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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2022

Herzerwärmend, tiefgründig, unterhaltsam, wunderschön.

Café Meerblick
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Da mir „Pension Herzschmerz“ so gut gefallen hat, war meine Freude als ich hörte, dass dieses Jahr ein neuer Roman von Christin-Marie Below erscheinen wird, in welchem sie uns erneut auf die ostfriesische ...

Da mir „Pension Herzschmerz“ so gut gefallen hat, war meine Freude als ich hörte, dass dieses Jahr ein neuer Roman von Christin-Marie Below erscheinen wird, in welchem sie uns erneut auf die ostfriesische Insel Norderney mitnimmt. Da stand für mich natürlich sofort fest, dass ich ihn unbedingt lesen.

Es ist nun ein Jahr her, dass ihre beste Freundin Sophie verstarb und Mona ist es bisher noch nicht gelungen, diesen schweren Verlust zu verarbeiten. Erst als sie am ersten Todestag ihrer Freundin ein Päckchen von Sophies kleiner Schwester Franzi überreicht bekommt, beginnt sich ihr Leben zu ändern. Das Paket stammt von Sophie und enthält unter anderem einen Brief, in welchem sie Mona darum bittet nach Norderney zu fahren, wo die beiden viele schöne gemeinsame Sommer verbracht haben. Mona kommt den Wunsch ihrer Freundin nach und reist, begleitet von Sophies Tagebuch, an deren Lieblingsort. Kurz nach ihrer Ankunft wird sie Caro kennenlernen und sich sehr schnell mit ihr anfreunden. Von ihr erfährt sie von einem Café, dessen Besitzer nach einem Nachfolger sucht. Mona, die eine gelernte Konditorin ist, bewirbt sich kurzerhand darum, sie möchte einen Neuanfang wagen. Doch dann lernt sie den jungen Koch Tjark kennen, der ihr Herz höherschlagen lässt, und sie gerät ins zögern. Ist sie wirklich bereit für so viel Veränderung?

Findet ihr nicht auch, dass das Cover etwas wunderbar Unbeschwertes ausstrahlt und total Lust auf Sommer, Strand und Meer macht? Und auf Kuchen? Also in mir hat es irgendwie sofort eine große Sehnsucht nach dem Meer ausgelöst. Und nach einem leckeren Stück Torte. Anstatt aber meine Koffer zu packen oder zum nächsten Bäcker zu düsen, habe ich es mir mit dem Buch gemütlich gemacht und das Meer und den Kuchen zu mir nach Hause geholt. Schon nach wenigen Seiten ist mir klar geworden, dass das Cover nicht zu viel verspricht. Auch die Geschichte verströmt, trotz der traurigen Themen, eine leichtherzige, sommerliche Wohlfühlatmosphäre und lässt die reinste Urlaubsstimmung aufkommen. Wie schon bei „Pension Herzschmerz“, so wäre ich auch dieses Mal nur zu gerne in das Buch hineingekrochen und nach Norderney gereist. Christin-Marie Below ist es einfach mal wieder hervorragend gelungen, den besonderen Charme der Insel einzufangen und uns diesen beliebten Ferienort mit ihren bildlichen Beschreibungen so richtig schmackhaft zu machen. Man meint beim Lesen das Rauschen der Wellen regelrecht hören und die warme Meeresbrise förmlich auf der Haut spüren zu können.

Was die Kulisse angeht, hat das neue Werk von Christin-Marie Below also schon mal bei mir punkten können. Wie aber schaut es mit dem Rest aus?
Um es kurz zu machen: Meine Erwartungen konnten vollends erfüllt werden. Ich habe zauberhafte Lesestunden mit dem Buch verbracht und es für meinen Geschmack viel zu schnell beendet.

Ich hatte einen prima Einstieg in die Geschichte. Der angenehme, flüssige Schreibstil von Christin-Marie Below gefiel mir erneut auf Anhieb und auch unsere Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Mona mochte ich vom ersten Moment an. Ihre herzliche Art und liebenswerten kleinen Macken machen sie zu einem unheimlich sympathischen Menschen und da ihre Empfindungen und Gedanken empathisch und authentisch dargestellt werden, gelingt es einem als Leser*in mühelos, sich in sie hineinversetzen. Bei mir zumindest war es so. Ich habe mich jederzeit in Mona hineindenken können und mit ihr mitgefühlt, mitgelitten und mich gemeinsam mit ihr gefreut.

Neben Monas Kapiteln bekommen wir auch immer wieder einige Seiten aus dem Tagebuch ihrer verstorbenen Freundin Sophie zu lesen, die von der gemeinsamen Zeit der beiden Freundinnen berichten. Mir haben diese Auszüge überaus gut gefallen, sie sind berührend und wunderschön geschrieben und machen das Leseerlebnis zu etwas ganz Besonderem.

