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Veröffentlicht am 13.11.2021

Ein wundervolles Buch! Mitreißend, humorvoll, emotional & romantisch!

Dancing with Raven. Unser wildes Herz
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Da mir die Royal-Horses-Trilogie von Jana Hoch so gut gefallen hat, war ich sofort Feuer und Flamme als ich das erste Mal von ihrem neuen Jugendroman hörte. Auf „Dancing with Raven“ war ich wahnsinnig ...

Da mir die Royal-Horses-Trilogie von Jana Hoch so gut gefallen hat, war ich sofort Feuer und Flamme als ich das erste Mal von ihrem neuen Jugendroman hörte. Auf „Dancing with Raven“ war ich wahnsinnig gespannt.

Ein Neuanfang – den erhofft sich die 16-jährige Katrina auf ihrer neuen Schule. Auf dem Internat wird es ihr hoffentlich gelingen ihre schwere Vergangenheit hinter sich zu lassen und wieder nach vorne zu blicken. Und wenn sie die Probezeit besteht, was sie einfach muss, wird sie endlich ihre geliebte Stute Daisy wiederbekommen. Katrina hat sich allerdings geschworen, vorerst auf kein Pferd mehr zu steigen. Reiten, das kann sie einfach gerade nicht, nicht nach allem, was passiert ist. Und für neue Freunde ist sie auch noch nicht bereit. Doch dann tritt der Palomino Raven in ihr Leben und Katrinas Vorsatz gerät ins Wanken. Mit seiner ungestümen Art zieht der Hengst die 16-jährige sofort in seinen Bann, bei ihm fühlt sie endlich wieder glücklicher und freier. Und dann wäre da noch der Junge Henry, zu dem sich Katrina ebenfalls immer mehr hingezogen fühlt. Und auch er scheint sich sehr für sie zu interessieren.

Bei diesem Buch war ich mir bereits vor dem Lesen ziemlich sicher, dass es mich begeistern wird. Der Inhalt klang einfach nach einer Story ganz nach meinem Geschmack und da ich die Royal-Horses-Trilogie so klasse finde, war ich wirklich ausgesprochen guter Dinge, dass mir auch das neueste Werk aus der Feder von Jana Hoch unheimlich gut gefallen wird.
Langer Rede, kurzer Sinn: Ich habe goldrichtig vermutet! In meinen Augen hat Jana Hoch mit „Dancing with Raven“ einen weiteren zauberhaften Jugendroman aufs Papier gebracht, in welchem sie gekonnt die drei Themen Pferde, Liebe und Internat miteinander vereint und rundum gelungenen schwere Themen auf eine leichte Weise behandelt. Jede Menge Emotionen, Drama und Romantik, ganz viel Pferdezauber und Internatsfeeling, lustige, berührende und tiefgründige Momente – all das erwartet euch hier. Solltet ihr Erzählungen solcher Art gerne lesen, kann ich euch echt nur nahelegen „Dancing with Raven“ bei euch einziehen zu lassen.

Ich hatte einen prima Einstieg in die Geschichte. In den wunderbaren Schreibstil von Jana Hoch habe ich mich mal wieder sofort verliebt – für mich hat er sich erneut superangenehm lesen lassen – und unsere 16-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Katrina war mir auf Anhieb sympathisch. Ich mochte ihre schlagfertige und sarkastische Art total gerne und habe mich von Beginn an mühelos in sie hineinversetzen und ihr Denken, Handeln und Fühlen jederzeit nachvollziehen können.

Als Leserin wird einem sehr schnell klar, dass Katrina eine äußerst harte Zeit hinter sich hat, die ihr immer noch schwer zu schaffen macht. Was genau geschehen ist, erfahren wir allerdings erst so nach und nach, sodass Katrinas Vergangenheit zunächst voller Geheimnisse steckt. Warum wurde Katrina ihre geliebte Stute Daisy weggenommen? Wieso hat sie Florida verlassen und lebt nun bei ihrem Vater Peter in Deutschland? Weshalb kann sie Peter nicht leiden? Was ist bloß passiert, sodass Katrina dem Reiten abgeschworen hat und sich in therapeutische Behandlung begeben musste?

Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man den Antworten auf diese vielen Fragen ganz gebannt entgegen gefiebert und endlich Licht ins Dunkle bringen möchte. Langweilig wird es dabei an keiner Stelle, die Handlung kann mit einer konstanten Spannung und lauter Überraschungen aufwarten und auch der Humor kann sich sehen lassen. So sorgen vor allem die spritzigen Dialoge und amüsanten Wortgefechte für die allerbeste Unterhaltung.
Die ernsten und ergreifenden Augenblicke kommen allerdings ebenfalls nicht zu kurz. Die Handlung setzt sich mit so einigen schweren Themen auseinander wie Verlust, Ängste und Mobbing, da sie aber mit einer genau richtigen Leichtigkeit behandelt werden, wird die Story an keiner Stelle zu bedrückend. Ganz im Gegenteil, sie lädt durchweg zum Wohlfühlen und Träumen ein.

Was natürlich ebenfalls ein großer Bestandteil der Geschichte ist: Die gefühlvollen Pferdemomente. Sei es die außergewöhnliche und herzbewegende Beziehung zwischen Katrina und dem Palomino Raven, Katrinas Liebe für ihre Stute Daisy oder die innige Bindung zwischen Henry und Sinclair – dieses Buch steckt voller Pferdemagie und lässt die Herzen aller Pferdefreunde höherschlagen.
Auch Romantiker werden völlig auf ihre Kosten kommen. „Dancing with Raven“ beinhaltet eine wunderschöne Liebesgeschichte, die absolut glaubhaft dargestellt wird, ganz ohne Kitsch auskommt und einfach nur bezaubernd ist. Also mich hat die Lovestory gänzlich überzeugen können und sehr berührt.
Wer ebenfalls großen Grund zur Freude haben wird, sind Internatsliebhaber
innen. Mit dem Internat Silver Willow hat die Autorin eine ganz besondere Kulisse erschaffen. Die Silver Willow International School wird einfach großartig beschrieben und verströmt von Anfang an diese einzigartige Internatsatmosphäre, die ich seit meiner Hanni-und-Nanni-Phase so liebe.

Mit den zahlreichen Nebenfiguren hat Jana Hoch ebenfalls bei mir punkten können. Sie wurden allesamt hervorgehend ausgearbeitet und wirken bemerkenswert lebensecht.
Da hätten wir zum Beispiel Henry, unseren Love-Interest. Henry hat mein Herz im Sturm erobert, er ist so ein toller, witziger und sympathischer Typ, ich war seinem Charme wirklich im Nu komplett verfallen.
Unheimlich liebgewonnen habe ich auch Emily, die Tochter der Schuldirektorin und Katrinas Zimmermitbewohnerin. Emily ist so schön quirlig und aufgeweckt drauf, man muss sie einfach gernhaben. Mir hat sie so einige Gründe zum Schmunzeln geliefert und auch die Jungs aus dem Fußballteam haben mich an vielen Stellen bestens unterhalten. Da Katrina nicht nur eine Leidenschaft für Pferde hegt, sondern auch fürs Fußballspielen, wird sie der Fußballmannschaft der Jungs beitreten. Fußballbegeisterte Leser*innen werden bei diesem Buch also definitiv ebenfalls nicht enttäuscht werden.

Das Ende ist sehr abgeschlossen, sodass ich persönlich davon ausgehe, dass es sich bei „Dancing wirh Raven“ um einen Einzelband handelt. Mir hat der Schluss richtig gut gefallen, er ist stimmig, bewegend und vollkommen zufriedenstellend. Ich habe das Buch glücklich wieder zuklappen können, nachdem ich eine herrliche Zeit darin verbracht habe.

Fazit: Mitreißend, humorvoll, emotional und romantisch. Ein wundervoller Roman, der so viel mehr ist als nur ein Pferdebuch!
Nach ihrer dreibändigen Royal-Horses-Reihe hat mir Jana Hoch nun auch mit ihren neuen Jugendroman ein weiteres Lesehighlight und absolutes Wohlfühlbuch bescheren können. Die Mischung aus verschiedenen Themen, die Charaktere, das Setting – hier stimmt einfach alles. Ich kann „Dancing with Raven“ nur empfehlen – und zwar nicht nur Pferdefans – und vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 11.11.2021

Berührend, traurig-schön und einzigartig. Ein großartiges Buch!

Tage der Mondschnecke
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Bei „Tage der Mondschnecke“ stand für mich augenblicklich fest: Das Buch muss ich unbedingt lesen! Es klang einfach so gut und bei dem bezaubernden Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. Ich ...

Bei „Tage der Mondschnecke“ stand für mich augenblicklich fest: Das Buch muss ich unbedingt lesen! Es klang einfach so gut und bei dem bezaubernden Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. Ich ließ den Debütroman von Kate Allen daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Die 13-jährige Lucy zeichnet sehr gerne und verbringt ihre Zeit am liebsten mit ihrem besten Freund Fred. Für Naturwissenschaften hat sie sich nie groß interessiert und das, wo ihre verstorbene Mutter eine bekannte Meeresbiologin und große Hai-Expertin war. Fred wiederum beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit naturwissenschaftlichen Themen. Als er auf die Idee kommt, über die Sommerferien an einem freiwilligen Schulprojekt für den Biologieunterricht zu arbeiten, macht Lucy eigentlich nur ihm zuliebe mit. Ihre Neugierde ist jedoch schlagartig geweckt, als ein großer Weißer Hai von einem der einheimischen Fischer an Land gezogen wird. Lucy beginnt sich daraufhin intensiv mit Haien zu beschäftigen und studiert ihren Körperbau ganz genau, um diese faszinierenden Raubfische besser zeichnen zu können. Durch ihre Forschungen wird Lucy in diesem Sommer endlich damit beginnen, den Tod ihrer Mutter bewusst zu verarbeiten und dabei nicht nur eine Menge über ihre Mom herausfinden, sondern auch über sich selbst.

„Tage der Mondschnecke“ war mal wieder so ein Buch, bei welchem ich schon nach wenigen Zeilen wusste, dass ich ein neues Herzensbuch in Händen halte. Wobei, eigentlich war mir das sogar schon vor dem Lesen klar gewesen. Vielleicht kennt ihr das ja, diese Bücher, bei denen man einfach sofort weiß, dass man sie lieben wird. Also bei mir kommt das tatsächlich öfters vor und tja, wie gesagt, bei „Tage der Mondschnecke“ war es mal wieder soweit. Ich habe wundervolle Lesestunden mit dem Debüt von Kate Allen verbracht und es für meinen Geschmack viel zu schnell beendet.

