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Veröffentlicht am 19.09.2021

Berührend, unterhaltsam, tiefgründig, wunderschön!

Marthas Boot
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Da mir meine bisherigen Werke aus der Feder von Polly Horvath ausgesprochen gut gefallen haben, war meine Neugierde sofort geweckt als ich das erste Mal von ihrem neuen Buch „Marthas Boot“ hörte. Beim ...

Da mir meine bisherigen Werke aus der Feder von Polly Horvath ausgesprochen gut gefallen haben, war meine Neugierde sofort geweckt als ich das erste Mal von ihrem neuen Buch „Marthas Boot“ hörte. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick und da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, stand für mich sehr schnell fest: Die vier McCready-Schwestern möchte ich unbedingt kennenlernen.

Als die Eltern der McCready-Schwestern bei einem Tsunami ums Leben kommen, erklärt sich nur ihre Großtante Martha dazu bereit die vier Mädchen bei sich aufzunehmen. Doch als Fiona (14), Marlin (12), Natasha (10) und Charlie (8) in Kanada ankommen, erwartet sie dort bereits die nächste schlimme Nachricht: Auch ihre Großtante ist ganz plötzlich verstorben. Völlig auf sich alleine gestellt versuchen die vier Schwestern nun, sich auf der idyllisch gelegenen kleinen Farm ihrer Großtante ein neues Leben aufzubauen. Dass die vier Mädchen alleine leben, muss allerdings streng geheim bleiben. Sollte das Jugendamt davon erfahren, würden sie sonst ganz bestimmt voneinander getrennt werden. Ob ihr Plan auf lange Sicht gut gehen kann?

Dies war mal wieder so ein Buch, bei dem ich einfach schon nach wenigen Seiten wusste, dass ich es lieben werde. Trotz des traurigen Anfangs habe ich mich sofort pudelwohl in der Geschichte gefühlt und wollte, nachdem ich einmal in ihr versunken war, am liebsten gar nicht mehr aus ihr auftauchen. Da die Erzählung an keiner Stelle ihren Zauber auf mich verloren hat (ganz im Gegenteil) und sich der leichte und flüssige Schreibstil superangenehm für mich hat lesen lassen, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe „Marthas Boot“ innerhalb eines Tages verschlungen. Mein Lesevergnügen war insgesamt also ein recht kurzes, dafür aber ein zauberhaft schönes. Mein erster Eindruck hat mich also nicht getäuscht: Ja, ich bin total begeistert von diesem Buch!

Beginnen tut die Geschichte wie bereits erwähnt ziemlich traurig. Gleich im ersten Kapitel erfahren wir, dass die Eltern der vier McCready-Schwestern bei einem Tsunami ums Leben gekommen sind und da außer Großtante Martha niemand aus der Familie die vier Mädchen bei sich aufnehmen möchte, verschlägt es uns Leserinnen sehr schnell nach Kanada, wo die Großtante weit abgeschieden auf einer kleinen Farm lebt. Leider müssen die Geschwister kurz nach ihrer Ankunft jedoch erfahren, dass auch ihr neuer Vormund verstorben ist und sie somit nun ganz auf sich alleine gestellt sind.

Obwohl die Stimmung zunächst recht hoffnungslos ist, war ich sofort ganz angetan von ihr. Vor allem ab dem Moment, wenn wir in Kanada ankommen, habe ich die Atmosphäre richtig geliebt. Ich lese wahnsinnig gerne Bücher, die in Kanada spielen, insbesondere in British Columbia. Kulissenmäßig bin ich daher vollkommen auf meine Kosten gekommen – das Setting wird einfach großartig beschrieben. Die Landschaft und die Natur von Pine Island, Tante Marthas malerische kleine Farm...traumhaft, sag ich euch. Ich hatte beim Lesen lauter herrliche Bilder im Kopf und wäre nur zu gerne in das Buch hineingekrochen.

Auch mit den Charakteren hat mich Polly Horvath überzeugen können. Allesamt wurden sie mit viel Liebe und Authentizität ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren verschiedenen Eigenschaften zu einem ganz besonderen.
Da hätten wir zum einen die vier McCready-Schwestern, die ich augenblicklich in mein Herz geschlossen habe. Mich persönlich haben die vier irgendwie ein kleines bisschen an die March-Schwestern aus „Little Women“ erinnert. Wie diese, so müssen auch Fiona, Marlin, Natasha und Charlie gemeinsam eine harte Zeit durchstehen und könnten unterschiedlicher nicht sein. Jede von ihnen besitzt ihre Besonderheiten, mit denen sie uns Leser
innen verzaubern und so einige sehr spaßige Momente bescheren.
Obwohl die Grundstimmung eine recht melancholische ist, bin ich insgesamt erstaunlich oft ins Schmunzeln geraten. Vor allem die kleine achtjährige Charlie hat mich an vielen Stellen bestens unterhalten und auch die aufgeweckte Marlin hat bei mir öfters für große Erheiterung gesorgt. Also in meinen Augen ist Polly Horvath die Balance zwischen Tiefe und Leichtigkeit, Ernst und Humor fabelhaft geglückt. Sitzt man in einem Moment noch ganz ergriffen da und leidet mit, hat man im nächsten schon wieder ein vergnügtes Lächeln auf den Lippen.