Was die Handlung angeht, verrät ja bereits der Klappentext, dass sie sich mit den schweren Themen Verlust, Trauerbewältigung und dem Loslassen auseinandersetzt. Da es der Autorin aber hervorragend geglückt ist, diese Thematik leicht und einfühlsam zu verpacken, wird die Story, trotz Monas großer Traurigkeit, an keiner Stelle zu ernst oder drückend.
Der Schmerz unserer Protagonistin steht zudem auch gar nicht im Fokus der Erzählung, es geht vielmehr um ihren Neuanfang auf der Insel, mit allem, was dazu gehört, sowie ihre positive und Mut machende Entwicklung. Das Buch handelt also auch noch von anderen, deutlich fröhlicheren Dingen wie Veränderungen, Liebe, Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft. Vor allem letzteres nimmt viel Raum ein, die Geschichte steckt voller toller Freundschaftsmomente, die einem so richtig das Herz erwärmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Romantik kommt dabei etwas zu kurz, ich jedenfalls hatte mit mehr gerechnet. Dass der romantische Anteil geringer ausfiel als erwartet, hat mich jedoch nicht gestört und auch dass die Handlung teilweise recht vorhersehbar für mich war, fand ich überhaupt nicht schlimm. Mich haben die Geschehnisse dennoch durchweg mitreißen und fesseln können. Vor allem den Wettbewerb habe ich als aufregend empfunden. Da bin ich ordentlich ins Mitfiebern geraten und die Kuchen, die Mona backt, habe ich mir verdammt lecker vorgestellt. Diesbezüglich sollte ich vielleicht besser mal vorwarnen: Nicht nur die Kulisse, auch Monas Backkünste werden sehr anschaulich beschrieben. Man hat beim Lesen also nicht nur die salzige Meeresluft in der Nase – man meint auch ständig den Duft von frischen Gebäck riechen zu können. Zum Glück gibt es hinten im Buch ein paar der erwähnten Backrezepte – wenn man mag, kann man die Kuchen also nachbacken.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu den Nebenfiguren. Auch mit diesen hat mich die Autorin überzeugen können. Sie wurden allesamt facettenreich und glaubhaft ausgearbeitet und tragen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften dazu bei, dass man eine tolle Zeit mit dem Buch verbringt. Besonders liebgewonnen habe ich Franzi, die kleine Schwester von Sophie, und Caro, die Mona auf der Insel kennenlernen wird. Die Freundschaft der drei Frauen wird einfach großartig beschrieben, bewegend und lustig zugleich, sodass es die reinste Freude ist, Zeit mit ihnen zu verbringen.
Sehr gefreut hat mich, dass auch Lou und Anna aus „Pension Herzschmerz“ ihren Auftritt haben. Die beiden Romane hängen also ein kleines bisschen zusammen, sie erzählen aber dennoch komplett eigenständige Geschichten. Also falls ihr euch gefragt habt, ob man den Vorgänger kennen muss, um der Handlung in „Café Meerblick“ folgen zu können: Nein, muss man nicht, man kann die Bücher wirklich völlig problemlos unabhängig voneinander lesen.

Fazit: Herzerwärmend, tiefgründig, unterhaltsam. Eine wundervolle Sommerlektüre mit traumhaftem Setting, jeder Menge Urlaubsfeeling und ganz viel herrlichem Inselflair.
Nach „Pension Herzschmerz“ hat mich die deutsche Autorin Christin-Marie Below nun auch mit ihrem zweiten Liebesroman absolut begeistern können. Für mich war „Café Meerblick“ so ein richtiges Wohlfühlbuch. Die Geschichte enthält einfach die perfekte Mischung aus Gefühl, Ernst, Leichtigkeit und Tiefgang und weckt ein großes Fernweh nach der Nordsee. Ich habe Mona nur zu gerne nach Norderney begleitet und kann jedem nur empfehlen, es mir gleichzutun. Von mit gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 28.04.2022

Turbulent, warmherzig, tiefgründig, superwitzig! Ein herrlicher Lesespaß!

Lottie Brooks und das verflixte Gefühlswirrwarr
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Da mir der erste Band der Lottie Brooks-Reihe total gut gefallen hat, habe ich mich auf den zweiten Teil tierisch gefreut. Ich war so gespannt wie es wohl mit Lottie und Co. weitergehen wird.

Im Leben ...

Da mir der erste Band der Lottie Brooks-Reihe total gut gefallen hat, habe ich mich auf den zweiten Teil tierisch gefreut. Ich war so gespannt wie es wohl mit Lottie und Co. weitergehen wird.

Im Leben der 12-jährigen Lottie Brooks geht es gerade drunter und drüber. Zu Hause hält ihre kleine Babyschwester alle auf Trab und in der Schule läuft sie jedes Mal knallrot an und bringt nur noch ein peinliches Gestammel heraus, wenn sie ihrem Schwarm Daniel über den Weg läuft. Dann wäre da noch das Schulmusical, das demnächst ansteht und obwohl ihr beim Gedanken an das Vorsingen ganz flatterig wird, hofft Lottie sehr eine gute Rolle zu bekommen. Was für ein Glück, dass sie diese gefühlschaotische und turbulente Zeit nicht alleine durchstehen muss, sondern zwei tolle beste Freundinnen an ihrer Seite hat. Doch dann beginnt sich die fiese Amber auf einmal zwischen sie und Molly zu drängen und das Trio droht auseinanderzubrechen.

