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Veröffentlicht am 27.05.2022

Ein herrlicher Lesespaß!

Luis und Lena - Die Scherze des Schreckens
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Da die ersten beiden Bände der Luis und Lena-Reihe echte Highlights für mich waren, habe ich dem Erscheinen von Band 3 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Auf das neue Abenteuer von Luis, Lena und Co. ...

Da die ersten beiden Bände der Luis und Lena-Reihe echte Highlights für mich waren, habe ich dem Erscheinen von Band 3 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Auf das neue Abenteuer von Luis, Lena und Co. war ich super gespannt.

In dem kleinen bayerischen Dorf von Luis und Lena ereignen sich seit kurzer Zeit wieder ziemlich merkwürdige Dinge. Den Bewohnern werden immer fiesere Streiche gespielt und da Scherzo, ein Bandenmitglied der Wildschweine, bekannt ist für seine unlustigen Pranks, fällt der Verdacht aller sofort auf ihn. Aber steckt wirklich er dahinter? Die Streiche sind teilweise wirklich ziemlich gemein. Luis und Lena haben irgendwie so ihre Zweifel. Wer aber ist dann für diesen Scherze-Horror verantwortlich? Als die beiden schließlich herausfinden, dass eine Horde magischer Scherzbolde die Übeltäter sind, setzen die zwei sofort alles daran, um diese Plagegeister wieder loszuwerden.

Obwohl es bei mir inzwischen wieder ein Weilchen her ist, dass ich die ersten beiden Bände gelesen habe, habe ich mich an die Ereignisse noch sehr gut erinnern können. Ich habe daher erneut mühelos in das Lena und Luis-Universum zurückgefunden und meine Zeit darin in vollen Zügen genießen können. Es wäre allerdings auch kein Problem gewesen, wenn mir die Handlungen nicht mehr so präsent gewesen wären. Die Bücher bauen zwar aufeinander auf, erzählen jedoch in sich abgeschlossene Geschichten, sodass man sie meinem Empfinden nach ohne Schwierigkeiten unabhängig voneinander lesen kann. Ich kann allen Neueinsteigern aber dennoch nur raten, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Die Lesefreude ist dann einfach um einiges höher.

Was mein Schmökererlebnis anbelangt, kann ich nur sagen, dass meine große Vorfreude völlig gerechtfertigt war. Thomas Winkler hat mich auch mit dem dritten Teil seiner Luis und Lena-Serie wunschlos glücklich machen können; meine – ziemlich hohen – Erwartungen konnten definitiv komplett erfüllt werden. Ich habe auch diesen Band regelrecht verschlungen und für meinen Geschmack leider viel zu schnell beendet.

Geschildert wird wieder alles aus der Sicht des 12-jährigen Luis in der Ich-Perspektive. Luis habe ich schon längst fest in mein Herz geschlossen. Mit ihm hat Thomas Winkler einen absoluten Sympathieträger erschaffen, den man als Leserin sofort gernhaben muss und mit dem sich die Zielgruppe, sprich Kinder ab 10 Jahren, garantiert prima identifizieren wird. Luis ist einfach so schön authentisch und besitzt eine hinreißend komische und selbstironische Art uns von den Geschehnissen zu berichten. Die Erzählweise habe ich wieder total geliebt, von dieser war ich schon in den ersten beiden Teilen vollkommen begeistert. Luis spricht uns Leserinnen auch dieses Mal immer wieder direkt an und gibt einem damit richtig das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein.

Mit den weiteren Figuren hat Thomas Winkler ebenfalls lauter sympathische und einmalige Gestalten kreiert, die sich mit ihren verschiedenen und teils äußerst schrulligen Eigenschaften auf Anhieb in die Herzen von uns Leser*innen schleichen und für jede Menge Heiterkeit sorgen. Zu meiner großen Freude sind erneut viele bekannte Gesichter mit von der Partie wie Lena und die Wildschweine selbstverständlich, oder Luis‘ Mutter. Auch der Vater unseres Romanhelden ist wieder per WhatApps dabei und versorgt seinen Sohn mit rätselhaften Ratschlägen.
Lena, unsere zweite Hauptprotagonistin, die gemeinsam mit Luis stets im Mittelpunkt steht, hat mir wieder ganz besonders gut gefallen, ich mag ihre pfiffige und selbstbewusste Art unheimlich gerne. Über mein Wiedersehen mit den Wildschweinen habe ich mich aber natürlich auch tierisch gefreut, ich liebe diesen schrägen Haufen einfach und amüsiere jedes Mal prächtig über deren liebenswert-verrückten Eigenarten. So auch über Scherzo, der diesmal, neben Luis und Lena, ebenfalls eine große Rolle in der Erzählung einnimmt. Seine Leidenschaft fürs Streiche spielen und sein abgedrehtes Mua-Ha-Ha – Gelächter hat mich immerzu vergnügt grinsen lassen.

