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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2025

Ernste Themen und dennoch keine schwere Grundstimmung

Schwarzwälder Treibjagd
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Mit dem vierten Band „Schwarzwälder Treibjagd“ hat Sonja Kindler wieder einen sehr pointierten, berührenden, fesselnden und mit aktuellen Themen befassten Krimi abgeliefert. Der Band ist eigenständig zu ...

Mit dem vierten Band „Schwarzwälder Treibjagd“ hat Sonja Kindler wieder einen sehr pointierten, berührenden, fesselnden und mit aktuellen Themen befassten Krimi abgeliefert. Der Band ist eigenständig zu lesen, die Protagonisten gewohnt sympathisch und kompetent, der Schreibstil wiederum leicht und flüssig zu lesen. Auch wenn die Themen Umweltschutz und Tierwohl polarisieren können, das Opfer ein junges Mädchen ist und die Ermittlungen erst einmal in einigen Sackgassen enden, so ist die Grundstimmung im Krimi dennoch nicht deprimierend, sondern die Autorin findet auch Plätze für auflockernde und lustige Szenen.
Wir haben hier in meinen Augen zwei Haupt- und einen Nebenstrang. Einmal natürlich der Tod von Michaela, dann aber auch die Geschehnisse rund um den Landrad. Als Nebenstrang bezeichne ich das Privatleben von Ines Sandner. Hier darf der Leser häppchenweise Einblick nehmen, sodass der Fokus nicht vom Fall abgezogen, die Protagonistin aber noch menschlicher wird. Als witziges Detail für mich persönlich ist, dass die Figuren von Sonja Kindler auch mal Hunger bekommen, findet man seltener.
Mir gefallen die Bände der Reihe allesamt. Dieser hier besonders, weil er keine leichten Themen als Ausgang hat, aber trotzdem nicht beschwerend wirkt. Er liest sich flüssig, hält die Spannung hoch, beinhaltet mehrere Verdächtige und einige Wendungen mit denen ich nie und nimmer gerechnet hätte. Geleichzeitig ist er gut geeignet sich selbst weiterführende Gedanken zu Umweltschutz und Tierwohl zu machen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Fesselnd erzählt, Unerwartetes

Kalt wie die Nacht
4

Der ehemalige Polizeikommissar Rolf, genannt Wolf, und die Journalistin Sanna lernen sich kurz nach seiner Ankunft in seiner neuen Heimat kennen. Er noch im Trauerprozess um seine verstorbene Frau, sie ...

Der ehemalige Polizeikommissar Rolf, genannt Wolf, und die Journalistin Sanna lernen sich kurz nach seiner Ankunft in seiner neuen Heimat kennen. Er noch im Trauerprozess um seine verstorbene Frau, sie zurückgezogen und umgeben von einem Geheimnis, das sie nicht preisgeben will. Auf den ersten Blick ein ungleiches Paar, sympathisch und authentisch, finden sie jedoch schnell eine Ebene zueinander. Ich denke, dass sie eine sehr gute Hilfe, gerade auch im privaten Bereich für den jeweils anderen sein können.
Der Fall in „Kalt wie die Nacht“ war für mich nicht sofort durchschaubar. Den Prolog konnte ich erst spät in die Geschichte einordnen, die Figuren sind miteinander verwoben oder scheinen nichts gemein zu haben, sodass ich mehrere Verdächtige hatte. Am Ende waren aber alle losen Enden sinnvoll geknüpft.
Der Krimi von Bernhard Stäber liest sich leicht, nimmt gefangen und macht neugierig was da noch kommt. Gerade Sanna hat mich fasziniert. Ihr Geheimnis ist speziell, ihre Geschichte dahinter muss ein Horror gewesen sein. Wolf arbeitet sich langsam aus seiner Trauer. Beide lassen eine Veränderung erkennen.
Eine Geschichte, die fesselt und mit Unerwartetem punktet.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 08.03.2025

Interessante Suche, aber mehr Romantik erwartet

Something Old, Someone New
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Es geht um die Herkunft eines antiken Verlobungsringes. Soweit so gut. Diese Suche, die Reise und Recherche der Hauptperson Shea fand ich ganz interessant. Immer wieder gibt es neue Wendungen und interessante ...