Kurze Info an alle, die noch nicht die Bekanntschaft mit der einmaligen Lottie Brooks gemacht haben: Lest besser zuerst den ersten Band, ehe ihr zum zweiten greift. Zwingend erforderlich ist es meiner Ansicht nach zwar nicht – ich denke, dass man der Handlung in der Fortsetzung auch ohne Vorwissen sehr gut folgen kann – aber da die Bände aufeinander aufbauen, ist die Lesefreude zweifellos um einiges höher, wenn man die chronologische Reihenfolge der Bücher einhält.

Mir waren die Geschehnisse aus dem Vorgänger zum Glück noch sehr präsent. Ich habe daher mühelos in die Welt der Lottie Brooks zurückgefunden und einmal wieder in ihr abgetaucht, wollte ich sie am liebsten gar nicht mehr verlassen. Ich habe auch diesen Band quasi in einem Rutsch durchgelesen und erneut eine großartige Zeit mit Lottie und den weiteren Charakteren verbracht. Also meine Erwartungen konnten definitiv komplett erfüllt werden, mir hat der zweite Teil genauso gut gefallen wie der erste. Solltet ihr, wie ich, gerne Comic-Romane und Geschichten im Tagebuchstil lesen, die auf eine originelle und urkomische Art und Weise von den chaotischen Erlebnissen eines Teenagers erzählen, kann ich euch echt nur ans Herz legen, die Tagebücher von Lottie Brooks kennenzulernen.

Die Fortsetzung setzt ziemlich direkt da an, wo der erste Band geendet hat. Lottie hat sich endlich ein neues Tagebuch zulegt (ihr altes hat sie vollgeschrieben) und beginnt zunächst erst einmal damit, uns auf den neuesten Stand zu bringen. Seit ihrem letzten Eintrag ist zwar erst eine gute Woche vergangen, aber in dieser ist wahrlich eine Menge passiert. Ich saß bereits nach der erste Seite mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht da und diesem sollten noch viele weitere folgen. Lottie besitzt einfach so eine wunderbar amüsante und herzallerliebste Art uns von ihren Abenteuern zu erzählen. Ich habe auch diesen Band quasi mit einem Dauergrinsen auf den Lippen gelesen, da ich ihn so unglaublich lustig fand.

Neben dem Humor kommen allerdings auch der Ernst und Tiefgang nicht zu kurz. Mit diesem Punkt hat mich Katie Kirby bereits im vorherigen Band begeistern können. Die Lottie-Brooks-Reihe ist nicht nur der reinste Gute-Laune-Macher – sie regt auch zum Nachdenken an und lässt einen mitfühlen, da sie viele aktuelle und für die Zielgruppe relevante Dingen anspricht wie das erste Mal verliebt sein, das Auseinanderentwickeln von Freundschaften, Eifersucht, Mobbing, Familie und Pubertät. Ich habe auch dieses Mal öfters sehr mit Lottie mitgelitten. Vor allem die Szenen, die davon berichten wie sich die gemeine Amber zwischen Lottie und ihre beste Freundin Molly drängt, haben mich mitleiden lassen. Da ich als Jugendliche leider selbst so etwas erleben musste, habe ich unsere Protagonistin nur zu gut verstehen können, dass sie das alles ziemlich mitnimmt und traurig macht.

In Lottie habe ich mich erneut prima hineinversetzen können, trotz des Altersunterschieds. Lottie ist einfach so sympathisch und echt und da sie ihre Gedanken ehrlich und authentisch in ihrem Tagebuch niederschreibt, gelingt es einem als Leserin wirklich spielend leicht, sich in sie hineindenken. Vieles wird zwar recht überspitzt dargestellt – so habe ich das Verhalten der Eltern manchmal als etwas unglaubwürdig empfunden – aber irgendwie wirkt dennoch alles wie aus dem Leben gegriffen. Ich zumindest empfinde es stets so und ich bin mir sicher, dass es der Zielgruppe (Leserinnen ab 10 Jahren) genauso ergehen und sie sich hervorragend mit Lottie identifizieren wird.

Was die Charaktere angeht, kann ich mich ebenfalls erneut nur positiv äußern. Lottie fand ich einfach nur wieder zauberhaft, mit ihr hat die Autorin eine Buchheldin erschaffen, die man als Leser*in sofort ins Herz schließen muss.
Die zahlreichen Nebencharaktere sind allerdings auch richtige Figuren zum Liebhaben. Na ja okay, Amber natürlich nicht, die ist wirklich eine richtig blöde Kuh, aber bis auf sie bekommen wir es eigentlich nur mit lauter liebenswerten und wundervollen Personen zu tun, die uns mit ihren verschiedenen und teils äußerst schrägen Eigenschaften verzaubern.

