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Veröffentlicht am 09.12.2018

Hervorragend gelungen

Oxen. Gefrorene Flammen
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Der Protagonist und seine Geschichte
Der hochdekorierte Ex-Elitesoldat Niels Oxen leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung und hat sieben immer wiederkehrende Alpträume.

In Band 1 hat er sich ...

Der Protagonist und seine Geschichte
Der hochdekorierte Ex-Elitesoldat Niels Oxen leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung und hat sieben immer wiederkehrende Alpträume.

In Band 1 hat er sich in der Einsamkeit der dänischen Wälder verkrochen um seinen Frieden zu finden. Doch als er bei einem seiner Streifzüge auf einen Toten stößt, gerät er in die Schusslinie von Polizei und Geheimdienst. Gezwungenermaßen arbeitet er mit der Agentin Margrethe Franck zusammen und kann sich von den Anschuldigungen entlasten. In diesem Zusammenhang kommen die beiden auf die Spur des Danehofes, einer Art mittelalterlichem Parlament, das es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Am Ende von Band 1 übergibt Oxen dem Historiker Malte Bulbjerg, der über den Danehof recherchiert, verschiedene Unterlagen. Danach verschwindet er wieder spurlos.

In Band 2 arbeitet Niels Oxen unter falschem Namen bei einem Fischzüchter in der Abgeschiedenheit Jütlands. Ohne Anschluss an die Zivilisation hört er zunächst nichts darüber, dass Malte Bulbjerg ermordet wurde. Als die Fischzucht überfallen wird, flüchtet Oxen zu Margrethe Franck. Die beiden recherchieren gemeinsam mit Franck Vorgesetzten Axel Mosmann und dessen Neffen Christian Sonne erneut gegen den Danehof, doch dann stellt man ihnen eine Falle. Franck, Mosmann und Sonne verlieren ihre Jobs bei Geheimdienst und Polizei, Niels Oxen kann mit einem Boot fliehen und wird zum Ende des zweiten Bandes in die Luft gesprengt.

Dass Niels Oxen den Anschlag überlebt hat, hat Oxen einer Ärztin zu verdanken, die ihn in den schwedischen Schären aus dem Wasser gezogen und gesund gepflegt hat. Als er sich fit genug fühlt, macht er sich in Band 3 auf den Weg zurück nach Dänemark und hat dabei nur ein Ziel vor Augen: Er will den Danehof zu Fall bringen, damit er rehabilitiert wird und wieder Kontakt zu seinem Sohn aufnehmen kann. Unterstützt wird er dabei von den Menschen, die auch schon beim letzten Kampf gegen den Danehof an seiner Seite standen.

Meine Gedanken zum Buch
Jens Henrik Jensen hat sich für ungewöhnliche Protagonisten entschieden. Während Oxen psychische Probleme aus dem Krieg mit nach Hause gebracht hat, hat Margrethe Franck mit einer körperlichen Einschränkung zu kämpfen, die sie sich ebenfalls im Einsatz zugezogen hat. In einem Interview hat Jens Henrik Jensen erzählt, dass er Oxen bewusst so dargestellt hat, dass man erst zur Mitte des ersten Bandes mit ihm warm wird. Das kann ich bestätigen, anfangs war er mir suspekt, doch von Seite zu Seite ist er mir mehr ans Herz gewachsen.

Jens Henrik Jensen hat in seiner Trilogie wahre Ereignisse um den Einsatz dänischer Soldaten im Balkankrieg thematisiert. Auch hierzu hat sich der Autor in einem Interview geäußert. Er bezeichnet den Balkankrieg als schwarzes Kapitel der europäischen Geschichte, das in Vergessenheit geraten ist. Und wenn ich ehrlich bin, muss ich ihm recht geben, die Kenntnisse und Erinnerungen an die Kriege in Ex-Jugoslawien sind mir lange nicht mehr so präsent wie 9/11, Enduring Freedom oder der Golfkrieg. Jensen möchte nicht nur gute Geschichten schreiben, sondern auch wesentliche Geschichten erzählen und das ist ihm mit dieser Trilogie auf jeden Fall gelungen.