Mich hat es tief bewegt zu sehen wie die vier Schwestern gemeinsam ihre Probleme meistern und dabei über sich selbst hinauswachsen werden und niemals ans Aufgeben denken. Ich bin richtig ins Mitfiebern geraten und habe es einfach zutiefst genossen Zeit mit diesen vier ungleichen Mädchen zu verbringen und mitzuerleben wie sie sich ein neues Leben in Kanada aufbauen.
Wen ich von den Vieren ich am liebsten gewonnen habe, kann ich gar nicht sagen. Mit Fiona, in deren Gefühls- und Gedankenwelt wir eindeutig den anschaulichsten Einblick erhalten, habe ich mich jedenfalls am meisten verbunden gefühlt. Da ich selbst eine große Schwester bin, habe ich mich nur zu gut in sie hineinversetzen können und an vielen Stellen unendlich mit ihr mitgelitten. Da sie die Älteste ist, bleibt das Meiste an ihr hängen und diese große Verantwortung, die permanent auf ihr lastet, erdrückt sie regelrecht und treibt sie öfters an ihre Grenzen. Fiona ist aber beeindruckend stark und entschlossen und sehr erwachsen für ihr Alter – ich habe sie richtig dafür bewundert wie wunderbar sie das alles managt.

Neben den McCready-Schwestern dürfen wir im Verlauf der Geschichte noch viele weitere tolle Figuren kennenlernen wie die herzliche und hilfsbereite Schuldirektorin Miss Webster und den Nachbar Al Farber. Letzteren kann man allerdings nicht als sympathisch bezeichnen. Dieser Typ ist der absolute Griesgram. So unfreundlich und übellaunig er aber auch sein mag, er erklärt sich dazu bereit den Schwestern dabei zu helfen ihre aktuelle Lebenssituation geheim zu halten. Zudem wird sich noch zeigen, dass in ihm durchaus auch nette und positive Züge stecken. Die Entwicklung von Al hat mir neben denen von den Schwestern ganz besonders gut gefallen. Mich hat sie sehr berührt.

Das Ende konnte mich ebenfalls komplett zufriedenstellen. Es ist stimmig und herzerwärmend und rundet die Geschichte perfekt ab. Ich habe das Buch mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht wieder zuklappen können, nachdem ich eine unvergessliche Zeit darin verbracht habe.

Fazit: Ein wundervoller und sehr berührender Roman über vier starke Schwestern, die sich nicht unterkriegen lassen.
Mir hat Polly Horvath mit „Marthas Boot“ ein echtes Highlight und absolutes Wohlfühlbuch bescheren können. Das Buch erzählt eine wunderschöne Geschichte über Geschwisterliebe, die Bedeutung von Familie, Hoffnung, Entschlossenheit, Schicksalsschläge und Zusammenhalt, es ist unterhaltsam und ergreifend zugleich und steckt voller Warmherzigkeit und Tiefgang. Ich kann „Marthas Boot“ jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Eine zauberhafte Fortsetzung!

Mila und die geheime Schule 2. Schlafende Drachen weckt man nicht
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Da mir der erste Band von „Mila und die geheime Schule“ so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf Milas zweites Abenteuer war ich tierisch ...

Da mir der erste Band von „Mila und die geheime Schule“ so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf Milas zweites Abenteuer war ich tierisch gespannt!

Mila hat sich wunderbar auf ihrer neuen Schule, Internat Burg Wiesenfels, eingelebt und kann es kaum erwarten endlich dort wohnen zu dürfen. Tja, kein Wunder, schließlich ist Burg Wiesenfels kein normales Internat, sondern ein magisches und zudem eine Schutzstation für die letzten Fabelwesen der Welt. Mila ist jedoch nicht die einzige neue Schülerin: Auch der Junge Adrik soll fortan in ihre Klasse gehen. Irgendetwas stimmt mit diesem Jungen aber nicht, Mila ist er richtig unheimlich. Als dann auch noch plötzlich sämtliche Fabeltiere krank werden und sie selbst sich ebenfalls überhaupt nicht gut fühlt, überkommt Mila sehr schnell der Verdacht, dass Adrik dahinterstecken könnte. Aber kann das wirklich sein? Mila muss der Sache schleunigst auf den Grund gehen.

Obwohl es bei mir nun tatsächlich schon wieder relativ genau ein Jahr her ist, dass ich den Auftaktband gelesen habe, waren mir dessen Geschehnisse noch sehr präsent. Ich habe daher mühelos nach Burg Wiesenfels zurückgefunden. Kurze Info an alle Neueinsteiger: Da der zweite Teil sehr auf den ersten aufbaut, rate ich dringend die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Ich bin mir nicht sicher ob man der Handlung in der Fortsetzung ohne Probleme folgen kann, wenn man ohne Vorwissen in sie eintaucht.