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die besondere Innenaufmachung des Buches. Die Geschichte wird von jeder Menge ulkiger Strichmännchen begleitet, die, obwohl sie so simpel und einfach gezeichnet sind, die Situationskomik der Handlung perfekt unterstreichen. Ich habe mich über Lotties Comicfiguren und die vielen Sprechblasen abermals prächtig amüsiert und auch die WhatsApp-Nachrichten, in deren Genuss wir zu meiner Freude ebenfalls wieder kommen, haben mich bestens unterhalten. Das Buch ist echt klasse aufgemacht, bei mir hat die Gestaltung erneut auf ganzer Linie punkten können. Sie macht das Leseerlebnis so schön abwechslungsreich, mitreißend und spaßig, sodass es nie langweilig wird und man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören mag.

Das Ende hat mir ganz besonders gut gefallen. Es ist herzerwärmend und total süß und lässt uns mit vielen wertvollen Weisheiten zurück. Es macht zudem Hoffnung ein weiteres Wiedersehen mit Lottie und Co. Das Buch endet zwar recht abgeschlossen, aber Potenzial für einen dritten Band ist auf jeden Fall vorhanden. Also ich würde mich sehr über ein weiteres Tagebuch von Lottie Brooks freuen.

Fazit: Turbulent, warmherzig, unheimlich witzig. Ein herrliches Lesevergnügen mit Lachgarantie!
Katie Kirby ist mit „Lottie Brooks und das verflixte Gefühlswirrwarr“ ein rundum gelungener Folgeband geglückt, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht und große Lust auf mehr macht. Auch Lotties zweites Tagebuch sprüht nur so vor Witz, Charme und Kreativität und vermittelt viele wichtige Themen und Botschaften. Es ist superunterhaltsam und liebevoll geschrieben, richtig cool aufgemacht und steckt voller Gefühlschaos, hinreißender Übertreibungen und Peinlichkeiten und toller Freundschaftsmomente. Ich kann die Lottie-Brooks-Serie nur empfehlen, in meinen Augen hat diese Reihe viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Der zweite Band erhält von mir 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.04.2022

Ein großartiger Abschlussband!

Vielleicht irgendwann (Vielleicht-Trilogie, Band 3)
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Da ich die ersten beiden Bände der Vielleicht-Trilogie so geliebt habe, habe ich dem Erscheinen von Band 3 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Auf die Geschichte von Karla und Henning war ich wahnsinnig ...

Da ich die ersten beiden Bände der Vielleicht-Trilogie so geliebt habe, habe ich dem Erscheinen von Band 3 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Auf die Geschichte von Karla und Henning war ich wahnsinnig gespannt.

Karla hegt eine große Leidenschaft für den Motorsport und ist früher selbst liebend gerne Kart gefahren. Leider konnten ihr ihre Eltern dieses kostspielige Vergnügen nur irgendwann nicht mehr finanzieren, sodass sie es aufgeben musste. Sie selbst könnte sich dieses Hobby niemals leisten. Karla ist eigentlich immer chronisch pleite. Um ihre Geldprobleme etwas in den Griff zu bekommen, lässt sie sich bei der Cateringsfirma, für die sie neben ihrem Jura-Studium arbeitet, für jeden freien Job eintragen. Als sie während einer Feier, bei der sie als Servicekraft aushilft, ein unerwartetes Angebot erhält, zögert sie nicht lange und nimmt es an. Sie soll die Freundin des attraktiven Formel-2-Rennfahrers Henning Kiefer spielen. Was jedoch eine reine Fake-Beziehung sein sollte, wird sehr schnell mehr werden.

Endlich habe ich mich auf den finalen Teil der Vielleicht-Trilogie stürzen können und tja, was soll ich sagen, ich habe mich eindeutig zurecht so sehr darauf gefreut, ich habe genau das bekommen, was ich mir erhofft habe: Einen perfekten Reihenabschluss voller emotionaler und wunderschöner Momente. Ich habe mich auch dieses Mal von den ersten Zeilen an in die Geschichte verliebt und wollte am liebsten gar nicht mehr aus ihr auftauchen. Von Carolin Wahls tollem Schreibstil war ich mal wieder sofort ganz angetan, für mich hat er sich wie gewohnt angenehm flüssig lesen lassen; in der Münchner WG fühle ich mich inzwischen wie zu Hause und unsere Dreier-Mädels-Clique habe ich schon längst fest in mein Herz geschlossen.

Nach Brie und Joana ist es nun also an Karla, der dritten und letzten WG-Mitbewohnerin, uns ihre Story zu erzählen. Sie habe ich in den beiden vorherigen Bänden ganz besonders liebgewonnen, ich mag ihre ehrliche, authentische und schlagfertige Art und ihren großen Sturkopf einfach total gerne. Auch dieses Mal war sie mir wieder auf Anhieb sympathisch und dank der gewählten Erzählform habe ich mich ihr vom ersten Augenblick an ungeheuer nahe gefühlt. Wir erfahren alles aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive und da wir als Leser*in somit ganz dicht dran sind an ihren Empfindungen und Gedanken und diese vollkommen glaubhaft dargestellt werden, gelingt es einem spielend leicht, sich in sie hineinversetzen. Bei mir zumindest war es so. Ich habe mit Karla mitgefühlt, mitgelitten und mitgefiebert und fand es überaus spannend endlich zu erfahren, wie es wirklich in ihr aussieht.
In den beiden Vorgängern haben wir Karla als einen sehr fröhlichen und selbstsicheren Menschen kennengelernt, allerdings zeigt sich in diesem Band gleich zu Beginn, dass auch sie Selbstzweifel in sich trägt und mit Problemen zu kämpfen hat. Vor allem ihre großen Geldsorgen machen ihr gerade schwer zu schaffen. Karla ist aber eine starke Persönlichkeit, sie steckt den Kopf nicht einfach in den Sand, sondern setzt stets alles daran, um ihre Ziele zu verwirklichen. Ich habe sie sehr für ihre Entschlossenheit bewundert und sie nur zu gerne auf ihrem Weg begleitet.

