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Veröffentlicht am 10.10.2021

Ein großartiges Kinderbuch voller Fantasie, Herz, Witz und Wunder!

Vincent und das Großartigste Hotel der Welt
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Bei „Vincent und das Großartigste Hotel der Welt“ stand für mich vom ersten Moment an fest: Das Kinderbuch muss ich unbedingt lesen! Beim Cover war es einfach sofort um mich geschehen, es war Liebe auf ...

Bei „Vincent und das Großartigste Hotel der Welt“ stand für mich vom ersten Moment an fest: Das Kinderbuch muss ich unbedingt lesen! Beim Cover war es einfach sofort um mich geschehen, es war Liebe auf den ersten Blick. Da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, zögerte ich wirklich keine Sekunde lang und ließ das Buch bei mir einziehen.

Der 11-jährige Vincent ist ein ganz normaler Junge, der mit seiner Familie in der ganz normalen und ziemlichen langweiligen Kleinstadt Barry lebt. Als sein Großvater stirbt, wird Vincents ganz gewöhnliches Leben jedoch schon sehr bald völlig auf den Kopf gestellt werden. Er erbt von seinem seinem Opa eine Schuhputzkiste und kurz darauf wird ER sich ereignen: Der MONUMENTALE Moment, der alles für immer verändern wird. Vincent beschließt sein Glück als Schuhputzer zu versuchen und gleich an seinem ersten Tag wird das Mädchen Florence auf ihn aufmerksam werden. Florence ist die Besitzerin des Großartigsten Hotels der Welt, das „The Grand“, und sie wird Vincent ein unglaubliches Angebot machen: Er darf Schuhputzer im „The Grand“ werden. Vincent kann sein Glück kaum fassen. Er wird einen unvergesslichen Schnuppertag als Hotelgast im „The Grand“ erleben und anschließend jeden Tag mit Freude zur Arbeit erscheinen. Doch dann trifft er eine folgenschwere Entscheidung und mit der wunderbaren Zeit wird es jäh vorbei sein.

Schon als ich mir damals den Klappentext durchlas, war ich mir vollkommen sicher, dass ich von „Vincent und das Großartigste Hotel der Welt“ begeistert sein werde. Voller Freude begann ich also mit dem Lesen. Bereits nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich mit meiner Vermutung goldrichtig lag und mal wieder einen echten Glückstreffer gelandet habe. Ich habe insgesamt wundervolle Lesestunden mit dem Buch verbracht und definitiv das bekommen, was ich erwartet und erhofft habe.

Lisa Nicol hat mit ihrem zweiten Kinderroman ein ganz besonderes Buch voller großartiger und unglaublich fantasievoller Ideen aufs Papier gebracht, welches ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann. Die Geschichte sprüht nur so vor Witz, Charme und Kreativität und ist herrlich schräg, sodass man einfach nur unheimlich viel Spaß hat und aus dem faszinierten Staunen oft gar nicht mehr herauskommt.
Gleichzeitig ist die Handlung aber auch ernst und regt zum Nachdenken an und stellenweise stimmt sie einen auch etwas traurig. Also ich finde, dass der Autorin die Mischung aus lustiger Verrücktheiten, tiefgründiger Botschaften und emotionaler Momente hervorragend geglückt ist. Und da bei dem Ganzen natürlich auch die Spannung und Überraschungen nicht zu kurz kommen, kann man bei „Vincent und das Großartigste Hotel der Welt“ in meinen Augen von einem rundum gelungenen Kinderbuch ab 10 Jahren sprechen.

Wie man meiner Rezension weiter oben entnehmen kann, hatte ich einen super Einstieg in die Handlung. Die humorvolle und lebendige Erzählweise sagte mir auf Anhieb zu, vor allem der Aspekt, dass wir Leser*innen öfters direkt angesprochen werden, konnte komplett bei mir punkten. Sehr amüsant fand ich auch, dass die Autorin immer wieder einen mysteriösen Co-Autor erwähnt, der bei der Entstehung des Buches mitgeholfen hat. Was genau sich hinter diesem Co-Autor verbirgt ist allerdings ziemlich tragisch. In einem bewegenden Nachwort erzählt uns Lisa Nicol von dem traurigen Schicksal ihres Mitverfassers und nachdem ich diese Zeilen gelesen habe, ist meine Begeisterung für dieses Buch nur noch größer geworden.

