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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2024

Gegen das Vergessen

Die Vermesserin der Worte
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Das Buch kommt ja in einer geradezu schlichten Schönheit daher und mir hat der Klang des Titels einfach unglaublich gut gefallen, sodass ich direkt neugierig auf die Geschichte war. Ich liebe Geschichten ...

Das Buch kommt ja in einer geradezu schlichten Schönheit daher und mir hat der Klang des Titels einfach unglaublich gut gefallen, sodass ich direkt neugierig auf die Geschichte war. Ich liebe Geschichten über die Kraft der Worte und die Magie, die Geschichten innewohnt. Und genau so ein Buch ist das Buch. Über die Liebe zur Literatur und die Geschichten, die das Leben schreibt.

Zum Inhalt: Ida ist eine Autorin, der die Worte fehlen. Und ohne Worte fällt es ihr zunehmend schwerer ihr Leben zu bestreiten. Als sie über eine Anzeige einen Job als Haushälterin bei Ottilie bekommt, ändert sich nicht nur, wie sie ihr eigenes Leben wahrnimmt, sondern auch die Wahrnehmung ihrer Umwelt. Und während Ottilies Gedanken und Erinnerungen zunehmen verblassen, findet Ida die Worte, die Ottilie ins Leben zurückholen.

Dieses Buch ist auf besondere Art magisch. Mit Ottilies Haus- dem papiernen Anwesen- wird ein ganz besonderer Ort geschaffen, an dem Geheimnisse schlafen und Geschichten atmen. Die Autorin hat es absolut geschafft mich mit ihren bildhaften Beschreibungen zu verzaubern und auf eine Reise in Ottilies Vergangenheit und Idas Gegenwart mitzunehmen.

Ein ganz besonderes Highlight an diesem Buch war für mich die Geschichte innerhalb der Geschichte, die Ida für Ottilie erfindet und mit der sie nicht nur Ottilie zurück in die Welt der Lebenden holt, sondern sich auch selbst heilt. Ich liebe einfach diese Art von Geschichten, die den Zauber von Büchern in den Fokus stellen. Auch die besondere Verbindung, die zwischen Ottilie und Ida entsteht, die vorher beide einsame Außenseiter waren, ist einfach herzerwärmend und schön zu verfolgen.

Das Buch ist einfach toll geschrieben, flüssig zu lesen und hat mich absolut gefangen genommen. Eine wunderschöne Geschichte über Abschiede und Neuanfänge, das Weggehen und Ankommen und über ganz besondere Freundschaften. Ein Buch das berührt und nachklingt.

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Veröffentlicht am 26.04.2024

Bisher schönste Lovestory

Three Tides to Stay (Breaking Waves 3)
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Ich liebe ja diese Reihe und wie sich die Geschichte um Josies Verschwinden stückweise aufbaut und zusammenpuzzelt, weil jede der Frauen einen anderen Teil des Gesamtbildes bewahrt. Für mich war dieser ...

Ich liebe ja diese Reihe und wie sich die Geschichte um Josies Verschwinden stückweise aufbaut und zusammenpuzzelt, weil jede der Frauen einen anderen Teil des Gesamtbildes bewahrt. Für mich war dieser Band mein bisher liebster und die Lovestory für mich am schönsten.

Zum Inhalt: Odina Bianchi war immer die ehrliche, treue Freundin, die versucht alles zusammenhalten und es allen recht zu machen. Dabei entgleitet ihr ihr eigenes Leben Stück für Stück. Nur bei Noah, Averys kleinem Bruder, kann Odina ihre Sorgen kurzzeitig vergessen. Dabei weiß sie genau, dass er eigentlich tabu sein sollte.

Hinsichtlich Josies Story fand ich Odinas Part weniger brisant als die vorangegangenen, aber es fügt sich auch hier wieder ein weiteres Teil an seinen Platz und die Rückblenden wirkten persönlich und nahbar. Odinas eigene Geschichte war für mich schon tragisch herzzerreißend. Ihre Geschichte ist deutlich bodenständiger als die von Avery und Isa, sie ist klassischer Durchschnitt und ihre Geschichte dadurch super authentisch.

Noah und Odina haben einfach eine tolle Chemie und eine cute Lovestory, die mich absolut eingenommen hat. Es gab vergleichsweise wenig Drama, was ich super angenehm fand. Ich hab Noahs schelmische Art und wie er Odina aus der Reserve lockt, total geliebt.

