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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2024

Umfangreiches Handbuch für den Einsatz von Synology NAS

Private Cloud und Home Server mit Synology NAS
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Das Handbuch bietet viele Erklärungen von den ersten Schritten bis zum fortgeschrittenen Einsatz. Somit erstreckt sich die Zielgruppe des Buches vom Einsteiger bis zum versierten Privatanwender.

Im ersten ...

Das Handbuch bietet viele Erklärungen von den ersten Schritten bis zum fortgeschrittenen Einsatz. Somit erstreckt sich die Zielgruppe des Buches vom Einsteiger bis zum versierten Privatanwender.

Im ersten Teil des Buches gibt es eine Kaufberatung sowie eine schrittweise Erklärung für die Inbetriebnahme. Wer bereits mit einem Synology NAS arbeitet, kann die ersten Kapitel überspringen. Natürlich nimmt der Bereich um die Dateiverwaltung einen großen Teil ein. Aber das NAS kann noch mehr. Der Autor geht auf zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten ein. So kann jeder Nutzer sein NAS auf seine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Es werden Punkte wie Fernzugriff über das Internet, Sicherheit oder Energiemanagement angesprochen.

Gerade im Privatbereich bietet sich die Nutzung als Heimserver für Fotos, Musik und Videos an. So kann z.B. der Fernseher über das heimische Netz Filme abrufen. Synology bietet aber auch ein Office, einen Kalender oder eine Kontaktverwaltung an.

Im Expertenbereich geht es außerdem um die Nutzung des NAS als Webserver, das Betreiben einer Nextcloud oder eines E-Mail-Servers.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch sehr viel Wissen vermittelt. Egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittener, jeder findet etwas für sich. Ich nutze unser NAS schon eine Weile, habe aber schon viel neues für mich im Buch entdeckt. Die Erklärungen sind verständlich geschrieben und durch zahlreiche Abbildungen ergänzt. Von mir bekommt das Buch daher volle fünf Sterne.

Die 3., aktualisierte Auflage bezieht sich auf das aktuelle Betriebssystem DSM 7.

Veröffentlicht am 12.01.2024

Ein historischer Hörmarathon

Das Lächeln der Fortuna
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England 1360: Der zwölfjährige Robin steht plötzlich vor dem nichts. Sein Vater der Earl of Waringham wurde des Hochverrats bezichtigt und zum Tode verurteilt. Damit verlor auch Robin sein Anrecht auf ...

England 1360: Der zwölfjährige Robin steht plötzlich vor dem nichts. Sein Vater der Earl of Waringham wurde des Hochverrats bezichtigt und zum Tode verurteilt. Damit verlor auch Robin sein Anrecht auf den Titel und die Besitztümer. Doch Robin, der Pferde über alles liebt, geht zurück nach Waringham und fängt als Stalljunge an. Schnell merkt der Stallmeister, dass Robin ein besonderes Gespür für Pferde hat und überträgt ihm immer anspruchsvollere Aufgaben. Der neue Earl erkennt Robin und behandelt ihn fast wie einen Sohn. Sein leiblicher Sohn Mortimer hingegen schikaniert Robin immer wieder.

Später schließt sich Robin dem Hause Lancaster an und will dem Wunsch seines Vaters entsprechend ein Ritter werden. Doch der Zwist mit Mortimer verfolgt ihn sein ganzes Leben. Im Verlauf des Buches begleiten wir Robin auf seinem Weg zum Ritter. Erleben, wie er sein eigenes Lehen bekommt und eine grandiose Pferdezucht aufbaut und es so zu Anerkennung und Geld schafft. Natürlich fehlt es auch nicht an Frauen in Robins Leben, doch oft stehen in diesen Zeiten der Liebe politische Verbindungen entgegen. Auch Robins Schwester Agnes nimmt einen wichtigen Teil der Geschichte ein. Sie widmet ihr Leben der Medizin und Geburtshilfe. Sowohl Robin, als auch Agnes träumen weiter davon, vielleicht doch einmal wieder die Herren von Waringham zu sein.

Auch wenn es das Buch auf Grund seines Umfangs nicht gerade vermuten lässt, ist es nur der Auftakt einer ganzen Buchreihe. Rebecca Gablé hat vor dem Hintergrund der englischen Geschichte eine komplexe Welt geschaffen. Zeitweise ist es mir dabei recht schwer gefallen, bei den vielen Personen noch den Überblick zu behalten. Wie so oft in historischen Romanen gibt es auch hier jede Menge Intrigen und Machtspiele. Trotz des Umfangs der Erzählung ist sie kurzweilig und voller Abwechslung. Es ist der Autorin gut gelungen die historischen Fakten mit der fiktiven Familie Waringham zu verweben. Doch auch wenn mich das Hörbuch gut unterhalten hat, war ich froh, als es nach über 47 Stunden zum Ende kam.

