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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2025

Sehr positiv überrascht

The Surf House
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Ich war wirklich neugierig auf den neuen Thriller von Lucy Clarke. Cover, Setting und Kurzbeschreibung sind schon mal top. Doch nachdem ich eher durchwachsene Erfahrungen mit Büchern der Autorin gemacht ...

Ich war wirklich neugierig auf den neuen Thriller von Lucy Clarke. Cover, Setting und Kurzbeschreibung sind schon mal top. Doch nachdem ich eher durchwachsene Erfahrungen mit Büchern der Autorin gemacht habe, wollte ich mich nicht zu früh freuen. Hier passt aber wieder alles. Der Nervenkitzel springt über. Die Figuren sind jung, sportlich und suchen die Freiheit in einer Aussteiger-Bucht in Marokko. Surfen, chillen und das Leben genießen. In diese vermeintliche Idylle stößt unerwartet Bea. Ehemaliges Modell, die nach einem Verbrechen in der Hauptstadt dringend eine Zuflucht sucht. Die faszinierende Marnie nimmt sie in ihrem Boutique-Hostel auf. Doch nach und nach zeigen sich Risse in der Fassade. Ein Amerikaner kommt auf der Suche nach seiner verschwundenen Schwester nach Marokko und es entspinnt sich ein Katz-und-Maus-Spiel bei dem fast jeder der Bewohner etwas zu verbergen hat. Die Mischung aus Surfer-Leben und Urlaubsidylle, dazu eine Prise Lust und Liebe und die wirklich sehr hoch gehaltene Spannung machen hier den Reiz aus. Die letzten Kapitel bergen einige Überraschungen und die ein oder andere Figur entpuppt wirklich unerwartete Züge. Nach dem für mich sehr überzeugenden „No Escape“ wieder ein Thriller der Spaß macht und mit einigen Wendungen überzeugt.

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Ein Volltreffer

Eisiges Glas
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Wie schon der erste Teil um Leo Asker und ihr etwas sonderbares Team hat mich auch dieser begeistert. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Wieder geht es um Urban Explorer, verlassene, verwunschene ...

Wie schon der erste Teil um Leo Asker und ihr etwas sonderbares Team hat mich auch dieser begeistert. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Wieder geht es um Urban Explorer, verlassene, verwunschene Orte und verschwundene bzw. entstellte Opfer. Doch dies ist nicht der einzige Fall, der Leo beschäftigt. Im Mittelpunkt steht eine vor vielen Jahren vergrabene Leiche, für deren Tod Leos Vater verantwortlich sein soll. Mit Widerwillen versucht sie die Hintergründe aufzuklären und kommt so immer wieder mit ihrer eigenen Vergangenheit in Berührung. Parallel wird die Geschichte von Leos Jugendfreund Martin Hill erzählt, der die ganz besondere Möglichkeit bekommt, ein Buch über ein innovatives Forschungsunternehmen zu schreiben. Immer tiefer taucht er in die mystische Geschichte der Unternehmerfamilie ein und deckt nach und nach eine Tragödie auf. Der Schreibstil ist so packend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Einziges Manko ist der Klappentext, der fälschlicherweise Leos Vater als Verdächtigen für den Tod der zwei Urban Explorer bezeichnet. Das ist aber im Buch zu keiner Zeit der Fall. Doch das kann den sehr positiven Gesamteindruck nicht schmälern. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Die Idylle wird zur tödlichen Falle

One Perfect Couple
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Ich mag die Thriller von Ruth Ware und wurde auch hier nicht enttäuscht. Eine einsame Insel, fünf Paare und überall Kameras. Was zunächst spannend klingt, wird zum Albtraum für alle Beteiligten. Ein Sturm ...

