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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2026

Spannungsgeladene Urban Fantasy mit starkem Setting

Der Preis der Magie
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Zugegeben, ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Das geht mir häufiger so, wenn Geschichten in der dritten Erzählperspektive geschrieben sind, da bei mir meist eine gewisse Distanz zu den ...

Zugegeben, ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Das geht mir häufiger so, wenn Geschichten in der dritten Erzählperspektive geschrieben sind, da bei mir meist eine gewisse Distanz zu den Figuren bleibt. Dennoch konnte mich die Story insgesamt gut unterhalten.

Helena ist eine starke, sympathische Protagonistin, die trotz ihrer Verluste ihren Humor nicht verliert. Alastair bleibt lange der klassische mysteriöse Nachbar – charmant und attraktiv, in seiner Entwicklung jedoch etwas blass. Die Romanze mit Helena wirkte auf mich stellenweise zu schnell und oberflächlich, wodurch sein Potenzial als Love Interest nicht vollständig ausgeschöpft wird. Gleichzeitig empfand ich es als erfrischend, dass die Liebesgeschichte – entgegen dem aktuellen Trend – eher im Hintergrund bleibt und der Fokus klar auf der Handlung liegt.

Dafür punktet die Geschichte mit einer stringenten, spannenden Handlung, einer düsteren Atmosphäre und interessanten Nebenfiguren, die mich nur so durch die Seiten fliegen ließen. Besonders gefallen haben mir die logisch handelnden Charaktere sowie das atmosphärische London-Setting – vom Hyde Park bis zum Piccadilly Circus konnte ich mir alle Schauplätze lebhaft vorstellen.

Die Idee des Magiesystems ist spannend und ungewöhnlich: Magie hat ihren Preis und verlangt Opfer. Gerade hier hätte ich mir jedoch mehr Tiefe gewünscht – sowohl beim eigentlichen Prozess als auch bei den langfristigen Konsequenzen, die der stetige Einsatz von Magie mit sich bringt. Doch da spricht wohl mein Fantasyherz, das sich gern in solchen Details verliert.

Spannungsgeladene Urban Fantasy mit starkem Setting und überzeugenden Charakteren, die durch ein ausbaufähiges Magiesystem kleine Abzüge erhält. Trotzdem eine klare Empfehlung für Fantasy-Fans.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Ein gelungener Genremix

Wave
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Schon nach den ersten Seiten war klar: WAVE wird kein gewöhnlicher Sci-Fi-Roman. Das Worldbuilding der Zitadellenstadt ist spannend, kreativ und überraschend zugänglich – ich habe mich nie überfordert ...

Schon nach den ersten Seiten war klar: WAVE wird kein gewöhnlicher Sci-Fi-Roman. Das Worldbuilding der Zitadellenstadt ist spannend, kreativ und überraschend zugänglich – ich habe mich nie überfordert gefühlt und konnte problemlos der Handlung folgen. Die düstere, futuristische Stadt, umgeben vom Dschungel, wirkt lebendig und durchdacht, genauso wie das Machtgefüge aus Konzernen, Sicherheitskorps und Untergrund.

Wave ist eine starke, toughe Protagonistin, die nicht lange zögert, sondern handelt und sich dabei von einer brenzligen Situation in die nächste manövriert. Besonders gelungen fand ich die Verbindung aus Spannung, Humor, Action und emotionalen Momenten. Die Themen rund um Konzerngier, soziale Ungleichheit, Manipulation und die Frage, ob Maschinen leben können, sind aktuell, clever eingearbeitet und typisch für gutes Cyberpunk-Feeling.

Der Schreibstil ist modern, flüssig und extrem angenehm zu lesen. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Kleine Fragezeichen zwischendurch lösen sich später schlüssig auf wobei man genügend Hinweise bekommt, um eigene Schlüsse zu ziehen. Einziger kleiner Kritikpunkt für mich: Dir Nebenfiguren hätten für mich ein klein wenig mehr Tiefe vertragen können, das jedoch Geschmackssache.

Unterm Strich ist WAVE ein spannendes, rasantes Werk mit Suchtfaktor, das Lust auf mehr aus dieser Welt macht. Auch für Leser:innen, die sonst kaum Sci-Fi oder Cyberpunk lesen, absolut einen Blick wert.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Was ist hier real?

Pans Illusion
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Selten hat mich ein Buch so irritiert. Die Autorin Lisa Freude bricht bewusst das Schema F des Romantasygenres und sorgt dafür, dass man als Leser:in genauso im Dunkeln tappt wie Soley selbst – ein unglaublich ...

Selten hat mich ein Buch so irritiert. Die Autorin Lisa Freude bricht bewusst das Schema F des Romantasygenres und sorgt dafür, dass man als Leser:in genauso im Dunkeln tappt wie Soley selbst – ein unglaublich intensives Leseerlebnis.

Lisa Freude erschafft eine faszinierende High-Fantasy-Welt voller Magie, Prunk und düsterer Geheimnisse. Besonders gefallen hat mir dabei die konstante Spannung. Für mich gab es keine Längen, keine Ruhepausen – man wollte immer wissen, was hinter der nächsten Täuschung lauert. Der Schreibstil ist bildhaft, emotional und unglaublich fesselnd.

