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Veröffentlicht am 08.11.2023

Eine zauberhafte Vampirgeschichte voller Witz, Charme und Freundschaft

Moon & Midnight − Die beste Freundin beißt man nicht
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Da ich die Bücher von der Katy Birchall sehr gerne mag, stand für mich sofort fest, dass ich auch ihre neue Kinderbuchreihe „Moon & Midnight“ kennenlernen möchte. Voller Vorfreude habe ich mich auf den ...

Da ich die Bücher von der Katy Birchall sehr gerne mag, stand für mich sofort fest, dass ich auch ihre neue Kinderbuchreihe „Moon & Midnight“ kennenlernen möchte. Voller Vorfreude habe ich mich auf den Auftaktband gestürzt und wurde nicht enttäuscht.

Die 11-jährige Maggie Moon zieht mit ihren Eltern in die ländliche Kleinstadt Ghoston und hofft auf einen Neuanfang. Wegen ihrer großen Vorliebe für Grusel- und Horrorgeschichten war sie an ihrer alten Schule eine Außenseiterin und galt als sonderbar. Maggie liebt Schauergeschichten wirklich über alles, je unheimlicher, desto besser. Sie schockt so leicht nichts. Dass die alte einsam gelegene Villa, die ihnen ihr Onkel hinterlassen hat, direkt an einem dunklen Wald liegt, macht ihr daher keine Angst. Maggie ist ganz fasziniert von den Skeleton Woods, die angeblich verflucht sind. Obwohl es strengstens verboten ist den Wald zu betreten, beschließt sie ihn zu erkunden und macht eine unglaubliche Entdeckung: Ein heruntergekommenes altes Schloss voller Vampire! Hier trifft sie auch auf das Vampirmädchen Theodora Midnight und die Fledermaus Segelohr. Schnell wird klar, dass Theodora anders ist als normale Blutsauger. Sie ist Vegetariern und ernährt sich nur von Rote-Bete-Saft. Sie ist zudem nett und witzig und Maggie auf Anhieb sympathisch. Die beiden Mädchen werden schnell die besten Freundinnen. Doch dann findet Maggie heraus, dass sie aus einer alten Linie von Vampirjägern entstammt. Können die beiden trotzdem weiter miteinander befreundet sein?

Seid ihr gerade auf der Suche nach einer schönen Grusellektüre, mit der ihr euch in Halloweenstimmung bringen könnt? Dann kann ich euch „Moon & Midnight“ nur ans Herz legen. Wobei...gruseln wird sich hier vermutlich niemand. Obwohl wir es mit einem Spukschloss voller Vampire und einem finsteren Wald zu tun bekommen, ist die Geschichte nur ein kleines bisschen unheimlich und dafür total lustig und warmherzig. Der erste Band von Katy Birchalls neuer Reihe ist einfach das perfekte Buch um sich die schaurige Herbstzeit zu versüßen.

Katy Birchall ist für mich mittlerweile ein Garant für Gute-Laune-Wohlfühl-Bücher. Ihr Schreibstil ist wie gewohnt herrlich humorvoll und liest sich so locker-leicht, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ich habe auch dieses Werk aus ihrer Feder nahezu in einem Rutsch durchgelesen und mich dabei oft köstlich amüsiert. Das Aufeinanderprallen von Vampir- und Menschenwelt sorgt für jede Menge Situationskomik und witzige Dialoge und auch an spannenden Momenten mangelt es nicht. Langeweile kommt da garantiert nicht auf!
Neben der gelungenen Mischung aus Witz und Spannung kann die Geschichte aber auch mit wichtigen Werten und Botschaften punkten wie Freundschaft, Toleranz, Zusammenhalt, füreinander einstehen und das Überwinden von Vorurteilen.