Wie oben bereits erwähnt, konnte mich Miriam Mann mit dem Serienstart hellauf begeistern. Von der Fortsetzung habe ich mir dementsprechend natürlich ziemlich viel erhofft und um es kurz zu machen: Ich wurde nicht enttäuscht! Miriam Mann hat mich auch mit dem zweiten Teil auf ganzer Linie überzeugen können. In meinen Augen ist ihr mit „Schlafende Drachen weckt man nicht“ ein rundum gelungener Folgeband geglückt, der genauso wundervoll und fabelhaft ist wie der Vorgänger und große Lust auf mehr macht. Ich habe mich auch dieses Mal von den ersten Zeilen an pudelwohl beim Lesen gefühlt und das Buch für meinen Geschmack leider viel zu schnell beendet.

Die Handlung setzt ziemlich direkt an dem Ende von Band 1 an und man ist sofort wieder mittendrin im Geschehen. Zu Beginn der Geschichte halten wir uns noch bei Mila zu Hause auf, allerdings wird es uns bereits im ersten Kapitel zurück nach Burg Wiesenfels verschlagen – Milas neuer Schule, auf der sie fortan sogar wohnen wird. Da ich Internatsgeschichten wahnsinnig gerne mag, habe ich mich diebisch über die Neuigkeit gefreut, dass Burg Wiesenfels künftig Milas neues Zuhause sein wird. Ich bin dann auch zum Glück ganz auf meine Kosten gekommen: Die Erzählung spielt ausschließlich auf Burg Wiesenfels und es kommt vom ersten Moment an ein herrliches Internatsfeeling auf.

Das Setting konnte auf jeden Fall wieder vollends bei mir punkten. Mit Burg Wiesenfels hat Miriam Mann einfach eine einzigartige Kulisse erschaffen, voller Magie, Rätsel und außergewöhnlicher Fabelwesen. Dank der bildlichen Beschreibungen habe ich mir erneut alles ganz genau vorstellen können und die geheimnisvolle Atmosphäre konnte mich mal wieder komplett verzaubern.

Auch die Charaktere haben mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Ob bekannte Gesichter oder neu eingeführte Personen – allesamt wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren verschiedenen Eigenschaften und Besonderheiten absolut perfekt.
Da hätten wir zum Beispiel Mila, unsere Hauptprotagonistin, aus deren Sicht wir wieder alles in der Ich-Perspektive erfahren. Mit ihr hat die Autorin eine bezaubernde und starke Buchheldin skizziert; Mila ist mutig, aufgeweckt und sympathisch, man muss sie einfach gernhaben und da ihre Gefühls- und Gedankenwelt völlig authentisch dargestellt wird, gelingt es einem jederzeit spielend leicht sich in sie hineinzuversetzen.

Neben Mila treiben noch viele weitere liebenswerte Figuren ihr Unwesen in dieser Reihe wie Freddie, den man meist in seiner Tiergestalt antrifft, oder Laila, Milas neue Freundin, mit der sie sich ein Zimmer im Internat teilen wird. Es gibt allerdings auch ein paar weniger freundliche Gestalten wie der grimmige Lehrer Herr Ritter. Und der neue Schüler Adrik macht zunächst irgendwie auch keinen so wirklich netten Eindruck. Irgendetwas ist komisch an ihm, er verbirgt etwas, nur was? Liegt es wirklich an ihm, dass plötzlich alle Fabeltiere krank werden?

Was genau es hat mit Adrik auf sich hat, werde ich euch hier natürlich nicht verraten. Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Auch sonst möchte ich zur Handlung eigentlich gar nicht mehr viel sagen. Ich kann euch jedenfalls versprechen, dass ihr beim Lesen so richtig ins Mitfiebern geraten werdet und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mögt.
Neben der Spannung kommen auch die Fantasyelemente nicht zu kurz – Fans von Fabelwesen werden definitiv nicht enttäuscht werden. Und neben diesen Dingen vermittelt die Erzählung dann auch noch wichtige Themen und Werte wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, was mich sehr gefreut hat. So etwas darf für mich bei einem guten Kinderbuch einfach nicht fehlen.

Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 8 Jahren und dem schließe ich mich an. Wer schon ein geübter Leser ist, sollte bei dieser Reihe keine Schwierigkeiten mit dem Selberlesen haben. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Schrift hat eine angenehme Größe und die Kapitel sind schön kurz. Es gibt zudem zahlreiche Illustrationen, die den Textfluss prima auflockern.

Zu den wunderhübschen schwarz-weiß Zeichnungen von Simona M. Ceccarelli kann ich mich mal wieder nur verzückt äußern. Zu meiner großen Freude wird die Geschichte von sehr vielen Bildern begleitet und egal ob die kleineren Illustrationen oder die größeren – alle sind sie zum Träumen schön und schaffen eine ganz besondere Stimmung.
Zum Cover brauche ich vermutlich gar nicht groß was sagen, oder? Sieht es nicht großartig aus? Die Simona M. Ceccarelli kann einfach so toll zeichnen. Ich liebe ihren Zeichenstil.

Das Ende ist recht abgeschlossen, allerdings wird dennoch deutlich, dass es weitergehen wird. Auf der Verlagsseite habe ich gestern entdeckt, dass der dritte Band dort sogar schon für März 2022 angekündigt wird, yay! Auf mein Wiedersehen mit Mila und Co. freue ich mich schon sehr.

