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Veröffentlicht am 04.05.2022

Romanze in der Regency-Ära

Der Duke und die unbeugsame Witwe
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„Der Duke und die unbeugsame Witwe“ ist ein klassischer Liebesroman zur Regency-Zeit. Das Buch ist mit knapp 200 Seiten recht kompakt und obwohl och mir einigen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, ...

„Der Duke und die unbeugsame Witwe“ ist ein klassischer Liebesroman zur Regency-Zeit. Das Buch ist mit knapp 200 Seiten recht kompakt und obwohl och mir einigen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, holt die Autorin aus der Story raus, was geht.

Zum Inhalt: der Duke of Elmsley ist ein Schwerenöter, der nicht im Traum daran denkt sein leichtes Leben und seine Mätresse für eine Ehefrau aufzugeben. Doch auch er kann nicht leugnen, dass er Erben für seinen Titel brauchen wird. Als sein engster Freund vorschlägt Elmsley könne eine Witwe heiraten, dir keine großen Erwartungen an die Ehe hegt, ist Charles ganz Ohr. Doch er hätte nicht im Traum daran gedacht, dass diese Witwe die schöne Helena sein könnte. Und was das mit ihm macht.

Normalerweise geht es in den Regency-Liebesromanen ja eher um eine naive Debütantin, die nach der großen Liebe mit dem passenden Ansehen und Titel strebt. Da war es ganz erfrischend von einer Frau zu lesen, die diese mädchenhafte Naivität schon hinter sich gelassen hat. Und auch wenn Helena bereits einmal verheiratet war, so merkt der Leser doch schnell, dass ihre Ansichten über die Recht und Pflichten einer Ehefrau mich für eine gestandene, selbstbestimmte Frau sprechen. Schnell hatte ich beim Lesen Mitleid mit der Protagonistin und es hat mich gefreut zu sehen, wie sie sich langsam öffnet.

Charles war mir anfangs eher unsympathisch, aber spätestens als nicht als Zuneigung für seinen Stiefsohn aus ihm sprach, hat er in meinen Augen erheblich an Sympathie gewonnen. Vor allem, weil das durchaus nicht selbstverständlich zur damaligen Zeit war.

Ein bisschen schade fand ich es, dass die gesellschaftlichen Aspekte der Brautwerbung, wie Bälle, Besuche und ähnliches sehr kurz kamen. Der Großteil der Handlung spielte eher im privaten Rahmen. Trotzdem hat mir die Geschichte im Großen und Ganzen gut gefallen, war gespickt mit reichlich Dramatik und natürlich großen Emotionen.

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Veröffentlicht am 03.05.2022

Die Welträtsel bleiben mir ein Rätsel

Das rätselhafte Universum
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„Das rätselhafte Universum hat mich durch sein buntes Cover gelockt. Zudem finde ich Naturwissenschaften und Astronomie sehr interessant und dachte ich könnte mit dem Buch meinen Horizont erweitern und ...

„Das rätselhafte Universum hat mich durch sein buntes Cover gelockt. Zudem finde ich Naturwissenschaften und Astronomie sehr interessant und dachte ich könnte mit dem Buch meinen Horizont erweitern und meine Schulbildung ein bisschen auffrischen. Leider scheint mein Basiswissen aber zu eingerostet zu sein, denn es ist mir sehr schwer gefallen, den Erläuterungen zu folgen.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil einen Überblick über die Anfänge der Wissenschaften gibt und die Grundlagen vermitteln soll, die im zweiten Teil aufgegriffen werden, um moderne Theorien zu erläutern.
Ich muss gestehen, dass mir die „sieben Welträtsel“ vorher überhaupt kein Begriff waren und das ganze auch jetzt noch sehr abstrakt für mich ist.

Die Kapitel sind recht kurz, was dem Leser die Chance gibt das Gelesene zu verarbeiten. An passenden Stellen gibt es kleine Zeichnungen, die das Beschriebene verbindlichen sollen, was mir sehr geholfen hat. Denn für meine rudimentären Kenntnisse war mir die Sprache oft zu hochtrabend, gespickt mit Fachjargon, von dem vorausgesetzt wird, dass man ihn versteht.