Ich-Erzählerin Maggie und Vampirmädchen Theodora zeigen uns, dass man auch dann prima miteinander auskommen und befreundet sein kann, wenn man völlig verschieden ist und dass es sich lohnt, offen und neugierig zu sein. Es ist herzerwärmend zu sehen, wie zwischen diesen beiden ungleichen Mädchen innerhalb kurzer Zeit eine ganz besondere Bindung entsteht und sie lernen für das Richtige einzutreten. Die Zwei sind einfach zwei wundervolle Protagonistinnen, sympathisch, authentisch und aufgeweckt. Man schließt sie sofort ins Herz und auch die weiteren Charaktere sind – bis auf wenige Ausnahmen – richtige Figuren zum Gernhaben. Wie gut, dass es sich hierbei um einen Serienstart handelt und wir uns von dieser liebenswerten Truppe noch nicht verabschieden müssen. Auf den zweiten Band, der nächstes Frühjahr erscheinen wird, freue ich mich schon sehr!

Fazit: „Moon & Midnight - Die beste Freundin beißt man nicht“ ist eine zauberhafte Vampirgeschichte mit einer großen Portion Freundschaft und Humor (und Ketchup), einer Prise Grusel und wunderbaren Charakteren. Ein Buch zum Schmunzeln, Lachen und Wohlfühlen. Ein toller Auftakt, der einfach Spaß macht und nicht nur junge Leser*innen ab 10 Jahren begeistert. Für mich war auch dieses Buch von Katy Birchall ein echtes Vergnügen, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Ein richtig toller Folgeband, genauso witzig und spannend wie der Vorgänger

Freddy und Flo 2: Das Geheimnis der muffigen Mumie
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Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der „Freddy und Flo“ – Reihe. Da es zu Beginn eine doppelseitige Charaktervorstellung gibt und alles Wissenswerte kurz erklärt wird, sollten auch Neueinsteiger ...

Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der „Freddy und Flo“ – Reihe. Da es zu Beginn eine doppelseitige Charaktervorstellung gibt und alles Wissenswerte kurz erklärt wird, sollten auch Neueinsteiger problemlos zum Buch greifen können. Die Lesefreude ist allerdings größer, wenn man mit dem ersten Teil startet.
Nachdem ich vom Reihenauftakt so begeistert war, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen.

Die Geschwister Freddy und Flo Feyerabend leben seit kurzem in der Jüteborger Straße Nummer 13 in Berlin Kreuzburg, einem Mietshaus, das direkt an einem Friedhof liegt. Seit ihrem Einzug hat sich einiges verändert. Die neue Freundin ihres Papas finden sie gar nicht mehr so übel und ihr neues Zuhause mit seinen ungewöhnlichen Nachbarn hat sich als ziemlich cool herausgestellt. Freddy und Flo wohnen nämlich in einem echten Spukhaus, zusammen mit einer Hexe, einem Vampir, einem Geist und anderen Gruselgestalten. Furchteinflößend sind sie aber überhaupt nicht. Nur die Mumie, die kürzlich zurückgekehrt ist, ist irgendwie unheimlich und verhält sich äußerst verdächtig. Sie taucht ausgerechnet in der Nacht auf, in der Hexe Poppy spurlos verschwindet und scheint sich sehr für das Ägyptische Museum zu interessieren. Als Freddy herausfindet, dass die Mumie einen Einbruch plant, steht für ihn sofort fest, dass er sie aufhalten muss. Ob es ihm gemeinsam mit seinen neuen Freunden und seiner pubertierenden knurrigen Schwester wohl gelingen wird?

Auf dieses Buch habe ich mich zurecht so sehr gefreut. Maria Kling hat auch mit „Freddy und Flo 2 : Das Geheimnis der muffigen Mumie“ einen wunderbar originellen Kinderroman ab 9 Jahren geschrieben, der perfekt zur gruseligen Herbstzeit passt und dem Vorgänger in nichts nachsteht. Es entspinnt sich auch dieses Mal eine witzig-turbulente, magische und überhaupt nicht unheimliche Detektiv- und Gruselgeschichte, die so fesselnd und humorvoll geschrieben ist, dass man aus ihr gar nicht mehr auftauchen mag. Langeweile kommt auf den 276 Seiten garantiert nicht auf, hier wird sogar der größte Lesemuffel zur Leseratte und auch erwachsene Leser*innen werden bestens unterhalten.
Die vielen schrägen Figuren sind erneut ganz in ihrem Element und sorgen mit ihren unterschiedlichen Marotten für jede Menge Situationskomik und amüsante Dialoge. Vor allem die übernatürlichen Wesen, deren typische Eigenschaften auf köstliche Weise aufs Korn genommen werden, bringen einen immer wieder zum Kichern. Ein Vampir, der sich vegetarisch ernährt und Yoga macht; ein Werwolf, der Autoschilder verkauft, eine Elfe, die völlig verpeilt ist und sich einfach keine Namen merken kann – in der Jüteborger Straße Nummer 13 wimmelt es wirklich nur so vor kuriosen Erscheinungen. Aber auch die sich ständig kabbelnden Geschwister Freddy und Flo sind erneut großartig getroffen und ergeben ein herrliches, liebenswertes Gespann. Viel zu schnell ist das Abenteuer mit ihnen allen vorbei und nun heißt es wieder sehnsüchtig auf den nächsten Band warten.

Ganz toll sind auch wieder die unverwechselbaren schwarz-weiß Illustrationen von der Astrid Henn, die die den Witz der Erzählung gekonnt unterstreichen und wie gewohnt einfach nur gute Laune machen.

Fazit: „Freddy und Flo 2: Das Geheimnis der muffigen Mumie“ ist ein superlustiges und rasantes Grusel-Detektiv-Abenteuer mit Schmunzel- und Lach-Garantie, außergewöhnlichen Charakteren und einem spannenden Fall zum Mitraten. Eine tolle Geschichte über Toleranz, Vielfalt, Familie und Zusammenhalt. Ein schaurig-schönes Lesevergnügen für Jung und Alt – nicht nur zu Halloween. Mir hat auch dieser Band der „Freddy und Flo“ – Reihe großen Spaß gemacht, ich finde ihn rundum gelungen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Eine zauberhafte und wunderschön bebilderte Hexengeschichte mit einer tollen Botschaft!

Leila die weltbeste Hexe
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Da ich Flavia Z. Dragos Bilderbuch „Gustavo, das scheue Gespenst“ so gerne mag, war meine Freude groß als ich hörte, dass der von Hacht Verlag auch den zweiten Band „Leila, die weltbeste Hexe“ herausbringen ...

Da ich Flavia Z. Dragos Bilderbuch „Gustavo, das scheue Gespenst“ so gerne mag, war meine Freude groß als ich hörte, dass der von Hacht Verlag auch den zweiten Band „Leila, die weltbeste Hexe“ herausbringen wird. Die beiden Bücher hängen inhaltlich jedoch nicht zusammen und sind somit vollkommen unabhängig voneinander lesbar. (Wer aber ganz genau hinschaut, wird zwischen den Seiten auf einen geisterhaften kleinen Bekannten stoßen.)

Leila ist eine sehr zielstrebige und ehrgeizige Junghexe und in vielen Dingen richtig gut. Sei es beim Fliegen, Zaubern oder Kürbis schnitzen – Leila beherrscht alles tadellos. Sie ist deswegen auch weit und breit als eine besondere Hexe bekannt und hat für ihre ganzen Talente schon viele Preise gewonnen. Ihr großer Traum ist es, im großen Hexenkuchen-Wettbewerb zu gewinnen. Denn Leila entstammt aus einer alten Hexenfamilie, in der alle weiblichen Hexen Meisterbäckerinnen waren. Dieses Jahr ist sie endlich alt genug, um an dem Wettbewerb teilzunehmen, allerdings muss sie schnell erkennen, dass Backen gar nicht so einfach ist. Die kleine Hexe gibt natürlich nicht auf, doch so sehr sie auch übt und schuftet, irgendwie will ihr kein Rezept gelingen. Leila ist furchtbar enttäuscht von sich selbst. Zum Glück hat sie aber drei weltbeste große Schwestern, die immer für sie da sind und ihr helfen. Und auch ihr Schutzgeist Basilius lässt sie nicht im Stich. Mit ihrer Hilfe wird Leila im Backen immer besser und schafft es sogar bis in die Endrunde des Wettbewerbs. Dass sie den ersten Preis trotz der ganzen Mühe nicht gewinnt, findet sie tatsächlich gar nicht schlimm. Sie hatte dafür ganz viel Spaß beim gemeinsamen Backen mit ihren Schwestern und das ist doch das Wichtigste.