Fazit: Ein fantastisches Schulabenteuer voller Überraschungen, Geheimnisse und zauberhafter Fabeltiermagie!
Miriam Mann hat mit dem zweiten Teil ihrer „Mila und die geheime Schule“ - Serie eine wunderbare Fortsetzung aufs Papier gebracht, mit welcher sie mich genauso begeistern konnte wie mit dem Vorgänger. Wenn ihr gerne spannende und unterhaltsame Tierfantasy- und Schulgeschichten lesen solltet und Fans von Fabeltwesen seid, kann ich euch nur ans Herz legen Mila nach Burg Wiesenfels zu begleiten. Mir hat es unheimlich viel Vergnügen bereitet in den zweiten Band einzutauchen, daher vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.09.2021

Ein weiterer wunderbarer Folgeband voller Spannung, Fantasie & Magie!

Pages & Co. (Band 3)
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Da die ersten beiden Bände der Pages & Co - Reihe Jahreshighlights für mich waren, habe ich dem Erscheinen des dritten Bandes ganz sehnsüchtig ungeduldig entgegen gefiebert. Auf meine Rückkehr in die Welt ...

Da die ersten beiden Bände der Pages & Co - Reihe Jahreshighlights für mich waren, habe ich dem Erscheinen des dritten Bandes ganz sehnsüchtig ungeduldig entgegen gefiebert. Auf meine Rückkehr in die Welt der Buchwandler habe ich mich wahnsinnig gefreut!

Die hinterhältigen Underwood-Geschwister haben es geschafft die British Underlibrary unter ihre Kontrolle zu bringen und bauen ihre Macht über die Buchwandler immer weiter aus. Matilda, ihre Familie und Oskar müssen ihre Widersacher unbedingt aufhalten. Gemeinsam mit Oskar macht sich Tilly nach Amerika auf, um dort nach den sagenumwobenen Archivaren zu suchen. Nur mit deren Hilfe können sie die Buchmagie schützen und das Buchwandeln retten. Zum Glück sind die beiden Kinder bei diesem gefährlichen Abenteuer aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern haben viele Verbündete an ihrer Seite. Ob es ihnen wohl gelingen wird die machthungrigen Underwood-Geschwister zu stoppen?

Wie oben bereits erwähnt, konnten mich die beiden vorherigen Bände so richtig vom Hocker hauen. An „Matilda und das Rätsel der magischen Karte“ bin ich dementsprechend natürlich mit ziemlich hohen Erwartungen herangegangen...und wurde zum Glück nicht enttäuscht! Anna James ist es erneut mit Bravour geglückt mich restlos zu begeistern. Für mich ist auch der dritte Pages & Co-Band ein absolutes Highlight. Ich habe habe eine wundervolle Lesezeit mit dem Buch verbracht und es leider viel zu schnell beendet.

Da mir die Geschehnisse aus den beiden Vorgängern noch recht präsent waren, habe ohne Probleme in das Pages & Co - Universum zurückgefunden. Kurze Info an alle Neueinsteiger: Bei der Pages & Co - Serie ist es definitiv erforderlich die Bände in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, da sie sehr aufeinander aufbauen. Um euch nicht zu spoilern und dem Geschehen mühelos folgen zu können, solltet ihr also unbedingt von Teil 1 an aufwärts lesen.

Bei mir trat das ein, was schon bei Band 1 und 2 der Fall war: Einmal in die Geschichte versunken und mit dem Schmökern begonnen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. Die Handlung konnte mich sofort in ihren Bann ziehen und der mitreißende Schreibstil von Anna James hat sich abermals flüssig und locker-leicht für mich lesen lassen. Sehr gefreut hat mich zudem, dass die Kapitel wieder so schön kurz sind. Für mich kam von Beginn ein superangenehmer und packender Lesefluss zustande, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Als Leser*in begleiten wir unsere Romanheldin Matilda, kurz Tilly, und ihren allerbesten Freund Oskar auch dieses Mal in die magische Buchwelt und dürfen lauter fantastische Orte und tolle Figuren kennenlernen. Am Anfang halten wir uns noch in England auf, genauer gesagt in der einmaligen Buchhandlung Pages & Co, die von Tillys Großeltern gefühlt wird, aber es wird uns schon sehr schnell in die Vereinigten Staaten verschlagen und kurz darauf geht es endlich mit dem Buchwandeln los. In diesem Band werden wir unter anderem in „Der Sommernachtstraum“ von William Shakespeare mitgenommen und auch einen kurzen Abstecher in die Baker Street 221B werden wir machen, was mich, als großer Sherlock Holmes-Fan, diebisch gefreut hat.

Dank der bildhaften Beschreibungen hatte ich von sämtlichen Schauplätzen das reinste Kopfkino und die märchenhafte Atmosphäre konnte mich mal wieder vollkommen verzaubern. Besonders angetan war ich von der Buchhandlung Shakespeare's Sisters (die doppelseitige Illustration dazu sieht megacool aus!) und den Geschichtenwelt-Express habe ich richtig geliebt. Mit diesem hat sich die Autorin etwas unglaublich Tolles und Faszinierendes ausgedacht.
Die Verknüpfung von realen und fiktiven Orten ist Anna James einfach rundum gelungen. Dank ersterem wird so einiges interessantes und teils historisches Wissen vermittelt und beim Eintauchen in die Bücherwelten kommt man mal wieder in den Genuss auf so einige berühmte literarische Persönlichkeiten treffen zu dürfen. Da hat es Anna James meiner Ansicht nach erneut vortrefflich geschafft, den Charme der namhaften Figuren beizubehalten und große Klassiker, die Kinder heutzutage vermutlich kaum noch kennen (leider), leicht und verständlich näherzubringen.

