Profilbild von Consta

Consta

Lesejury Star
offline

Consta ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Consta über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2026

Wohlfühlkrimi mit Geistern

The Morrisey Mysteries 2. Die geheime Treppe
0

Da mich der erste Band der Reihe um Meg und ihre geisterhaften Ermittlungen bereits gut unterhalten hat, musste ich auch den nächsten Band lesen. Wie beim ersten Band bewegen wir uns wieder im gleichen ...

Da mich der erste Band der Reihe um Meg und ihre geisterhaften Ermittlungen bereits gut unterhalten hat, musste ich auch den nächsten Band lesen. Wie beim ersten Band bewegen wir uns wieder im gleichen Schema: typische Cosy Crime mit einer Mischung aus Allem was das Herz begehrt. Hier gibt es Humor, sympathische Figuren, Geister, Tiere, Freundschaften und einen spannenden Fall. Ich habe mich sehr über das Wiederlesen altbekannter Charaktere gefreut und auch über die Neuen. Diesmal bewegen wir uns auch etwas außerhalb des Appartmentkomplexes für die Ermittlungen und es gibt gleich zwei Leichen und somit müssen Meg und Ripley einen Fall der Vergangenheit und einen in der Gegenwart lösen, was etwas schwierig ist, da Ripley gerade wenig sie selbst ist (eine Folge aus dem ende von Band 1). Der Flair der 20er hat mir besonders gut gefallen und ich konnte mir die geheime Treppe irgendwie besser vorstellen, als die Lösung im ersten Band. Das Ende ging zwar wieder recht flott, es wurde einer nach dem anderen verdächtigt und am Ende doch schlüssig und überraschend gelöst. Diese Lösung konnte ich diesmal sogar besser nachvollziehen, so dass mir das Buch noch einen Tick besser gefallen hat. Ich fand den Fall spannend und unterhaltsam. Zudem fand ich die neuen Geister sehr sympathisch und am Ende auch ein wenig gruseliger. Dafür gibt es ein bisschen weniger Romantik und die Tiere haben eine kleinere Rolle als im ersten Band, aber es ist eine Reihe und in den folgenden Bänden ist dafür noch genug Raum. Wer unterhaltsame Lektüre zum Wohlfühlen mit Charme, Liebe, Tieren und einen ansprechenden Fall sucht, liegt hier bestimmt nicht falsch; mir jedenfalls gefällt die Reihe und ich werde Meg auch gerne auf ihren nächsten Fall begleiten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2026

spezielle Erzählart

The Empress of Salt and Fortune: (Die Chroniken von Chih)
0

Chi reist durch die Welt und sammelt Geschichten. Gut, dass sie auf Kaninchen trifft, die hat nämlich eine ganz besondere zu erzählen.

Zugegeben hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu ...

Chi reist durch die Welt und sammelt Geschichten. Gut, dass sie auf Kaninchen trifft, die hat nämlich eine ganz besondere zu erzählen.

Zugegeben hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen. Der Schreibstil ist sehr speziell, so wie die Handlung auch und doch einfach wunderschön. Es ist sicher kein Buch, dass man einfach mal so wegliest, denn hier versteckt sich viel zwischen den Zeilen. Ich musste mehrmals zurück lesen um auch nur annähernd zu verstehen, was ich gerade gelesen habe. Die Erzählung ist dicht, atmosphärisch und mir manchmal zu tief gewesen. Ich hatte manchmal das Gefühl nicht mal annähernd den Sinn von allem verstanden zu haben. Dabei haben die Erzählungen von Kaninchen aus ihrer Vergangenheit mich richtig abgeholt, sie gingen mir sehr zu Herzen. Ich denke aber, dass dieses Buch wirklich Geschmacksache ist, bei den nur 160 Seiten ist aber sicher einen Versuch wert und eignet sich bestimmt gut um sich darüber mit jemandem auszutauschen. Mich persönlich hat es gut unterhalten, war mir aber stellenweise zu viel. Den Figuren habe ich mich wenig nah gefühlt (naja, so ein sprechender Vogel wäre schon toll;) und das Ende war dann sehr flott. Ich rate aber jedem es einfach zu lesen, es gibt genug begeisterte Stimmen dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2026

Mythen neu erfunden

Deadly Ever After – Blut und Schnee
0

Was war das denn für ein irrer Ritt - ich bin total begeistert, hier ist wirklich Nichts wie es scheint. Wir treffen auf bekannte und unbekannte Figuren aus Märchen, Sagen und Co., die sich sogar nicht ...

