Zum Inhalt:
Lilia Vespertine möchte unbedingt herausfinden, woran ihre Mutter gestorben ist. Denn auch wenn ihr alle sagen, sie hätte sich die Würmer, die aus dem Mund ihrer Mutter kamen, nur eingebildet, weiß sie, dass es nicht so ist. Als sie ein Stipendium für die elitäre Dracadia Universität erhält, bekommt Lilia endlich die Chance, mehr herauszufinden. Denn an der Dracadia Universität lehrt ausgerechnet Professor Devryck Bramwell, der Experte für den Parasiten, der ihre Mutter befallen hatte. Doch an ihn heranzukommen und in sein geheimes Labor zu kommen, stellt sich als so gut wie unmöglich heraus. Doch Lilia will und kann nicht aufgeben und gerät deswegen immer wieder mit Professor Devryck Bramwell aneinander. Dabei kommt sie nicht nur dem Geheimnis des Parasiten näher, sondern auch dem Professor.
Meine Meinung:
Lilia Vespertine ist eine toughe, kluge, wissbegierige und sympathische Protagonistin, die unbedingt mehr über die Krankheit ihrer Mutter herausfinden möchte und wie man diese heilen kann. Außerdem hat sie eine sehr verletzliche Seite und sie weiß nicht so recht, wie sie sich anderen Menschen gegenüber verhalten soll. Besonders an ihr hat mir gefallen, dass sie die Menschen erst einmal kennenlernen möchte, um sich dann selbst ein Urteil über sie zu bilden. Ihre ganze Geschichte hat mich sehr bewegt und ich habe wegen all der schlimmen Dinge, der Ungerechtigkeiten und Schikanen, die sie im Laufe der Handlung erfährt, viele Male den Kopf geschüttelt, mit ihr gelitten und vom ersten Moment an mitgefiebert.
Professor Devryck Bramwell umgibt etwas Mysteriöses, was mich erst mal neugierig auf ihn gemacht hat. Er ist grummelig, abweisend und sehr bestimmend. Einige seiner Verhaltensweisen, seiner Taten und wie er diese rechtfertigt, waren nicht nur moralisch sehr grenzwertig, weswegen ich sie nicht gutheißen konnte. Dennoch konnte ich durchaus verstehen, wieso es für ihn keinen anderen Weg gab als den, den er ging. Zudem wird mit der Zeit klar, dass er hinter seiner grummeligen und abweisenden Art doch recht verletzlich ist. Mir hat gefallen, wie er sich für Lilia einsetzt, ihr Mut macht und große Bedenken hat, mit ihr etwas anzufangen, weil sie seine Studentin ist. Ich finde, man merkt ihm seine innere Zerrissenheit wegen Lilia, aber auch wegen vieler anderer Dinge an. So war er mir trotz allem, was ich an ihm nicht mochte, sympathisch.
Die Liebesgeschichte zwischen Lilia und Devryck hat mich nicht ganz packen können, obwohl ich durchaus das Prickeln zwischen den beiden spüren konnte. Für mich war das aber gar nicht so schlimm, da so viele andere, oftmals unglaubliche Dinge geschehen sind, mit denen ich nicht gerechnet habe und die mich deswegen staunend zurückgelassen haben. Dadurch war die Handlung so spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Zudem fand ich alles rund um die Krankheit von Lilias Mutter und die von Devryck ebenso wie alles, was man über den Parasiten erfährt, interessant.
Fazit:
Eine spannende und düstere Geschichte über zwei Personen, die in ihrem Leben viel Schmerz erleben mussten, aber nie aufgegeben haben. Ich habe Lilia sofort in mein Herz geschlossen und vom ersten Moment an mit ihr mitgefiebert, gelitten und mit ihr gefühlt, wenn sie mal wieder grundlos eine weitere Schikane erleben musste. Devryck war mir trotz einiger nicht nur moralisch verwerflicher Taten und Verhaltensweisen sympathisch. Besonders an ihm hat mir gefallen, wie er sich für Lilia einsetzt, sie unterstützt und ihr Mut macht. Die Liebesgeschichte zwischen Lilia und Devryck konnte mich zwar nicht ganz packen, auch wenn man spürt, wie die Funken zwischen ihnen sprühen. Dies fand ich aber gar nicht so schlimm, da so viele andere unglaubliche Dinge passierten, die mich sprachlos zurückgelassen haben und für anhaltende Spannung sorgten. Ich konnte das Buch jedenfalls nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.