Bestens unterhalten haben mich auch die Scherzbolde – eine extrem freche und sehr ulkig sprechende Truppe an kleinen Kerlchen. Nach der durchgeknallten Zahnfee und einem muffeligen Taschenriesen aus den Vorgängern bekommen wir es in diesem Band also mit neuen magischen Wesen zu tun und auch was diese angeht, hat Thomas Winkler seiner Fantasie mal wieder ihren freien Lauf gelassen und sich lauter geniale und lustige Dinge ausgedacht. Generell sprüht die Geschichte einfach nur so vor kreativen Ideen, Humor und Wortwitzen. Zahlreiche lauter Lacher und viele breite Schmunzler sind hier garantiert!
Neben dem hohen Unterhaltungsfaktor kommt natürlich auch die Spannung nicht zu kurz, sodass man ordentlich ins Mitfiebern gerät und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Wie aber schon in den zwei vorherigen Bänden, so ist auch die Story in Band 3 nicht nur spannend und amüsant – sie vermittelt auch viele wichtige Themen und Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Vertrauen. Auch die ernstere Thematik Arbeitslosigkeit und Armut wird mit Scherzo leicht angesprochen und uns sehr sensibel und kindgerecht nähergebracht.

Ein echter Genuss sind dann auch wieder die schwarz-weiß Bilder von Daniel Stieglitz. Seine zahlreichen humorvollen Illustrationen harmonieren erneut einfach nur grandios zu den Vorkommnissen im Text und unterstreichen perfekt die skurrilen Szenen.
Richtig klasse fand ich auch, dass die Abstimmungstabellen unserer Freunde ebenfalls abgebildet wurden und, genauso wie die Story und die Zeichnungen, für ein sehr spaßiges Leseereignis sorgen. Was es mit diesen Tabellen auf sich hat, werde ich euch hier jedoch nicht erzählen und auch sonst möchte ich eigentlich gar nicht mehr groß was verraten. Wenn ihr gerne wissen möchtet, was eine Tasse Straßenbelag ist, welche Sprache die Scherzbolde sprechen oder ob es den Wildschweinen gelingen wird, die streicheliebenden Bolde aus ihrer Stadt wieder zu vertreiben, müsst ihr das Buch schon selbst lesen.

Die Geschichte endet abgeschlossen, allerdings machen die letzten Sätze große Hoffnung darauf, dass es weitergehen wird. Hoffentlich wird dem so sein! Ich würde mich riesig über einen vierten Band freuen.

Fazit: Ein herrliches Lesevergnügen mit jeder Menge Gute-Laune-Garantie!
Thomas Winkler hat auch mit „Die Scherze des Schreckens“ einen rundum gelungenen Folgeband aufs Papier gezaubert, der genauso toll und superwitzig ist wie beiden Vorgänger, voller wunderbarer Situationskomik und einzigartiger Charaktere steckt und großartig von Daniel Stieglitz illustriert ist. Ich hatte wahnsinnig viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit den Wildschweinen. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung sowie 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.05.2022

Ein neues tolles Abenteuer mit der Barfuß-Bande!

Die Barfuß-Bande und die Reise über alle Berge
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Hurra, endlich geht es mit der Barfuß-Bande weiter! Da mir der erste Band so gut gefallen hat, habe ich mich riesig über die Info gefreut, dass dieses Jahr eine Fortsetzung erscheinen wird. Diese musste ...

Hurra, endlich geht es mit der Barfuß-Bande weiter! Da mir der erste Band so gut gefallen hat, habe ich mich riesig über die Info gefreut, dass dieses Jahr eine Fortsetzung erscheinen wird. Diese musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Die Barfuß-Bande kann auf einen großartigen Sommer zurückblicken, in denen sie lauter spannende Abenteuer erlebt und so einige knifflige Fälle gelöst hat. Die Ferien neigen sich mittlerweile nur leider dem Ende zu und Taio, das neueste Mitglied, soll zurück nach München fahren. Das muss unbedingt verhindert werden! Corvin, Tanne, Ben und Kiki beschließen kurzerhand, gemeinsam mit Taio zu verduften und über die Berge nach Italien zu türmen. Obwohl die Barfüße einen genialen Plan ausgetüftelt haben, sind ihnen schon sehr bald die ersten Verfolger auf den Fersen. Zum Glück gelingt den Freunden die Flucht – ein Jahresvorrat an Kartoffelchips kann enorm hilfreich sein – doch dann verletzt sich ein Bandenmitglied auf der Reise. Oje. Ob die Barfüße ihr Ziel dennoch erreichen werden?