Aber zurück zu meinem Lesestart. Unseren 11-jährigen Hauptprotagonisten Vincent habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Vincent ist ein herzensguter Junge, er ist liebenswert, hilfsbereit und einfühlsam, man muss ihn einfach gernhaben. Leider hat er es nur nicht leicht im Leben. Da sein kleiner vierjähriger Bruder Thom ein äußerst schwieriges Kind ist und extrem viel Aufmerksamkeit benötigt, dreht sich bei ihnen zu Hause alles nur um Thom. Ich habe da richtig mit der Familie mitgefühlt. Thoms zeitintensive Pflege verlangt den Eltern enorm viel Kraft ab und Vincent und seine kleine Schwester Rose müssen ständig zurückstecken und Rücksicht nehmen.

Der Beginn der Handlung ist also recht trist und – so viel sei schon mal verraten – auch so ein perfekter Ort wie das Großartigste Hotel der Welt bleibt vom Unglück nicht verschont. Da die Autorin die schweren Themen aber mit viel Empathie und einer genau richtigen Leichtigkeit behandelt, wird die Geschichte an keiner Stelle zu bedrückend. Für mich war „Vincent und das Großartigste Hotel der Welt“ sogar ein absolutes Wohlfühlbuch.

Trotz des etwas düsteren Anfangs habe ich mich von den ersten Seiten an pudelwohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt. Vor allem ab dann, wenn es uns gemeinsam mit Vincent in das Hotel „The Grand“ verschlägt, war ich völlig verzückt von der Geschichte und wollte sie gar nicht mehr verlassen.
Das Hotel wird einfach nur fantastisch beschrieben. Die traumhafte Lage, das imposante Gebäude, die prächtigen Gärten, die zahlreichen exotischen Tiere, die vielen verschiedenen außergewöhnlichen Zimmer – dieses Hotel ist einfach ein magischer und einzigartiger Ort voller Herrlichkeiten, Kuriositäten und Wunder. An diesem Ort werden Träume und Wünsche wahr und seien sie noch so ausgefallen. Ich habe das Setting vom ersten Augenblick an geliebt und wäre beim Lesen nur zu gerne in das Buch hineingekrochen um selbst in dieses märchenhafte und lebensverändernde Hotel einzuchecken und mich von dessen Magie verzaubern zu lassen. Mich persönlich hat das „The Grand“ irgendwie ein bisschen an Willy Wonkas Schokoladenfabrik erinnert, was mich, als großer „Charlie und die Schokoladenfabrik“ - Fan, überaus gefreut hat.

Neben der Kulisse mochte ich auch die Charaktere total gerne. Da hätten wir zum Beispiel Florence, die sich wie Vincent sofort in mein Herz geschlichen hat. Obwohl sie erst elf ist, muss sie sich um das Hotel kümmern, da ihre Eltern immerzu aufs Reisen sind. Mir tat Florence ungeheuer leid, dass so viel Verantwortung auf ihren jungen Schultern lastet. Sie ist für ihr Alter aber bemerkenswert reif und stark und lässt sich nicht unterkriegen. Ich fand Florence einfach klasse, sie ist wahrlich ein ganz besonderes Kind. Zwischen ihr und Vincent wird sich sehr schnell eine innige Freundschaft entwickeln, was wunderschön veranschaulicht wird. Mir ist da richtig warm ums Herz geworden.
Wer ebenfalls zu meinen Lieblingen gehörte, ist Rupert, der schrullige und herzliche Empfangschef des Hotel, der Florence eine große Hilfe ist. Rupert ist ein total witziger und einmaliger Typ, ich musste öfters sehr über ihn schmunzeln.
Auch sonst treiben in diesem Buch lauter skurrile Personen ihr Unwesen, aber da ich finde, dass man diese besser ohne viel Vorwissen kennenlernen sollte, werde ich euch über deren Eigenheiten nichts weiter berichten.

Das Ende hat mich ebenfalls gänzlich überzeugen können, sodass ich das Buch glücklich und zufrieden wieder zuklappen konnte, nachdem ich eine unvergessliche Zeit darin verbracht habe. Dies war also mein erstes Werk von Lisa Nicol und es wird ganz bestimmt nicht mein letztes gewesen sein.

Fazit: Ein zauberhaftes Abenteuer voller Großartigkeiten und magischer Momente.
Für mich hat sich „Vincent und das Großartigste Hotel der Welt“ von Lisa Nicol zu einem echten Highlight entwickelt, ich finde dieses Buch einfach großartig. Es ist ein wahres Feuerwerk an Fantasie, es ist unterhaltsam, tiefgründig und ergreifend zugleich und mit ganz viel Humor und Herzenswärme geschrieben. Ich kann diesen besonderen Kinderroman nur empfehlen, er erzählt eine so wunderbare und zeitlos schöne Geschichte über Freundschaft, Familie, Zusammenhalt und die Kraft von Träume. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.10.2021

Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte!

Ein wirklich wahres Weihnachtswunder
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Ich liebe Weihnachten, in die Bücher von der Isabel Abedi tauche ich immer wahnsinnig gerne ein und ich mag den unverkennbaren Zeichenstil von der Daniela Kohl total gerne. Für mich stand daher sofort ...

Ich liebe Weihnachten, in die Bücher von der Isabel Abedi tauche ich immer wahnsinnig gerne ein und ich mag den unverkennbaren Zeichenstil von der Daniela Kohl total gerne. Für mich stand daher sofort fest, dass ich das gemeinsame Kinderbuch der beiden unbedingt lesen muss. Auf „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“ war ich tierisch gespannt!

Es ist der 24. Dezember und der zehnjährige Manu und seine kleine fünfjährige Schwester Jana sitzen im Zug, der sie von Berlin nach Hamburg zu ihrem Papa bringen wird. Da Mama, die Nachrichtensprecherin ist, leider noch arbeiten muss, wird sie später nachkommen. Manu muss also dreimal gut achtgeben: Er muss auf sich, auf seine kleine Schwester und auf ihren großen, roten Koffer aufpassen. Der Koffer darf auf gar keinen Fall verlorengehen, schließlich befinden sich in ihm viele wichtige Sachen: Manus Saxophon, Janas Christkind-Verkleidung und all ihre Weihnachtsgeschenke. Als die Geschwister schließlich bei ihrem Papa angekommen sind und den Koffer öffnen, müssen sie eine schreckliche Entdeckung machen: Das ist ja gar nicht ihr Koffer! Oh nein, und nun? Jetzt kann wohl nur noch ein Weihnachtswunder helfen.

Obwohl wir erst Herbst haben und ich Weihnachtsbücher eigentlich immer lieber im Dezember lese, habe ich es mir schon diese Woche mit „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“ gemütlich gemacht und wisst ihr was? Dem Buch ist es tatsächlich schon jetzt, Anfang Oktober, gelungen mich in Weihnachtslaune zu versetzen. Die Geschichte sprüht einfach nur so vor herrlichem Weihnachtszauber und Herzenswärme und auch die vielen Illustrationen strahlen mit ihren warmen Farben etwas wundervoll Weihnachtliches aus.
In meinen Augen haben Isabel Abedi und Daniela Kohl mit „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“ ein hinreißendes Kinderbuch für die ganze Familie herausgebracht, das für die Advents- und Weihnachtszeit einfach nur die perfekte Lektüre ist und mich komplett verzaubern konnte. Ich habe mich vom ersten Moment an pudelwohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt und eine großartige (und für meinen Geschmack viel zu kurze) Zeit mit Manu, seiner Familie und den weiteren liebenswürdigen Figuren verbracht.

Mein Lesevergnügen war leider wirklich zu schnell wieder vorbei. Da die Geschichte nur gute 100 Seiten umfasst und Text dank der originellen Gestaltung nicht allzu viel vorhanden ist, habe ich das Buch gestern Abend in einem Rutsch durchgelesen.
Lesemuffeln und Erstlesern kann ich dieses Schätzchen eindeutig ganz besonders nahelegen, für die ist es ein echter Leckerbissen. Bei „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“ handelt es sich um einen Comic-Roman und zwar einer, bei dem der Bildanteil sehr hoch ist. Für Kids, die lesefaul sind oder noch nicht so geübt im Selberlesen, ist das Buch daher prima geeignet. Vom Verlag wird es ab 8 Jahren empfohlen und dem schließe ich mich auf jeden Fall an. Fürs Vorlesen würde ich persönlich es sogar schon ab etwa 6 Jahren empfehlen. Kinder ab diesem Alter sollten der Handlung meiner Ansicht nach ohne Probleme folgen können und werden garantiert unheimlich viel Freude dabei haben dieser reizenden Geschichte zu lauschen. Ich selbst habe das Buch für mich alleine gelesen, bin ich mir aber sehr sicher, dass es für den allerschönsten weihnachtlichen Vorlesespaß sorgen wird.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Bereits die Zugfahrt der beiden Geschwister Manu und Jana habe ich ganz gebannt verfolgt und als dann, in Papas Wohnung, die furchtbare Entdeckung gemacht wird, dass ihr Koffer vertauscht wurde, bin ich so richtig ins Mitfiebern geraten. Wo ist nur ihr eigener Koffer? Werden sie ihn rechtzeitig finden können? In dem Koffer sind schließlich alle Weihnachtsgeschenke. Ich habe so sehr mit Manu und der kleinen Jana mitgelitten und so gehofft, dass ein Wunder passieren wird und sie den Koffer rechtzeitig zu Heiligabend wiederbekommen werden. Da ich natürlich nicht zu viel verraten möchte, werde ich euch nun nicht berichten, wie die Erzählung ab dieser Stelle weitergehen und enden wird. Allerdings verrät ja bereits der Titel, dass einen in diesem Buch ein wirklich wahres Weihnachtswunder erwartet. ;)