Auch Henning mochte ich unheimlich gerne. Er hat den Ruf ein ziemlicher Aufreißer zu sein, allerdings stellt sich recht schnell heraus, dass sich hinter seinem Bad-Boy-Image in Wahrheit ein superlieber, einfühlsamer und humorvoller junger Mann verbirgt. Obwohl ich Henning zunächst nicht so wirklich einschätzen konnte, war ich seinem Charme im Nu hoffnungsvoll verfallen. Auch Karla ist vom ihm ganz fasziniert, hält ihn aber dennoch eine längere Zeit auf Abstand. Henning wiederum lässt nicht locker, respektiert aber stets ihre Grenzen. Mitzuerleben, wie Henning allmählich zu Karla durchdringt, wie ihre Mauer langsam zu bröckeln beginnt und sich die zwei immer näherkommen, hat mich sehr bewegt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach, das spürt man nur zu deutlich. Ich habe jeden einzelnen gemeinsamen Moment der beiden zutiefst genossen, vor allem ihre Schlagabtäusche habe ich geliebt, und ihre Lovestory, die sich so herrlich real anfühlt, mich hat völlig verzaubern können.

Zu den weiteren Charakteren kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Ob alte Bekannte oder neue Figuren – allesamt wurden sie facettenreich ausgearbeitet und wirken jederzeit vollkommen echt und lebensnah. Mich hat es riesig gefreut, dass viele vertraute Gesichter erneut mit von der Partie sind wie Brie, Joana, Killian und Anton, und ich endlich mal wieder Zeit mit dieser liebenswerten Truppe verbringen durfte.

Bezüglich des Settings fand ich total cool, dass der Motorsport eine große Rolle einnimmt und wir oft auf die Rennstrecke mitgenommen werden. Mittlerweile interessiere ich mich zwar nicht mehr so sehr für diese Sportart wie früher, aber in meiner Kind- und Jugendzeit war ich ein großer Formel 1-Fan und habe mir die Rennen immer zusammen mit meinem Papa angeguckt. Da ich mit diesem gemeinsamen Schauen wundervolle Erinnerungen verbinde, haben mich die Rennsport-Szenen irgendwie leicht nostalgisch werden lassen.

Was die Handlung angeht, möchte ich dann auch gar nicht mehr groß ins Detail gehen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr das Buch kaum mehr aus der Hand legen könnt, da es euch so sehr packt und mitreißt, und euch die Story auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitnehmen wird. Die Mischung aus Romantik, Spannung, Ernst, Humor, Leichtigkeit und Tiefgang ist der Carolin Wahl in meinen Augen einfach nur mal wieder hervorragend gelungen.

Das Ende hat mich glücklich und traurig zugleich gemacht. Glücklich, weil alles so schön und zufriedenstellend endet, und traurig, weil es nun hieß Abschied zu nehmen von lauter liebgewonnenen Gesichtern. Ich werde die Dreier-Mädels-WG und all die anderen Charaktere sehr vermissen.

Fazit: Gefühlvoll, tiefgründig, unterhaltsam und romantisch. Ein perfekter Abschlussband einer ganz besonderen und perfekten Reihe!
Carolin Wahl hat es mal wieder geschafft und mir ein weiteres absolutes Highlight und Wohlfühlbuch bescheren können. Ich bin vollkommen begeistert von dem dritten Band der Vielleicht-Trilogie, ich habe die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seiten geliebt und eine unvergessliche Zeit in ihr verbracht. „Vielleicht irgendwann“ erhält von mir 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.04.2022

Spannend, fantasievoll, wunderbar magisch. Ein tolles Finale!

Die Zuckermeister (3). Das letzte Bündnis
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Auf den finalen Teil von „Die Zuckermeister“ habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die beiden vorherigen Bände waren absolute Highlights für mich, daher konnte ich es wirklich kaum mehr erwarten, endlich ...

Auf den finalen Teil von „Die Zuckermeister“ habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die beiden vorherigen Bände waren absolute Highlights für mich, daher konnte ich es wirklich kaum mehr erwarten, endlich in den dritten Band eintauchen zu können.