Mein Lesevergnügen war leider wirklich ein viel zu kurzes. Obwohl die Erzählung über 400 Seiten umfasst und insgesamt recht ruhig erzählt wird, habe ich sie in weniger als zwei Tagen verschlungen. Ich habe mich diesem einmaligen Zauber, den die Handlung von Beginn an auf mich ausgeübt hat, einfach kaum mehr entziehen können, sodass es mir extrem schwer gefallen ist, aus der Geschichte wieder aufzutauchen. Hinzu kamen dann natürlich noch der fantastische Schreibstil und die sehr kurzen Kapitel, die für einen superangenehmen und mitreißenden Lesefluss sorgen. Was bin ich froh, dass ich an einem Wochenende nach dem Buch gegriffen habe, sodass ich viel Zeit zum Lesen hatte und die Geschichte in vollen Zügen und ohne große Unterbrechungen genießen konnte.

Mich hat Kate Allen mit ihrem Erstlingswerk zutiefst beeindruckend können. „Tage der Mondschnecke“ erzählt eine herzbewegende und mutmachende Geschichte über Verlust, Trauerbewältigung, Freundschaft, Familie, Selbstfindung, die erste Liebe und dem Erwachsenenwerden. Die Erzählung ist an vielen Stellen ziemlich schmerzlich und herzzerreißend, zugleich steckt sie aber auch voller Hoffnung und beschert uns viele lustige und heitere Momente. Sie beinhaltet zudem die außergewöhnlichen Themen Meeresbiologie und Kunst und vermittelt viel interessantes Wissen über Haie sowie lauter bedeutsame Botschaften. So wird uns unter anderem vor Augen geführt wie wichtig es ist die Natur zu schützen und zu respektieren. In diesem Buch steckt einfach so viel und Kate Allen ist es meiner Meinung nach hervorragend geglückt alles unter einen Hut zu bekommen und ein rundum stimmiges Gesamtpaket daraus zu zaubern. Ich jeden falls bin total begeistert und habe die Story niemals als zu überladen empfunden.

Vom Verlag wird „Tage der Mondschnecke“ ab ca. 12 Jahren empfohlen und dem schließe ich mich an.
Obwohl das Thema Tod allgegenwärtig ist, wird die Geschichte an keiner Stelle zu schwer oder bedrückend. Kate Allen behandelt die ernsten Themen auf eine sehr sanfte und leichte Art und Weise, sodass das Buch meiner Ansicht nach auf jeden Fall für Leser*innen ab 12 Jahren geeignet ist. Jünger sollte man allerdings besser auch nicht sein, zumindest in meinen Augen nicht. Und zarter besaiteten Menschen rate ich, vielleicht lieber die Taschentücher griffbereit zu halten.

Ich musste beim Lesen nach keinem Taschentuch angeln, muss aber dazu sagen, dass ich generell eher selten bei Büchern losweine. Mir ist die Geschichte aber natürlich dennoch sehr unter die Haut gegangen. Ich habe mich dank der empathischen und authentischen Darstellungsweise von Lucys Empfindungen und Gedanken einfach so gut in sie hineinversetzen können und an vielen Stellen unheimlich mit ihr mitgefühlt und mitgelitten.

Mit Lucy, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, hat die Autorin eine großartige Hauptprotagonistin erschaffen. Lucy ist aufgeweckt, klug und sympathisch, man muss sie einfach sofort ins Herz schließen, und für ihre große Stärke und Tapferkeit kann man sie nur bewundern. Für ihr Alter ist unsere Romanheldin bemerkenswert stark und selbstständig und wirkt oft älter als ihre 13 Jahre, was ich aufgrund der furchtbaren Schicksalsschläge, mit denen sie bereits konfrontiert wurde, nur als realistisch empfunden habe. Gleichzeitig besitzt Lucy aber auch noch diese herrliche kindliche Unschuld, was vor allem dann deutlich wird als sich zeigt, dass ihr bester Freund Fred damit begonnen hat, etwas mehr als nur freundschaftliche Gefühle für sie zu empfinden.

Wie die innige Vertrautheit zwischen Lucy und Fred dargestellt wird, ist so unglaublich schön. Die beiden verbindet wahrlich ein ganz besonderes Band der Freundschaft, mir hat sie richtig das Herz erwärmt. Und Fred hat mein Herz im Sturm erobert, er ist einfach so ein toller Junge und verständnisvoller Freund. Er ist wissbegierig, einfühlsam und liebenswert, ich mochte ihn wirklich vom ersten Augenblick an wahnsinnig gerne.
Mit den weiteren Charakteren hat mich die Autorin ebenfalls gänzlich überzeugen können. Sie wirken allesamt vollkommen lebensecht und machen das Leseerlebnis mit ihren herzlichen und teils etwas schrulligen Eigenschaften rundum perfekt. Lucys Vater, der kauzige Nachbar Mr. Patterson, der Fischer Sookie – man muss sie einfach alle lieben.

Auch mit dem Setting hat das Buch komplett bei mir punkten können. Kate Allen entführt uns in ihrem Debüt in den US-Staat Massachusetts, genauer gesagt nach Cape Cod in das Küstenstädtchen Rockport, und da sie sämtliche Schauplätze sehr bildlich und stimmungsvoll beschreibt, kann man sich alles ganz genau vorstellen und kommt in den Genuss einer wunderbaren, sommerlichen Atmosphäre.