Mit den Charakteren hat mich Anna James auf jeden Fall wieder vollends überzeugen können. Egal ob alte Bekannte oder neue Gesichter – alle wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren verschiedenen Eigenschaften zu etwas ganz Besonderem.
Unsere 12-jährige Hauptprotagonistin Tilly, aus deren Sicht wir wieder alles in der dritten Person erfahren, habe ich schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen. Tilly ist mutig, stark, clever und sympathisch – man muss sie einfach gernhaben und für ihre Tapferkeit und Stärke kann man sie nur bewundern.
Oskar zählt ebenfalls zu meinen persönlichen Lieblingen. Er besitzt so eine herrlich humorvolle Art, ich habe musste an vielen Stellen wieder sehr über ihn schmunzeln.
Ausgesprochen gut gefallen hat mir auch die Darstellungsweise von William Shakespeare. Dieser wird unserem pfiffigen Duo bei ihrem Kampf gegen die fiesen Underwood-Geschwister eine große Hilfe sein, so viel sei schon mal verraten.

Was genau Tilly und Oskar alles Aufregendes und Gefährliches erleben werden, möchte ich hier eigentlich gar nicht groß erzählen. Ich kann euch jedenfalls versprechen, dass euch dieser Band ein unvergessliches Abenteuer bescheren wird, voller Spannung, Überraschungen, Witz, Charme und Fantasie. Ich war die ganze Zeit über ganz gebannt am Lesen, habe so richtig mit unseren Protagonisten mitgefiebert und der beeindruckende Einfallsreichtum der Autorin konnte mich mal wieder in helle Begeisterung versetzen.

Das Ende ist recht abgeschlossen und eigentlich war ich ja bis gerade eben der Annahme gewesen, dass es sich bei der Pages & Co - Reihe um eine Trilogie handelt. Allerdings habe ich eben entdeckt, dass im Englischen diese Woche ein vierter Band erscheinen wird, hurra! Über diese Info freue ich mich gerade wie Bolle. Hoffentlich, hoffentlich wird auch der vierte Teil ins Deutsche übertragen werden. Ich bin so gespannt wie es mit Tilly und Co. weitergehen wird!

Und zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich euch unbedingt noch von der Gestaltung etwas vorschwärmen. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick, ich finde es genauso wunderhübsch wie die Cover der zwei Vorgänger.
Der Innenteil kann sich aber ebenfalls sehen lassen. Paola Escobar hat auch den dritten Band mit zahlreichen atmosphärischen schwarz-weiß Illustrationen versehen und egal ob die kleineren oder die ganzseitigen Bilder – alle Zeichnungen sind einfach nur zum Träumen schön und schaffen eine ganz besondere, geheimnisvolle Stimmung.
Klasse fand ich auch wieder die kreative Spielerei mit der Schrift. So purzeln zum Beispiel auch dieses Mal einige Wörter langsam aus ihren Zeilen. Von dieser originellen Idee bin ich nach wie richtig begeistert.

Fazit: Ein wunderbares Abenteuer voller Spannung, Fantasie und zauberhafter Buchmagie.
Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut und tja, was soll ich fragen, eindeutig zurecht! Mich hat Anna James auch mit dem dritten Band ihrer Pages & Co – Serie auf ganzer Linie überzeugen können. Die Geschichte, die Charaktere, die Aufmachung – ich bin einfach von allem völlig verzaubert. Wer diese Kinderbuchreihe ab 10 Jahren noch nicht kennt, hat echt etwas verpasst! Also ich finde sie einfach großartig und kann sie jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen. „Matilda und das Rätsel der magischen Karte“ erhält von mir 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Spannend, lustig, herzerwärmend und einfach nur wunderschön!

Mein unverhoffter Pferdesommer
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Da ich die Bücher von der Mina Teichert immer wahnsinnig gerne lese und vor allem ihre Pferderomane sehr liebe, habe ich mich auf „Mein unverhoffter Pferdesommer“ riesig gefreut. Das Buch musste ich natürlich ...

