Profilbild von Deidree

Deidree

Lesejury Star
offline

Deidree ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Deidree über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2022

Vielfältige Charaktere harmonieren wie bunte Blumen auf einer Wiese

Der Sommer der Blütenfrauen
0

Drei Frauen, drei Leben, drei Wege, ein Ziel?
So unterschiedlich Rose, Marguerite und Viola auch sind, so sehr verbindet sie ein Traum, der sich gemeinsam vielleicht verwirklichen lassen könnte. Doch ...

Drei Frauen, drei Leben, drei Wege, ein Ziel?
So unterschiedlich Rose, Marguerite und Viola auch sind, so sehr verbindet sie ein Traum, der sich gemeinsam vielleicht verwirklichen lassen könnte. Doch dass sie diesen Traum träumen, bemerken sie erst am Weg dorthin. Und auf diesem Weg entsteht eine Freundschaft, wie sie besser nicht hätten werden können.
„Der Sommer der Blütenfrauen“ ist einerseits filigran, zart, gefühlvoll wie die Blüten einer Blume, andererseits kommen die unterschiedlichsten Figuren und vielfältigsten Charaktere vor, wie eben auch auf einer Blumenwiese alles bunt gemischt ist und doch harmoniert.
Lea Santana trifft mit ihren Blütenfrauen eine gute Auswahl. Nicht jede mag gleich sympathisch wirken, aber in der Gesamtheit ergeben sie ein rundes Bouquet. Und bis zum Ende bemerkt man bei jeder eine gewisse Entwicklung.
Der Roman ist in Kapitel unterteilt. Mir hat auch gut gefallen, dass die Kapitel den Namen der Frau tragen, die in ihm im Mittelpunkt steht.
Den Schreibstil fand ich sehr flüssig lesbar und das Cover mit den nicht ganz alltäglichen Farben sehr ansprechend. Der Roman ist ein rundes Ganzes mit einer schönen Geschichte, einem wahren Kern, nämlich sich seinen Ängsten stellen zu müssen, und trotzdem mit einer Leichtigkeit wie Blüten im Sommer. Von mir gibt es hierfür eine volle Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
Veröffentlicht am 03.05.2022

Mord und Liebe vermengt zu einem unterhaltsamen Roman

Mord in Montagnola
0

Auf die Gänsehaut muss der Leser hier verzichten, auf die Spannung aber nicht.
„Mord in Montagnola“ ist in meinen Augen eine Mischung aus Krimi und Liebesroman. Der Gruseleffekt eines Krimis, abgesehen ...

Auf die Gänsehaut muss der Leser hier verzichten, auf die Spannung aber nicht.
„Mord in Montagnola“ ist in meinen Augen eine Mischung aus Krimi und Liebesroman. Der Gruseleffekt eines Krimis, abgesehen von der Art des Mordes, ist nicht gegeben, dafür entsteht neben dem Krimi aber eine Romanze. Der Mord wird am Ende aufgeklärt sein, wie es mit der Entwicklung der Liebesgeschichte bestellt ist, möchte ich nicht verraten. Nur so viel, es gibt mehrere Stränge, die sich durch das Buch ziehen, wobei am Ende nicht alles aufgelöst und geklärt ist. Da wir hier den ersten Teil einer Reihe in Händen halten, ist dies nicht verwunderlich.
Die Autorin Mascha Vassena schreibt in einem flüssigen Stil. Das Buch ist angenehm zu lesen, die Örtlichkeiten werden immer wieder in die Handlung mit eingebunden, aber nie wirklich ausführlich beschrieben.
Die Protagonisten waren mir sympathisch und ich fand sie authentisch. Einzig eigenartig war vielleicht wie sehr Moira in die Polizeiarbeit eingebunden wurde. Das war mir etwas zu viel. Als einmalige Übersetzerin, weil jemand ausfällt, und dann macht sie eigenständig weiter, hätte mich wahrscheinlich mehr überzeugt.
Dennoch hatte ich mit Moira und ihrer Spurensuche meine Freude und ich empfehle den Krimi/Roman oder Roman/Krimi gerne als leichte Sommerlektüre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2022

Herzig, witzig, gefühlvoll, leidenschaftlich

Chasing Dani Brown (Brown Sisters 2)
0

Beim Lesen von „Chasing Dani Brown“ musste ich mehrmals herzlich schmunzeln. Manchmal beinahe bis zu den Ohren. Dani Brown ist schon sehr speziell. Und dann auch wieder nicht. Wer will sich nicht vor Verletzung ...