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die Innengestaltung. Xingye Jin hat die Beginne eines jeden Kapitels mit traumhaft schönen, ausdrucksstarken Bleistiftzeichnungen versehen, die sich stets über eine Doppelseite erstrecken und verschiedene Haiarten zeigen. Von den Bildern bin ich ganz hin und weg, sie machen dieses Buch wahrlich zu einem echten Schatz.

Fazit: Fesselnd, emotional, zeitlos schön. Ein ergreifendes, herzerwärmendes und ganz besonderes Buch.
Kate Allen ist mit „Tage der Mondschnecke“ ein beeindruckendes Debüt gelungen, bei welchem ich so hoffe, dass es die Aufmerksamkeit erhalten wird, die es verdient. Mich hat dieser Roman völlig verzaubern können und tief berührt, für mich ist er ein absolutes Herzensbuch. Die Geschichte ist traurig und hoffnungsvoll zugleich, sie ist lehrreich, wertvoll, unterhaltsam und einfach einzigartig. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung und liebend gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Ein wundervolles Abenteuer voller Spannung, Witz, Charme & Fantasie!

Mein Bruder der Elbenritter hat nicht mehr alle Ziegel auf dem Dach
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Als ich das erste Mal von „Mein Bruder der Elbenritter“ hörte, konnten der originelle Titel und das tolle Cover meine Neugierde sofort wecken. Da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, stand für ...

Als ich das erste Mal von „Mein Bruder der Elbenritter“ hörte, konnten der originelle Titel und das tolle Cover meine Neugierde sofort wecken. Da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, stand für mich sehr schnell fest, dass ich Finn und seinen Elbenritter-Bruder unbedingt kennenlernen möchte. Von dem Autorenduo Sebastian Grusnick und Thomas Möller hatte ich bisher noch nichts gelesen. Ihr neues gemeinsames Werk sollte also mein erstes Buch von ihnen werden.

Der 10-jährige Finn lebt zusammen mit seinem Eltern in der Mittelalterstadt Winterbach und eigentlich findet er sein Leben ziemlich in Ordnung. Es könnte sogar perfekt sein, wäre da nicht seine blöde Leseschwäche. Obwohl er in die vierte Klasse geht, kann Finn immer noch nicht richtig lesen. Bisher ist dies aber noch niemanden aufgefallen, da er seine Legasthenie mit cleveren Tricks gekonnt vor allen verheimlicht. Dies soll sich jedoch ändern, als seine Eltern beschließen, ein Pflegekind bei sich aufzunehmen. Finn ist wenig begeistert darüber, dass er plötzlich einen gleichaltrigen Bruder hat. Und dann auch noch so einen merkwürdigen. Yuki ist der festen Überzeugung, dass er ein Halbelb ist, genauer gesagt ein Elbenritter auf geheimer Mission. Er muss einen verschollenen Schlüssel wiederfinden, mit welchem sich das Tor zu seinem Volk öffnen lässt. Dafür benötigt er allerdings Finns Hilfe. Da Finn diesen komischen Yuki unbedingt wieder loswerden möchte, beschließt er ihm bei seiner Suche zu helfen. Ehe er sich versieht, steckt er mitten in einem unglaublichen Abenteuer...

Dies war also mein erstes Werk des Autorenteams Sebastian Grusnick und Thomas Möller und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. Mit ihren zwei vorherigen gemeinsamen Kinderbüchern war ich eh schon die ganze Zeit sehr am liebäugeln und nun, nachdem ich „Mein Bruder der Elbenritter“ gelesen habe, ist meine Neugierde nur noch größer geworden. Die anderen Werke der beiden möchte ich nun auf jeden Fall auch noch kennenlernen.

Mich haben Sebastian Grusnick und Thomas Möller mit ihrem dritten Kinderroman auf ganzer Linie überzeugen können. „Mein Bruder der Elbenritter“ beschert uns eine zauberhafte Abenteuergeschichte mit einer Prise Magie, die spannend und tiefgründig zugleich ist und mit ganz viel Tempo, Humor und Fantasie erzählt wird.
Solltet ihr, wie ich, eine große Vorliebe für Kinderbücher hegen, die euch nicht nur durchweg mitfiebern lassen und bestens unterhalten, sondern auch berühren und nachdenklich stimmen, kann ich euch nur nahelegen „Mein Bruder der Elbenritter“ bei euch einziehen zu lassen und die Bekanntschaft von Finn und Yuki zu machen.

Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in die Geschichte. Von dem Schreibstil des Autorenduos war ich vom ersten Moment an ganz angetan; er ist locker, leicht und mitreißend und wie aus einem Guss. Für mich hat er sich prima lesen lassen und da mich die Handlung ebenfalls sofort packen und begeistern konnte und die Kapitel schön kurz sind, entstand für mich von Beginn an ein superangenehmer und fesselnder Lesesog. Das Ergebnis könnt ihr euch sicherlich denken, oder? Yep, genau, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch innerhalb kurzer Zeit verschlungen.
Für mich, als Erwachsene, war das Lesevergnügen leider wirklich ein sehr kurzes; für die Zielgruppe aber ist die Länge natürlich ideal geeignet. Vom Verlag wird „Mein Bruder der Elbenritter“ für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren empfohlen und dem schließe ich mich an. Kindern ab diesem Alter, die schon etwas geübtere Leserinnen sind, sollte der Text meinem Empfinden nach keinerlei Schwierigkeiten bereiten und mit unserem 10-jährigen Hauptprotagonisten Finn werden sie sich garantiert großartig identifizieren können.

