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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2024

Atmosphärisch aber nicht so richtig mitreißend

Amberlough – Stadt der Sünde
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Ich hab mir unter der Buchbeschreibung nicht so richtig etwas vorstellen können, was mich dann doch irgendwie neugierig gemacht hat. Und so vage wie der Klappentext, war für meinen Geschmack auch die Haupthandlung. ...

Ich hab mir unter der Buchbeschreibung nicht so richtig etwas vorstellen können, was mich dann doch irgendwie neugierig gemacht hat. Und so vage wie der Klappentext, war für meinen Geschmack auch die Haupthandlung. Es ging um alles und nichts, eine Geschichte über Dekadent und Armut, über politischen Umsturz, Liebe, Vertrauen und Verrat. Schwer greifbar.

Zum Inhalt: was haben eine Stripperin, ein Schmuggler und ein Geheimagent gemeinsam? Augenscheinlich nichts, bis ihrer aller Existenz von einem gemeinsamen Job anhängt. Doch können sie einander trauen oder werden sie einander hintergehen um ihr eigene Überleben zu sichern?

Was mir gut gefallen hat war das Setting, das in Amberlough zu einem Großteil im Nachtclub Bumble Bee angelegt ist. Eine ausgefallene Kulisse, voller Freizügigkeit, Ruchlosigkeit und Figuren, bei denen man nie weiß wo ihre Loyalitäten liegen. Finde ich insgesamt sehr ansprechend und atmosphärisch.

Dadurch ist es aber auch echt schwer eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen, denn die Figuren wirkten auf mich wahnsinnig schwer greifbar. Man begleitet die drei Hauptfiguren zwar in ihrem Alltag und lernt auch einiges über ihre persönlichen Beziehungen, aber auf mich wirkten sie alle sehr unnahbar, ruhelos und getrieben. So ein echter Sympathieträger war für mich nicht dabei. Muss ja auch nicht, aber hier hätte es mir vermutlich geholfen eine Verbindung zur Handlung aufzubauen.

Die politische Kulisse und damit verbundene Bedrohung für das Leben der Protagonisten in Amberlough war zwar an sich interessant angelegt, hat mich aber nicht so richtig erreicht. Auch hier war mir lange zu vage was genau Cyril eigentlich macht. Oder ich habs einfach nicht verstanden, kann auch sein.

Für mich wars leider kein Match

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Veröffentlicht am 02.01.2024

Beklemmend mit paar Längen

Tief im Schatten
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Liebe ja diese nordischen Krimis und Thriller, wo kalte, unbändige Natur auf düstere Verbrechen trifft. Bei „Tief im Schatten“ handelt es sich um den zweiten Band der Reihe um Polizistin Hanna Ahlander. ...

Liebe ja diese nordischen Krimis und Thriller, wo kalte, unbändige Natur auf düstere Verbrechen trifft. Bei „Tief im Schatten“ handelt es sich um den zweiten Band der Reihe um Polizistin Hanna Ahlander. Ich finde die Bücher lassen sich auch gut unabhängig voneinander lesen, da man genug Kontext geliefert bekommt. Ich fand diesen zweiten Fall sehr bedrückend, aber toll ausgearbeitet.

Zum Inhalt: ein Mord an einem ehemaligen Skiprofi, der im kleinen Ort Åre sehr beliebt war, gibt der Polizei Rätsel auf. Denn obwohl der Mord sehr brutal war, scheint niemand ein Motiv zu haben. Hanna Ahlander und ihre Kollegen stürzen sich in einen Fall, der unerwartete Kreise zieht.

Ich fand den Rahmen der Handlung sehr stimmungsvoll: der Skiort voller Touristen, ein beliebter Skiprofi als Opfer und ein kleiner Ort, wo sich Gerüchte schnell verbreiten. Das ist immer eine gute Voraussetzung für einen spannenden Fall und hat mir gut gefallen.