Den Reihenauftakt habe ich vor etwas über zwei Jahren gelesen, was nun also schon wieder ein Weilchen her ist. Obwohl mir die Geschehnisse inzwischen leider nicht mehr hundertprozentig präsent waren, habe mich dennoch dazu entschlossen, die Fortsetzung ohne einen schnellen Reread des Vorgängers zu lesen, was dann auch zum Glück kein Problem war. Die Bände bauen zwar aufeinander auf, aber da zu Beginn alles Wichtige kurz erklärt wird, kann man die beiden Bücher meinem Empfinden nach recht gut unabhängig voneinander lesen. Ich würde allerdings trotzdem raten, zuerst zu Band 1 zu greifen. Die Lesefreude ist dann einfach um einiges höher.

Was mein Lesevergnügen angeht, kann ich nur sagen, dass ich mich eindeutig zurecht so sehr auf mein Wiedersehen mit der Barfuß-Bande gefreut habe. Der erste Band hat mir persönlich zwar etwas besser gefallen – komplett überzeugen konnte mich der zweite Teil leider nicht – aber begeistert bin ich, definitiv. In meinen Augen ist Jörg Steinleitner mit „Die Barfuß-Bande und die Reise über alle Berge“ eine weitere mitreißende und höchst amüsante Feriengeschichte gelungen, die mit viel Tempo, Witz und Einfallsreichtum erzählt wird, mega gute Laune macht und die perfekte Lektüre für den Sommer ist. Ich habe die Barfüße nur zu gerne auf ihrer neuen aufregenden Mission begleitet und musste mich für meinen Geschmack viel zu schnell wieder von ihnen verabschieden.

Da es zwei Sachen gab, die mir nicht ganz so zugesagt haben, komme ich als nächstes einfach mal zu diesen.
Mir hat in diesem Band leider das Barfuß-Feeling gefehlt. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass die große Leidenschaft der Banden-Mitglieder für das Barfußlaufen im Vorgänger äußerst bildlich beschrieben wurde, sodass man als Leser*in am liebsten sofort seine Schuhe und Socken ausgezogen hätte, um selbst mal wieder auf bloßen Füßen herumzulaufen. Dieses Mal jedoch spielt das Barfußlaufen kaum noch eine Rolle, sodass die Bande ihrem Namen eigentlich gar nicht mehr so wirklich gerecht wird. Fand ich schon ein bisschen schade, ich wäre gerne wieder in den Genuss der ulkigen barfüßigen Schilderungen gekommen.
Was ich auch etwas vermisst habe, sind die Krimielemente. Leider gibt es in diesem Teil keine detektivischen Ermittlungsarbeiten, die zum Mitraten einladen – junge Spürnasen, die auf einen neuen rätselhaften Fall gehofft haben, könnten also ein wenig enttäuscht von dem Buch sein. Da wir uns stattdessen aber mit der Barfuß-Bande auf einen abenteuerlichen Roadtrip begeben, hat mich dieser Aspekt letztendlich eigentlich nicht groß gestört.

Das war‘s dann auch schon mit meiner negativen Kritik, kommen wir nun zu den Dingen, die mir gefallen haben.
Da wären zum einen der Schreibstil und die Art und Weise wie alles geschildert wird. Jörg Steinleitner ist es meiner Ansicht nach abermals erstklassig gelungen aus dem Blickwinkel von Kindern zu schreiben. Die Sprache ist auch dieses Mal sehr lebendig und modern und enthält viel Sprachwitz, was bei der Zielgruppe garantiert richtig gut ankommen wird. Zudem ist der Erzählstil auch wieder sehr locker-leicht und flüssig und absolut passend für Kinder ab 8 Jahren zum Selberlesen geeignet. Der Altersempfehlung vonseiten des Verlags kann ich daher nur zustimmen. Zum Vorlesen für Kids ab 6 Jahren bietet sich die Reihe dank der kurzen Kapitel aber auch prima an.

Auch was die Charaktere anbelangt, wird diese Reihe bei Mädchen und Jungen ab 8 Jahren ganz bestimmt vollkommen punkten können. Da unsere fünf Hauptprotagonisten Corvin, Tanne, Ben, Kiki und Taio – sprich die Barfuß-Bande – sehr authentisch und lebensecht dargestellt werden, wird sich die Zielgruppe hervorragend mit ihnen identifizieren können. Mir, als Erwachsene, ist es allerdings auch wieder mühelos geglückt, mich in unsere Romanhelden hineinzuversetzen.
Mit den Barfüßen hat Jörg Steinleitner einfach zauberhafte Figuren erschaffen, ich habe sie alle Fünf fest in mein Herz geschlossen. Ich könnte da auch gar nicht sagen, wen ich am liebsten mag, sie sind einfach alle fünf so sympathisch und so schön aufgeweckt und abenteuerlustig drauf.
Neben der Barfuß-Bande sind nur noch sehr wenige weitere bekannte Gesichter aus dem Vorgänger mit von der Partie, was ich aber nicht schlimm fand. Wir dürfen dafür ein paar neue einmalige Gestalten kennenlernen wie eine chipsverrückte Oma zum Beispiel, oder eine freundliche Polizistin.