Beim Lesen von „Chasing Dani Brown“ musste ich mehrmals herzlich schmunzeln. Manchmal beinahe bis zu den Ohren. Dani Brown ist schon sehr speziell. Und dann auch wieder nicht. Wer will sich nicht vor Verletzung schützen? Ihr Weg ist es eben, sich vor Gefühlen fernzuhalten, sie einfach nicht zuzulassen.
Doch da hat sie die Rechnung ohne Zaf gemacht. Er bringt sie gehörig aus dem Tritt. Doch schafft er ein jahrelang antrainiertes Verhalten zu ändern? Bekommt er Zugang zu Danis Herz. Lässt sie ihn über ihre Mauer blicken? Dani und Zaf sind zwei liebenswerte Figuren mit Ecken und Kanten, mit Vergangenheit und jeder mit seinen Ängsten. Einfach menschlich.
Talia Hibbert lässt ihre Protagonisten authentisch erscheinen. Bei beiden Hauptfiguren konnte ich eine beachtliche Entwicklung feststellen. Die quirlige Dani und der grimmige Zaf scheinen sehr unterschiedlich zu sein. Und doch ziehen sie sich wie magisch an.
Der Schreibstil der Autorin ist extrem leicht und flüssig lesbar. Die humorvollen Szenen harmonieren gut mit manchen ernüchternden Erkenntnissen. Durch das ganze Buch dominiert eine locker, leichte Stimmung, die auch vom Cover perfekt aufgegriffen wird. Einzig mit dem Titel hatte ich so meine Probleme. Ich finde ihn einfach nicht passend.
Der Roman ist sehr empfehlenswert, er lässt den Leser für einige Zeit den Alltag vergessen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2022

Vom witzig verrückten Alltag bis zu Zukunftsgedanken

Von Zeit zu Zeit bin ich ganz normal verrückt
0

„Von Zeit zu Zeit bin ich ganz normal verrückt“ beinhaltet eine Sammlung kurzer Geschichten, Erzählungen und Gedichte. Daniela Pongratz greift hier Situationen aus dem Alltag genauso auf, wie sie mit uns ...

„Von Zeit zu Zeit bin ich ganz normal verrückt“ beinhaltet eine Sammlung kurzer Geschichten, Erzählungen und Gedichte. Daniela Pongratz greift hier Situationen aus dem Alltag genauso auf, wie sie mit uns kleine Ausflüge in die Fantasie unternimmt.
Ob es sich um Herzensangelegenheiten, Arbeitskollegen, beste Freundinnen, Auto oder Zukunftsgedanken handelt, stets ist Humor und Witz mit dabei, der auch dem einen oder anderen tiefgründigen oder traurigen Gedanken den Stachel etwas nehmen kann.
Zu Beginn findet der Leser ein Inhaltsverzeichnis, zwischen den Geschichten gibt es manche Illustrationen, die ebenfalls aus der Feder der Autorin stammen.
Das Cover spiegelt nicht nur mit seinen intensiven Farben die humorvolle Seite des Büchleins wieder. Mit seinen 144 Seiten haben wir hier ein Büchlein zur Hand, das in jeder Handtasche seinen Platz findet um mit den kurzen Geschichten auch ein paar Minuten Wartezeit zu versüßen.
Nicht jedes Kapitel kann einem gleich gut zusagen, aber bei über 30 verschiedenen völlig normal. Grundsätzlich habe ich mich gut unterhalten, fand mehrere Situationen beinahe aus dem Alltag gegriffen, musste immer wieder lächeln und auch hellauf lachen, sodass ich das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2022

Sehr softer Softkrimi, aber brisantes Grundthema

Tiefes, dunkles Blau
0

Den Krimi kann man getrost als leichten Softkrimi bezeichnen. Die Ermittlung plätschert so vor sich dahin, bis auf ein paar wenige spannend-gefährliche Augenblicke. Neben dem Mord an Dr. Jansen gibt es ...

Den Krimi kann man getrost als leichten Softkrimi bezeichnen. Die Ermittlung plätschert so vor sich dahin, bis auf ein paar wenige spannend-gefährliche Augenblicke. Neben dem Mord an Dr. Jansen gibt es auch den Strang der Genforschung und den privaten Strang von Rosa. Diese drei sind von Seraina Kobler zwar gut miteinander verflochten, aber auf einer relativ ebenen Spannungskurve.
Der Krimi ist flüssig, leicht zu lesen und ohne medizinisch hochgestochenes Vokabular. „Tiefes, dunkles Blau“ bezieht sich auf den Tatort. Wort wörtlich wird der Titel auch im Text wiedergegeben.
Die Ermittlungen zum Mord werden nachvollziehbar und manchmal beinahe so „nebenbei“ erledigt. Rosa und ihr Partner Martin sind mir beide sympathische Figuren, wobei ich von Rosa natürlich mehr erfahren habe.
Auch bei dem Thema der Genforschung muss man kein Mediziner sein um zu verstehen worum es der Autorin geht und was sie gerade beschreibt. Gerade deswegen scheint es vielleicht auch so interessant zu sein.
Bei Rosa erfährt der Leser einiges aus ihrem privaten Bereich und manches wird nur angedeutet, sodass Raum für weitere Geschichten bleibt.
Ich finde, dass wir hier einen gut lesbaren, leichten Roman für Zwischendurch haben, der durch sein brisantes Thema auch zum Nachdenken anregen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere