Gar nicht mal so dark
Game of GreedAlso irgendwie ist Dark Romance so ein Genre, wo ich mit meiner Erwartungshaltung meistens völlig daneben liege. Ich fand dieses Buch nämlich eigentlich gar nicht dark. Bin ehrlich: diese Art von Love ...
Also irgendwie ist Dark Romance so ein Genre, wo ich mit meiner Erwartungshaltung meistens völlig daneben liege. Ich fand dieses Buch nämlich eigentlich gar nicht dark. Bin ehrlich: diese Art von Love Triangle inklusive besorgniserregenden Age Gap, was insgesamt einfach nie mein Ding ist, stand eigentlich nicht unbedingt auf meiner Bingo-Karte und ist für mich auch irgendwie ein ziemlicher Abturn. Aber ansonsten ist das in meinen Augen hauptsächlich ein spicy Roman mit Suspense-Elementen. Nicht schlecht gemacht, aber halt für mich nicht Dark Romance.
Die sehr explizite, raue Sprache trifft nicht so ganz meinen Geschmack, passt aber natürlich zum Inhalt des Buches. Und dieses dominante Alphamännchen-Gehabe von allen Seiten, war ein bisschen übertrieben, wenn man bedenkt, dass Jayna hier letztendlich der absolute Player und ein megacooles Boss-habe ist.
Trotzdem hat dieses Buch irgendwas, was einen nicht loslässt. Es ist ungemein catchy, zwar auf grenzwertige Art kinky, aber eben doch unterhaltsam. Und das Rache-Thema zum Schluss hat mir auch ganz gut gefallen.
Die Story ist schön temporeich erzählt und obwohl das Spicelevel schon recht hoch ist, passiert hier nichts ohne Konsens, was mir irgendwie wichtig ist. Die Figuren sind moralisch teilweise ziemlich fragwürdig aufgestellt, aber auch das ist irgendwie Teil des Charmes und macht die Interaktionen zwischen Jayna und Xavier erst so richtig unterhaltsam.
Für mich war das ein Buch, das ich locker weglesen konnte, die Schreibstil ist eher simpel gehalten und das Buch besticht vor allem durch explizite Inhalte, ein mittleres Gewaltlevel und generell ein eher raues Milieu. Storytechnisch passiert gar nicht mal so viel, wodurch man aber leicht folgen kann. Kann man machen.