Im Mittelpunkt des dritten Bandes steht wieder der Kampf gegen den Danehof, eine Art Schattenregierung, die das Land aus dem Hintergrund lenkt. Erneut konnte mich der Autor mit Wendungen überraschen, die ich überhaupt nicht erwartet hatte. Sehr gelungen fand ich die Darstellung der starken Charaktere Franck und Mosmann und auch des zögerlichen Christian Sonne, die trotz des Verlusts ihres alten Lebens erneut bereit sind, an Oxens Seite in den Kampf zu ziehen.

Ich muss zugeben, ich hatte nicht erwartet, dass Mosmann sich als Strippenzieher erweist. Einige seiner Handlungen waren für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, mehr als einmal wurde er für mich zum Anti-Held, doch er hat immer das große Ganze im Blick und taktiert in alle Richtungen.

Band 2 hatte mich nicht so überzeugen können wie Band 1, doch dieser dritte Band ist erneut hervorragend gelungen. Ich bin zwar der Meinung, dass die Geschichte von Niels Oxen noch nicht fertig erzählt ist – und Jens Henrik Jensen hat bereits 2017 angekündigt, dass er weiter schreiben wird, da ihm Niels Oxen über die Jahre ans Herz gewachsen sei – doch die Trilogie hat einen runden Abschluss gefunden.

Veröffentlicht am 29.10.2018

Ein toller Sommerroman

Herz und Tal
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Nachdem die Ärztin Emilia Jonasson herausgefunden hat, dass ihr Liebhaber verheiratet ist, verlässt sie recht überstürzt ihre Heimat und zieht von Norddeutschland ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Nachdem die Ärztin Emilia Jonasson herausgefunden hat, dass ihr Liebhaber verheiratet ist, verlässt sie recht überstürzt ihre Heimat und zieht von Norddeutschland in den Chiemgau. Sie freundet sich schnell mit ihrer Pensionswirtin Theresa Leitner an, doch dass deren mutmasslicher Ehemann Max mit ihr flirtet, macht sie wütend und lässt sie zu Max auf Distanz gehen, obwohl ihr Herz eine ganz andere Sprache spricht.

Max hat als Polizist in München gearbeitet und kehrt nun in seine Heimat zurück, um künftig dort Dienst zu tun. Nachdem Emilia endlich klar wird, dass Max nicht etwa Theresas Mann, sondern ihr Zwillingsbruder ist, nähern sich die beiden an. Doch auch Max hat eine Vergangenheit und die holt ihn ein.

Meine Gedanken zum Buch
„Landliebe“ von Jana Lukas hatte mir richtig gut gefallen und deswegen war für mich klar, dass ich auch unbedingt „Herz und Tal“ lesen wollte.

Jedes Kapitel wird von witzigen Notrufen eingeleitet, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben und egal, wie skurril der Notruf auch klingt, die entsprechenden Ereignisse, die zum Notruf geführt haben, sind hinterher immer Teil der Geschichte. Die Idee hat mir sehr gut gefallen.

Der Schauplatz im Chiemgau ist natürlich eine hervorragende Vorlage für tolle bildhafte Beschreibungen der Landschaft. Aber Jana Lukas hat sich nicht nur einen tollen Schauplatz ausgesucht, sie hat auch sehr sympathische Haupt- und Nebenfiguren geschaffen. Neben Theresa und Max leben auch ihr gemeinsamer bester Freund seit Kindertagen und ihr Vater auf dem Kastanienhof, eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft, die mich begeistern konnte.

Etwas ins Stocken bin ich geraten, wenn Theresa und Max in Gedanken miteinander kommuniziert haben. Sicherlich haben sie als Zwillinge eine ganz besondere Verbindung zueinander und dass der eine merkt, was der andere denkt oder fühlt, ist für mich durchaus plausibel. Aber dass sie nicht nur einzelne Gedanken austauschen, sondern trotz räumlicher Distanz ganze Gespräche führen oder, im Umkehrfall, den anderen bewusst aus den eigenen Gedanken ausschließen, damit derjenige nicht „lesen“ kann, was im Kopf des anderen vorgeht, das war mir zu unrealistisch.