Wovon ich ebenfalls wieder vollauf begeistert bin, ist das Setting. Jörg Steinleitner verwöhnt uns auch diesmal mit einer wahren Wohlfühlkulisse, die zum Träumen und Entdecken einlädt und ein tolles Gefühl von Abenteuer aufkommen lässt. Am Anfang der Geschichte halten wir uns noch im idyllisch gelegenen Wolkendorf auf, allerdings wird es uns gemeinsam mit den Barfüßen sehr schnell in die Berge verschlagen, in Richtung Italien. An welche Orte uns die ereignisreiche Reise unserer Bande so mitnehmen wird, werde ich hier jedoch nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Euch erwartet auf jeden Fall ganz viel traumhafte Natur und eine wundervolle Sommerstimmung.

Für eine großartige Atmosphäre sorgt dann auch wieder die Innenaufmachung. Daniela Kohl, die Illustratorin der Mein-Lotta-Leben-Reihe, hat die Erlebnisse unserer fünf Freunde auch dieses Mal köstlich in Szene gesetzt und die Geschichte mit vielen kunterbunten und stimmungsvollen Bildern versehen. Mir hat die Innengestaltung erneut wahnsinnig gut gefallen, ich liebe einfach den unverkennbaren und pfiffigen Zeichenstil von der Daniela Kohl und finde, dass er perfekt zu dieser Reihe passt.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle auf, ich war durchweg am Mitfiebern und am Schmunzeln und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung kann mit jeder Menge Spannung und vielen höchst unterhaltsamen Ideen und Einfällen aufwarten und auch die Überraschungen kommen nicht zu kurz. Sehr cool fand ich auch, dass es in diesem Band viele geniale Banden-Tipps gibt. Banden-Fans kann ich die Abenteuer der Barfüße definitiv ganz besonders ans Herz legen, für die ist diese Reihe ein großes Muss!

Die Erzählung endet abgeschlossen, macht zugleich aber auch große Hoffnung, dass es weitergehen wird. Also ich würde mich sehr über einen dritten Teil freuen, ich würde unheimlich gerne noch so einige weitere schöne Abenteuer mit der Barfuß-Bande erleben.

Fazit: Spannend, originell, superwitzig. Ein neues tolles Abenteuer mit der Barfuß-Bande!
Mit dem zweiten Band ihrer gemeinsamen Kinderbuchreihe bescheren uns Autor Jörg Steinleitner und Illustratorin Daniela Kohl ein weitere wunderbare Feriengeschichte, die voller guter Sommerlaune und bandenstarker Freundschaftsmomente steckt, herrlich kreativ und lustig aufgemacht ist und große Lust auf mehr macht. Mir hat es total viel Spaß gemacht in dieses Buch einzutauchen und die Barfüße auf ihrer turbulenten Reise zu begleiten. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.05.2022

Eine wundervolle Sommergeschichte!

Sommerdiebe
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Als ich das erste Mal von dem Buch „Sommerdiebe“ hörte, wusste ich sofort, dass ich es lesen muss. Es klang einfach so gut und von dem wunderhübschen Cover war ich auf den ersten Blick ganz hingerissen. ...

Als ich das erste Mal von dem Buch „Sommerdiebe“ hörte, wusste ich sofort, dass ich es lesen muss. Es klang einfach so gut und von dem wunderhübschen Cover war ich auf den ersten Blick ganz hingerissen. Da mir meine bisherigen von Annette Moser zudem sehr gut gefallen haben, ließ ich ihren neuen Kinderroman aus dem Carlsen Verlag wirklich nur zu gerne bei mir einziehen.

Die Ferien haben begonnen und Mo freut sich riesig auf sechs lange Wochen voller Sommer, Sonne und Freiheit, in denen er viele heimliche Streifzüge durch die Umgebung unternehmen und jede Menge neue Mystery-Geschichten mit seinem selbst erfundenen Undercover-Agenten Micky Smart schreiben kann. Doch dann verschwindet ihre Stute Luna spurlos und als sich Mo auf die Suche nach ihr begibt, stößt er in den Hügeln auf ein verlassenes Anwesen. An diesem verwunschenen Ort findet er nicht nur Luna – er trifft auch auf die Geschwister Fee und Prinz, die von zu Hause ausgerissen sind und sich in der alten Villa verstecken. Mo fasst sofort den Entschluss, den beiden Ausreißern zu helfen. Er kommt fortan jeden Tag, versorgt die zwei mit Essen und verbringt immer mehr Zeit mit ihnen. Auch Nell, die über den Sommer bei ihrer Patentante zu Besuch ist, stößt irgendwann dazu. Die Kinder freunden sich sehr schnell und erleben gemeinsam einen unvergesslichen Tag nach dem nächsten. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht die große Frage, was aus Fee und Prinz werden soll. Die beiden brauchen schließlich ein richtiges Zuhause...