Ich fand die Geschichte so wunderschön und herzallerliebst, mir hat sie richtig das Herz erwärmt. Und besonders gut gefallen hat mir, wie viel Diversität sie enthält: Manu und seine Familie sind Farbige und in dem Mehrfamilienhaus, in dem der Vater lebt, wohnen ebenfalls Familien mit Migrationshintergrund sowie Homosexuelle. Dieser Punkt konnte mich echt begeistern. Meinem Empfinden nach gibt es leider nach wie vor viel zu wenige diverse Kinderbücher.

Zu den Figuren kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Der 10-jährige Manu, aus dessen Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, ist ein ganz lieber Junge, ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen. Auch seine kleine fünfjährige Schwester Jana und die weiteren Charaktere mochte ich total gerne. Sie sind allesamt bezaubernd und sympathisch und wurden mit viel Liebe skizziert.
Neben Menschen treiben übrigens auch viele süße Katzen ihr Unwesen zwischen den Buchseiten, Katzenfreunde dürfen sich also freuen. :)

Kommen wir nun zu der Innenaufmachung. Daniela Kohl, die vielen vermutlich von der erfolgreichen Mein-Lotta-Leben-Serie bekannt ist, hat die Erzählung mit zahlreichen farbigen liebevollen Illustrationen im Comic-Stil versehen, die einfach nur vortrefflich zur Geschichte passen und eine ganz besondere, weihnachtliche Atmosphäre schaffen. Es wird zudem öfters mit der Schrift gespielt und auch Comicsprechblasen sind viele enthalten. Die Gestaltung ist wirklich superkreativ und abwechslungsreich und einfach außergewöhnlich.

Fazit: Warmherzig, spannend, unterhaltsam. Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte voller Überraschungen und Wunder.
Isabel Abedi und Daniela Kohl haben gemeinsam einen fabelhaften Weihnachts-Comic-Roman aufs Papier gebracht, mit welchem sie mich auf ganzer Linie überzeugen und so richtig in Weihnachtsstimmung versetzen konnten. Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist toll geschrieben, ganz besonders aufgemacht und wunderbar weihnachtlich. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 08.10.2021

Eine wunderschöne und unglaublich süße Weihnachtsgeschichte!

Der Weihnachtosaurus – Ein Dino zum Fest
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Da ich ein riesiger Weihnachtosaurus-Fan bin und eine große Leidenschaft für Bilderbücher hege, habe ich mich gefreut wie Bolle als ich erfuhr, dass dieses Jahr ein Weihnachtosaurus-Bilderbuch erscheinen ...

Da ich ein riesiger Weihnachtosaurus-Fan bin und eine große Leidenschaft für Bilderbücher hege, habe ich mich gefreut wie Bolle als ich erfuhr, dass dieses Jahr ein Weihnachtosaurus-Bilderbuch erscheinen wird, mit welchem nun auch endlich sehr junge Kinder diesen einzigartigen Weihnachtsdino kennenlernen können. Für mich stand natürlich sofort fest, dass ich das Buch ganz unbedingt bei mir einziehen lassen muss.

Ganz hoch oben im Norden, beim Weihnachtsmann, den Rentieren und Wichteln, lebt ein außergewöhnliches Geschöpf: Der Weihnachtosaurus. Dieser kleine Weihnachtsdino wünscht sich nichts mehr als fliegen zu können. Er möchte den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen und gemeinsam mit ihm und seinen fliegenden Rentieren den Kindern zum Weihnachtsfest ihre Geschenke bringen. Doch egal was er auch versucht: Alle seine Flugversuche scheitern. Eines Heiligabends nimmt ihn der Weihnachtsmann schließlich einfach auf seinem Schlitten mit zur Erde. Dort landet landet der Weihnachtosaurus durch einen Zufall bei einem kleinen Jungen. Dieser glaubt fest daran, dass dieser wunderbare Weihnachtsdino fliegen kann und dank seinem großen Glauben wird der Traum des Weihnachtosaurus tatsächlich endlich wahr werden.