Schon das Cover ist genial. Mit seinen knalligen Farben sticht es direkt ins Auge und verlockt dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und darin zu blättern. Es verspricht zudem jede Menge gute Laune und Halloween-Vibes und genau das bekommt man auch. Flavia Z. Drago hat uns mal wieder ein absolut hinreißendes Bilderbuch gezaubert, welches seinem gespenstischen Vorgänger in nichts nachsteht und einen das ganze Jahr hindurch begleiten kann. An dieser wundervollen Geschichte mit ihren tollen Botschaften sollte man sich auf keinen Fall nur in der gruseligen Herbstzeit erfreuen.

„Leila, die weltbeste Hexe“ erinnert uns liebevoll daran, dass niemand in allem perfekt sein kann und es überhaupt nicht schlimm ist, wenn man mal scheitert. Es wird gezeigt, dass man sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen darf, dass man zusammen stark ist und jede Menge Spaß haben kann. Denn genau darauf kommt es doch noch wirklich an. Nicht auf den ersten Platz, sondern auf die Freude an dem Ganzen und die gemeinsame Zeit, die man dabei mit seinen Liebsten verbringt.

Großartig sind auch wieder die Illustrationen von Flavia Z. Drago, die mit dem Text ein perfektes Zusammenspiel ergeben und in ihrem unverwechselbaren Stil gehalten sind. Ihre Bilder sind bunt, wild und stecken voller charmantem Grusel und witziger Details. Es gibt einfach auf jeder Seite so viel zu entdecken, sodass das Betrachten nie langweilig wird.

Fazit: Man nehme folgende Zutaten: Eine sympathische kleine Hexe, eine große Portion Schwesternzusammenhalt, ein Schuss Freundschaft, viele amüsante, gruselig-süße Zeichnungen sowie eine Schüssel voll leckerer Rezepte. Das Ergebnis ist eine herzige, lustig-fröhliche und zauberhaft illustrierte Hexengeschichte ab 4 Jahren mit einer Heldin zum Liebhaben, wichtigen Botschaften und lauter herrlichen Köstlichkeiten. Ein schaurig-schönes Bilderbuch für Jung und Alt – nicht nur zur Halloweenzeit. Ich kann auch dieses Werk von Flavia Z. Drago nur empfehlen, mein Herz hat Leila im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Eine wunderschöne Fortsetzung!

Die wilden Pferde von Rydal Hill - Glühende Sterne
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Bei dem hier vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Jugendbuchreihe „Die wilden Pferde von Rydal Hill“. Es ist auf jeden Fall von Vorteil den ersten Band zu kennen, weil die Bände aufeinander ...

Bei dem hier vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Jugendbuchreihe „Die wilden Pferde von Rydal Hill“. Es ist auf jeden Fall von Vorteil den ersten Band zu kennen, weil die Bände aufeinander aufbauen.
Da mir der Reihenauftakt so gut gefallen hat, habe ich mich auf mein Wiedersehen mit Valerie und Co. sehr gefreut.

Die 17-jährige Valerie hat sich dazu entschlossen bei ihrem Bruder und dessen Familie im englischen Lake District zu bleiben. Sie hat ihr Herz an diesen Ort verloren, mit seiner traumhaften Landschaft und den wilden Fellponys. Die Farm Ellonby und das beschauliche Städtchen Rosley sind ihr schon längst zur Heimat geworden und auch an ihrer neuen Schule hat sie sich schnell eingewöhnt. Und dann wäre da natürlich noch Ben, in den sie sich mit jedem Tag mehr verliebt. Inzwischen ist es Herbst geworden und alles könnte so schön sein, wenn da nicht der gefährliche Fluch wäre, der auf den Aldrighams zu liegen scheint. Ein Fluch, der sowohl Pferde als auch Menschen betrifft. Als Bens Vater Gordon ihnen davon erzählt, beginnen Val und Ben zusammen mit ihren Freunde sofort nachzuforschen. Je mehr sie herausfinden, desto deutlicher wird, dass die alten Geschichten die Wahrheit erzählen. Auf einmal stößt der frei lebenden Herde immer mehr rätselhafte Dinge zu. Der Fluch muss unbedingt gebrochen werden, ehe es zu spät ist!