Es gibt solche Bücher, bei denen man schon vor dem Lesen weiß, dass man sie lieben wird. „Sommerdiebe“ war so ein Buch für mich. Mir hat das neue Werk aus der Feder von Annette Moser einfach genau das beschert, was ich mir erhofft habe: Eine mitreißende Feriengeschichte mit Tiefgang, die unterhaltsam und bewegend zugleich ist und voller starker Freundschaftsmomente und heißer Sommertage steckt. Solche Erzählungen sind einfach genau mein Ding und wenn es euch auch so gehen sollte, kann ich euch nur nahelegen, es mir gleichzutun und in „Sommerdiebe“ von Annette Moser abzutauchen.

Ich hatte einen mühelosen Einstieg in die Geschichte. Der flüssige Schreibstil und die Geschehnisse haben mich sofort packen und begeistern können und auch mit der Erzählweise hat das Buch bei mir punkten können. Die Handlung wird abwechselnd von Mo, Fee, Prinz und Nell geschildert, stets in der dritten Person, und in meinen Augen ist diese Erzählform einfach nur die perfekte Wahl. Da unsere vier Hauptprotagonisten ziemlich unterschiedlich sind, machen die ständigen Sichtwechsel das Leseerlebnis zu einem äußerst spannenden und abwechslungsreichen. Zudem erhalten wir sehr anschauliche Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelten der Kinder, sodass wir sie ganz genau kennenlernen dürfen und uns ihnen beim Lesen richtig nahe fühlen.

Mit Mo, Fee, Prinz und Nell hat die Autorin vier wunderbare und grundverschiedene Hauptfiguren erschaffen. Sie sind liebenswert und einzigartig und wirken jederzeit vollkommen echt und authentisch. Da hätten wir zum einen Mo, der mir ganz besonders gut gefallen hat. Ich mochte seine fantasievolle und hilfsbereite Art und da er meine Liebe für das Geschichtenschreiben mit mir teilt, habe ich mich in ihn am besten hineinversetzen können.
Auch den fünfjährigen Prinz habe ich wahnsinnig liebgewonnen. Seine kindliche Begeisterung, Naivität und Ehrlichkeit hat mir immerzu ein breites Lächeln aufs Gesicht gezaubert; so einen süßen kleinen Bruder habe ich mir schon immer gewünscht.
Prinz‘ große Schwester Fee ist um einiges weniger herzlich und fröhlich drauf, was sie im ersten Moment nicht zu der größten Sympathieträgerin macht. Gernhaben muss man sie aber dennoch. Als Leserin weiß man schließlich, dass die Geschwister kein leichtes Leben haben und von zu Hause ausgerissen sind und da Fee überdies die Verantwortung für ihren kleinen Bruder trägt, kann man ihr misstrauisches und recht kratzbürstiges Verhalten nur zu gut nachvollziehen. Ich habe Fee für ihre Stärke und Entschlossenheit zutiefst bewundert und fand es rührend zu sehen, wie toll sie sich um Prinz kümmert und ihn beschützt.
Dann wäre da noch Nell, die ihre Ferien bei ihrer Patentante verbringt und bei der ebenfalls schnell klar wird, dass sie eine schwere Zeit hinter sich hat. Nell war mir ebenfalls auf Anhieb sympathisch, ich mochte ihre große Neugierde und Abenteuerlust total gerne.

Zusammen mit den vier Kindern und der Andalusierstute Luna erlebt man als Leser
in einen unvergesslichen Sommer an einem ganz besonderen, magisch anmutenden Ort. Ich fand es herzerwärmend mitzuerleben, wie die Vier immer mehr Vertrauen zueinander fassen und sich mit der Zeit eine außergewöhnliche und innige Freundschaft zwischen ihnen entwickelt. Die gemeinsamen Momente der Kinder, ihre Verbundenheit und gegenseitige Hilfsbereitschaft und ihr Zusammenhalt – all das wird wunderschön dargestellt.

Auch das Setting fand ich großartig. Die Geschichte nimmt uns an mehrere Orte mit wie Mos Zuhause (eine große, stattliche Villa) oder das Haus von Nells Patentante, aber Hauptschauplatz ist das alte, verfallene Anwesen, wo sich Fee, Prinz und die Stute Luna verstecken und sich die Freunde jeden Tag treffen. Mit diesem Ort hat die Autorin absolut meinen Geschmack getroffen, ich habe ihn sofort geliebt. Das verlassene Gemäuer wird einfach klasse beschrieben, herrlich verwunschen und abenteuerlich, sodass eine tolle, geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen wird.

Was die Handlung angeht, kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Sie enthält einen gelungenen Mix aus aufregendem Ferienabenteuer, emotionalen Augenblicken und ein bisschen Pferdegeschichte und auch viele wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Schuldgefühle und Vertrauen sind ein großer Bestandteil der Erzählung. Also mir hat diese Mischung echt gut gefallen, vor allem von der einfühlsamen und kindgerechten Art und Weise wie die ernsten Dinge verpackt wurden, bin ich begeistert.