Elina wurde zur Hüterin ernannt und ist nun endlich ein Teil der magischen Welt der Süßigkeitenwerker. Gemeinsam mit Charlie und Robin setzt sie nun alles daran, das Geheimnis der Süßigkeitenwerker-Magie zu schützen. Wahrlich keine leichte Aufgabe. Die Anderwärts-Gesellschaft hat bereits einen neuen hinterlistigen Plan auf Lager und schreckt vor nichts zurück, um ihn zu verwirklichen. Dieses Mal haben sie es auf die lang verschollenen Chronik Madame Picots abgesehen – eine äußerst mächtige Waffe, die auf gar keinen Fall in die falschen Hände geraten darf. Elina und ihre Freunde müssen sich schleunigst etwas einfallen lassen, um ihren Gegnern das Handwerk zu legen. Ein gefährliches Abenteuer beginnt...

Ehe ich euch berichte, wie mir der dritte Teil gut gefallen hat, kurze Info an alle Neulinge: Ich rate dringend von Band 1 an aufwärts zu lesen, da die Bände sehr aufeinander aufbauen. Ich denke nicht, dass man den Geschehnissen problemlos folgen kann, wenn man die chronologischen Reihenfolge der Bücher nicht einhält.

Da mir die Ereignisse aus den Vorgängern zum Glück noch recht präsent waren, habe erneut ohne Schwierigkeiten in das Zuckermeister-Universum zurückgefunden.
Bei mir trat von Anfang an das ein, was bereits bei den beiden vorherigen Bänden der Fall war: Einmal in die Geschichte versunken, wollte ich sie am liebsten gar nicht mehr verlassen. Der mitreißende und lockere Schreibstil von Tanja Voosen gefiel mir mal wieder auf Anhieb, für mich hat er sich wie gewohnt angenehm flüssig lesen lassen. Der Zielgruppe sollte er ebenfalls keine Probleme bereiten, auch wenn ich ihn für die empfohlene Altersklasse doch als etwas anspruchsvoll empfunden habe. Zu schwierig ist er aber nicht, keine Sorge, für Kinder ab 9 Jahren, die schon geübte Leserinnen sind, ist die Zuckermeister-Serie meiner Ansicht nach prima wirklich geeignet.

Auch die Handlung hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen und begeistern können. Gleich der Start der Geschichte ist äußerst aufregend und da diesem rasanten Einstieg zahlreiche spannungs- und actionreiche Szenen folgen werden, mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Langeweile kommt auf den gut 312 Seiten definitiv nicht auf, das könnt ihr mir glauben. Elina, Charlie und Robin wird in diesem Band viel abverlangt werden. Finstere Gegner, dramatische Kämpfe, jede Menge Gefahren und Geheimnisse – all das erwartet die drei Freunde auf ihrem letzten großen Abenteuer. Man kommt aus dem Mitfiebern und Mitbibbern wirklich gar nicht mehr heraus und da sich natürlich auch die Magie und der Einfallsreichtum sehen lassen können und eine genau richtig dosierte Portion Humor ebenfalls Teil der Handlung ist, kommen wir auch in den Genuss von lauter fantasievollen Ideen sowie magischer und unterhaltsamer Momente.

Ich war beim Lesen erneut richtig am Staunen, was sich die Tanja Voosen mal wieder alles Cooles hat einfallen lassen. Der Fantasie sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt. Wir werden an viele faszinierende Orte mitgenommen wie zum Beispiel die Bittersüße Allee, und dürfen neue außergewöhnliche Süßigkeiten kennenlernen wie Kokonuss-Knall-Kometen und Täuschungs-Toffee. Was die Süßwaren angeht, sollte ich vielleicht besser mal vorwarnen: Auch dieser Band macht total Appetit auf Naschkram. Vor allem die Szene, in der wir das große Vergnügen haben, bei der Zubereitung der Zeitig-zurück-Zimtkringel dabei zu sein zu dürfen, lässt einen das Wasser im Munde zusammen laufen. Diese Zimtkringel werden einfach so lecker beschrieben – ich habe den Zimtgeruch richtiggehend riechen können und hätte nur zu gerne mal von dieser herrlichen Köstlichkeit probiert.
Die Beschreibungen der anderen Naschereien sind allerdings auch sehr anschaulich und schmackhaft – haltet beim Lesen also besser eine Tafel Schokolade oder Tüte Bonbons griffbereit. Und so turbulent und spannend, wie die Geschichte ist, kann man ordentlich Nervennahrung eh sehr gut gebrauchen. ;)

Auch zu den Charakteren kann ich mich nur positiv äußern. Ob alte Bekannte oder neu eingeführte Personen, ob gut oder böse – alle wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und sorgen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften für ein unvergessliches Leseerlebnis.
Besonders gut gefallen hat mir wieder unsere Hauptprotagonistin Elina, aus deren Sicht alles in der dritten Person geschildert wird. Elina fand ich erneut einfach nur großartig, sie ist sympathisch, mutig und klug und immer für ihre Freunde da. Man muss Elina einfach gernhaben und für ihre Tapferkeit und Entschlossenheit kann man sie nur bewundern.
Mit ihren beiden besten Freunde Charlie und Robin schaut das ganz genauso aus, auch diese sind zwei Figuren, die sich sofort in die Herzen von uns Leser
innen schleichen und die eine bemerkenswerte Stärke besitzen. Ich fand es abermals wunderschön zu sehen, was für ein tolles Team die drei ergeben und wie sehr sie sich aufeinander verlassen können und füreinander einstehen. Die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen werden in dieser Reihe ganz wirklich groß geschrieben.