„Herz und Tal“ ist ein toller Sommerroman, sicherlich ist vieles vorhersehbar, aber für mich zählt, dass mich die gefühlvolle Geschichte fesseln und gut unterhalten konnte.

Veröffentlicht am 29.10.2018

Die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit

Warum ich trotzdem an Happy Ends glaube
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Die Protagonistin und ihre Geschichte
Emma de Tessent ist 30 Jahre alt, hat einen Masterabschluss und ist dennoch die ewige Praktikantin bei Fairmont, einer Filmproduktion in Rom. Anstatt des erhofften ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Emma de Tessent ist 30 Jahre alt, hat einen Masterabschluss und ist dennoch die ewige Praktikantin bei Fairmont, einer Filmproduktion in Rom. Anstatt des erhofften unbefristeten Anstellungsvertrages fällt sie den Einsparungen ihres Arbeitgebers zum Opfer. Damit gerät auch der Traum von einer wunderschönen Villa, die es ihr angetan hat, in weite Ferne. Nachdem sie sich bei der Konkurrenzfirma Waldau beworben hat und von Filmproduzent Scalzi kaltschnäuzig abserviert wurde, sieht sie ihre einzige Chance darin, den Autor Tameyoshi Tessai dazu zu bringen, ihr die Filmrechte für seinen Bestseller anzuvertrauen, doch der denkt nicht einmal daran.

Trotz allem ist Emma nicht bereit, sich vom Leben in die Knie zwingen zu lassen, sie nimmt einen Aushilfsjob als Näherin in einer Kinderboutique an und blickt nach vorne …


Meine Gedanken zum Buch
Alessia Gazzola hat mehrere Handlungsstränge entwickelt, die alle bei Emma zusammen laufen. Da wäre zunächst ihre Arbeit und ihrer Suche nach einer neuen Anstellung und ihre Ausbildung als Näherin. Der Begriff der „wackeren Praktikantin“ zieht sich durch den ganzen Roman. Dann geht es um ihre freundschaftliche Beziehung zum Autor Tameyoshi Tessai, der eng mit ihrer Familiengeschichte verknüpft ist. Auch gibt es einen Liebhaber, der aber verheiratet ist und sie zugunsten seiner Frau verlässt. In einer Nebengeschichte lernen wir außerdem Emmas Schwester und deren Mann kennen, der sich als „schrecklicher Schwager“ durch das Buch schleicht.

Obwohl hier mehrere kleine Geschichten um Emma parallel ablaufen, hatte ich nicht das Gefühl, dass der Roman damit überfrachtet ist. Lediglich die Geschichte um Emmas Schwester und den „schrecklichen Schwager“ fand ich überflüssig, diesen Handlungsstrang hätte es nicht gebraucht.

Emma ist im Grunde eine starke Protagonistin, die sich trotz aller Widrigkeiten den Optimismus bewahrt hat. Das hat mir sehr gut gefallen.

Der Roman würde ich nicht als ausgesprochen tiefgründig bezeichnen, aber er ist auch nicht oberflächlich sondern hat die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit.

Während sich die Geschichte langsam aufbaut, kam das Ende für meinen Geschmack etwas zu abrupt. Das wirkte auf mich so, als ob es eine Begrenzung der Seitenzahl gegeben hätte und die Autorin 10 Seiten vor dem Ende gemerkt hat, dass sie noch 1/4 der Geschichte unterbringen muss. Das ist nun sicherlich überspitzt beschrieben, aber der Höhepunkt und der Schluss hätten gerne etwas ausführlicher sein dürfen.

Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und ich vergebe vier von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 29.10.2018

Das war hin und wieder zuviel des Guten

Mein wunderbarer Küstenchor
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Die Protagonistin und ihre Geschichte
Britta arbeitet in einem Hotel in Klütz, einem kleinen Küstenort in Mecklenburg. Der Besitzer des Hotel möchte Umbaumaßnahmen vornehmen lassen und das Hotel deswegen ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Britta arbeitet in einem Hotel in Klütz, einem kleinen Küstenort in Mecklenburg. Der Besitzer des Hotel möchte Umbaumaßnahmen vornehmen lassen und das Hotel deswegen über Winter schließen. Die bevorstehende Zwangspause bereitet Britta Unbehagen, deshalb ist sie froh, in „ihrem“ Chor, den sie vor zwanzig Jahren mitgegründet hat, eine feste Konstante zu haben.

Zusammen mit den anderen Chormitgliedern freut sie sich auf die Teilnahme an einem Wettbewerb in Finnland. Doch ausgerechnet jetzt muss der Chorleiter aus beruflichen Gründen ans andere Ende von Deutschland ziehen. Auf die Schnelle wird eine Annonce geschalten und es melden sich tatsächlich potentielle Kandidaten, doch diese fallen allesamt bei den Chormitgliedern durch.

Über Umwege lernt Britta den Pianisten Jasper kennen, der sie dazu überredet, die Leitung des Chores selbst zu übernehmen. Eigentlich traut Britta sich das gar nicht zu, aber die Alternative wäre, dass der Chor auseinanderfällt und das möchte sie mit allen Mitteln verhindern.

Meine Gedanken zum Buch
Der bildhafte Schreibstil von Janne Mommsen hat mich sofort begeistert und nach und nach hatte ich das Gefühl, jede Ecke von Klütz zu kennen und die Protagonistin und die Nebendarsteller auf den Straßen und Wegen entlang gehen oder fahren sehen.

Auch die Idee, dem Singen und dem Chor eine so große Plattform zu geben, hat mir gut gefallen. – en fester Termin, eine verlässliche Gruppe, Menschen, die man seit Jahren kennt, eine eingeschworene Gemeinschaft, die Halt gibt, das war glaubwürdig gestaltet.

Mit Britta bin ich leider gar nicht warm geworden. Einerseits wird sie als starke und selbständige Frau beschrieben, dann ist sie diejenige, die verunsichert ist, nicht an sich selbst glaubt und schon gar nicht daran, dass sie einem bestimmten Mann gefallen könnte. Als sich dann tatsächlich etwas zwischen ihr und besagtem Mann anbahnt, war das eher emotionslos und schnell abgehandelt.

Auch hat mich gestört, dass es immer wieder auf und ab geht. Viele kleine Probleme, die dazu führen, dass der Chor aufgelöst wird (oder auch nicht), dass die Männerstimmen abspringen (oder auch nicht), dass die Reise nach Finnland abgesagt wird (oder auch nicht). Das war mir persönlich „to much“.

Leider gab es auch Ereignisse innerhalb des Buches, die nicht glaubwürdig waren, wenn ich das näher ausführe, verrate ich allerdings zu viel und das möchte ich vermeiden. Wer das Buch noch lesen möchte, kann sich selbst ein Bild davon machen, für diejenigen, die das Buch schon kennen, werfe ich den Begriff „Musikhochschule“ in den Raum und hoffe, ihr könnt erahnen, auf was ich mich beziehe.

Aus genannten Gründen vergebe ich „nur“ 3,5 von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Kurzweilig mit starken Protagonisten

Bis Mittwoch unter der Haube
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Inhalt
Blake Harrison ist ein waschechter britischer Herzog. Als Self-made-Millionär hat er das Geld aus dem Erbe seines verstorbenen Vaters gar nicht nötig. Aber hier geht es ums Prinzip, denn mit seinem ...

Inhalt
Blake Harrison ist ein waschechter britischer Herzog. Als Self-made-Millionär hat er das Geld aus dem Erbe seines verstorbenen Vaters gar nicht nötig. Aber hier geht es ums Prinzip, denn mit seinem Vater hat er sich bereits zu Lebzeiten nicht verstanden und dass stattliche Vermögen, das seiner Schwester und ihrer Mutter helfen würde, den Lebensstandard beizubehalten, würde an einen Cousin und verschiedene Organisationen fallen, wenn er nicht bis zu seinem 35 Geburtstag verheiratet ist.