Dass ich dieses Buch lieben werde, war mir schon zu dem Zeitpunkt klar gewesen, als ich das erste Mal davon hörte. Von den Geschichten des Weihnachtosaurus muss man einfach begeistert sein. Sie sind so unheimlich niedlich und warmherzig und so wunderbar weihnachtlich. Ich bin mir wirklich völlig sicher, dass jeder, egal ob Jung oder Alt, dem einmaligen Charme des Weihnachtosaurus sofort verfallen wird.
Voller Freude habe ich mich also auf das Weihnachtosaurus-Bilderbuch gestürzt und wie ich es mir schon gedacht habe, ist es bei mir ganz große Liebe. Ich finde dieses Buch einfach nur bezaubernd und herzallerliebst. In meinen Augen ist es so ein richtiges Schätzchen, das in keinem guten Kinderbuchregal fehlen darf und für Weihnachtosaurus-Fans und Weihnachtsliebhaber*innen ein absolutes Muss ist.

Mit dem endlosen Schwärmen beginnt es bei mir schon beim Cover, in welches ich mich auf den ersten Blick verliebt habe. Der Innenteil ist aber ebenfalls der reinste Augenschmaus. Shane Devries hat die Geschichte mit vielen farbenfrohen Illustrationen versehen, die allesamt zum Träumen schön sind und eine großartige, winterlich-weihnachtliche Atmosphäre schaffen. Die Bilder sind mit ganz viel Liebe gezeichnet und enthalten lauter herzige Details, sodass es einfach nur die reinste Freude ist sie zu betrachten.

Für noch mehr Spaß und Überraschungen sorgen dann noch die beiden Seiten zum Ausklappen. Von dieser Idee bin ich richtig angetan, ich kann mir nur zu gut vorstellen, dass Kinder ganz begeistert davon sein werden.

Zum Vorlesen bietet sich das Buch ideal an. Ich selbst habe es zwar für mich alleine gelesen, gehe aber fest davon aus, dass es für ein fantastisches Vorleseerlebnis sorgen wird.
Da die Geschichte in Reimen erzählt wird, lässt sie sich hervorragend vortragen. Hier auch mal ein großes Lob an die Übersetzerin Franziska Jaekel, die den Text so toll ins Deutsche übertragen hat. Die Verse ergeben absolut stimmige Reime und lesen sich einfach klasse und superangenehm. Eine Doppelseite enthält zudem nur wenige Sätze, sodass „Der Weihnachtosaurus – Ein Dino zum Fest“ wirklich das optimale Vorlesebuch ist.

ie Erzählung ist, wie soll es beim Weihnachtosaurus auch anders sein, wahnsinnig süß und herzerwärmend. Sie steckt voller magischem Weihnachtszauber, liebenswerter Charaktere und Fantasie und zaubert einem immerzu ein breites Lächeln aufs Gesicht. Sie ist allerdings auch ein bisschen traurig. Mitzuerleben, wie die Flugversuche des Weihnachtosaurus immer wieder scheitern, lässt einen ziemlich mitfühlen. Dem Autor ist es aber fabelhaft gelungen, die Handlung an keiner Stelle zu bedrückend werden lassen. Er behandelt den Kummer des Weihnachtsdinos auf eine sehr sanfte und kindgerechte Weise, sodass das Buch auf jeden Fall für Vierjährige geeignet. Kinder ab 4 Jahren werden der Erzählung meinem Empfinden nach problemlos folgen und deren Aussage verstehen können.
Die Botschaft der Geschichte hat mir ganz besonders gut gefallen: Träume können wahr werden, man darf nur niemals die Hoffnung verlieren und nicht aufgeben. Glaube an deine Wünsche und halte an ihnen fest, dann werden sie irgendwann ganz bestimmt in Erfüllung gehen.
Wie dies vermittelt wird, ist so schön, mir ist da so richtig das Herz aufgegangen.

Fazit: Ein wundervolles Bilderbuch voller herrlicher Weihnachtsmagie und Herzenswärme.
Nachdem mir Tom Fletcher bereits mit den beiden Weihnachtosaurus-Kinderromanen zwei Herzensbücher beschert hat, hat er mich nun auch mit dem Bilderbuch vollkommen verzaubern können. Die Geschichte ist so unglaublich süß und zauberhaft und die vielen Illustrationen sind einfach nur ein Traum. Ich kann die Weihnachtosaurus-Bilderbuchausgabe nur empfehlen, sie vermittelt eine so tolle Botschaft und ist einfach das perfekte Buch für die Weihnachtszeit. Von mir gibt es liebend gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Ein herrlich schräges und superwitziges Lesevergnügen!

Luis und Lena - Der Zwerg des Zorns
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Da der erste Band der Luis und Lena-Reihe ein absolutes Highlight für mich gewesen ist, war meine Freude riesig als ich hörte, dass es dieses Jahr endlich weitergehen wird. Auf die Fortsetzung war ich ...

Da der erste Band der Luis und Lena-Reihe ein absolutes Highlight für mich gewesen ist, war meine Freude riesig als ich hörte, dass es dieses Jahr endlich weitergehen wird. Auf die Fortsetzung war ich ungeheuer gespannt!