Enden tut die Geschichte in sich abgeschlossen – ich gehe daher sehr davon aus, dass es sich bei „Sommerdiebe“ um einen Einzelband handelt. Mich hat der Schluss vollkommen überzeugen können, alles wird zufriedenstellend geklärt, sodass man das Buch glücklich wieder zuklappen kann.

Fazit: Spannend, warmherzig, atmosphärisch. Eine wundervolle Sommergeschichte voller Geheimnisse und Abenteuer!
Annette Moser ist mit „Sommerdiebe“ ein ganz besonderer und zauberhafter Kinderroman ab 10 Jahren gelungen, den ich jedem, der gerne berührende, tiefgründige und sommerliche Bücher liest, nur ans Herz legen kann. Mir hat es unheimlich viel Freude bereitet in dieses Buch eintauchen und gemeinsam mit den vier Kindern Mo, Fee, Prinz und Nell den Sommer ihres Lebens zu erleben. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.05.2022

Eine wundervolle Sommergeschichte!

Unser Sommer am See
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Bei dem Kinderroman „Unser Sommer am See“ stand für mich sofort fest, dass ich ihn unbedingt lesen muss. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick, es sieht so wunderhübsch aus, und da mich ...

Bei dem Kinderroman „Unser Sommer am See“ stand für mich sofort fest, dass ich ihn unbedingt lesen muss. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick, es sieht so wunderhübsch aus, und da mich auch der Klappentext direkt ansprach, zögerte ich wirklich keine Sekunde lang und ließ das Buch bei mir einziehen.

Da die Mutter mit einer Freundin nach Florenz reist, verbringen die drei Geschwister Agda, Nick und Jula ihre Ferien zusammen mit ihrem Papa Claus. Für ihre gemeinsame Zeit hat der Vater ein Ferienhaus im Bayerischen Wald gemietet, das weit abgelegen auf einem Berg steht und in dessen Nähe sich ein kleiner See befindet. Der Familienurlaub soll nur ganz anders werden als geplant. Kurz nach ihrer Ankunft bricht sich Claus Emmerich den Fuß und die Kinder müssen sich vorerst selbst beschäftigen. Zum Glück ist das aber kein Problem für die Geschwister. Sie dürfen sich nur bloß nicht gegenüber ihrer Mutter verplappern, die sich ständig per Handy bei ihnen meldet, um sich nach ihnen erkundigen. Doch dann verschwindet Nick plötzlich eines Tages spurlos. Hat vielleicht der Landstreicher Pepe etwas mit seinem Verschwinden zu tun? Oder hat sich Nick etwa alleine auf die gefährliche Suche nach dem geheimnisvollen Waldgoldschatz gemacht?

Obwohl ich von den Büchern von Nikola Huppertz schon viel Gutes gehört habe und sie mich auch sehr interessieren, hatte ich bisher noch kein Buch aus ihrer Feder gelesen. „Unser Sommer am See“ war also mein erstes Werk von ihr. Es wird auch bestimmt nicht mein letztes gewesen sein – mir hat die deutsche Autorin mit ihrem neuen Kinderroman ab 10 Jahren tolle Lesestunden bereiten können. In meinen Augen ist ihr mit „Unser Sommer am See“ eine wundervolle Feriengeschichte gelungen, die von Beginn an zum Wohlfühlen einlädt, voller herrlicher Urlaubsgefühle steckt und einfach nur die perfekte Lektüre für den Sommer ist.

In die Erzählung habe ich mühelos hineingefunden. Der flüssige Schreibstil sagte mir auf Anhieb zu – für mich hat er sich angenehm und locker-leicht lesen lassen – und die Handlung hat mich von den ersten Seiten an in ihren Bann ziehen können. Bereits im ersten Kapitel werden wir an den Ort mitgenommen, an den die drei Geschwister Agda, Nick und Jula gemeinsam mit ihrem Papa Claus ihre Ferien verbringen werden und da Nikola Huppertz ein absolutes Händchen dafür besitzt, alles überaus stimmungsvoll und anschaulich zu beschreiben, überkommt einen bereits zu Anfang eine große Sehnsucht nach Natur, Ruhe und warme unbeschwerte Sommertage sowie Badeurlaub am See. Von dem Setting könnte ich euch endlos etwas vorschwärmen, ich habe es sofort geliebt. Dank der bildlichen Beschreibungen habe ich mir die Kulisse ganz genau vorstellen können und mich spielend in den Bayerischen Wald träumen können. Ich habe die frische Waldluft förmlich riechen, das kühle Wasser des Sees regelrecht auf der Haut spüren und das Quaken der Frösche richtiggehend hören können. Man würde wirklich am liebsten sofort seine Koffer packen und Urlaub an diesem idyllischen und friedlichen Ort machen.