Es geht um die Herkunft eines antiken Verlobungsringes. Soweit so gut. Diese Suche, die Reise und Recherche der Hauptperson Shea fand ich ganz interessant. Immer wieder gibt es neue Wendungen und interessante Interpretationen. Auch die weiteren Protagonisten sind sympathisch und lebensnah. Bei der ganzen Geschichte „Something old, someone new“ fehlt mir allerdings die Romantik. Zumindest hatte ich diese erwartet.
Der Schreibstil von Jessie Rosen ist sehr angenehm zu lesen, ich bin auch in der Geschichte geblieben, wenn ich mal nicht direkt weiterlesen konnte. Den Hintergrundgedanken der Autorin kann ich nachvollziehen, finde ihn auch gut und schlüssig. Ansatzweise kommt hier auch tieferes Gefühl durch, leider etwas zu wenig.
Ich finde das Cover jugendlich, farbenfroh und passend für eine Figur wie Shea, die doch etwas unruhig und getrieben, im positiven Sinn, wirkt.
Die Spurensuche durch mehrere Länder hat mir zugesagt und wiegt für mich die fehlende Romantik soweit auf, dass ich das Buch als schöne Lektüre für zwischendurch einstufe. Es hat mich auf jeden Fall unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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Veröffentlicht am 03.03.2025

Zauberhaftes Buch, kindgerechte Botschaften, feenschöne Illustrationen

Die kleine Fee Lavendula - Willkommen in der Zauberpraxis
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„Die kleine Fee Lavendula“ ist eine junge Zauberfee bei der manchmal ein Zauber schiefgeht, aber er lässt sich wieder gutmachen. Die Botschaft finde ich schon mal wichtig. Aber es gibt noch einige mehr, ...

„Die kleine Fee Lavendula“ ist eine junge Zauberfee bei der manchmal ein Zauber schiefgeht, aber er lässt sich wieder gutmachen. Die Botschaft finde ich schon mal wichtig. Aber es gibt noch einige mehr, die auch die Kinder verstehen: aufräumen, streiten, grantig sein, auf die Natur achten, aber auch Hilfe annehmen können und so weiter.
Lavendula ist gerade in ihr Waldhäuschen eingezogen und lernt nach und nach ihre Nachbarn kennen. Sie hilft wo sie kann, manchmal überschätzt sie sich auch.
Die Texte sind von Katharina E. Volk in insgesamt 17 kurze Geschichten gefasst. Sie haben eine gute Länge und sind für die Zielgruppe hervorragend zu verstehen. Dazu passen die Illustrationen von Marlit Kraus. Sie sind so süß, dass ich sie mir selber gerne ansehe.
Am Beginn des Buches finden wir eine Landkarte vom Murmelbachwald mit 17 Leestellen. Für diese finden die Kinder am Ende des Buches 24 passende Bildchen um sie nach jeder Geschichte einkleben zu können. Alternativ kann man sich die Bilder auch mittels QR-Code runterladen. Auch gibt es eine kleine Bastelanleitung und die wichtigsten Heilkräuter von Lavendula werden ebenfalls vorgestellt.
Ich selber habe die Geschichten gerne gelesen, finde sie altersgerecht und leicht begreifbar. Die Kinder können Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Begeistert waren bei uns vor allem die Mädchen von Lavendula. Aber von den Zaubersprüchen waren alle inspiriert und die Kinder denken sich seither selber kurze Sätze aus.

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  • Thema
Veröffentlicht am 25.02.2025

Gedanken erschaffen deine Realität

Das Prinzip
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In den letzten Jahren wurde das immer wieder aufgegriffen. Ja wie jetzt? Sehe ich etwas anderes als du? Wie soll das funktionieren, wenn jeder etwas anderes im außen erschaffen hat. Dieses Buch lag lange, ...

In den letzten Jahren wurde das immer wieder aufgegriffen. Ja wie jetzt? Sehe ich etwas anderes als du? Wie soll das funktionieren, wenn jeder etwas anderes im außen erschaffen hat. Dieses Buch lag lange, sehr lange auf meinem Bücherstapel. Doch jetzt hat es mich gerufen und ich habe es gelesen. Am Üben bin ich noch, dazu kann ich momentan noch nichts Abschließendes mitteilen.
Das Buch ist in drei Teile geteilt. Grundlagen, Offenbarungen und Übungen. Zu den Übungen gehört auch eine CD mit drei Tracks, zwei davon mit sogenannten polyauralen Synchronwellen. Sie sollen die beiden Gehirnhälften in Einklang bringen.
„Das Prinzip“ wird gut erklärt. Man kann sich vorstellen, dass so eine Realitätserschaffung durchaus funktionieren kann. Wobei ich mir bei Beziehungserschaffung wesentlich leichter tue, als zum Beispiel ein Traumhaus erstehen zu lassen. Und mit genau diesen Gedanken verhindere ich es wahrscheinlich. Okay, dafür gibt es ja die Übungen über einen Zeitraum von sieben Wochen.
Andreas Campobasso schreibt verständlich, erklärt und gibt auch manches zu bedenken, aber in verständlichen Worten und gut zusammengefasst. Also von Aufbau und Wortwahl finde ich das Buch völlig in Ordnung. Übungsaufbau ist einfach gehalten, allerdings sind für mich zweimal dreißig Minuten täglich nicht einfach freizuschaufeln. Ich werde mich definitiv noch länger damit befassen.

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