Ich mag die Thriller von Ruth Ware und wurde auch hier nicht enttäuscht. Eine einsame Insel, fünf Paare und überall Kameras. Was zunächst spannend klingt, wird zum Albtraum für alle Beteiligten. Ein Sturm zwingt die Paare für sich selbst zu sorgen, das Team und das rettende Boot sind verschwunden, über das Funkgerät ist niemand zu erreichen und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Die Figuren sind gut gezeichnet, es gibt sympathische und weniger sympathische, und im Laufe der Zeit wird die Gruppe immer kleiner. Unfall oder Mord? Als die Vorräte knapp werden, brechen die Fassaden auf und schnell eskaliert die Situation. Alles in allem handelt es sich um einen sehr kurzweiligen, spannenden Thriller, aber mir fehlt etwas die Überraschung. Das Ende überzeugt mich nicht wirklich und fällt etwas hinter den anderen Büchern der Autorin ab. Dennoch langweilt man sich bei der Lektüre definitiv nicht.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Vom süßen Leben und der Sehnsucht nach dem Süden

Es kann so schön sein, das Leben
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Dieser sonnige Ratgeber bringt eine Saite in mir zum Klingen. Die Sehnsucht nach Langsamkeit, Wärme, Genuss und Geselligkeit. Der Autor nimmt mich mit auf eine Reise nach Portugal, Italien, Spanien, Griechenland ...

Dieser sonnige Ratgeber bringt eine Saite in mir zum Klingen. Die Sehnsucht nach Langsamkeit, Wärme, Genuss und Geselligkeit. Der Autor nimmt mich mit auf eine Reise nach Portugal, Italien, Spanien, Griechenland und natürlich Frankreich. Überall hat Genuss, und nicht nur der kulinarische sondern der Lebensgenuss, eine höhere Bedeutung als in Deutschland. Ja, auch dort ist nicht alles perfekt, es gibt Probleme, Konflikte und Sorgen, aber ein wenig mehr Leichtigkeit würde uns oft gut tun. Mir tut bereits die Lektüre dieses Buches gut und entführt mich auf eine Gedankenreise. Was wäre wenn? Und selbst fürs Daheimbleiben liefert Alexander Oetker einfach umsetzbare Tipps für das Dolce Vita Gefühl. Langsam gehen anstatt durchs Leben zu hetzen. Mit Genuss und Freude essen und trinken. Zeit fürs Einkaufen und Kochen zu nehmen. Oder auch einfach mal nichts zu tun und zu warten. Momente bewusst wahrnehmen, sich selbst Gutes tun. Darauf kommt es an. Ja, nicht alles lässt sich immer umsetzen und auch für mich sind nicht alle Kapitel gleichermaßen relevant. Aber es geht um das Grundgefühl. Mir hat dieses Buch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, mich nachdenken lassen und den ein oder anderen Ratschlag werde ich sicher beherzigen. Und das, obwohl ich eigentlich keine Ratgeber-Leserin bin. Diesen habe ich mit Genuss gelesen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Berührender Geschwister-Roman

Maikäferjahre
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Dieser berührende Roman erzählt die Geschichte der Geschwister Anni und Tristan in den letzten Kriegsmonaten und kurz danach. Anni muss mit ihrer kleinen Tochter aus dem zerbombten Dresden fliehen. Dabei ...

Dieser berührende Roman erzählt die Geschichte der Geschwister Anni und Tristan in den letzten Kriegsmonaten und kurz danach. Anni muss mit ihrer kleinen Tochter aus dem zerbombten Dresden fliehen. Dabei hilft ihr Adam, Ausnahmegeiger und Jude, der von Annis Vater versteckt wurde. Tristan stürzt als Pilot eines Kampfflugzeuges über England ab und wird von Rosalie im Krankenhaus gesund gepflegt. Die beiden verlieben sich, doch müssen sich vielen Anfeindungen stellen. Die beiden Handlungsstränge werden im Wechsel erzählt, was den Lesefluss und die Spannung hochhält. Die Figuren sind einnehmend und ich folge ihnen gern. Insbesondere die letzten Kapitel finde ich sehr bewegend. Sie lassen auf eine Fortsetzung hoffen, da beide Perspektiven für mich noch nicht zu Ende erzählt sind. Darüber würde ich mich sehr freuen. Dennoch muss ich sagen, dass ich mir nach dem Roman „Heimatsterben“ der Autorin etwas mehr erhofft hat. Dieser hat mich mit seiner Brisanz und Aktualität gepaart mit der Familiengeschichte sehr beeindruckt. Bei „Maikäferjahre“ passt soweit alles, aber irgendwie fehlt mir das Besondere, der Stachel bzw. das Kritische.

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