Finn, aus dessen Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er ist sympathisch, pfiffig und authentisch, man muss ihn einfach gernhaben und da seine Empfindungen und Gedanken mit viel Empathie und Echtheit beschrieben werden, gelingt es einem stets spielend leicht sich in ihn hineinzuversetzen. Auch mir, als Erwachsene, ist dies mühelos geglückt.
Ich habe es nur gut nachvollziehen können, dass Finn zunächst nicht allzu erfreut darüber ist, plötzlich einen Bruder zu haben, der sein Leben so dermaßen durcheinander wirbelt. Vor allem in der Schule kann er gut auf diesen Yuki verzichten. Dank ihm fällt er plötzlich auf und das, wo seine geheime Superkraft doch das Unsichtbarmachen und Nichtauffallen ist. Und dann wäre beinahe auch noch herausgekommen, dass er gar nicht richtig lesen kann. Finn leidet an Legasthenie und bisher ist es ihm gelungen dies vor allen zu verbergen. Was natürlich nicht gut ist, aber ich habe es verstehen können, dass er es verheimlicht, aus Sorge, dass sich sonst alle über ihn lustig machen und als dumm betrachten. Dumm ist Finn aber ganz klar nicht, was allein schon seine vielen cleveren Tricks beweisen, mit denen er alle – Mitschüler
innen, Lehrerinnen und seine Eltern – so lange hat täuschen können.
Dass das Buch das wichtige Thema Legasthenie behandelt, hat mir persönlich ausgesprochen gut gefallen. Es fügt sich in meinen Augen perfekt ins Geschehen ein und wird auf eine sehr leichte und kindgerechte Weise behandelt.

Neben Finns Leseschwäche beinhaltet die Geschichte noch so einige weitere wertvolle Themen wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und das Hinauswachsen über sich selbst. Finn wird im Verlauf des Buches eine tolle Entwicklung durchmachen. So wird er beispielsweise noch erkennen, dass sein neuer Bruder eigentlich doch ziemlich cool ist. Yuki ist aber auch echt klasse, ich habe diesen schrägen Vogel mit seiner wunderlichen Art zu sprechen und seinen erstaunlichen Fähigkeiten richtig liebgewonnen. Mit ihm haben die beiden Autoren eine ganz besondere Figur erschaffen.
Mit den weiteren Charakteren haben Sebastian Grusnick und Thomas Möller ebenfalls gänzlich bei mir punkten können. Sie wurden allesamt mit viel Liebe ausgearbeitet und verzaubern und erheitern uns Leser
innen mit ihren liebenswerten und teils recht ausgefallenen Eigenschaften und Besonderheiten.

Was genau wir alles mit den beiden Jungen erleben werden, werde ich euch hier nicht erzählen. Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr das Buch nicht mehr aus der Hand legen mögt, da es euch so sehr mitreißt und so viel Spaß bringt.

Neben der Story sorgen dann auch die schwarz-weiß Illustrationen von Nikolai Renger für ein unterhaltsames und bezauberndes Leseerlebnis. Von den Bildern hätte es für meinen Geschmack liebend gerne ein paar mehr geben dürfen, ich mag den unverkennbaren Zeichenstil von dem Nikolai Renger total gerne. Auch hier haben mir seine humorvollen Zeichnungen wieder unheimlich gut gefallen.

Das Buch endet recht abgeschlossen, sodass es durchaus für sich alleine stehen könnte. Potenzial für einen Folgeband wäre aber auf jeden Fall vorhanden. Also ich hoffe sehr, dass es sich hier um einen Reihenauftakt handelt und es noch ein Wiedersehen mit Finn, Yuki und Co. geben wird. Ich würde mich wahnsinnig gerne noch in viele weitere aufregende Abenteuer mit ihnen stürzen.

Fazit: Ein wunderbares Abenteuer voller Spannung, Witz und Fantasie!
Sebastian Grusnick und Thomas Möller haben mit „Mein Bruder der Elbenritter“ ein rundum gelungenes Kinderbuch aufs Papier gebracht, welches ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann. Die Geschichte ist so herrlich turbulent und einfallsreich, sie ist lustig, warmherzig und lehrreich und einfach nur magisch schön. Ich hatte tierisch viel Freude beim Lesen und hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Ein wunderbares Kinderbuch, große Leseempfehlung!

Leo und Lucy 1: Die Sache mit dem dritten L
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Bei dem Kinderroman „Leo und Lucy“ stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn lesen möchte. Der Klappentext sprach mich direkt an und auch das Cover gefiel mir auf den ersten Blick richtig gut. Bei ...

Bei dem Kinderroman „Leo und Lucy“ stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn lesen möchte. Der Klappentext sprach mich direkt an und auch das Cover gefiel mir auf den ersten Blick richtig gut. Bei diesem Buch war ich mir wirklich ziemlich sicher, dass es komplett meinen Geschmack treffen wird. Ich ließ es also sehr gerne bei mir einziehen.

Als Leo zu seinem 12. Geburtstag nicht das coole neue Skateboard geschenkt bekommt, das er sich so sehr von seiner Mutter gewünscht hat, ist er am Boden zerstört. Doch dann erfährt er kurz darauf, was man bei dem Vorlesewettbewerb seiner Schule gewinnen kann: Ein XW90 – das Skateboard seiner Träume! Für Leo steht sofort fest, dass er bei dem Wettbewerb mitmachen muss. Das Problem dabei ist nur: Er ist der schlechteste Leser von ganz Köln-Chorweiler. Seine Leseschwäche wird ihn aber nicht von seinem Vorhaben abhalten. Und er ist zudem auch nicht auf sich alleine gestellt: Er hat Lucy an seiner Seite, seine weltbeste Freundin, die in einem Rollstuhl sitzt und auf die er sich immer verlassen kann. Bis zum Wettbewerb müssen allerdings erst noch so einige Abenteuer gemeistert werden – gemeinsam mit Lucys Hund Blumenkohl und dem etwas komischen Cornelius aus ihrer Klasse.