Kaum ist Luis die nervige Zahnfee los, da findet er auch schon das nächste magische Wesen in Not. Schnell ist ihm klar, dass dieser daumengroße Zwerg ein neuer Fall für ihn und seine Freundin Lena und ihre gemeinsame „Gesellschaft für magische Katastrophen“ sein wird. Zusammen finden sie rasch heraus, dass es sich bei dem Gnom um einen Taschenriesen handelt – einen sehr, sehr garstigen Taschenriesen. Als nett kann man diesen Winzling wahrlich nicht bezeichnen. Luis gegenüber benimmt er sich äußerst unfreundlich und mit Lena spricht er gar nicht erst. Zudem hält dieser Giftzwerg überhaupt nichts davon sich bedeckt zu halten und fackelt beinahe die Wohnung von Luis und seiner Mutter ab. Da die Geheimhaltung des Taschenriesen vor den Wildschweinen eh ziemlich misslingt, beschließen Luis und Lena schließlich sich Unterstützung von dieser Jungsbande zu holen. Eine kluge Entscheidung, wie sich schnell zeigen wird, denn das jüngste Wildschwein-Mitglied Krümel entpuppt sich als echter Zwergenflüsterer. Ob es den Kindern wohl gelingen wird den Taschenriesen zu seinem Volk zurückzubringen?

Obwohl es bei mir nun schon wieder fast ein Jahr her ist, dass ich den Reihenauftakt gelesen habe, waren mir dessen Ereignisse noch sehr präsent. Ich habe daher ohne Probleme in das Luis-und-Lena-Universum zurückgefunden. Meinen Empfinden nach kann man die beiden Bücher sogar gut unabhängig voneinander lesen, da zu Beginn der Fortsetzung alles Wichtige kurz erklärt wird. Ich kann allerdings dennoch nur raten, zuerst zum Serienstart zu greifen. Da die Bände aufeinander aufbauen, ist die Lesefreude zweifellos deutlich höher, wenn man mit dem Vorwissen aus dem ersten Teil in den zweiten eintaucht.

Mein Lesevergnügen war jedenfalls absolut perfekt. Auf mein Wiedersehen mit Luis, Lena und Co. habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Ich finde den zweiten Band genauso klasse wie den ersten. Auch „Der Zwerg des Zorns“ steckt voller Situationskomik und origineller Ideen und wird mit viel Humor und Tempo erzählt. Ich habe mich beim Lesen prächtig amüsiert und das Buch für meinen Geschmack leider viel zu schnell durchgelesen. Man kann bei dieser Reihe nur irgendwie gar nicht anders als die Bücher wegzusuchten. Die Abenteuer von Luis und Lena sind einfach so wunderbar lustig, verrückt und mitreißend – einmal darin versunken, mag man wirklich nicht mehr aus ihnen auftauchen.

Geschildert wird wieder alles aus der Sicht von Luis in der Ich-Perspektive. Luis mochte ich bereits im Vorgänger total gerne und auch dieses Mal habe ich ihn sofort in mein Herz geschlossen. Er ist einfach so ein sympathischer und witziger Typ und seine einmalige ironische Art wie er uns von den Geschehnissen berichtet ist der reinste Gute-Laune-Macher – man muss Luis einfach lieben.
Was die Erzählweise angeht, hat mir abermals besonders gut gefallen, dass wir Leserinnen öfters direkt angesprochen werden. So etwas mag ich generell immer unheimlich gerne; ich finde, man bekommt so richtig das Gefühl selbst Teil der Geschichte zu sein.

Zu den weiteren Charakteren kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Sie sind allesamt einzigartig und besitzen teils sehr amüsante und schrullige Eigenarten, mit denen sie uns Leser
innen immerzu ein vergnügtes Grinsen auf die Lippen zaubern. Da hätten wir zum Beispiel die pfiffige Lena, Luis‘ überbesorgte Mutter und den ziemlich durchgeknallten Sportlehrer Herr Grabstettner. Auch die Wildschweine sind selbstverständlich wieder mit von der Partie, was mich diebisch gefreut hat. Die verschiedenen Eigenheiten dieser Jungsclique haben bei mir erneut für die beste Unterhaltung gesorgt. Allein schon die ulkigen Spitznamen, die die Jungs sich gegeben haben, finde ich einsame Spitze, hihi.

