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Veröffentlicht am 27.09.2025

Spannender zweiter Teil der Trilogie um Palineas, dem magischen Jungen

Palineas: Zweites Buch - Aufstieg
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Mit "Der Aufstieg" ist Mario Hackel eine sehr spannende Fortsetzung des ersten Teiles gelungen.

Eristria ist im Umbruch. Der schwarze Drache ist wieder frei und lebendig und damit kehren alle Drachen ...

Mit "Der Aufstieg" ist Mario Hackel eine sehr spannende Fortsetzung des ersten Teiles gelungen.

Eristria ist im Umbruch. Der schwarze Drache ist wieder frei und lebendig und damit kehren alle Drachen wieder zurück, zum Teil in zerstörerischer Mission.

Verschiedene Gruppierungen um Palineas, Marek und Melande machen sich auf den Weg das Gleichgewicht Eristrias und den Frieden wiederherzustellen. Werden sie erfolgreich sein? Und was erwartet sie auf ihrem nicht ungefährlichen Weg?

Klingt für den ein oder anderen nach "Herr der Ringe"? Parallelen sind durchaus vorhanden, dennoch ist die Trilogie um den Jungen Palienas mit seinen magischen Fähigkeiten und seiner spannenden Entwicklung eine ganz eigene und fantastische Geschichte. Mario Hackel gelingt es erneut uns in eine fantastische Welt mit ihren fantasievollen Bewohnern zu entführen. Die Illustrationen vor jedem Kapitel, gepaart mit einem weisen Spruch eines fiktiven Chronisten, sind herausragend gestaltet und regen neben der tollen Geschichte und dem fliessenden Schreibstil unsere Fantasie noch zusehends an. Die Erzählung begeistert wiederholt.

Einziger Wermutstropfen für mich sind die zahlreichen Namen, ihre Verbindungen und die Sprünge in der Geschichte. Zunächst hätte ich mir das Personenregister, welches sich am Ende des Buches befindet eher zu Beginn des Buches gewünscht. Bei näherer Betrachtung hätte sich der Autor aber dadurch selbst gespoilert, so daß die Platzierung so doch richtig und sinnvoll ist.

Für alle Leser/innen, die Romane des Fantasiegenres lieben, kann ich auch den zweiten Teil, der besser unter Kenntnis des ersten Teiles erst gelesen werden sollte, sehr empfehlen und freue mich nun auf den letzten Band "Die Auflösung", da der zweite Teil dafür alles offen lässt.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Interessanter, tiefer und erotischer Einblick in eine Dekade des Lebens von Anais Nin

Liebesrausch
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Erneut berichtet Charlotte von Feyerabend uns über eine bemerkenswerte historische Frau. In diesem Fall ist es die Künstlerin und Literatin Anais Nin.

In ihrem biografischen Roman über diese interessante ...

Erneut berichtet Charlotte von Feyerabend uns über eine bemerkenswerte historische Frau. In diesem Fall ist es die Künstlerin und Literatin Anais Nin.

In ihrem biografischen Roman über diese interessante Frau greift sich die Autorin den Zeiraum von 1924 bis 1936 heraus. Während dieser Zeit lernt Anais in Paris den amerikanischen Schriftsteller Henry Miller kennen. Obgleich sie mit Hugo verheiratet ist, beginnt sie mit Miller eine sehr heissblütige Affäre und lebt zusammen mit ihm ihre sexuellen Wünsche intensiv aus. Es bleibt nicht nur bei dieser einen Affäre, sondern Anais sucht den Sex auch bei anderen Männern. In dieser Zeit verschafft sich Anais Nin Gehör und Anerkennung bei ihren Leser/innen und macht einen großen Schritt in die Selbständigkeit.

Wie bereits bei ihren vorherigen biografischen Romanen gelingt es Charlotte von Feyerabend auch dieses Mal wieder uns Leser/innen eine für viele bis dato vielleicht noch recht unbekannte Frau sehr nahe und intensiv vor Augen zu führen. Zusammen mit der Autorin dürfen wir in das Paris der 30er Jahre abtauchen. Lernen den Zeitgeist, das Straßenleben und den Geist der Großstadt und ihrer Bewohner kennen und lieben. Der Persönlichkeit Anais Nin geschuldet versprüht der Roman dieses Mal zudem noch eine besondere Prise Erotik und Leidenschaft, ohne dabei zu derb und plakativ daher zu kommen. Auch die Verwendung der Sprache - insbesondere von Henry Miller - greift die Autorin immer wieder sehr anschaulich auf und verschafft dem Roman, neben einer herausragenden Recherche, seine zusätzliche Authenzität. Die einzelnen Kapitel sind mit Partien betitelt und mit den jeweils inhaltlich passenden Zitaten und Sprüchen und Zeitangaben versehen, so daß wir uns bestens orientieren können.