Die Theorie war dann letztendlich für mich sehr trocken, sodass es mir schwergefallen ist, bei der Sache zu bleiben. Ich hatte gehofft, dass das Buch leichter verständlich wäre, aber vielleicht bin ich auch ein besonders schwerer Fall. Ich musste viele Passagen mehr als einmal lesen, um ihren Inhalt zu begreifen.

Es ist mir schwergefallen, Sterne für dieses Buch zu vergeben, da ich den Inhalt kaum erfassen und schon gar nicht auf seine Vollständigkeit und Richtigkeit bewerten kann. Die drei Sterne ergeben sich daher nur daraus, wie schwer mir dir Lektüre gefallen ist.

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Veröffentlicht am 02.05.2022

Diese Geschichte hat mich echt fertig gemacht

Everything We Lost (Love and Trust 2)
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Nachdem ich „Everything we had“ wirklich mochte, war ich schon wirklich gespannt auf den Folgeband. „Everything we lost“ hat mich völlig fertig gemacht und emotional richtig aufgewühlt. Die Geschichte ...

Nachdem ich „Everything we had“ wirklich mochte, war ich schon wirklich gespannt auf den Folgeband. „Everything we lost“ hat mich völlig fertig gemacht und emotional richtig aufgewühlt. Die Geschichte war so tragisch schön, dass ich selbst nach Ende des Buches noch total fertig bin. Obwohl es sich um eine. Folgeband handelt, sind die Bücher gut unabhängig voneinander lesbar.

Zum Inhalt: Hope war noch nie verliebt und seitdem ihre Familie immer mehr zerbricht, sieht sie auch keinen Sinn darin, sich auf die Liebe einzulassen. Bis sie sich mit Yeonjun anfreundet, der regelmäßig in dem Café auftaucht, in dem Hope jobbt. Schnell sehen sich die beiden fast jeden Tag und werden beste Freunde. Und noch so viel mehr als das, denn die körperliche Anziehung der beiden wird bald unübersehbar. Doch Hope will ihm nicht ihren Ballast aufladen und auch Yeonjun ist nicht ganz ehrlich, was seine Gefühle für Hope betrifft.

Das Cover finde ich wieder superschön und verspielt, genau wie beim ersten Band. Besonders gelungen finde ich auch den Farbverlauf der Schrift. Toll finde ich auch die Idee, die Playlist direkt auf den Einband zu drucken. Da hat das Designteam des Verlags gute Arbeit geleistet.

Die Story hat mich einfach umgehauen. Hope mochte ich schon im ersten Buch, als der Fokus noch nicht auf ihr lag. In diesem Buch habe ich mich einfach in ihr und ihren Schmerz verloren, um selbst in ihrem Harmoniebedürfnis und ihrer Leidenschaft wiederzufinden. Die ist eine starke, mutige und aufgeschlossene junge Frau, für die die Familie über allem steht. Sie opfert sich selbst auf für die Menschen die sie liebt und droht daran zu zerbrechen. Mit ihren Stärken und Schwächen wirkt sie sehr authentisch.

Auch die anderen Charaktere sind wieder sehr gelungen, auch wenn mich keiner so mitgerissen hat wie Hope. Die Story ist wirklich dramatisch und sehr emotional. Mir ist beim Lesen richtig schwer ums Herz geworden. Und obwohl ich öfters Schmunzeln musste war dies für mich keine locker leichte Liebesgeschichte. Das macht sie aber umso realistischer.

Ich habe dieses Buch inhaliert, mich in die Geschichte fallen lassen und den Emotionen verloren. Ein tolles Buch und eine mehr als würdige Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 02.05.2022

Memoiren einer Ikone

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Taylor Jenkins Reed kann einfach schreiben und erschafft fiktionale Ikonen, von denen man wünschte, sie wären real. Das hat sie schon mit „Daisy Jones“ geschafft und nun auch mit Evelyn Hugo, Sexbombe ...

Taylor Jenkins Reed kann einfach schreiben und erschafft fiktionale Ikonen, von denen man wünschte, sie wären real. Das hat sie schon mit „Daisy Jones“ geschafft und nun auch mit Evelyn Hugo, Sexbombe und Filmstar der 60er, 70er und 80er Jahre. Ein fantastischer Roman der zeigt, dass in Hollywood der schöne Schein trügerisch ist.