Es gab noch eine zweite Erzählperspektive aus Sicht einer jungen Frau, die deutlich weiter in der Vergangenheit ansetzt und deren Handlungsstrang sich dann der gegenwärtigen Handlung annähert. Das fand ih stilistische toll umgesetzt und super interessant und spannend. Vermutlich hat mir dieser Teil sogar am besten gefallen, da er sehr atmosphärisch und beklemmend war und mit Rebekka wirklich leid tat.

Ein bisschen gezogen hat sich in diesem Teil in meinen Augen die Privatgeschichte der Ermittler. Dafür, dass es quasi „die alte Leier“ ist wie auch in Band 1, nahm es für mich zu viel Raum ein und brachte die Handlung nicht vorwärts.

Die Kapitel sind kurz und das Buch sehr angenehm und kurzweilig zu lesen. Ich fand es durchaus spannend, auch wenn es nicht so düster ist, wie man es von anderen Schwedenkrimis kennt. Solide vier Sterne von mir

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Veröffentlicht am 02.01.2024

Feinfühlige Geschichte

Dieses schöne Leben
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Sterben gehört zum Leben dazu unf trotzdem wird das Thema Tod gerne an den Rand geschoben und verdrängt. Dieser Roman stellt es ins Zentrum einer Geschichte, in der es um das Ende des Lebens geht und alles ...

Sterben gehört zum Leben dazu unf trotzdem wird das Thema Tod gerne an den Rand geschoben und verdrängt. Dieser Roman stellt es ins Zentrum einer Geschichte, in der es um das Ende des Lebens geht und alles was dorthin führt. Wunderschön, sanft und sehr ergreifend.

Zum Inhalt: Clover arbeitet als Sterbe-Doula und begleitet Menschen, die bald sterben müssen. Ihr ist es wichtig, dass die Menschen nicht allein sterben müssen, nachdem die ihren Großvater auf seinem letzten Weg nicht begleiten konnte. Seitdem hat Clover sich von der Welt zurückgezogen. Bis sie auf Claudia trifft.

Es hat mir richtig gut gefallen, wie sich hier dem Thema Tod genähert wurde. Clover berichtet innerhalb der Erzählung von verschiedenen Sterbekulturen, was ich sehr interessant fand. Außerdem wird sich, anhand der Notizbücher die Clover führt, dem z auf eine sehr nahbare und gefühlvolle Art genähert.

Und natürlich ist eine Geschichte, in der es um das Sterben geht auch gleichzeitig eine Geschichte über das Leben. Clover war für mich eine total faszinierende Protagonistin, die in jeglicher Art besonders war und die ich gerne kennen würde. Die Entwicklung die sie im Buch durchmacht war einfach großartig und hat mich emotional total abgeholt.

Ich finde die Geschichte ist ganz wundervoll erzählt und lässt einen offenen, ehrlichen Blick auf das Leben und den Tod zu, ohne dass auch nur einen Moment unbehaglich wird. Stattdessen war es auf seine eigene Art wie ein Wohlfühlroman angelegt, auch wenn das aufgrund des Thema irgendwie schräg klingt.
Hat mir sehr sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 01.01.2024

Solide Fortsetzung

Immortality
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Ich fand „Anatomy“ ja richtig gut und hab mich wahnsinnig auf diesen zweiten Band gefreut. Der Titel nimmt ja schon ein bisschen vorweg, worum es thematisch im Buch geht und auch das Ende von Band 1 teasert ...

Ich fand „Anatomy“ ja richtig gut und hab mich wahnsinnig auf diesen zweiten Band gefreut. Der Titel nimmt ja schon ein bisschen vorweg, worum es thematisch im Buch geht und auch das Ende von Band 1 teasert das bereits so ein bisschen an. War für meinen Geschmack ein bisschen weit weg vom wissenschaftlichen Ansatz des ersten Bandes, aber sonst storytechnisch ganz solide. Mir hat aber Band 1 besser gefallen.