Soley ist eine Protagonistin, die stark ist – bereit, alles zu opfern, auch wenn sie sich selbst oft unterschätzt. Die Geschichte rund um die Pan empfand ich als wunderbar erfrischend, denn diese Fabelwesen stehen viel zu selten im Rampenlicht. Zwischen ihr und den Pan-Fürsten Hayleth knistert es geheimnisvoll, doch mein Vertrauen wollte sich nicht vollständig einstellen, ob es dafür Gründe geben könnte? Undd er Pan Anthem? Düster, faszinierend und voller offener Fragen. Fühle ich ACOTAR-Vibes? Definitiv ja.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war eine spicy Szene, die sich eher unangenehm als romantisch anfühlte – vermutlich mit Blick auf Band 2 relevant, aber mit prickelndem Leseerlebnis hatte die Szene (ich denke beabsichtigt) nichts zu tun.

Trotzdem: ein unglaublich starker Auftakt einer Romantasy-Reihe, die Magie, Prüfungen und Emotionen perfekt verbindet.
Eine klare, übergroße Leseempfehlung für alle Fans von ACOTAR-Vibes und tödlichen Prüfungen.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Endlich wieder ein originelles Magie-Setting

Arcana Academy 1: Arcana Academy
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Arcana Academy hat mich vor allem mit seinem außergewöhnlichen Tarot-Magiesystem und dem düsteren Worldbuilding überzeugt. Die Welt wirkt von Beginn an gnadenlos, voller Regeln, Machtspiele und moralischer ...

Arcana Academy hat mich vor allem mit seinem außergewöhnlichen Tarot-Magiesystem und dem düsteren Worldbuilding überzeugt. Die Welt wirkt von Beginn an gnadenlos, voller Regeln, Machtspiele und moralischer Grauzonen – genau das hat mich gefesselt.

Clara ist eine starke, aber nicht perfekte Protagonistin. Sie handelt impulsiv, vertraut manchmal zu schnell, bleibt dabei aber glaubwürdig. Besonders spannend fand ich ihre innere Entwicklung und die Geheimnisse rund um ihre Familie. Kaelis bleibt lange undurchschaubar – kühl, berechnend und voller Masken. Seine Entwicklung mochte ich sehr, auch wenn mir seine Beziehung zu Clara emotional etwas zu oberflächlich blieb.

Die Romance ist ein langsamer Slow Burn, der stellenweise fast zu plötzlich kippt. Für mich war sie nicht das Highlight der Geschichte, hatte aber definitiv Potenzial. Das Academy-Setting, die Prüfungen und politischen Strukturen sind dagegen richtig stark umgesetzt. Leider gingen dabei einige Nebenfiguren etwas unter, da sie oft nur kurz auftauchen.

Trotz kleiner Schwächen beim Pacing und bei der Figurenvertiefung hat mich das Buch neugierig auf Band 2 zurückgelassen. Düstere Romantasy mit originellem Magiesystem, starkem Setting und viel Potenzial.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Düstere Vampire, spannende Ansätze

Married into Magic: Duel with the Vampire Lord
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Nach dem starken zweiten Band war meine Erwartung hoch und leider konnte für mich Teil drei nicht ganz mithalten. Der Einstieg ist packend, der Schreibstil erneut bildlich und atmosphärisch, doch zwischendurch ...

Nach dem starken zweiten Band war meine Erwartung hoch und leider konnte für mich Teil drei nicht ganz mithalten. Der Einstieg ist packend, der Schreibstil erneut bildlich und atmosphärisch, doch zwischendurch verlor mich die Geschichte immer wieder.

Besonders gefallen hat mir die neue Interpretation der Vampire: keine klassischen Monster, sondern etwas, das den klassischen Vampiren etwas Spannendes verleiht. Das Worldbuilding ist erneut stark, düster und kreativ, mit deutlichen Beauty and the Beast-Vibes und Snow White-Anspielungen.

Floriane selbst mochte ich sehr – etwas maskuliner gezeichnet, stark, angesehen als Schmiedemaid und fernab der typischen Fantasy-Heldin. Ruvan hingegen ist mir leider etwas zu blass, da bei ihm der Fokus auf den Hintergrund seiner Art liegt. Ihre Beziehung bringt prickelnde Chemie und stellenweise sogar ein wenig Spice mit, verlor für mich aber im Verlauf emotional an Tiefe. Zu viele Wiederholungen und ein unausgeglichenes Pacing bremsten die Spannung spürbar für mich aus. Auch die Nebencharaktere blieben für mich – mit wenigen Ausnahmen – eher blass. Hier und da hätte ich mir für 600 Seiten dann doch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Das Ende hingegen hat mich wieder versöhnt und zufrieden zurückgelassen, sodass ich gespannt auf Band 4 der Reihe bin.

Ein solider, düsterer dritter Band mit ausgeprägtem Worldbuilding und einer guten Grundidee.

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