Zum Inhalt: Evelyn Hugo ist ein Star, eine Ikone, ein Symbol einer längst vergangenen Zeit. Und ein Mysterium, denn die in die Jahre gekommene Schauspielerin lebt sehr zurückgezogen von der Welt. Umso mehr Aufmerksamkeit erregt es, als sie plötzlich einer jungen Journalistin ein Exklusivinterview geben will. Und reinen Tisch macht. Denn diese Geschichte verbirgt nichts.

Ich mag eigentlich keine Menschen auf Covern, finde aber, dass es ausgesprochen gut zur Handlung passt. Um das Buch wurde im Vorfeld viel Aufhebens gemacht und entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Und ich kann nur sagen, dass mir das Buch ausgesprochen gut gefallen hat.

Die Geschichte beschreibt nicht nur das Leben eines Filmstars im frühen Hollywood mit all seinen Höhen und Tiefen, es spricht auch wichtige Themen der Filmindustrie an, über die viel zu lange nicht gesprochen wurde. Natürlich ist Homosexualität in Hollywood heute kein großes Thema war, aber allzu lange ist es nicht her, dass darüber nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wurde und es das Aus für die Karriere bedeuten konnte. Außerdem werden auch Themen wie Alkoholismus, häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch angesprochen.

Evelyn ist eine Protagonistin, die sich langsam in mein Herz geschlichen hat. Diese junge Frau, die eine Zukunft für sich will und bereit ist, alles dafür zu tun. Und wenn es unter Einsatz ihrer sexuellen Reize geschieht. In diesem Buch geht es auch viel um Familie und Liebe und darum für den Menschen akzeptiert zu werden, der man ist.

Die Geschichte hat mich einfach in ihren Bann gezogen und ich habe mich im Glamour und der Tragödie von Evelyns Leben verloren.

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Veröffentlicht am 02.05.2022

Schullektüre neu aufgelegt

Tell
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Wenn ich an Wilhelm Tell denke, dann denke ich an dröge Schullektüre und Interpretationsaufsätze. Viel mehr als der Apfelschuss ist eigentlich nicht hängen geblieben. Joachim B. Schmidt legt „Tell“ ganz ...

Wenn ich an Wilhelm Tell denke, dann denke ich an dröge Schullektüre und Interpretationsaufsätze. Viel mehr als der Apfelschuss ist eigentlich nicht hängen geblieben. Joachim B. Schmidt legt „Tell“ ganz neu auf und gibt dem Volkshelden eine rasante, verwegene Geschichte.

Zum Inhalt: der Bauer Wilhelm Tell lebt mit seiner Familie in einen kleinen Bergdorf. Entgegen der Anweisungen der Habsburger wildert er in den Wäldern um seine Familie zu ernähren, wofür er hart bestraft wird. Und auch sonst ist Tell in ihren Augen ein Aufrührer dem eine Lektion erteilt gehört. Aber Tell denkt gar nicht daran, sich unterkriegen zu lassen.

Die Kapitel sind sehr kurz, teilweise keine ganze Seite lang unf es treten viele handelnde Personen auf, sodass das Buch eine schnell Abfolge von unterschiedlichen Eindrücken und Gedanken ist. Dabei kommen sowohl die Habsburger zu Wort, als auch Tells Familie, andere Bauern und der Dorfpfarrer. Am Anfang musste ich mich an die schnellen Perspektivenwechsel gewöhnen auch auch wer jetzt genau wer ist erschloss sich erst nach ein paar Kapiteln. Aber wenn man einmal drin ist, trägt diese Erzählweise erheblich zum Unterhaltungswert bei.

Das Original ist bei mir einfach schon viel zu weit in Vergessenheit geraten, um die beiden miteinander vergleichen zu können, aber dieses Buch spricht, trotz seiner Kürze, viele relevante Themen der damaligen Zeit an, wie das Plündern, Schänden und Morden der Landherren, die Familienverhältnisse der damaligen Zeit und den Missbrauch Schutzbefohlener. Das Buch schreckt dabei auch nicht für derben Aussagen und Brutalität zurück, wobei ich mir das nach dem Klappentext sogar noch heftiger vorgestellt hätte.

Ob ich jetzt finde, dass das Buch ein Blockbuster in Buchform ist? Vermutlich eher nicht. Aber es hat mich gut unterhalten und die dröge Schullektüre aus der Mottenkiste geholt.

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