Auch mit der Erzählform hat das Buch bei mir punkten können. Die Geschichte wird abwechselnd aus mehreren Perspektiven geschildert, stets in der dritten Person, und wer meinen Lesegeschmack etwas näher kennt, wird wissen, dass ich Sichtwechsel in Büchern total gerne mag. Zum einen, weil sie das Ganze so schön abwechslungsreich und mitreißend gestalten, und zum anderen, weil man so mehrere Figuren sehr gut kennenlernen kann und dicht dran ist an ihren Gefühlen und Gedanken. Genau das trifft auch hier zu. In die Rollen der erzählenden Personen schlüpfen unter anderen Agda, Nick und Jula, der Vater der drei Kinder oder der Landstreicher Pepe, und da sie alle äußerst verschiedenen sind und sich die Schauplätze ständig ändern, ist das Leseereignis wirklich ein sehr vielseitiges und aufregendes.

Mit den Charakteren hat mich die Autorin ebenfalls überzeugen können. Sie besitzen alle ihre Eigenschaften und liebenswerten Besonderheiten und wirken jederzeit vollkommen echt und lebensnah. Da hätten wir zum Beispiel die drei ziemlich unterschiedlichen Geschwister, die sich alle drei sofort in mein Herz geschlichen haben. Vor allem die süße kleine Jula mit ihrer kindlichen Begeisterung und Ehrlichkeit habe ich super liebgewonnen, aber auch Nick zählte zu meinen Lieblingscharakteren. Ich haben seinen Wunsch, allen zu zeigen wie stark und mutig er ist sehr gut nachvollziehen können und ihn auf seinem Weg dahin nur zu gerne begleitet.
In Agda habe ich mich ebenfalls problemlos hineinversetzen können. Mit ihr bringt die Autorin auch ein paar romantische Gefühle mit ins Spiel, was mir richtig gut gefallen hat. Mich haben Agdas Gedanken über den Dorfjungen Felix des öfteren breit schmunzeln lassen.
Zu den weiteren Charakteren sage ich nun mal nichts weiter, ich möchte schließlich nicht zu viel verraten. Nur eine Sache noch: Mich hat der Aspekt, dass die Einheimischen mit bayerischen Dialekt reden, ein klein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits fand ich es toll, da dadurch alles nur noch authentischer wirkt, allerdings habe ich mich beim Lesen hin und wieder gefragt, ob jüngere Leser*innen nicht vielleicht leichte Schwierigkeiten mit dem süddeutschen Dialekt haben werden. Vielleicht unterschätze ich die Zielgruppe aber auch, keine Ahnung. Mir, als Erwachsene und Norddeutsche, hat die Sprache jedenfalls keinerlei Probleme bereitet.

Nun habe ich mich so positiv zu dem Buch geäußert, vermutlich fragen sich mittlerweile einige von euch, warum ich keine 5 Sterne vergeben habe. Ich habe die Geschichte wirklich gerne gelesen, aber irgendwie wollte der letzte Funken bei mir dann doch nicht überspringen, mir hat für die volle Sternenzahl insgesamt einfach etwas gefehlt. Aber wie gesagt, begeistert bin ich dennoch, was, so hoffe ich doch, in meiner Rezension auch deutlich geworden ist. Ich kann „Unser Sommer am See“ wirklich nur wärmstens empfehlen.

Fazit: Eine wunderbare Sommergeschichte voller guter Ferienlaune, Abenteuer und Geheimnisse und mit jeder Menge Wohlfühlgarantie.
Nikola Huppertz hat mit „Unser Sommer am See“ einen zauberhaften Kinderroman ab 10 Jahren aufs Papier gebracht, mit welchem sie Jung und Alt ein Leseerlebnis voller spannender und lustiger Momente beschert. Mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht in dieses Buch einzutauchen und ich kann jedem, der gerne atmosphärische und warmherzige Sommerbücher liest, nur ans Herz legen kann, es mir gleichzutun. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.05.2022

Ein richtig tolles Kreativ-Mitmachbuch!

Kreaturenkritzelbuch - Wilde Waldwesen
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Da mir das erste Kreaturenkritzelbuch so gut gefallen hat und ich den Zeichenstil von dem Thomas Hussung unheimlich gerne mag, stand für mich sofort fest, dass ich auch den zweiten Band unbedingt haben ...

Da mir das erste Kreaturenkritzelbuch so gut gefallen hat und ich den Zeichenstil von dem Thomas Hussung unheimlich gerne mag, stand für mich sofort fest, dass ich auch den zweiten Band unbedingt haben muss. Auf „Kreaturenkritzelbuch – Wilde Waldwesen“ habe ich mich sehr gefreut!


Sieht das Cover nicht klasse aus? Also ich finde, dass es ein richtiger Hingucker ist, mir gefällt es genauso gut wie das vom Vorgänger.