Was war das denn für ein irrer Ritt - ich bin total begeistert, hier ist wirklich Nichts wie es scheint. Wir treffen auf bekannte und unbekannte Figuren aus Märchen, Sagen und Co., die sich sogar nicht an das Schema halten und sehr kreativ neu erfunden wurden. Ich bin mir sicher, dass ich bei weitem nicht alle Anspielungen verstanden habe und das regelrecht nach einem Re-Read schreit. Der Schreibstil ist gut zu lesen, für Fantasy typisch und schön beschreibend, absolut passend für dieses außengewöhnliche Abenteuer. Die Handlung ist spannend und die Figuren fallen aus dem Rahmen. Hier gibt es nur bedingt ein Happily Ever After; klassisch gute Märchenfiguren verlieren sich in Bösartigkeit und die Bösen sind auch nicht immer so böse wie man es erwartet. Die Helden sind auch etwas anders und gewinnen dadurch nur noch mehr meine Sympathie- allen voran Ran und Linde. Letztere ist eine taffe, ältere Metzgerin, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Ran unser Froschprinz, den ich bis zum Schluss nicht einschätzen konnte und trotzdem unheimlich sympathisch fand. Hans im Glück, da denkt man ja der schafft alles, aber was heißt schon Glück und natürlich Tristan, der Neffe des tapferen Schneiderleins, der gerne seinen Onkel rächen möchte. Düster und abenteuerlustig macht sich diese illustre Truppe auf den Weg, denn irgendwie hat ein jeder noch ein Hühnchen mit der Kaiserin zu rupfen. Die Figuren (und zwar jede Einzelne) sind einfach der Hammer und das Buch kommt ohne jeglichen Spice und nur wenig Romance aus, genau mein Ding. Trotz der vielen Seiten flog die Lesezeit nur so dahin und das Buch hat mir unheimlich Spaß gemacht, das schreit nach noch mehr Abenteuer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2026

Nachwuchs Detektive

A Lesson in Murder
0

Astoria geht auf eine Schule für Kriminologie - hier werden die Häuser a la Holmes eingeteilt (toller Vibe) und sie müssen sich einer alles entscheidenden Aufgabe stellen. Diese gerät schnell ins Hintertreffen, ...

Astoria geht auf eine Schule für Kriminologie - hier werden die Häuser a la Holmes eingeteilt (toller Vibe) und sie müssen sich einer alles entscheidenden Aufgabe stellen. Diese gerät schnell ins Hintertreffen, da Astorias beste Freundin ermordet wird - natürlich wird der Fall am Ende gelöst, nur wie?

Ich liebe den Schreibstil von Celine Leonora, bereits "Blackspell" hat mir gut gefallen und auch hier konnte er mich überzeugen. Locker, leicht flog ich durch die Seiten und musste öfters mal schmunzeln. Astoria eine eher kühle, clevere Heldin, die den Leser an ihren logischen Gedankengängen teilhaben lässt, bleibt bedacht und fokussiert - trotz den beiden Jungs. Auch die sind gut gezeichnet, wobei ziemlich schnell klar ist, für welchen sie sich entscheiden wird. Der Liebesaneteil hält sich somit in Grenzen, was mir sehr gut gefallen hat. Alles in allem hat das Buch einfach Spaß gemacht zu lesen. Anfangs wurden mir ein paar Dinge zu oft wiederholt und es hat etwas gedauert, bis der Fall in Schwung kam. Das Ende wiederum ging dann ziemlich schnell, auch war klar, dass Astoria nie ins Gefängnis gehen wird, aber - so what. Mich hat es jedenfalls gut unterhalten und ich bin schon sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2026

Angst aus Sicht eines Betroffenen

Hundertsiebenundachtzig Tage
0

Dieses nicht besonders lange Buch glänzt mit einem einzigartigem schreibstiols und einer intensiven Innenansicht des Erzählers - hier gilt klein und fein :) Der Ich-Erzähler leidet am Höhlensyndrom und ...

Dieses nicht besonders lange Buch glänzt mit einem einzigartigem schreibstiols und einer intensiven Innenansicht des Erzählers - hier gilt klein und fein :) Der Ich-Erzähler leidet am Höhlensyndrom und hat das Haus seit ganzen 187 Tagen nicht verlassen. Der Autor lässt uns hier sehr intensiv an den Gefühlen, Ängsten und Herausforderungen des Erzählers teilhaben. Durch Satzfragmente, Songtexte und weiteren Stilmitteln, die präzise an den richtigen Stellen gesetzt sind, wirkt der Text besonders intensiv. Hier wird weniger auf das Warum eingegangen, sodern mehr auf den Weg, die Gefühle, die Begleitpersonen und und und. Ein wirklich tolles Buch, das sich auch sehr gut als Schullektüre eignen würde (finde ich zumindest, denn ich hätte es in meiner Schulzeit gerne gelesen;) Literarisch und poetisch, eher anspruchsvoll zu lesen und dabei trotzdem leicht und intensiv erzählt - eine besondere Leseerfahrung, die Raum für weitere Gedanken, Ideen, Diskussionen und Ausgänge lässt. Mir hat es gut gefallen und für mich war auch diese Offenheit sehr stimmig, einzig Manon hat mir Rätsel aufgegeben, für mich war sie ein bisschen zu perfekt für den Erzähler.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere