ein wenig das Problem, dass ich durch die personale Erzählperspektive nur langsam mit Briony warm geworden bin. Sie ist mutig und klug, eine talentierte und mächtige Gedankenzauberin, die aber auch ein wenig naiv war, zum Teil deutlich jünger wirkte als ihre fünfundzwanzig Jahre und auch oft nicht gesehen hat, was sich direkt vor ihrer Nase befand, die Zusammenhänge nicht gesehen hat. Sie hat mir aber insgesamt gut gefallen.

Ich mochte die Welt sehr gerne, die Zeit nach dem gewonnenen Krieg war sehr spannend, wenn auch sehr brutal. Die Frauen werden unterdrückt und misshandelt, aber es gibt immer wieder auch hoffnungsvolle Momente. Momente, in denen noch nicht alles verloren ist.
Auch die Beziehung von Briony und Toven mochte ich sehr, weil man merkt, dass die beiden schon lange Gefühle füreinander haben. Allerdings entwickelt es sich sehr langsam zwischen den beiden, was zum Schluss ein wenig anstrengend war und ich mir auch gewünscht hätte, dass die beiden mehr miteinander reden würden. Aber hier hoffe ich auf den zweiten Band.

Auch auf die Entwicklung der Handlung bin ich gespannt, weil mich das Ende ein wenig zwiegespalten zurückgelassen hat. Das Buch hat über sechshundert Seiten, da hätte die Handlung für meinen Geschmack ein wenig dichter sein können, zumal Briony oft isoliert war und auch die Liebesgeschichte keine nennenswerten Fortschritte gemacht hat. Es bildet sich eine Rebellion und mit Veronika Mallow, dem hohen Rat von Bomard gibt es eine spannende Antagonistin, über die ich gerne noch mehr erfahren hätte.
Es gibt sehr vielversprechende Ansätze und ich habe diesen Auftakt trotz kleiner Kritikpunkte doch echt gerne gelesen. Jetzt freue ich mich schon sehr auf den zweiten Band!

Fazit:
"Rose in Chains" von Julie Soto ist ein gelungener Auftakt der Evermore Trilogie!
Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich mit Briony warm geworden bin und bis die Geschichte mich fesseln konnte, aber danach hat es mir richtig gut gefallen!
Es war brutal, aber ich mochte die Welt von Evermore und Bomard echt gerne!
Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam, hier hatte ich ein wenig mehr erwartet, aber Briony und Toven mochte ich dennoch sehr gerne und ich bin sehr gespannt, wie die beiden und ihre Beziehung sich im zweiten Band entwickeln werden!
Ich vergebe vier Kleeblätter und freue mich schon sehr auf den zweiten Band!

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