Schon das bildhübsche Cover, das perfekt zum Vorgänger passt, verspricht jede Menge Herbst-Vibes und genau das bekommt man auch.
Nachdem uns der erste Band in das sommerliche Lake District mitgenommen hat, lernen wir diesen malerischen Ort Nordenglands nun von seiner herbstlichen Seite kennen. Die Rückkehr dorthin fühlt sich schon jetzt ein bisschen wie nach Hause kommen an. Die idyllisch gelegene Farm Ellonby, die gemütliche Kleinstadt Rosely, die traumhafte Landschaft des Lake Districts mit ihren Bergen, Wäldern, Seen und Wiesen, die frei lebenden Fellponys – die bildlichen Beschreibungen lassen all das im Kopf lebendig werden und einen voll und ganz in die Geschichte eintauchen.

Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin ist erneut die 17-jährige Valerie, die man mit ihrer sympathischen und authentischen Art sehr schnell ins Herz schließt und nur zu gerne begleitet. Es ist wundervoll zu sehen, wie sie sich in ihrem neuen Zuhause einlebt und immer mehr in Ben und die wilden Fellponys verliebt, wie sie zunehmend an Mut und Selbstvertrauen gewinnt und sich endlich wieder freier und glücklicher fühlt. Die Pferdeszenen werden dabei wieder großartig beschrieben, gefühlvoll, realistisch und magisch. Das Gleiche gilt aber auch für die Liebesgeschichte, die in keinster Weise kitschig daherkommt. Val und Ben sind einfach ein tolles Paar, ich habe ihre gemeinsamen Augenblicke wieder sehr genossen.

Für mich war auch dieser Roman aus der Feder von Theresa Czerny ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich habe Val, Ben und die ganzen anderen liebenswerten Charaktere mit jeder weiteren Seite nur noch mehr in mein Herz geschlossen und mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören wollen. Die Handlung lebt von einer ruhigen und atmosphärischen Erzählweise, vermag einen mit ihren vielen Geheimnissen und spannenden Momenten aber dennoch durchweg zu fesseln. Vor allem die letzten Kapitel sind aufregend und dramatisch und das herzzerreißende Ende lässt einen voller Ungeduld und Vorfreude auf den nächsten Band zurück.

Fazit: „Die wilden Pferde von Rydal Hill – Glühende Sterne“ ist eine wunderschöne Geschichte über die erste Liebe, Freiheit und Vertrauen, über Pferde, Freundschaft, Familie und wichtige Entscheidungen. Es ist mitreißend, tiefgründig und romantisch, gewürzt mit einer Prise Mystery. Ein Buch zum Eintauchen, Wohlfühlen und Wegschmökern. Die perfekte Lektüre für den Herbst und nicht nur für Pferdefans und Jugendliche ab 13 Jahren ein Genuss. Mir hat der zweite Band sogar noch besser gefallen als der erste, den dritten Teil kann ich kaum erwarten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 30.10.2023

Eine wundervoll illustrierte Bilderbuchausgabe des berühmten Klassikers

Der geheime Garten
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„Der geheime Garten“ zählt seit Generationen zu den bekanntesten und beliebtesten Klassikern der britischen Kinderliteratur und begeistert Jung und Alt bis heute. Und das zurecht. Mit „Der geheime Garten“ ...

„Der geheime Garten“ zählt seit Generationen zu den bekanntesten und beliebtesten Klassikern der britischen Kinderliteratur und begeistert Jung und Alt bis heute. Und das zurecht. Mit „Der geheime Garten“ hat Frances Hodgson Burnett einfach ein zauberhaftes Werk erschaffen, das auf keinen Fall in Vergessenheit geraten darf. Mich freut es daher stets aufs Neue, dass die Geschichte immer wieder adaptiert und – wie bei der hier vorliegenden Bilderbuchausgabe aus dem Insel Verlag – auch für junge Kinder zugänglich gemacht wird.