Zum Inhalt: nach dem Verlust ihres Geliebten befindet sich Hazel in einem Zustand der Taubheit und stürzt sich in ihre Arbeit. Als sie den Auftrag bekommt am britischen Königshof die ungewöhnliche Krankheit von Prinzessin Charlotte zu heilen, tun sich ihr neue Möglichkeiten auf. Und dann trifft sie in London auch noch auf einen mysteriösen Club, der sich „die Todesgefährten“ nennt. Und Hazel ist bemüht, auch dieses Rätsel zu lösen.

Das Setting des Buches finde ich auch diesmal wieder sehr gelungen, vor allem auch den Teil der Geschichte, der sich rund um den britischen Königshof abspielt. Denn dieser dient nicht nur als Nebenschauplatz, sondern beherbergt auch eine sehr interessante Liebesgeschichte, die mir gut gefallen hat.

Mit den Todesgefährten wird ein weiterer Nebenschauplatz eröffnet, der an die Ereignisse aus Band 1 anknüpfen soll. Fand ich das Anfangs noch interessant, so wurde es doch etwas abstrus, was es mit dieser Gruppe auf sich hat. Das hat mir thematisch nicht gNz so gut gefallen, war aber interessant umgesetzt und stimmig in die Rahmenhandlung integriert.

Ingesamt mochte ich auch wieder die Briefe, Artikel und wissenschaftlichen Schriften, die die Handlung ergänzen.
Für mich ist dieses Buch wieder ein Gesamtkunstwerk, dessen Ende ich zwar etwas vorhersehbar fand, aber trotzdem ganz gern mochte.

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Veröffentlicht am 25.12.2023

Mindblowing

Die Einladung
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Fitzek ist ja für mich die Anlaufstelle für packende Psychothriller. Muss aber ehrlich sagen, dass ich seine letzten Bücher sehr durchwachsen fand. Mit „die Einladung“ hat er aber in meinen Augen wieder ...

Fitzek ist ja für mich die Anlaufstelle für packende Psychothriller. Muss aber ehrlich sagen, dass ich seine letzten Bücher sehr durchwachsen fand. Mit „die Einladung“ hat er aber in meinen Augen wieder einen echten Knaller gelandet- der Stoff aus dem Albträume sind. Atemlose Spannung bis zum Schluss.

Zum Inhalt: für Marla war die Schulzeit nicht leicht und nach einem schlimmen Unfall bricht sie jeglichen Kontakt zu ihren Mitschülern ab. Doch als eine Einladung zu einem Klassentreffen in den Alpen erhält, beschließt sie die Vergangenheit ruhen zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Doch alte Geheimnisse und eine dunkle Schuld ruhen nie und drohen Marla in den Abgrund zu reißen.

Ich liebe tatsächlich alles an diesem Buch. Das abgeschlagene Setting, die ominösen Umstände des Klassentreffens und die Auswahl an Charakteren die im Fokus stehen. Und dazu eine Protagonistin, die nicht nur selbst viel durchgemacht hat, sondern auch in die düsteren Abgründe menschlicher Seelen blickt. Gänsehautfeeling pur.

Über allem lastet eine sehr drückende, beklemmende Atmosphäre und weil man als Leser bis zum Schluss nicht weiß wie belastbar und vertrauenswürdig Marla selbst als Protagonistin ist, wird hier viel mit den Erwartungen des Lesers und Verdachtsmomenten gegen die Gruppe beim Klassentreffen gespielt. Denn alle scheinen etwas zu verbergen zu haben.

Fitzeks Bücher haben für mich immer diesen Mindf*ck-Moment, wenn man denkt, man hat die Handlung durchblickt, aber dann kommt ein Plottwist der alles zerlegt. Und der war hier einfach großartig angelegt. Was für ein angefahrener erzählerischer Kniff und Twist in der Handlung! schockierend, überraschend und absolut packend.

Ich fand dieses Buch so unfassbar nervenaufreibend und wirklich großartig erzählt. Für mich ein echter Pageturner, den ich nicht aus der Hand legen konnte.

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