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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Fands gut

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Ich fand das Worldbuilding einfach toll, kanns nicht anders sagen. Dabei ist das gar nicht mal so super umgangreich betrieben worden. Aber die Gegensätze der harschen Norde, der Armut der Bevölkerung und ...

Ich fand das Worldbuilding einfach toll, kanns nicht anders sagen. Dabei ist das gar nicht mal so super umgangreich betrieben worden. Aber die Gegensätze der harschen Norde, der Armut der Bevölkerung und des prunkvollen Lebens im Palast mit seinen politischen Intrigen wurden durch Begegnungen und bildhafte Beschreibungen gut herausgearbeitet, sodass da eine tolle Atmosphäre entsteht.

Genial fand ich, wie die Frage nach dem „falschen“ Feindbild aufgeworfen wurde. Wie Drachen zu Feinden erklärt wurden; ihre Auslöschung das Land aber nicht hat aufatmen lassen. Und trotzdem fürchtete man sich weiter vor jeglicher Form von Magie.

Tamsyn selbst ist eine Protagonistin, die mir einfach leid tat. Ihr Leben fremdbestimmt, sie selbst Spielball, Prügelmädchen, ein Niemand. Bis sich ihr Schicksal völlig ändert. Das wie und warum wird in diesem Buch eher gar nicht abgehandelt. stattdessen werden Figuren und Leser vor vollendete Tatsachen gestellt und die Ereignisse dann ziemlich schnell vorangetrieben. Die Reaktionen der einzelnen Charaktere fand ich dabei zwar erwartbar, aber irgendwie auch zu gemäßigt, irgendwie unrealistisch gedämpft.

Und am Ende hatte ich dann noch so einen „ach komm schon“ - Moment. Es ist nicht die Entwicklung an sich, die mich daran stört, sondern wie sie wortwörtlich vom Himmel fiel. Ja kann man machen, bin ich aber kein Fan von.

Vom Leseerlebnis her war das Buch einfach toll. Cooles Setting, Charaktere mit denen man mitfiebert und magische Begegnungen, die eine mythische Atmosphäre schaffen. Inhaltlich auf jeden Fall aber ausbaufähig. Band 2 muss da dringend ein paar Antworten nachlegen.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Irr und wirr

Die Enthusiasten
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Dieses Buch ist irgendwie super besonders- exzentrisch, extravagant und exzellent erzählt. Ich würde mir niemals anmaßen schon beim ersten Lesen alles erfasst zu haben, was hier an Perlen verborgen liegt. ...

Dieses Buch ist irgendwie super besonders- exzentrisch, extravagant und exzellent erzählt. Ich würde mir niemals anmaßen schon beim ersten Lesen alles erfasst zu haben, was hier an Perlen verborgen liegt. Sprachaffine Leser kommen hier durchaus auf ihre Kosten.

Ich finde anfangs muss man sich einfach drauf einlassen und hinnehmen, dass nicht alle Zusammenhänge sofort glasklar sind. Aber nach und nach zeichnet sich ein immer deutlicheres Bild. Die Geschichte setzt sich aus verschiedenen Erlebnissen, Anekdoten und Erinnerungen zusammen. Es ist eine durch und durch kuriose Erzählung, sehr ausschweifend und überbordend geschrieben.

Die Geschichte hat was komödiantisches , gleichzeitig gibt es auch Spannungs- und Krimielemente und das ganze wird umspannt von einer Atmosphäre, des Rätselhaften. Gleichzeitig stellt sich Protagonist Vince herrlich impulsiv und dilettantisch an und man fragt sich natürlich, was er da eigentlich vor hat. Liest sich ein bisschen wie ein Fiebertraum, aber mit hohem Unterhaltungswert.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch nicht für jeden was ist, aber ganz ehrlich: ich hab noch nie was vergleichbares gelesen und dadurch hatte ich echt viel Spaß mit der Geschichte.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Wow, Wahnsinns-Geschichte

Lola im Spiegel
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Das Buch wird ja damit beworben, dass Lola der Demon Copperhead von Australien ist. Und irgendwie kommt das hin. Der Hillbilly-Lifestyle ist auf jeden Fall vorhanden. Und doch geht die Geschichte auf eine ...

Das Buch wird ja damit beworben, dass Lola der Demon Copperhead von Australien ist. Und irgendwie kommt das hin. Der Hillbilly-Lifestyle ist auf jeden Fall vorhanden. Und doch geht die Geschichte auf eine andere Art nah. Vielleicht weil der Text doch die Illustrationen gestützt wird, oder vielleicht, weil Lola immer mal wieder ihrem eigenen Körper zu entgleiten scheint, ihr Leben betrachtet als Außenansicht, wie etwas fernes. Auf jeden Fall liest es sich eher wie die Rückschau aus dem Happy End auf den steinigen Weg dorthin.