Die kleine Mary Lennox soll fortan in Nordengland leben, in dem großen alten Herrenhaus Misselwaithe Manor. In einer regnerischen Winternacht erreicht sie ihr neues Zuhause. Es ist ein kalter und düsterer Ort, der genauso einsam und traurig wirkt wie sie sich fühlt. Mary findet zunächst alles schrecklich. Doch dann beginnt sie die Gegend zu erkunden und begegnet dem Gärtner Ben, der ihr ein Geheimnis verrät: Irgendwo zwischen den Mauern und Hecken von Misselwaithe Manor gibt es einen versteckten Garten, der seit langer Zeit fest verschlossen ist. Die Neugierde des Mädchens ist geweckt. Kurz darauf trifft Mary auf ein kleines Rotkelchen, dass ihr den Weg zum Garten weist. Sie findet den Schlüssel zum Tor und als sie den verwilderten Garten erblickt, verliebt sie sich sofort in ihn. Sie vertraut sich dem Bruder des Dienstmädchens Martha an, dem Jungen Dickon und zusammen beginnen sie sich um den Garten zu kümmern. Während die Bäume und Blumen zu neuem Leben erwachen, blüht auch Marys Fröhlichkeit und Lebensfreude wieder auf. Sie ist jedoch nicht die Einzige, die durch die Magie des Gartens zu einem glücklichen Kind wird. Denn in Misselwaithe Manor lebt noch jemand, der kranke und mürrische Junge Colin…

Dass es sich hierbei um eine stark verkürzte Version des deutlich umfangreicheren Romans handelt, war mir natürlich von vornherein klar. Für meinen Geschmack wurde allerdings etwas zu viel vom Inhalt weggelassen. Wer die Originalgeschichte kennt, weiß, dass Mary in Indien aufgewachsen ist und nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrem Onkel nach England geschickt wird. Diese Information fehlt hier leider, man erfährt zu Beginn nur, dass Mary ein sehr trauriges Mädchen ist und fortan in dem großen alten Herrenhaus Misselwaithe Manor leben soll. Der Onkel wird dabei gar nicht erwähnt und taucht auch im gesamten Buch nicht auf. Die Handlung wirkt dadurch stellenweise ein wenig abgehackt und unzusammenhängend.

Trotz allem finde ich aber, dass Calista Brills Neuinterpretation von „Der geheime Garten“ eine gelungene Vereinfachung ist, die Kinder ab 4 Jahren an das Original heranführt. Denn die wichtigsten Elemente und Kernaussagen der ursprünglichen Erzählung sind enthalten. Es geht unter anderem um Freundschaft, den besonderen Zauber der Natur und die Liebe zur Tier- und Pflanzenwelt. Um Fürsorge, Hoffnung, Einsamkeit, Heilung und Lebensmut. Man taucht ein in eine Welt voller Geheimnisse, Magie und Wunder und erlebt mit, wie Mary, Colin und Dickon den verwilderten Garten gemeinsam zum neuen Leben erwecken, wie sie zusammen mit ihm aufblühen und dabei lernen, an sich selbst zu glauben und einander zu vertrauen und wertzuschätzen.

Die farbigen und seitenfüllenden Illustrationen von Adelina Lirius untermalen den Text gekonnt. Sie veranschaulichen wunderbar Marys Entwicklung von einem verzogenen Griesgram zu einem lebensfrohen und glücklichen Mädchen. Anfangs sind die Bilder trist und düster gehalten, sie werden aber, wie Marys Gemütsstand, immer fröhlicher und bunter. Die Zeichnungen sind einfach ein Traum, atmosphärisch, liebevoll und detailreich, und laden zum Verweilen und Erkunden ein.

Fazit: „Der geheime Garten“, nach dem gleichnamigen Roman von Frances Hodgson Burnett, ist eine wundervoll illustrierte Bilderbuchausgabe des berühmten Klassikers zum ersten Entdecken und neu Erleben. Eine schöne vereinfachte Nacherzählung für Kinder ab 4 Jahren. Es ist eine zeitlose Geschichte über die Schönheit und heilende Kraft der Natur und die Macht der Freundschaft. Berührend, warmherzig und magisch. Auch wenn mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte, kann ich es sehr empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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