Wendungsreich, packend, aber auch bisschen drüber
Der NachbarThriller von Fitzek gefallen mir einfach immer wieder richtig gut. Klar, auch der kann das Rad nicht neu erfinden und passagenweise kommt einem das Gelesene dadurch vielleicht bekannt vor. Was Fitzek aber ...
Thriller von Fitzek gefallen mir einfach immer wieder richtig gut. Klar, auch der kann das Rad nicht neu erfinden und passagenweise kommt einem das Gelesene dadurch vielleicht bekannt vor. Was Fitzek aber in meinen Augen hier wieder großartig gemacht hat: er verknüpft gekonnt Themen und Schockermomente zu einem Gesamtbuch, das einen doch immer wieder aus der Reserve lockt.
Das Buch wartet mit einigen Szenen und Episoden auf, die für sich selbst schon wie Gruselgeschichten anmuten und spinnt sie in den Kontext seiner Handlung ein. So passiert immer wieder irgendwas und man kommt als Leser gar nicht erst zur Ruhe, bevor das nächste Vorkommnis den Puls in die Höhe treibt.
Es ist nicht der düsterste oder perfideste Thriller des Autor, aber wieder super spannend und für mich packend zu lesen. Die Atmosphäre im Buch ist einfach durchweg unterschwellig unheimlich und angespannt. Zusätzlich erscheint Protagonistin Sarah zunehmend unzuverlässig. Die Unschärfe, die dadurch entsteht, trägt erheblich zur Stimmung bei.
Ich bin ehrlich: gegen Ende wird's wild, da hat mich der Autor dann irgendwie verloren, weil mir das einfach too much war. Klar, überraschende Wendungen mag jeder, aber hier wars irgendwie drüber. Hab trotzdem gern gelesen und kann daher das schwache Ende verzeihen.