Gefühlt wurde in diesem Buch noch einiges an Nebenbaustellen aufgemacht und ich bin gespannt ob/wie das am Ende zusammengeführt werden wird. Ein bisschen was deutet sich inzwischen ja an, finde diesen kontinuierlichen Spannungsaufbau über die Bände hinweg sehr gelungen und liebe die Rückblenden immernoch sehr.

Für mich der bisher stärkste Band der Reihe, freue mich jetzt total auf den Band von Lee und kann den Abschluss der Reihe und die große Auflösung nicht erwarten!

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Veröffentlicht am 17.04.2024

Zwischen zwei Brüdern

Falling for Dr. Heartless
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rankenhaus-Romance ist seit Greys Anatomy voll mein Ding und die Ausgangslage dieses Romans klang für mich spannend und ansprechend. Im Zentrum steht hier eindeutig das Lovetriangle, ich mochte aber, dass ...

rankenhaus-Romance ist seit Greys Anatomy voll mein Ding und die Ausgangslage dieses Romans klang für mich spannend und ansprechend. Im Zentrum steht hier eindeutig das Lovetriangle, ich mochte aber, dass das Buch ab ca. der Hälfte eine andere Richtung bekam, die etwas deeper war, das vorhandene Potential aber nicht voll ausgeschöpft hat.

Zum Inhalt: seit ihrer Jugend ist Lexy verliebt in Ikaros Angelis, doch sie war immer nur die Tochter des Chaffeurs für ihn. Nach ihrem Studium und als sie sich einen Namen als Healthcare Managerin gemacht hat, kehrt sie zurück in ihre Heimat mit einer Mission: den Angelis und besonders Ikaros zeigen, dass sie es geschafft hat, dass die würdig ist. Doch plötzlich ist das Ares, Ikaros älterer Bruder, der alles durcheinander bringt.

Hab am Anfang noch gedacht wie schwach mir Lexy vorkam, dass ihr gesamter Lebensweg scheinbar darauf ausgerichtet war, gut genug für Ikaros und seine Familie zu sein. Dabei wirkten die nicht mal ansatzweise sympathisch. Besonders Ikaros erschien mir wie ein absoluter Idiot und schnell entbrannte eine Art Wettstreit zwischen den Brüdern, was ich absolut kindisch und unausstehlich finde. Aber zum Glück für die Geschichte erscheint Lexy zunehmend tough, weniger wie ein Spielball, sondern als starke, selbstbestimmte Frau, die nicht von Männern abhängig ist.

Überrascht war ich vor allem von der krassen Entwicklung und den Offenbarungen rund um Ares Angelis, der zwar auch nicht unfehlbar, aber doch zumindest Sympathieträger ist. Ging mir an sich alles ein bisschen zu schnell, wie er eine komplette 180 Grad Wende hinlegt, aber zumindest bekam das Buch so eine gute Dynamik zwischen den beiden Protas. Besonders anhand seiner Geschichte hätte für mich noch mehr Tiefe aufgebaut werden können.

Da innerhalb der Geschichte zahlreiche Themen angeschnitten werden, bleibt es eher oberflächlich, trotzdem ist es kurzweilig und unterhaltsam, mit einer Prise Spice. Würde einen zweiten Band durchaus lesen, weil es da sicherlich noch einiges zu erzählen gibt.

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Veröffentlicht am 17.04.2024

unausgereifte Umsetzung

Blackwood Manor
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Es handelt sich hier um das erste Buch des Autors und den Auftaktband einer Reihe. Der Autor selbst gibt an, das Buch unter Verwendung von KI geschrieben zu haben. Finde ich immer schwierig, wenn ich ehrlich ...

Es handelt sich hier um das erste Buch des Autors und den Auftaktband einer Reihe. Der Autor selbst gibt an, das Buch unter Verwendung von KI geschrieben zu haben. Finde ich immer schwierig, wenn ich ehrlich bin, wollte aber aufgeschlossen bleiben, was das angeht. Nach Lektüre des Buches kann ich sagen, dass ich die Grundidee ganz gut fand, die Umsetzung aber eher unausgereift war und absolut nicht meinem Geschmack entsprochen hat, sodass es für mich schwer ist, dieses Buch überhaupt zu bewerten.