Er hätte sich direkt nach der Testamentseröffnung vor rund fünf Jahren um dieses „Problem“ kümmern können, aber keine seiner Geliebten ist für die Rolle seiner Ehefrau in Frage gekommen. Nun eilt die Zeit und er beschließt, eine Ehefrau auf Zeit zu buchen und dafür engagiert er die Agentur Alliance von Sam Elliot. Beim ersten Treffen stellt sich heraus, dass Sam eine Samantha ist und mit ihrer Stimme auch für ganz bestimmte Hotlines arbeiten könnte. Blake beschließt, dass er keine Frau aus Sams Agentur haben will, sondern er will die Chefin, die eigentlich gar nicht zur Verfügung steht.

Anfangs ziert Sam sich noch. Doch mit dem Geld, dass Blake ihr bietet, wäre ihre Schwester, die in einem Pflegeheim ist, über viele viele Jahre versorgt und so stimmt sie zu und unterschreibt einen Vertrag als Ehefrau für ein Jahr.

Allerdings hat sie ein klitzekleines Problem, sie findet Blakes Aussehen und seinen Charme sehr anziehend, nur war Verlieben nicht Bestandteil des Vertrages …

Protagonisten
Samantha Elliot ist eine Kämpferin. Die Verhaftung ihres Vaters, der viele Menschen und ihr Geld betrogen hat, sorgte in den Staaten für großes Aufsehen, das ihre Mutter nicht verkraftet hat, weswegen sie sich das Leben nahm. Ihre Schwester Jordan hat einen Selbstmordversuch zwar überlebt, aber einen Schlaganfall erlitten und ist seither ein Pflegefall. Das Ersparte, was Sam sich auf die Seite gelegt hat und das, was sie nun verdient, reicht zum Leben, um ihre Agentur zu betreiben und ihre Schwester in einem guten Pflegeheim unterzubringen. Für sich selbst benötigt sie nicht viel.

Als frühere „Tochter aus reichem Hause“ findet sie sich schnell in ihrer neuen Rolle als Herzogin zurecht, doch die Anwälte von Blakes verstorbenen Vater, Blakes Cousin und auch eine Geliebte von Blake lassen nichts unversucht, um das frisch vermählte Paar zu diskreditieren, insbesondere ist ihnen natürlich daran gelegen, die Scheinehe aufzudecken.

Blake und Sam finde ich gut gezeichnet, sie stehen mit beiden Füßen auf dem Boden und wissen, was sie wollen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Summen, mit denen die beiden um sich werfen, aber das ist natürlich dem Plot geschuldet und ich habe mich auch recht schnell an die vielen Nullen gewöhnt.

Handlung
Es kommt natürlich, wie es kommen muss, Sam empfindet etwas für Blake, Blake findet Sam anziehend und die beiden schließen eine Zusatzvereinbarung darüber, ihre körperliche Zuneigung für dieses eine Jahr zuzulassen und abzuwarten, wie sich dieser Teil ihrer Beziehung entwickelt.

Es gibt einige sehr detailliert beschriebene Liebesszenen, die aber eher sinnlich und gar nicht platt sind.

Auf die Probleme, die die Scheinehe mit sich bringt, waren die beiden grundsätzlich vorbereitet, aber es wird viel schlimmer, als sie dachten. Außerdem hat Sam, was Beziehungen betrifft, noch ein Stück Vergangenheit aufzuarbeiten.

Fazit
Bei diesem Buch handelt es sich um eine romantische Geschichte, die mir von der Handlung her das bietet, was ich von einem guten Frauenroman erwartet und die mich gut unterhalten hat. Sie beinhaltet zwar absehbare Wendungen, ist aber kurzweilig und hat starke Protagonisten, die mich beide überzeugen konnten.