Ein wunderbarer "Epilogue", in dem die weiteren Lebensabschnitte der wichtigsten Protagonisten noch einmal aufgeführt werden, ein paar tolle Rezepte, ein Literaturverzeichnis, einige Anmerkungen, eine Stadtkarte von Paris, in dem die entscheidenden Örtlichkeiten verzeichnet sind und ein sehr gelungenes Cover, welches den damaligen Zeitgeist in Schriftart und Farbwahl wiederspiegelt runden das Lesevergnügen ab.

Ich bin sicher, das nach der Lektüre viele von uns noch mehr über Anais Nin erfahren möchten und kann allen, die sehr gut recherchierte und lebendig erzählte historische Biografien lieben dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Von den Kreuzzügen direkt in den Machtkampf um die Krone

Das Lied des Vogelhändlers
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Ralf H. Dorweiler hat erneut beeindruckend abgeliefert!
"Das Lied des Vogelhändlers" ist ein sehr spannender, interessanter und sehr gut recherchierter historischer Roman mit leichten Krimi-Effekten.

Der ...

Ralf H. Dorweiler hat erneut beeindruckend abgeliefert!
"Das Lied des Vogelhändlers" ist ein sehr spannender, interessanter und sehr gut recherchierter historischer Roman mit leichten Krimi-Effekten.

Der Roman beginnt mit zwei Handlungssträngen:
Franziska von Hellenau verliert zur Zeit um 1190 während des Kreuzzuges ihren Onkel und ist von da an völlig auf sich alleine gestellt. Ist es nicht schon schwer genug für sie überhaupt heil und unbeschadet durch die Schlachten zu kommen, muß sie sich ab sofort auch noch gierigen Männern im wahrsten Sinne des Wortes ihrer Haut erwehren. Sie schließt sich einem Bader an und kümmert sich um die Verwundeten und Sterbenden.

Wigbert ist um 1200 mit seinem Mündel Almut dabei seltene und prächtige Vögel zu fangen, um sie dann gewinnbringend auf den Märkten und Burgfesten zu verkaufen.
Auf dem Weg zur Burg schließen sich die beiden einer Gruppe an, unter denen sich auch der bekannte Minnesänger Walther von der Vogelweide befindet. Auf der Burg angekommen, erfahren die Reisenden vom Tode des Falkners Rupert, der auch schon 1190 Franziska auf sehr unangenehme und bestialische Weise begegnet ist.

Um diese beiden Handlungsstränge entwickelt sich zum einen der Machtkampf um die Krone zwischen Philipp und Otto und zum anderen die mysteriöse Aufschlüsselung des Todes von Rupert dem Falkner.

Dem Autor gelingt hier wieder ein großer Wurf.
Seine wunderbare bildhafte und anschauliche Sprache lassen uns Leser/innen sogleich mit in die Wälder, auf Kampfplätze, ins gelobte Land, auf Friedhöfe und Burgen abtauchen, so daß wir das Gefühl bekommen, Teil der Handlung zu sein.
Die Protagonisten sind sehr schön und klar gezeichnet.
In beiden Handlungssträngen entwickelt sich in kürzester Zeit ein toller Spannungsbogen, der sich bis ins Finale hindurchzieht.
Ralf H. Dorweiler gelingt mit seinem Roman nicht nur eine sehr spannende Geschichte zu erzählen, sondern auch die Lebensumstände, Sitten und Intrigen der damaligen Zeit uns auf seine wunderbare eigene Art und Weise zu erläutern.
Passend zum Titel tragen die einzelnen Kapitelüberschriften jeweils Vogelarten.
Ein aufschlussreiches Personenregister, welches schon zwischen fiktiven und historischen Persönlichkeiten trennt und ein interessantes Nachwort runden das Lesevergnügen wunderbar ab.

Allen Leser/innen, die spannende historische Romane lieben, kann ich "Das Lied des Vogelhändlers" unbedingt sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Menschen mit Behinderung - Aufschlussreiche Betrachtung eines nach wie vor aktuellen Themas

Eine Geschichte der Menschen mit Behinderung
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Robert Ralf Keintzel betrachtet in seinem Buch "Eine Geschichte der Menschen mit Behinderung - Dis/abled in der Antike" ein sehr interessantes Thema, welches auch heute noch einen sehr wichtigen Stellenwert ...