Das ganze Ausmaß des Elends und eines derartig rauen Lebens nimmt einen schon mit beim Lesen. Die namenlose Protagonistin ist tough, weil sie es sein muss. Gleichzeitig aber auch einsam und verloren. Zwischen Drogendeals, Obdachlosigkeit und Identitätssuche jagt die Protagonistin großen Träumen hinterher. Zentrale Frage ist dabei immer das „wer bin ich“, das auch jegliche Interaktionen mit anderen definiert.

Es ist eine Geschichte voller Schmerz, Leid und Verlust, geprägt von Angst und Hoffnungslosigkeit. Und trotzdem ist da immer auch Licht, auch wenn es manchmal nicht so scheint. Ich hatte beim Lesen fast durchweg einen Kloß im Hals.

Die Synergie aus Bild und Text hat mir richtig gut gefallen, mein erlebt dir Geschichte dadurch gefühlt dreidimensionaler. Teilweise fand ichs schon sehr extrem, was hier alles zusammenkommt, so als hätte die Protagonistin wirklich alles an Pech und Elend für sich gepachtet. Aber es fiel mir leicht mich auf die Geschichte einzulassen und ich habs wirklich gern gelesen

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Die andere Sichtweise-schön

24 Sekunden ab jetzt
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Es gibt unzählige Geschichten darüber, wie Mädchen und junge Frauen sich verlieben, der erste Mal verleben und sich den Kopf über ihren Körper, ihre Gefühle und ihre Beziehung zerbrechen. Bücher aus männlicher ...

Es gibt unzählige Geschichten darüber, wie Mädchen und junge Frauen sich verlieben, der erste Mal verleben und sich den Kopf über ihren Körper, ihre Gefühle und ihre Beziehung zerbrechen. Bücher aus männlicher Sicht findet man da schon schwerer und noch schwerer solche, geschrieben von einem Mann. Ich hatte bisher auch nicht das Gefühl solch ein Buch zu brauchen, bin aber durchaus positiv überrascht von diesem Buch hier.

Ich mag, dass hier Neons Unsicherheit zum Ausdruck gebracht wird. Er ist kein cooler Player, dem es allein um seine Befriedigung geht. Und ich mag, wie Neons Gedanken abschweifen zu den großen und kleinen Alltäglichkeiten all dessen, was seine Beziehung zu Aria umfasst. Man lernt dadurch nicht nur die beiden kennen, sondern auch ihre Familien. Und das allein durch Neons Erinnerungen.

Neon ist einfach super bodenständig, super sympathisch und eine echte Green Flag. Und dieses Buch ist vorallem eine Geschichte über den Alltag und die Tücken des Teenager-Daseins- Schule, Freunde, Familie, erste Liebe.
Diese Art dir Geschichte rückwärts zu erzählen und sich auf besondere Momente zu fokussieren, die alle in irgendeiner Form mit Liebe und Beziehungen zu tun haben, fand ich schon sehr besonders.

Die Geschichte ist super nahbar und Neons Familie irgendwie toll, so ein bisschen schräg, aber auf herzliche Art. Das gibt der Story einen positiven, bestärkenden Ton. Genau wie das Ende: nahbar, verletzlich, ehrlich. Fand ich schön.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Super interessanter Fall

Dorn. Ruf der Toten
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Ich fand ja die Idee rund um den Ex-Kriminalpsychologen Dorn und sein Cold-Case Hotel schon in Band 1 super faszinierend. Diesen Band hier fand ich vom Fall selbst nochmal deutlich spannender und so langsam ...

Ich fand ja die Idee rund um den Ex-Kriminalpsychologen Dorn und sein Cold-Case Hotel schon in Band 1 super faszinierend. Diesen Band hier fand ich vom Fall selbst nochmal deutlich spannender und so langsam entfaltet sich auch das Potential rund um die einzelnen Zimmer.

Dorn selbst steht gar nicht mal so im Fokas, es gibt wieder sehr viele agierende Personen und damit unterschiedliche Perspektiven auf den Fall. Manchmal hätte ich mir gerne etwas mehr Fokus darauf gewünscht, vllt auch „Täterperspektive“. Die Geschichte schweift halt auch so ein bisschen in die Nebenhandlung rund um die einzelnen Charaktere ab.

Das zentrale Thema selbst fand ich super interessant und vor allem auch einfach sehr aktuell und damit brisant. Da wird einem beim Lesen schon auch ein bisschen mulmig, weil das gesamte Szenario ja jetzt gar nicht mal so unrealistisch ist.

Ich finds vor allem genial, wie ich hier eine Art übergeordneter Story rund um Dorns eigene Geschichte andeutet. Ich hoffe, das wird in den kommenden Bänden noch vertieft.

Habs super gern gelesen, toller Thriller.

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