Das Ende lässt keine Fragen offen und schließt die Erzählung rundum gelungen ab. Mich hat der Schluss vollkommen zufriedenstellen können, allerdings hat er mich auch etwas wehmütig gestimmt, schließlich hieß es nun Abschied nehmen von Elina, Charlie, Robin und Co. Echt schade, dass die Reihe nun abgeschlossen ist, seufz.

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die Gestaltung des Buches. Das Cover ist, wie das seiner beiden Vorgänger, ein einziger Augenschmaus, ich liebe es! Von der Innenaufmachung bin ich aber auch völlig verzaubert. Jeder Kapitelanfang wird von hinreißenden herumwirbelnden Süßigkeiten geziert und die Geschichte wird von - leider nur sehr wenigen – traumhaften schwarz-weiß Illustrationen begleitet, die eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Von den Bildern hätte es liebend gerne noch viele mehr geben können, die Viktoria Gavrilenko kann einfach so schön zeichnen!

Fazit: Lauter magische Süßigkeiten und bezaubernde Charaktere, viele starke Freundschaftsmomente, jede Menge Action, Überraschungen, Spannung, Spaß und Magie, skrupellose Widersacher – all das und noch mehr erwartet euch hier. Mich hat Tanja Voosen mit dem Abschlussband ihrer Zuckermeister-Reihe wunschlos glücklich machen können, in meinen Augen ist ihr mit „Das letzte Bündnis“ ein zuckersüßes und perfektes Finale geglückt, mit welchem sie ihre Fantasy-Trilogie ab 9 Jahren würdig abschließt. Ich habe wunderbare Lesestunden mit dem Buch verbracht und es für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.04.2022

Ein absolutes Highlight und Herzensbuch für mich!

Amelia. Alle Seiten des Lebens
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Als man mir im vergangenen Jahr das neue Frühjahrsprogramm des Arctis Verlags vorstellte, wusste ich augenblicklich, dass ich „Amelia. Alle Seiten des Lebens“ unbedingt lesen muss. Der Klappentext klang ...

Als man mir im vergangenen Jahr das neue Frühjahrsprogramm des Arctis Verlags vorstellte, wusste ich augenblicklich, dass ich „Amelia. Alle Seiten des Lebens“ unbedingt lesen muss. Der Klappentext klang einfach so, so gut und in das bezaubernd hübsche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Ich ließ das Debüt von Ashley Schumacher also nur zu gerne bei mir einziehen.

Die 18-jährige Amelia Griffin ist ein absoluter Bücherwurm. Eine Buchreihe liebt sie ganz besonders: Die Chroniken von Orman, geschrieben von dem jungen und sehr zurückgezogen lebenden N. E. Endsley. Diesen Büchern hat sie es zu verdanken, dass sie sich mit Jenna angefreundet hat, nachdem ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen hat. Die beiden Mädchen werden im Nu allerbeste Freundinnen und teilen alles miteinander. Nach ihrer Schulzeit wollten sie gemeinsam aufs College gehen, doch dann soll alles ganz anders kommen. Jenna stirbt bei einem tragischen Unfall und Amelia beginnt alles, was sie für die Zukunft geplant hatten, in Frage zu stellen. Als sie eines Tages plötzlich ein rätselhaftes Päckchen erreicht, in welchem sich eine seltene Ausgabe der Orman-Chroniken befindet, begibt sich Amelia auf eine alles verändernde Suche nach Antworten. Wer hat ihr das Buch zugeschickt? War es Jenna? In einem Buchladen in Michigan wird sie auf den geheimnisvollen Nolan treffen – der Autor ihrer Lieblingsbuchreihe. Dank ihm wird sie schließlich erkennen, dass es niemals zu spät ist, um ein neues Kapitel im Leben aufzuschlagen.

Es gibt diese Bücher, bei denen man einfach schon nach wenigen Zeilen weiß, dass man sie lieben wird. „Amelia. Alle Seiten des Lebens“ war so ein Buch für mich. Wobei – eigentlich war mir sogar schon damals, als ich zum ersten Mal von Ashley Schumachers Erstlingswerk hörte, sofort klar, dass es mich komplett verzaubern wird. Und tja, wie gesagt, dem war dann auch so. Ich hoffe nun sehr, dass ich hier in meiner Rezension die richtigen Worte finden werde, um deutlich zu machen, warum mich dieses Buch so dermaßen beeindruckt, berührt und gefesselt hat.

Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an packen und begeistern können. Von dem Schreibstil war ich sofort ganz hingerissen, er ist ausdrucksstark und gefühlvoll und steckt voller Poesie und Tiefe. Irgendwie kann ich es kaum glauben, dass es sich bei „Amelia“ tatsächlich um das erste Werk der Autorin handelt. Natürlich trägt auch die hervorragende Übersetzungsarbeit von Barbara König dazu bei, dass sich das Buch so gut liest, aber dass in Ashley Schumacher ein großes Talent schlummert und sie ein besonderes Gespür für die Schönheit der Sprache besitzt, ist dennoch mehr als offensichtlich.