Neben bekannten Gesichtern dürfen wir aber auch jemand Neues kennenlernen: Einen minikleinen, extrem muffeligen Zwerg, ein sogenannter Taschenriese. Nachdem sich Luis und Lena im ersten Band mit einer Zahnfee rumschlagen mussten, haben sie nun als diesen übellaunigen Winzling an der Backe. Die beiden können einem eigentlich nur leidtun – irgendwie scheinen sie nervige magische Wesen regelrecht anzuziehen. Für uns Leser*innen bedeutet dies aber natürlich jede Menge Spaß und Heiterkeit. Also ich fand den Taschenriesen genial, mir hat er zahlreiche Gründe zum Schmunzeln geliefert.

Die Story beschert uns allerdings nicht nur jede Menge unterhaltsame Szenen und kann mit viel Spannung und lauter Überraschungen aufwarten – sie ist auch warmherzig und vermittelt wichtige Themen und Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt, Toleranz und Hilfsbereitschaft. Die Freundschaft zwischen Luis und Lena wird erneut wundervoll beschrieben, die beiden ergeben einfach ein so tolles Team.
Die Wildschweine halten Lena zunächst weiterhin für eine Spinnerin, aber – so viel sei schon mal verraten – sie werden schließlich auch noch erkennen, dass Lena eigentlich ein ziemlich cooles Mädel ist.

Enden tut das Buch sehr abgeschlossen, allerdings macht es dennoch große Hoffnung auf einen weiteren Band. Also ich hoffe sehr, dass es auch noch einen dritten Teil geben wird. Ich würde mich wahnsinnig über ein erneutes Wiedersehen mit Luis, Lena und Co. freuen.

Und zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich unbedingt noch kurz auf die Innengestaltung eingehen. Daniel Stieglitz, der bereits den Vorgänger illustriert hat, hat auch diesen Band mit vielen humorvollen schwarz-weiß Zeichnungen versehen, die allesamt perfekt zur Geschichte passen und das Leseerlebnis nur noch schöner und spaßiger machen.

Fazit: Turbulent, einfallsreich, superwitzig. Ein herrlich schräger Lesegenuss!
Endlich konnte ich mich mit Luis und Lena in ein neues aufregendes und magisches Abenteuer stürzen und auch von diesem bin ich einfach nur begeistert. Mir hat der zweite Band genauso gut gefallen wie der erste. Ich hatte tierisch viel Spaß beim Lesen und bin aus dem Schmunzeln und Mitfiebern gar nicht mehr herausgekommen. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Ein sehr bewegendes und außergewöhnliches Buch

Wie man einen Tiger fängt
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Bei „Wie man einen Tiger fängt“ stand für mich sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen muss. Das Cover, muss ich gestehen, ist jetzt nicht so mein Fall – wäre der Klappentext nicht so überzeugend gewesen, ...

Bei „Wie man einen Tiger fängt“ stand für mich sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen muss. Das Cover, muss ich gestehen, ist jetzt nicht so mein Fall – wäre der Klappentext nicht so überzeugend gewesen, hätte ich vielleicht sogar nicht zu dem Titel gegriffen. Die Geschichte klang aber echt gut und da die Originalausgabe zudem äußerst positive Kritiken erhalten hat, zögerte ich wirklich nicht lang und ließ das Buch bei mir einziehen.

Lily zieht mit ihrer Mutter und ihrer großen Schwester Sam zu ihrer kranken Großmutter in den kleinen Ort Sunbeam. Sie freut sich sehr auf ihre geliebte Halmoni, allerdings ist der Umzug für sie auch mit Sorgen verbunden. Im Gegensatz zu ihrer Schwester tut sich Lily ziemlich schwer damit neue Freunde zu finden. Sie wird einfach ständig übersehen, so als hätte sie magische Kräfte und könnte sich unsichtbar machen.
Während der Fahrt zu der Großmutter wird noch mehr Magie in Lilys Leben treten. Sie sieht auf einmal einen Tiger mitten auf der Straße – einen sprechenden Tiger, der nur für sie sichtbar zu sein scheint. Was hat das bloß zu bedeuten? In den koreanischen Märchen ihrer Halomoni sind Tiger keine freundlichen und vertrauenswürdigen Figuren. Soll sie sich dennoch auf einen Handel mit dem Tiger einlassen? Angeblich kann er ihre Halmoni wieder gesund machen...

Dies war mein erstes Werk aus der Feder von Tae Keller und obwohl es mich nicht vollends überzeugen konnte, wird es garantiert nicht mein letztes gewesen sein. Mir hat das Buch wunderbare Lesestunden bereiten können. In meinen Augen hat Tae Keller mit „Wie man einen Tiger fängt“ einen ganz besonderen Roman geschrieben, in welchem sie auf eine einfühlsame, kindgerechte und etwas ungewöhnliche Weise viele wichtige und teils sehr schwere Themen behandelt.