Da „Leo und Lucy“ vor allem Fans der „Rico & Oskar“ - Reihe ans Herz gelegt wird (zu denen ich zweifellos gehöre) und der Klappentext einfach so gut klang, muss ich gestehen, dass ich mir recht viel von dem Buch erhofft habe. Hinzu kamen natürlich die bisherigen Rezensionen, die es inzwischen zu dem Titel gibt und die insgesamt ausgesprochen positiv sind.
Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bin total begeistert von meinem ersten Werk aus der Feder von Rebecca Elbs! In meinen Augen ist der deutschen Autorin mit „Leo und Lucy: Die Sache mit dem dritten L“ ein rundum gelungener Serienstart geglückt, bei welchem es sich zugleich auch noch um ein zauberhaftes Kinderbuchdebüt handelt. Ich habe eine wunderschöne Zeit mit den vielen liebenswürdigen Charakteren verbracht und freue mich jetzt schon sehr auf mein Wiedersehen mit ihnen. Zu meiner großen Freude habe ich in der neuen Vorschau des Carlsen Verlags entdeckt, dass der zweite Teil bereits im nächsten Frühjahr erscheinen soll. Also für mich steht definitiv fest, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde; auf die Fortsetzung bin ich schon tierisch gespannt.

Aber zurück zum ersten Band. Ich hatte einen prima Einstieg in die Geschichte. Die Handlung konnte mich von Beginn an in ihren Bann ziehen und begeistern und auch von dem Schreibstil war ich auf Anhieb ganz angetan. Die Sprache ist schön locker-leicht und mitreißend und vollkommen passend für die Zielgruppe. Der Altersempfehlung vonseiten des Verlags schließe ich mich daher auf jeden Fall an. Für geübte Leserinnen ab 10 Jahren bietet sich das Buch ideal zum Selberlesen an und da wir beide Geschlechter in den Hauptrollen vertreten haben, ist es für Mädchen und Jungen gleichermaßen gut geeignet.

Mit Leo und Lucy hat die Autorin zwei großartige Identifikationsfiguren für die Zielgruppe erschaffen. Die beiden sind absolute Sympathieträger und wirken durchgehend völlig lebensecht. Ich habe dieses aufgeweckte Duo sofort in mein Herz geschlossen und obwohl ich einige Jährchen älter bin als sie, habe ich mich jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können. Vor allem bei Leo ist mir das hervorragend gelungen. Ihn würde ich als unseren eigentlichen Hauptprotagonisten bezeichnen, da wir die Geschichte ausschließlich aus seiner Sicht in der Ich-Perspektive erfahren und von ihm somit ein besonders genaues Bild erhalten. Seine Empfindungen und Gedanken werden auf eine sehr einfühlsame und authentische Weise dargestellt, sodass es einem wirklich spielend leicht gelingt, sich in ihn hineinzufühlen und sein Innenleben stets nachzuvollziehen.

Ich habe an vielen Stellen richtig mit Leo mitgelitten. Aufgrund seiner Legasthenie hat er es nicht leicht im Leben, allen voran in der Schule bereitet ihm seine Leseschwäche natürlich große Probleme. Trotzdem möchte er unbedingt an dem Vorlesewettbewerb teilnehmen, bei dem man das Skateboard seiner Träume gewinnen kann. Ich habe Leo sehr für seine Entschlossenheit bewundert und so gehofft, dass er den Wettbewerb gewinnen wird. Man wünscht es ihm als Leser
in einfach so sehr, schließlich möchte er das Skateboard nicht nur zu seinem eigenen Nutzen haben. Mit dem Board, das so viel besser ist als sein Schrottteil, malt sich Leo gute Chancen auf einen Sieg bei der Skatermeisterschaft aus und mit dem Preisgeld würde er Lucys größten Wunsch erfüllen: Einen coolen neuen Sportrollstuhl. Und Lucy wiederum möchte unbedingt Leo zu seinem Traum-Skateboard verhelfen.
Leo und Lucy verbindet wahrlich ein ganz besonderes Band der Freundschaft, mich hat sie tief berührt. Generell muss ich sagen, dass mir die Story viel mehr zu Herzen ging als erwartet. Rebecca Elbs greift in ihrem Debüt viele wichtige und teils auch sehr tiefgreifende Themen auf wie Behinderung, Mobbing, Ausgrenzung, Armut, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Familie und Freundschaft. Erstklassig verpackt in einem spannenden und lustigen Abenteuer und vollkommen kindgerecht bringt uns die Autorin all diese Dinge näher. In diesem Kinderbuch steckt echt eine Menge, allein schon die Kapitelüberschriften vermitteln bedeutsame Botschaften. Die Dosis an Themen ist allerdings überhaupt nicht too much, ich zumindest habe die Geschichte in keinster Weise als zu überladen empfunden.