Ich kann das Hörbuch, welches in einer tollen Weise von Detlef Bierstedt gelesen wird, jedem Fan historische Romane weiterempfehlen. Von mir gibt es vier Sterne.

Veröffentlicht am 08.01.2024

Die Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können

Das Tor zur Welt: Träume
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Hamburg, 1911 - Ava wurde von ihren Eltern verlassen. Nun lebt sie bei einer anderen Familie auf dem Moorhof im Alten Land. Das Leben dort ist hart und sie haben wenig zu Essen. Ava denkt oft an ihre Mutter ...

Hamburg, 1911 - Ava wurde von ihren Eltern verlassen. Nun lebt sie bei einer anderen Familie auf dem Moorhof im Alten Land. Das Leben dort ist hart und sie haben wenig zu Essen. Ava denkt oft an ihre Mutter und sie will sie irgendwann in Amerika suchen. Eines Tages beschließt ihr neuer Vater den Hof zu verlassen und nach Hamburg zu reisen. Dort will er Tickets für ein Schiff nach Amerika kaufen. Doch als die Cholera in Hamburg wütet, steht Ava plötzlich alleine da.

Claire Conrad wächst als verwöhnte reiche Tochter auf. Sie braucht sich um nichts Sorgen zu machen. Doch sie will provozieren und gerät dadurch in ärztliche Behandlung. Bei ihr wird Hysterie diagnostiziert. Auf ärztliche Anordnung leistet sie in der Auswandererstadt Sozialstunden ab.

Miriam Georg entführt uns in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Hamburg entwickelt sich zum Tor in die neue Welt. Immer mehr Menschen aus Europa suchen ihr Glück in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Ganze entwickelt sich zu einem lukrativem Geschäft. Zu den großen Gewinnern gehört die Hapag Reederei. Der Reeder Albert Ballin lässt eigens für die Auswanderer eine kleine Stadt, die BallinStadt errichten. Ziel ist es, die vielen Menschen so unterzubringen, dass sich Krankheiten schwer ausbreiten können, denn bei der Einreise in die USA werden die Menschen untersucht. Kranke Einwanderer werden abgewiesen und müssen auf Kosten der Reederei zurück nach Deutschland.

Neben Ava und Claire gehören noch die Brüder Wilhelm und Quint zu den Hauptprotagonisten. Während Wilhelm sich zum Unmut seines Vaters ganz der Fotografie widmet, verstrickt sich Quint in Geschäfte um die Auswanderer. Diese wickelt er mit Magnus ab, den wiederum Claire anhimmelt. Im Laufe der Erzählung treffen diese Personen unter unterschiedlichen Umständen aufeinander. So treffen sich Ava und Claire in der BallinStadt. Wie kommen diese so unterschiedlichen Frauen miteinander aus? Wird Ava ihren Traum von der Suche nach ihrer Mutter erfüllen können?

Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einer angenehmen und flüssigen Art. Einzelne Abschnitte waren für meinen Geschmack jedoch sehr langatmig. Das ändert aber nichts daran, dass "Das Tor zur Welt" ein sehr interessante Geschichte ist, die einen lebhaften Einblick in die Zeit der Auswanderer gibt. Gelesen wird das Hörbuch von Tanja Fornaro. Sie liest mit einer angenehmen Stimme und haucht den verschiedenen Charakteren Leben ein. Gut gefallen hat mir auch das Nachwort. Hier erläutert die Autorin noch einiges zum geschichtlichen Bezug und erklärt, wo sie von ihrer künstlicheren Freiheit Gebrauch gemacht hat.

Das Hörbuch hat mir über 18 unterhaltsame Stunden beschert und ich vergeben 4 von 5 Sterne. Da sich am Ende des Buches einiges zuspitzt, bin ich schon auf die Fortsetzung gespannt.

Veröffentlicht am 08.01.2024

Gustav Zabel ermittelt wieder

Tödlicher Aschermittwoch (Gustav Zabel ermittelt 2)
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Köln im Februar 1825: Zwei Jahre ist es her, dass der erste Rosenmontagsumzug stattfand. Auch in diesem Jahr gab es einen erfolgreichen Umzug. Kommissar Gustav Zabel war als Mitglied des Festordnenden ...

Köln im Februar 1825: Zwei Jahre ist es her, dass der erste Rosenmontagsumzug stattfand. Auch in diesem Jahr gab es einen erfolgreichen Umzug. Kommissar Gustav Zabel war als Mitglied des Festordnenden Komitees auch wieder mit dabei, in der rot-weißen Uniform der ehemaligen Kölner Stadtsoldaten. Mit der Nubbel-Verbrennung am Aschermittwoch sollen die diesjährigen Festlichkeiten zu Ende gehen.