Mit den Charakteren hat mich die Autorin ebenfalls gänzlich überzeugen können. Sie wurden vielschichtig und glaubhaft ausgearbeitet, alle besitzen sie ihre Ecken, Kanten und Besonderheiten, was sie so herrlich echt erscheinen wird. Ich gehe fest davon aus, dass mir die Figuren in diesem Buch eine lange Zeit im Gedächtnis bleiben werden, sie sind einfach allesamt einzigartig. Amelia, Nolan, Jenna, Val, Alex, Wally – ich habe sie alle wahnsinnig liebgewonnen.

Besonders fest in mein Herz geschlossen habe ich Amelia, unsere 18-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin. Mit ihr habe ich mich vom allerersten Moment an richtig verbunden gefühlt, es war irgendwie fast schon unheimlich, wie gut ich mich in ihr wiederfinden und in sie hineinversetzen konnte. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass es jedem anderen genauso ergehen wird wie mir. Mit Amelia hat die Autorin eine Romanheldin erschaffen, die man als Leserin einfach sofort gernhaben muss und zu der man von Anfang an eine starke Bindung aufbaut. Allein schon, dass sie Bücher und das Lesen so sehr liebt, macht sie einem ungeheuer sympathisch. Amelia besitzt aber natürlich noch viele andere tolle und faszinierende Eigenschaften. Sie ist liebenswert, authentisch, fantasievoll und klug, sie denkt viel nach und lässt Wale am Himmel schwimmen (was es mit den Walen auf sich hat, werde ich euch hier nicht erzählen, das müsst ihr schon selbst herausfinden) – also ich fand Amelia einfach nur großartig und habe sie nur zu gerne auf ihrer Suche nach Antworten und ihrer Reise zu sich selbst begleitet.

Eine weitere ausgesprochen interessante und spannende Persönlichkeit ist Nolan, der Autor von Amelias Lieblingsbuchreihe: Die Chroniken von Orman. Die Beschreibungen über ihn sind zunächst äußerst vage, sodass ihn anfangs etwas sehr Geheimnisvolles umgibt und man einfach nur noch schleunigst weiterzulesen möchte, um endlich mehr über diesen berühmten und mysteriösen Schriftsteller zu erfahren. Als wir schließlich mit Amelia auf ihn treffen, zeigt sich Nolan erst ziemlich unnahbar und verschlossen. Nach und nach lässt er uns aber hinter seine Fassade blicken, sodass wir den wahren Nolan kennenlernen dürfen, der in Wirklichkeit ein total lieber, einfühlsamer, humorvoller und kreativer junger Mann ist. Da aber auch er, wie Amelia, einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat und viel Schmerz und Leid in sich trägt, versteckt er sich stets hinter einer Mauer, um sich selbst zu schützen.

Zusammen mit Amelia und Nolan erlebt man als Leser
in eine höchst emotionale Zeit voller herzzerreißender, ergreifender, lustiger und wunderschöner Momente. Ich habe an vielen Stellen zutiefst mit den beiden mitgefühlt und mitgelitten und ihren Schmerz nur zu deutlich spüren können. Ich habe aber auch sehr oft mit den beiden gelacht und geschmunzelt und jeden einzelnen gemeinsamen Augenblick der beiden, ihre langsame Annäherung und ihre Gespräche, einfach nur zutiefst genossen.

Also in meinen Augen hat Ashley Schumacher die schwierigen Themen Tod und Trauerbewältigung rundum gelungen verpackt. Die Story strahlt trotz all ihrer Tragik und Traurigkeit auch ganz viel Licht und Hoffnung aus, und da sie uns in Vals traumhafte Buchhandlung mitnimmt, verzaubert sie uns auch mit einer wohligen, buchigen Atmosphäre. Die Kulisse habe ich richtig geliebt, ich wäre beim Lesen nur zu gerne in das Buch hineingekrochen, um in Vals Buchladen selbst mal ausgiebig zu stöbern.
Klasse fand ich auch, dass wir einige Textauszüge aus den Orman-Chroniken zu lesen bekommen. Diese Passagen verleihen der Geschichte etwas Magisches und machen sie nur noch außergewöhnlicher und wundervoller.

Fazit: Ashley Schumacher hat mir mit ihrem Debütroman ein absolutes Highlight und neues Herzensbuch bescheren können. Ich liebe dieses Buch, das eine so schmerzlich-schöne und berührende Geschichte über Trauer, Verlust, dem Erwachsenwerden und Freundschaft erzählt und eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und das Lesen ist.
Lauter zauberhafte Charaktere, die man so schnell nicht wieder vergisst; eine malerische, poetische Sprache; eine zarte Liebesgeschichte; ganz viel wunderbare Buchladenatmosphäre; jede Menge Emotionen und Tiefgang – all das und noch mehr erwartet euch hier. Ich kann nur sagen: Unbedingt lesen! Ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen, mich hat es tief bewegt, durchweg mitgerissen und einfach nicht mehr nicht losgelassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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