Ich war nun sehr gespannt, ob der zweite Band wohl auch inhaltlich mit dem ersten mithalten kann und um es kurz zu machen: Ja, kann er! Mich zumindest hat Thomas Hussung mit seinem neuen Kreaturenkritzelbuch auf ganzer Linie überzeugen. In meinen Augen hat der deutsche Illustrator und Autor mit dem zweiten Band ein weiteres einzigartiges Mitmachkreativbuch herausgebracht, das dem vorherigen in nichts nachsteht. Mir hat es jede Menge Vergnügen bereitet in dieses Buch einzutauchen und mich auf eine neue spannende und fantasievolle Mal-Mission mitnehmen zu lassen.

In die Rolle des Erzählers schlüpft erneut der Geist, dem wir bereits im Vorgänger bei einem Problem helfen mussten. Auch in diesem Band wendet er sich gleich zu Beginn an uns Leserinnen und bittet uns um unsere Hilfe. Ja, der arme Kerl sitzt tatsächlich schon wieder in der Klemme. Dieses Mal ist er jedoch nicht alleine: Auch Gretel ist mit von der Partie und braucht unsere Unterstützung. Das Buch, müsst ihr wissen, ist nämlich eigentlich ein Märchenbuch, nur eben kein normales. Vermutlich war es mal eines, aber da der Geist zwischen die Seiten geschlüpft ist, um mit uns in Kontakt zu treten, hat es sich in ein Kreaturenkritzelbuch verwandelt, damit wir Leserinnen dem fiesen Alchimisten Ignatius Igragurz endlich das Handwerk legen können. Gelingen kann uns das jedoch nur, wenn wir die Zeichenanweisungen befolgen und die anderen verschiedenen Aufgaben erfüllen. Aufgebaut ist dieser Band also genauso wie der erste und da Erzähler und Widersacher dieselben sind, hängen die beiden Bände inhaltlich ein ganz kleines bisschen miteinander zusammen. Man muss das erste Kreaturenkritzelbuch allerdings nicht kennen, um im zweiten alles verstehen zu können. Bei den Büchern handelt es sich trotz allem um alleinstehende Werke.


In „Kreaturenkritzelbuch – Wilde Waldwesen“ begeben wir Leserinnen uns auf eine aufregende Tour durch den Märchenwald, mit dem Ziel: rechtzeitig das Lebkuchenhaus der bösen Hexe erreichen und den Stein der Wesen vernichten, der darin von Ignatius Igragurz versteckt wurde. Dass dieses Unterfangen kein leichtes sein wird, könnt ihr euch sicherlich denken. Wie gut, dass der Geist so viele unterschiedliche Waldwesen kennt, die uns bei unserem Abenteuer helfen können, und zu jedem von ihnen auch noch tolle Kritzeltipps parat hat. Das Buch enthält insgesamt wirklich eine Menge Malanleitungen zu den verschiedensten Kreaturen wie beispielsweise Waldtrolle, Wichtel, Alraunen oder Werwölfe. Die Übungen werden allesamt wieder sehr einfach und verständlich Schritt für Schritt erklärt, sodass sogar so jemand wie ich, der völlig unbegabt im Zeichnen ist, räusper, etwas einigermaßen Gutes aufs Papier bringen kann.


Neben den zahlreichen Zeichenanleitungen gibt es dann noch diverse Rätselaufgaben wie Labyrinthe oder Zahlenbilder und in den Genuss von vielen genialen farbigen Illustrationen kommen wir natürlich ebenfalls wieder. Die Bilder haben mir erneut ganz besonders gefallen – wie oben bereits erwähnt, stehe ich einfach total auf den witzigen und unverkennbaren Zeichenstil von Thomas Hussung. Im Zeichnen von Monstern und Fantasiewesen ist er wahrlich ein absoluter Könner.

Auch was das Know-how über magische Geschöpfe angeht, kann man Thomas Hussung definitiv als einen echten Experten bezeichnen. So versorgt uns auch dieser Band mit lauter interessanten Infos über die ganzen wilden Waldwesen, die wir im Verlauf kennenlernen dürfen.

Das Buch ist wirklich total cool und originell aufgemacht. Junge angehende Künstler ab 8 Jahren sowie Fabelwesen- und Denksport-Liebhaber
innen werden garantiert wahnsinnig viel Freude beim Lesen und Durcharbeiten haben, aber auch als Erwachsener fühlt man sich bestens unterhalten.


Fazit: Mit „Kreaturenkritzelbuch – Wilde Waldwesen“ ist Thomas Hussung ein weiteres ganz besonderes Kinderbuch für Jung und Alt gelungen, mit welchem er uns eine wunderbare Mischung aus unterhaltsamer, märchenhafter Geschichte, vielen inspirierenden Malanleitungen und tollen Mitmach-Rätsel-Aufgaben beschert. Ich kann das zweite Kreaturenkritzelbuch nur empfehlen, es ist so herrlich kreativ und liebevoll gestaltet und macht einfach nur super viel Spaß. Ich bin begeistert und hoffe sehr auf weitere Kreaturenkritzelbücher. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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