Neben Leo und Lucy haben mir auch die weiteren vielfältigen Charaktere total gut gefallen. Obwohl manche recht schräg drauf sind, wirken sie dennoch allesamt wie aus dem Leben gegriffen. Keiner von ihnen ist perfekt, auch der herzensgute Leo nicht. Alle haben sie ihre Stärken, Schwächen und Probleme und machen Fehler. Wie das alles dargestellt wird, ist einfach wundervoll, mich konnte dieser Punkt in helle Begeisterung versetzen. Die Erzählung wirkt dadurch so bewundernswert lebensnah. Wir alle treffen in unserem Leben schließlich irgendwann mal falsche Entscheidungen und niemand von uns besitzt nur starke und positive Eigenschaften.

Auch das Setting verleiht der Story enorm viel Authentizität und Echtheit. Schauplatz ist der Kölner Stadtteil Chorweiler, ein ärmeres und recht unsicheres Viertel von Köln. Die Autorin hat in ihrem Buch fraglos keine heile Welt erschaffen, in der alles eitel Sonnenschein ist. Die Handlung wird allerdings niemals zu ernst oder bedrückend, ganz im Gegenteil. Sie regt sehr zum Nachdenken an, das definitiv, gleichzeitig lässt sie einen aber auch so richtig mitfiebern und steckt voller spaßiger Momente und verrückter Ideen. So musste ich beispielsweise ständig breit schmunzeln, wenn ich über den Namen von Lucys Hund gestolpert bin. Seinen Hund Blumenkohl nennen, hach, herrlich.

Zu guter Letzt muss ich unbedingt noch kurz auf die Innengestaltung des Buches eingehen. Julia Christians hat die Erzählung mit vielen tollen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die alllesamt vortrefflich zur Geschichte passen und das Leseerlebnis nur noch schöner und unterhaltsamer machen.

Fazit: Warmherzig, turbulent, witzig und tiefgründig. Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Toleranz und noch so vielem mehr!
Mich hat Rebecca Elbs hat mit dem ersten Band ihrer „Leo und Lucy“ - Reihe auf ganzer Linie überzeugen können. „Leo und Lucy: Die Sache mit dem dritten L“ ist ein echtes Mutmachbuch, das voller einzigartiger Charaktere steckt, jede Menge wertvolle Themen und Botschaften vermittelt und einfach nur super viel Spaß macht. Ich hatte unheimlich viel Vergnügen beim Lesen und freue mich schon riesig auf den zweiten Band. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 06.11.2021

Eine märchenhaft schöne Wintergeschichte voller Geheimnisse, Spannung & Magie

Stella und der Mondscheinvogel
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Als ich das erste Mal über „Stella und der Mondscheinvogel“ stolperte, wusste ich sofort: Das Buch muss ich lesen! Von dem wunderhübschen Cover habe ich mich wie magisch angezogen angefühlt, es war Liebe ...

Als ich das erste Mal über „Stella und der Mondscheinvogel“ stolperte, wusste ich sofort: Das Buch muss ich lesen! Von dem wunderhübschen Cover habe ich mich wie magisch angezogen angefühlt, es war Liebe auf den ersten Blick, und auch der Klappentext sprach mich direkt an. Von Catherine Fisher hatte ich bisher noch nichts gelesen. „Stella und der Mondscheinvogel“ sollte also mein erstes Werk von ihr werden.

Nach zwölf langen Jahren in einem Waisenhaus wurde die elternlose Stella von ihrer Großtante Grace gefunden und von ihr aufgenommen. Als die Tante verstirbt, erklärt sich ein langjähriger Freund von Stellas Vater dazu bereit, sie bei sich in Wales aufzunehmen. Auf ihrem Weg zu ihrem neuen Wohnort trifft die Waise an einem zugigen Bahnhof auf einen merkwürdigen und sehr verängstigt wirkenden Mann, der ihr ein sonderbares Paket in die Hand drückt und dann ganz plötzlich davoneilt. Als der Zug einfährt, beschließt Stella das Päckchen mitzunehmen. Auf der Zugfahrt träumt das Mädchen von ihrem neuen Leben, in einem behüteten Zuhause mit einer liebevollen Familie. Doch als sie bei der Villa ihrer neuen Vormünder ankommt, ist alles ganz anders als in ihren Vorstellungen. Das große Herrenhaus ist kalt und düster, der Hausherr und die Hausdame sind nicht anwesend und auch ihr Sohn Tomos ist nicht da. Stella wird von den wenigen Hausangestellten in Empfang genommen und erhält von ihnen auf ihre vielen Nachfragen nur ausweichende Antworten. Als sie von dem mysteriösen Verschwinden von Tomos erfährt, fasst sie schnell den Entschluss sich auf die Suche nach ihm zu machen. Sie ist dabei jedoch nicht auf sich alleine gestellt. In dem geheimnisvollen Paket hat sich ein Spielzeugvogel befunden, der auf magische Weise zum Leben erwacht ist, als Stella in zusammengebaut hat. Ein fantastisches Abenteuer beginnt…

Als ich mit dem Lesen begann, war ich mir bereits nach wenigen Seiten ziemlich sicher, dass ich mal wieder einen absoluten Glückstreffer gelandet habe. Die Handlung, die von Beginn an so eine wundervoll märchenhafte und winterliche Stimmung verströmt, hat mich sofort in ihren Bann ziehen und verzaubern können und von dem bildlichen Schreibstil war ich auf Anhieb ganz angetan. Die Voraussetzungen, dass ich von dem Buch begeistert sein werde, standen also echt gut. Tja, und wisst ihr was? Meine anfängliche Vermutung hat sich als goldrichtig erwiesen: Mir hat mein erstes Werk aus der Feder von Catherine Fisher tolle Lesestunden bereiten können.