Da ich die Bücher von der Mina Teichert immer wahnsinnig gerne lese und vor allem ihre Pferderomane sehr liebe, habe ich mich auf „Mein unverhoffter Pferdesommer“ riesig gefreut. Das Buch musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Die 14-jährige Milli kann es zunächst gar nicht fassen, als eines Tages plötzlich ein großer Hannoveraner-Wallach vor ihrem Haus abgeliefert wird. Ausgerechnet sie, die nie was mit Pferden zu tun hatte und noch nie in einem Sattel saß, ist nun Besitzerin eines eigenen Pferdes. Warum nur hat die verstorbene Cousine ihrer Mutter gerade ihr, Milli, ihr Pferd Jupiter vererbt? Milli ist eine Balletttänzerin und kein Pferdemädchen. Ihre beste Freundin Anouk dagegen ist total begeistert von Millis Erbschaft. Nun ja, okay, vielleicht kann man es ja mal versuchen. Jupiter ist ja schon irgendwie ziemlich süß. Aber wohin mit ihm? Da den Mädchen und Millis Eltern nichts Besseres einfällt, wird Jupiter erst einmal in die Garage verfrachtet. Als kurz darauf dort eingebrochen und in Jupiters Sachen herumgewühlt wird, schrillen bei Milli sofort sämtliche Alarmglocken. Sie hat kurz vor dem Einbruch herausgefunden, dass Jupiter ein ehemaliges Polizeipferd ist und damals dabei geholfen hat, dass ein Juwelendieb hinter Gitter kommt. Ob es sich bei dem Einbrecher wohl um diesen Dieb handelt? Will er sich an Jupiter rächen?

Nach über einem Jahr Wartezeit konnte ich mich diese Woche also endlich in das neue Sommer-Pferdeabenteuer aus der Feder von Mina Teichert stürzen und was soll ich sagen, ich bin begeistert! Bestseller-Autorin Mina Teichert hat mal wieder eine wunderbare Pferdegeschichte ab 10 Jahren aufs Papier gebracht, die unterhaltsam und tiefgründig zugleich ist, durchweg mitreißt und die Herzen aller Pferdefans höherschlagen lässt.

Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in das Buch. Der spritzige und lockere Schreibstil von Mina Teichert gefiel mir auch dieses Mal auf Anhieb – für mich hat er sich angenehm flüssig lesen lassen.
Die Handlung hatte mich ebenfalls sofort, ich habe mich von den ersten Seiten an rundum wohl in ihr gefühlt. Sie verströmt einfach so eine schöne sommerliche Leichtigkeit und Behaglichkeit und dank des tollen Humors kommt eine richtig gute, heitere Stimmung auf. So hat mich vor allem die beste Freundin unserer Hauptprotagonistin Milli an vielen Stellen bestens unterhalten. Anouk, wie ihr Name lautet, ist so herrlich fröhlich und witzig drauf, ich habe dieses Mädel einfach sofort in mein Herz geschlossen. Milli, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, war mir aber ebenfalls vom ersten Moment an sympathisch und auch sie hat mir mit ihrer humorvollen Art so einige Gründe zum Schmunzeln geliefert.

Ich fand Milli einfach klasse. Sie ist aufgeweckt, liebenswert und mutig und da sie jederzeit absolut authentisch wirkt, ist sie eine hervorragende Identifikationsfigur für die Zielgruppe. Ich zumindest habe Millis Verhalten jederzeit als glaubhaft empfunden und mich trotz des Altersunterschieds mühelos in sie hineinversetzen können. So habe ich es beispielsweise nur zu gut nachvollziehen können, dass sie ihre unerwartete Erbschaft zunächst etwas überfordert und sie Jupiter erst eigentlich gar nicht haben möchte. Ich selbst hätte ein eigenes Pferd mit 14 Jahren zwar ziemlich cool gefunden, aber da Milli nie groß was mit diesen Tieren am Hut hatte und neben dem Balletttraining, ihrem Mops Hugo und ihrem Instagram-Account eigentlich gar nicht keine Zeit für ein eigenes Pferd hat, habe ich es echt gut verstehen können, dass sich ihre Begeisterung im ersten Moment in Grenzen hält. Dies wird sich aber sehr schnell noch ändern, so viel sei schon mal verraten.

Mit den weiteren Charakteren hat mich Mina Teichert ebenfalls überzeugen können. In meinen Augen wurden sie prima ausgearbeitet und machen einen völlig realistischen Eindruck. Liebgewonnen habe ich sie zwar nicht alle – Erik, Millis Schwarm, fand ich richtig blöde – aber egal ob Sympathieträger oder nicht: Allesamt tragen sie mit ihren verschiedenen Eigenschaften dazu bei, man eine großartige Zeit zwischen den Buchdeckeln verbringt.

Auch mit der Darstellungsweise von Hannoveraner-Wallach Jupiter konnte die Erzählung komplett bei mir punkten. Da merkt man auf jeden Fall sehr, dass die Autorin Ahnung von Pferden hat und weiß wie sie ticken.
Pferdenarren werden bei diesem Buch definitiv auf ihre Kosten kommen. Es ist einfach wundervoll mitzuverfolgen wie Milli und Jupiter sich allmählich immer näherkommen. Mir ist dabei richtig warm ums Herz geworden.

Weniger pferdeverrückten Leserinnen kann ich das Buch allerdings ebenfalls nur ans Herz legen!
„Mein unverhoffter Pferdesommer“ ist so viel mehr als nur eine Pferdegeschichte. Der Roman handelt auch noch von anderen wichtigen und aktuellen Themen wie Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt, das Verhalten in den sozialen Medien sowie dem Kämpfen für seine Ziele und Träume. Und da Jupiters Vergangenheit so einige Geheimnisse birgt, enthält die Story sogar noch leichte Krimi-Elemente. So sorgen zum Beispiel die Einträge aus dem Buch, welches bei Jupiters Sachen dabei war und die auch wir Leser
innen kennenlernen dürfen, für einen aufregenden Mitratespaß. Die Wechsel aus der eigentlichen Handlung und den Kapiteln aus dem Buch haben mir persönlich total gut gefallen. Ich war die ganze Zeit über am herumrätseln, wer wohl der mysteriöse Verfasser sein könnte. Das Rätsel wird am Schluss noch gelüftet, aber wer es ist, werde ich euch hier natürlich nicht erzählen, hehe.