Krankheit, Tod, Trauer und Verlust, Herkunft, Familie, Freundschaft, Mut und Zusammenhalt, das Erwachsenwerden, Veränderungen und Hilfsbereitschaft – mit diesen Dingen setzt sich die Geschichte unter anderem auseinander. Sie ist aufgrund der schwierigen Themen insgesamt recht ernst und traurig und meinem Empfinden nach zudem auch recht anspruchsvoll. Ich war daher kurzzeitig ein wenig am grübeln, ob ich mich der Altersangabe des Verlags mit ab 11 Jahren anschließen kann. Mittlerweile bin ich aber der Meinung, dass die Empfehlung angemessen ist. Für Kinder ab 11 Jahren, die gerne tiefgründige und nachdenkliche Bücher lesen, ist „Wie man einen Tiger fängt“ meiner Ansicht nach sehr gut geeignet. Ich persönlich würde das Buch allerdings dennoch eher einer etwas älteren Zielgruppe ans Herz legen.

Ich war beim Lesen richtig am Staunen wie viel in diesem Buch steckt. Natürlich habe ich mir schon gedacht, dass es eine sehr tiefgehende Geschichte erzählt, aber dass es so viel vermittelt und so philosophisch ist, hat mich dann doch sehr überrascht. Im positiven Sinne, versteht sich. „Wie man einen Tiger fängt“ ist so ein Buch, das extrem zum Nachdenken anregt, tief berührt und nachklingt. Es bringt uns zudem die koreanische Kultur näher und gewinnt durch das Geschichtenerzählen und den sprechenden Tiger etwas Märchenhaftes und Magisches. Ich muss nur sagen, dass mir die Rolle des Tigers irgendwie nicht so zugesagt hat. Diese Vermischung aus Realität und Fantasie hat mich teils etwas verwirrt. Vielleicht ist es mir auch einfach nicht gelungen mich komplett darauf einzulassen, keine Ahnung, aber ich fand die Einbindung des Tigers ein bisschen merkwürdig.

Ansonsten kann ich mich aber nur lobend zu dem Buch zu äußern. Der wundervolle und fast schon poetische Schreibstil gefiel mir auf Anhieb; für mich hat er sich locker-leicht und flüssig lesen lassen.
Klasse fand ich auch, dass die Kapitel so schön kurz sind. Für mich kam von Beginn an ein angenehmer Lesefluss zustande und da mich die Handlung zudem durchweg packen konnte, habe ich das Buch innerhalb kurzer Zeit beendet.

Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sie wurden allesamt realistisch und vielschichtig skizziert und machen das Leseerlebnis mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften zu etwas ganz Besonderem. Da hätten wir zum Beispiel unsere Hauptprotagonistin Lily, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren. Lily fand ich einfach bezaubernd. Sie ist liebenswert, schüchtern, tapfer und klug – ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen und dank der authentischen und anschaulichen Darstellungsweise ihrer Gefühls- und Gedankenwelt habe ich mich, trotz des Altersunterschieds, jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können.
Lilys ältere Schwester Sam ist von einem ziemlichen anderen Schlag. Sie ist sehr rebellisch und launisch drauf und im Gegensatz zu Lily fällt es ihr überhaupt nicht schwer Freunde zu finden. Mir war Sam eine längere Zeit nicht so sympathisch, um ehrlich zu sein, aber ich habe ihr Verhalten nachvollziehen und verstehen können und zum Ende hin habe ich sie schließlich doch noch sehr liebgewonnen.
Da ich leider nicht auf alle Figuren eingehen kann, berichte ich euch nun nur noch kurz von Halmoni – der koreanischen Oma von Lily und Sam. Ich fand Halmoni ein wenig eigenartig, aber gemocht habe sie dennoch vom ersten Moment an. Mich hat diese kuriose alte Dame richtig fasziniert.

Das Ende hat mich ebenfalls zufriedenstellen können. Es ist zwar recht traurig, zugleich aber auch sehr herzerwärmend und hoffnungsvoll. Mich hat es tief bewegt, genauso wie das interessante Nachwort der Autorin, in welchem sie uns verrät wie es überhaupt dazu kam, dass sie diese Geschichte geschrieben hat.

Fazit: Ein sehr berührendes und außergewöhnliches Buch über das Abschiednehmen und Loslassen und die Kraft und Magie von Geschichten.
„Wie man einen Tiger fängt“ von Tae Keller ist so ein Buch, das ich ganz bestimmt so schnell nicht vergessen werde. Die Geschichte steckt voller bedeutsamer Weisheiten und emotionaler Momente und wird mit viel Sanftheit erzählt, sie ist ergreifend, mystisch, etwas sonderbar und traurig und unterhaltsam zugleich. Ich kann „Wie man einen Tiger fängt“ wärmstens empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen!

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