Robert Ralf Keintzel betrachtet in seinem Buch "Eine Geschichte der Menschen mit Behinderung - Dis/abled in der Antike" ein sehr interessantes Thema, welches auch heute noch einen sehr wichtigen Stellenwert hat.

Nach einer kurzen, aber prägnanten Einführung erläutert er die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten in der Antike, die Akzeptanz oder auch Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung zur damaligen Zeit, wie die Medizin sich damit befasste, wie sich die Ärzte in der Antike überhaupt als heilende Kräfte verstanden haben, die unterschiedlichen Fälle von Beeinträchtigungen (geistiger und körperlicher Behinderung), aber auch den Bezug zur heutigen Zeit.

Neben einer hervorragenden Recherche wird bei der Lektüre deutlich, daß der Autor zudem einen sehr intensiven als auch emotionalen beruflichen Bezug zu der Materie hat. Hier sei zum einen auf die zahlreichen Quellenverzeichnisse und auch auf die ungemeine Fachlichkeit und medizinischen Fachbegriffe hingewiesen.

Wer glaubte, zu dem Thema schon sehr viel zu wissen, wird in diesem Buch hier und da sicherlich noch das ein oder andere Mal überrascht sein. Hervorzuheben möchte ich an dieser Stelle auch noch auf die aufschlussreichen und zum besseren Verständnis wirkenden Abbildungen und Tabellen hinweisen. Es ist schon sehr erstaunlich, wie viel wir bis heute immer noch aus der Zeit der Antike übernommen haben.

Für alle Leser/innen, die unmittelbar auf irgendeine Art und Weise mit dem Thema Behinderung betroffen sind, ist dieses Buch ein Muß! Für alle, die sich einmal in die Materie einlesen möchten, ist das Buch eine sehr gelungene und interessante Einstiegsmöglichkeit.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Einen spannenderen Weg kann man sich kaum vorstellen

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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"Der Weg - Jeder Schritt könnte dein letzter sein" von Rebecca Russ handelt von einer Wanderung zweier Freundinnen, die sich sehr lange nicht gesehen haben, auf einem Teilabschnitt des Kungsleden-Wanderweges ...

"Der Weg - Jeder Schritt könnte dein letzter sein" von Rebecca Russ handelt von einer Wanderung zweier Freundinnen, die sich sehr lange nicht gesehen haben, auf einem Teilabschnitt des Kungsleden-Wanderweges in Schweden.
Nicki hat sich überlegt, ihre Freundin Julia kurz vor deren Hochzeit mit Lars, mit auf den Kungsleden-Wanderweg mitzunehmen, um alte Erinnerungen aufzufrischen und mal wieder in Ruhe miteinander zu reden und gemeinsam etwas zu unternehmen. Doch bereits nach der ersten Nacht abseits des Wanderweges ist Nicki am darauffolgenden Morgen spurlos verschwunden. Verzweifelt und besorgt macht sich Julia auf die Suche nach ihr und erfährt dabei unfassbare Dinge. Wird sie Nicki finden? Und lebt Nicki überhaupt noch?

Bereits das Cover macht Thriller-Freunde/innen sofort neugierig. Es ist wunderbar nebulös und düster gestaltet: Ein Weg, entsprungen aus dem Buchtitel "Der Weg", verläuft in einen in Nebel gehüllten Wald ins Nichts.
Schon im Prolog baut die Autorin einen Spannungsbogen auf, der sich Seite für Seite durch den Thriller bis zum Finale hindurchzieht. Die Handlung ist von Anfang an sehr geheimnisvoll und rätselhaft. Durch zwischenzeitliche Handlungswechsel - die eigentliche Handlung wird durch Tagebucheinträge in der Ich-Form unterbrochen - gelingen Rebecca Russ unglaubliche Cliffhanger, die es nahezu unmöglich machen, das Buch aus der Hand zu legen. Die Einsamkeit, Nässe, Kälte, Angst und Schrecken, Sorge und Hoffnung der Protagonistin ist in jeder Sekunde hautnah spürbar.

"Der Weg" ist absolut einer der besten Thriller, den ich dieses Jahr bislang gelesen habe. Dabei ist die Personenanzahl mit Nicki, Julia und Lars sehr überschaubar. Jedoch das Szenario des unheimlichen und lebensfeindlichen Kungsleden-Wanderweges erschaffen ein derart gruseliges Bild, das uns nicht mehr aus dem Kopf geht. Thriller-Leser/innen werden ihre wahre Freude an diesem Buch haben und es nicht mehr aus der Hand legen wollen!

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