Enden tut das Abenteuer sehr abgeschlossen, sodass ich davon ausgehe, dass es sich auch bei „Mein unverhoffter Pferdesommer“ um einen Einzelband handelt. Mir hat das Ende unheimlich gut gefallen. Es rundet die Geschichte perfekt ab, sodass ich das Buch vollends zufrieden wieder zuklappen konnte.

Fazit: Spannend, lustig, warmherzig. Ein wunderschöner Pferderoman voller Überraschungen und Abenteuer.
Meine Vorfreude auf „Mein unverhoffter Pferdesommer“ war vollkommen gerechtfertigt: Mir hat das Buch zauberhafte Lesestunden bescheren können. Für mich war der neue Pferdeschmöker von Mina Teichert so ein richtiges Wohlfühlbuch. Die Geschichte steckt voller guter Ferienlaune und starker Pferdemomente und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Ich hatte super viel Spaß beim Lesen und kann „Mein unverhoffter Pferdesommer“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!


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Veröffentlicht am 10.09.2021

Spannend, herrlich schräg und unheimlich witzig! Eine tolle Fortsetzung!

Unheimlich gefährlich – Survivalcamp mit Ruby Black
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Da mir „Unheimlich peinlich“ so gut gefallen hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass es diesen Sommer endlich mit Ruby Black weitergehen wird. Den zweiten Band musste ich natürlich unbedingt bei ...

Da mir „Unheimlich peinlich“ so gut gefallen hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass es diesen Sommer endlich mit Ruby Black weitergehen wird. Den zweiten Band musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Ruby freut sich riesig, als ihre Klassenlehrerin, die Hyäne, verkündigt, dass es demnächst auf Klassenfahrt gehen wird. Ihre Begeisterung erhält jedoch einen gewaltigen Dämpfer als sie erfährt, dass nicht der erhoffte Strand das Ziel des Ausflugs sein wird, sondern das Survivalcamp „Zur fröhlichen Wildsau“. Was, echt jetzt? Ein Camp mitten in der Wildnis, zusammen mit der fiesen Hyäne und das für eine Woche? Ruby ist entsetzt. Und dann wird sie ganzen Tage auch noch von ihrem Freund Ben getrennt sein. Rubys Panik wird immer größer. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, kommt vor der Klassenreise auch noch eine neue Schülerin in die Klasse: Die hinterhältige Hilde – eine der Mobberinnen von Rubys alter Schule. Hilfe! Wie soll Ruby diese Klassenfahrt nur überleben?

Da mich der erste Band hellauf begeistern konnte, habe ich mir von dem zweiten natürlich ziemlich viel erhofft...Vielleicht zu viel? Nein, zum Glück nicht! Die Wartezeit von über einem Jahr hat sich zweifellos gelohnt: Mir hat auch die Fortsetzung wundervolle Lesestunden bereiten können. In meinen Augen haben Cally Stronk und Constanze von Kitzing abermals eine fabelhafte Teamarbeit geleistet und mit „Unheimlich gefährlich“ einen rundum gelungenen Folgeband aufs Papier gebracht, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Ich hatte erneut ungeheuer viel Freude dabei in die Welt der Ruby Black einzutauchen und musste sie für meinen Geschmack viel zu schnell wieder verlassen. Auf mein nächstes Wiedersehen mit Ruby und Co. freue ich mich schon sehr! Ja, ihr habt richtig gelesen, es wird weitergehen – hinten im Buch verraten uns die Autorin und die Illustratorin, dass sie bereits an dem dritten Teil arbeiten, yay!

Aber zurück zu Band 2. Oder nein, wartet, ehe ich euch weiter berichte, warum mir dieser so gut gefallen hat, erst einmal eine kurze Info an alle Neulinge: Ich persönlich rate sehr, mit dem Serienstart, also „Unheimlich peinlich“ zu beginnen. Man kann dem Geschehen in der Fortsetzung meinem Empfinden nach zwar auch ohne Vorwissen gut folgen, aber da die Bände aufeinander aufbauen, wäre es auf jeden Fall besser und sinnvoller sie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen.

Da mir die Geschehnisse aus dem Vorgänger noch recht präsent waren, habe ich ohne Probleme in den zweiten Band hineingefunden und mich sofort pudelwohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt. Der humorvolle Schreibstil gefiel mir abermals auf Anhieb, für mich hat er sich angenehm flüssig lesen lassen, und unsere 11-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Ruby hat sich sofort wieder in mein Herz geschlichen. Mit ihr hat Cally Stronk eine zauberhafte Romanheldin erschaffen. Ruby ist lustig, liebenswert und so wunderbar authentisch. Man muss sie einfach gernhaben und dank der glaubhaften Darstellungsweise ihrer Gefühls- und Gedankenwelt gelingt es einem jederzeit spielend leicht sich in sie hineinversetzen.