In meinen Augen hat die britische Autorin Catherine Fisher mit „Stella und der Mondscheinvogel“ ein bezauberndes Wintermärchen aufs Papier gebracht, in welchem sie uns Leser*innen in eine fantasievolle Welt voller frostiger Winterkälte, Mysterien und Magie mitnimmt. Für die dunkle Jahreszeit ist dieses Buch wahrlich ideal geeignet. Schön gemütlich eingekuschelt auf dem Sofa, mit einem warmen Getränk und einem prasselnden Feuerchen im Kamin – so lässt sich diese stimmungsvolle Erzählung definitiv am besten genießen.

Von der Atmosphäre der Geschichte könnte ich euch ohne Ende etwas vorschwärmen. Sie ist so schön düster und geheimnisvoll, ich mochte sie wirklich vom ersten Augenblick an total gerne. Vor allem ab dem Moment, wenn wir gemeinsam mit unserer Romanheldin Stella in ihrem neuen Zuhause im verschneiten Wales ankommen, habe ich das Ambiente richtig geliebt. Die große Villa namens Plas-y-Fran, die einst sehr prachtvoll gewesen sein, nun aber richtig gespenstisch wirkt, wird großartig beschrieben. Man meint die eisigen Temperaturen regelrecht spüren und das Knarzen der Dielen förmlich hören zu können. Ich bin beim Lesen des öfteren wohlig ins Erschauern geraten und habe den Auflösungen der vielen Rätselhaftigkeiten von Plas-y-Fran ganz gebannt entgegen gefiebert.

Handlungstechnisch bin ich eindeutig völlig auf meine Kosten genommen. Trotz der gerade mal 200 Seiten passiert in der Geschichte unglaublich viel, sodass an keiner Stelle Langeweile aufkommt und man von den Geschehnissen durchweg ganz gefesselt ist. Wieso verhält sich der Mann am Bahnhof so seltsam? Was hat es mit dem Mondscheinvogel auf sich? Aus welchem Grund leben in Plas-y-Fran nur so wenige Menschen und wo sind sind die Herrschaften des Hauses? Was ist mit Tomos geschehen? Warum erhält Stella auf ihre Nachfragen nur so flüchtige Erklärungen von den Hausangestellten? Und weshalb wurde es ihr so ausdrücklich verboten den Dachboden zu betreten?
Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, da man endlich die Antworten auf diese vielen rätselhaften Fragen haben möchte. Bei mir zumindest war so. Mich hat die Handlung durchgehend mitreißen können und da sich der bildhafte, packende Schreibstil angenehm flüssig für mich hat lesen lassen und die Kapitel sehr kurz sind, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen.

Die Charaktere haben mir ebenfalls ausgesprochen gut gefallen. Da hätten wir zum Beispiel das Waisenmädchen Stella, unsere Hauptprotagonistin und personale Erzählerin. Stella war mir von Anfang an sympathisch, ich mochte ihre aufgeweckte, etwas vorlaute und neugierige Art unheimlich gerne und habe mich jederzeit problemlos in sie hineinfühlen können. Stella ist eine starke Persönlichkeit, die sich, obwohl sie bisher kein leichtes Leben hatte, ihren Humor und Sarkasmus bewahrt hat und beeindruckend mutig, tapfer und entschlossen ist.
Mit dem Mondscheinvogel hat die Autorin ebenfalls eine einzigartige Figur erschaffen. Mich hat dieses witzig-schräge Kerlchen mit seiner faszinierenden Wunderlichkeit sofort in helle Begeisterung versetzen können.
Die weiteren Figuren bleiben etwas blass, was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Ich habe es vollkommen stimmig für die Handlung empfunden, dass wir über sie nicht allzu viel erfahren. Und vielleicht kommt das ja auch noch. Ich habe nämlich zu meiner großen Freude entdeckt, dass es sich bei dem Buch um den Auftakt einer Reihe handelt. Obwohl das Ende recht abgeschlossen ist und die Erzählung zufriedenstellend abschließt, hat es sich für mich irgendwie dennoch so angefühlt, als wäre noch nicht alles erzählt. Ich habe daher aus Interesse mal der englischsprachigen Ausgabe von „Stella und der Mondscheinvogel“ auf Goodreads einen Besuch abgestattet und dabei erfahren, dass es bereits zwei Folgebände auf Englisch gibt. Da hoffe ich nun sehr, dass diese ebenfalls noch ins Deutsche übertragen werden. Ich bin so gespannt wie es mit Stella und Co. wohl weitergehen wird.

Fazit: Ein märchenhaft schöne Wintergeschichte voller Geheimnisse und Magie.
Mir hat Catherine Fisher hat mit ihrem Kinderroman „Stella und der Mondscheinvogel“ ein zauberhaftes Leseerlebnis bescheren können. Die Erzählung ist so herrlich düster, atmosphärisch und magisch und steckt voller wunderbarem Winterzauber und Fantasie. Sie ist einfach nur die perfekte Lektüre für die kalte Jahreszeit und definitiv nicht nur für Kinder absolut lesenswert. Ich habe Stella nur zu gerne auf ihrem großen Abenteuer begleitet und hoffe auf sehr ein baldiges Wiedersehen mit ihr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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