Zum Inhalt: Das alte Familienanwesen der Familie Blackwood, Blackwood Manor, birgt immer noch viele Geheimnisse und Schrecken, obwohl es schon lange leersteht. Als die Freunde Sarah, Tim, Lisa und Max beschließen, das Haus und seine Geheimnisse zu erkunden, ahnen sie nicht, was sie damit lostreten.

Ich schreibe das normalerweise nicht in Rezensionen, finde das hier aber sehr wichtig, weil es zu einem großen Teil dazu beigetragen hat, warum mir das Buch nicht gefallen hat: es ist voller Rechtschreib-, Grammatik- und Satzbaufehler. Mich hat das wahnsinnig in meinem Lesefluss gestört, sodass ich mich oft gar nicht auf die Handlung selbst konzentrieren konnte.

Auch in Sachen Logik fand ich den Handlungsverlauf nicht immer stimmig. Ja, es ist ein Auftaktband und es kommen sicher noch einige Erklärungen/Enthüllungen in den Folgebänden, aber das grundsätzliche Gegebenheiten gar nicht hinterfragt erden und die Freunde scheinbar absolut keinen Selbsterhaltungstrieb besitzen, fand ich dann doch etwas unglaubwürdig.

Insgesamt hätte ich mir mehr "Show, don't tell" gewünscht, denn mir als Leser wurde hier vieles einfach vorweggenommen.
Ich würde keinen weiteren Band der Reihe lesen. Die Grundidee war solide und hatte durchaus Potential, aber das Buch selbst hat mich leider überhaupt nicht abgeholt. Finde es aufgrund der vielen Fehler schwer, das Buch überhaupt zu bewerten und würde sie am liebsten weglassen.

Veröffentlicht am 17.04.2024

Interessantes Konzept, am Ende etwas unausgereift

Böse Mädchen sterben nicht
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Ich lese die Bücher von Christina Henry sehr gerne, weil sie düster und mitreißend erzählt sind. „Böse Mädchen sterben nicht“ ist jetzt das erste Buch ohne Märchen/Sagenbezug und ich fand den Klappentext ...

Ich lese die Bücher von Christina Henry sehr gerne, weil sie düster und mitreißend erzählt sind. „Böse Mädchen sterben nicht“ ist jetzt das erste Buch ohne Märchen/Sagenbezug und ich fand den Klappentext total ansprechend. Der episodenhafte Erzählstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, von Henry aber gekonnt und temporeich umgesetzt.

Zum Inhalt: drei Frauen, die sich in Situationen wiederfinden, die sie nicht unter Kontrolle haben und von denen sie nicht verstehen, wie ihnen das passieren konnte. Jede kämpft für sich und jede weiß, wenn sie entkommen will, ist sie auf sich allein gestellt. Wer treibt hier seine Spielchen mit ihnen?

Vom Aufbau her wirkt das Buch wie drei separate Kurzgeschichten, die erst am Ende zusammengeführt wurden. Dadurch gelingt es der Autorin einen interessanten Genremix zu kreieren. Alle drei Szenarien fand ich grausig und zugleich spannend, aber dadurch, dass die einzelnen Abschnitte recht kurz sind, bleibt die Storyline selbst recht oberflächlich. Bin zwar eher kein Fan von Kurzgeschichten, die Autorin schafft es aber Stimmung und Unbehagen bei mir zu erzeugen. Ich hatte zwischenzeitlich echt Gänsehautfeeling.

Ich glaube ich hätte es besser gefunden, wenn der Abschnitt, der alle drei Frauen verbindet etwas länger gewesen wäre, denn das ging mir am Ende alles ein bisschen zu schnell und erschien mir auch nicht ganz logisch. Dabei hatten die drei Einzelstories eigentlich ganz solide vorgelegt und Potential für eine wirklich perfide Storyline. Das Ende hat da ein bisschen was verschenkt und war für mich eher enttäuschend.

Die kurzen Kapitel hatten den Charme sehr kurzweilig und temporeich zu sein, außerdem waren die jeweiligen Geschichten sehr atmosphärisch und bitterböse- mochte ich sehr. Spannung war auf jeden Fall da und ich hab bis zum Ende überlegt was dahinterstecken könnte. Das Buch ist also durchaus wieder mitreißend erzählt. Trotzdem hat es mich am Ende nicht völlig überzeugt. Das Konzept war gut, kommt für mich aber nicht an die bisherigen Bücher der Autorin ran.

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