Mit den weiteren Charakteren hat mich Cally Stronk ebenfalls wieder vollends überzeugen können. Die meisten sind so schön überspitzt gezeichnet, es macht einfach nur diebisch viel Spaß Zeit mit diesen ausgefallenen Figuren zu verbringen. Da hätten wir zum Beispiel Rubys Klassenlehrerin, die immer nur die Hyäne genannt wird und die auch grafisch so dargestellt wird (würde ja echt gerne mal wissen, wie die Hyäne eigentlich wirklich ausschaut ;).
Frau Hügel-Jäne wie ihr richtiger Name lautet, ist jedenfalls total durchgeknallt. Dass so jemand auf die Schüler losgelassen wird...Was bin ich froh, dass ich damals nicht so eine schreckliche Lehrerin hatte.
Großartig fand ich auch wieder den ziemlich verpeilten Schulpsychologen Dr. Jammer (dieser Typ ist einfach spitze, hihi) und der Hausmeister hat mich ebenfalls bestens unterhalten.
Köstlich amüsiert habe ich mich auch wieder über Rubys verrückte Familie. Ich liebe diesen schrulligen Haufen einfach. Leider ist der Auftritt der Familie Black dieses Mal nur recht kurz, was mich aber nicht gestört hat.

Insgesamt bekommen wir es hauptsächlich mit bekannten Gesichtern aus dem Serienstart zu tun, was mich sehr gefreut hat, wir dürfen aber auch jemand Neues kennenlernen: Hilde. Wer den ersten Band kennt, wird sich vermutlich erinnern, dass Hilde zu den Mädchen gehörte, die Ruby an ihrer alten Schule fies gemobbt haben. Ihr könnt euch daher sicherlich denken, dass unsere Hauptfigur überhaupt nicht begeistert davon ist, dass die beste Freundin ihrer Erzfeindin nun in ihre neue Klasse geht. Sie hat nun Sorge, dass es alles wieder von vorne losgeht.

Das Thema Mobbing wird erneut mit Feingefühl von der Autorin behandelt und verleiht der Handlung eine genau richtige Portion an Ernst und Tiefgang. Das Buch ist definitiv nicht nur der reinste Gute-Laune-Macher – es regt auch zum Nachdenken an und vermittelt wichtige Werte wie Freundschaft, Verzeihen, Mut und Zusammenhalt. Zudem lehrt es auch einiges interessantes Survival-Wissen, welches sehr unterhaltsam von „Prof. Dr. Dr. Rubina Rosalinde Black“ erklärt wird, grins.
Auch die Liebe spielt wieder eine große Rolle. Ruby ist nach wie unsterblich in Ben verliebt und inzwischen mit ihm zusammen. Ich fand die Romanze zwischen den beiden total süß und schön, mir hat sie immerzu ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Bezüglich der Klassenfahrt möchte ich eigentlich gar nicht so viel verraten. Stellt euch einfach mal auf lauter abgedrehte, turbulente und urkomische Szenen ein. Ich muss ja sagen, dass ich irgendwie sehr erleichtert darüber bin, dass ich damals keine Klassenreise in so ein merkwürdiges Wildnis-Survival-Camp gemacht habe. Stellenweise habe ich mit Ruby und ihre Mitschülerinnen schon ziemlich mitgelitten. Zugleich bin ich aus dem Schmunzeln aber auch gar nicht mehr herausgekommen. Und da die Spannung natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommt, bin ich auch ordentlich ins Mitfiebern geraten und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Und zu guter Letzt muss ich euch unbedingt noch von der Innenaufmachung etwas vorschwärmen. Constanze von Kitzing hat auch diesen Band mit zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die wie die Story unglaublich witzig sind und absolut perfekt zur Geschichte passen.
Neben den Bildern sorgen auch die vielen coolen Handletterings und originellen Schriftspielereien und Kritzeleien für ein ganz besonderes Leseerlebnis. Die Gestaltung ist wirklich superkreativ, es gibt einfach ständig etwas Neues zu entdecken, sodass es nie langweilig wird und der Lesegenuss ein enorm abwechslungsreicher und spaßiger ist.

Fazit: Spannend, einfühlsam, unheimlich lustig. Ein herrlich schräger Lesespaß!
Auf mein Wiedersehen mit Ruby Black und Co. habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut – mich haben Cally Stronk und Constanze von Kitzing mit dem zweiten Band auf ganzer Linie überzeugen können. Auch „Unheimlich gefährlich“ enthält eine tolle Mischung aus skurrilem Humor und Ernsthaftigkeit und ist klasse geschrieben und genial aufgemacht. Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Mir hat es tierisch viel Vergnügen bereitet Ruby und ihre Mitschüler
innen in das Wildnis-Survival-Camp „Zur fröhlichen Wildsau“ zu begleiten und ich kann jedem, egal ob Kindern ab 10 Jahren oder deutlich älteren Leser*innen, nur ans Herz legen, dies ebenfalls noch zu tun. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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