Während für die Nubbel-Verbrennungen normalerweise Strohpuppen verwendet werden, taucht an der Elendskirche eine verbrannte Leiche auf. Entdeckt wird sie von Friedhelm Krohn, einem Taschendieb, der auf der Suche nach verlorenen Habseligkeiten der Feiernden durch die Gassen schlich. Als Kommissar Gustav Zabel zum Tatort kommt, fällt ihm sofort auf, dass der Leiche die rechte Hand fehlt. Zudem spricht alles für einen sehr großen Menschen. Sogleich muss Zabel an Arthur Schmoor denken. Diesem hatte er vor zwei Jahren im Kampf die Hand abgeschlagen. Sollte es möglich sein, dass der Kriminelle nach Köln zurückgekehrt ist?

Doch wer könnte Arthur Schmoor ermordet haben? Bei seinen Ermittlungen gerät auch Zabels Freund Everhard von Groote auf die Liste der Verdächtigen. Er hatte an jenem Abend einen Brief bekommen und sollte zur Elendskirche kommen. Seine Vorfahren waren einst die Stifter der Elendskirche. Everhard schwört, nichts mit dem Toten zutun zu haben und Zabel will ihm zunächst glauben. Gerade weil von Grootes Familie einen direkten Bezug zur Elendskirche hat, verschweigt er ihn und den Brief in seinen Protokollen. Wenig später führt ein weiterer Brief Zabel zum Weißgerbergraben. Dort liegen zwei weitere Tote im Wasser.

Die Briefe wurden von einer Frau geschrieben. Kann es sein, dass zusammen mit Arthur Schmoor auch Cécile Travail zurückgekehrt ist? Die Hure hat Zabel damals schon den Kopf verdreht und er hat sie nie vergessen.

Bei seinen Ermittlungen trifft sich Zabel auch mit Victor Koll, dem Chef der Kölner Unterwelt. Dabei ahnt er nicht, in welche Gefahr er sich damit begibt. Er bringt nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr, sondern auch das seiner Frau Eva.

In seinem zweiten Kriminalroman um den Kommissar Gustav Zabel lässt der Autor Lorenz Stassen den Leser wieder voll in das Kölner Leben im 19. Jahrhundert eintauchen. Neben frei erfundenen Protagonisten bedient er sich auch historischen Personen wie Heinrich von Wittgenstein als Vorsitzenden des Festordnenden Komitees, Everhard von Groote, Politiker und Schriftsteller, Johann Baptist Farina, Gründer einer Parfümmanufaktur, den Verleger Marcus DuMont, den Polizeipräsident Georg Karl Philipp von Struensee oder Prinz Friedrich von Preußen. Auf spannende Art und Weise begleiten wir Gustav Zabel bei seinen Ermittlungen. Dabei bleibt lange unklar, wer wirklich hinter dem Mord steckt. Sowohl Zabel als auch die Leser müssen bis zum Ende des Buches warten, um zu erfahren, was genau Cécile mit der ganzen Geschichte zu tun hat.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich empfehle es gerne weiter. Auch wenn man selbst kein Fan des Karnevals ist, ist es durchaus lesenswert. Ich empfehle jedoch vorher den ersten Band der Reihe zu lesen. Von mir gibt es für "Tödlicher Aschermittwoch" volle fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 03.01.2024

Die faszinierende Welt der Fledermäuse

Nachtflug
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Fledermäuse sind faszinierende Tiere. Leider sind sie meist sehr schnell unterwegs, so dass man sie kaum sehen kann. In "Nachtflug" werden uns diese besonderen Tiere nähergebracht. Neben einer historischen ...

Fledermäuse sind faszinierende Tiere. Leider sind sie meist sehr schnell unterwegs, so dass man sie kaum sehen kann. In "Nachtflug" werden uns diese besonderen Tiere nähergebracht. Neben einer historischen Zusammenfassung bietet das Buch einen guten Überblick über die aktuelle Fledermausforschung. Der Autor stellt uns zahlreiche Arten vor. Unter diesen befinden sich tatsächlich auch echte Vampire, die sich ausschließlich von Blut ernähren. Wir erfahren, wie sie vorhandene Höhlen nutzen oder selbst Unterkünfte bauen, wie sie jagen oder auch zum Gejagten werden. Spätestens seit der Coronapandemie stehen die Fledermäuse auch als mögliche Überträger von Viren im Fokus. Auch diesem Thema widmet sich der Autor.

Noch beeindruckender als die umfangreichen Informationen über die fliegenden Säuger finde ich jedoch die über 250 Fotografien, die es dem Leser ermöglichen einen genauen Blick auf diese Tiere zu werfen.

Mir gefällt das Buch sehr gut. Es bietet einen guten Einblick in die Welt der Fledermäuse. Das Buch ist auch für Laien geeignet. Von mir gibt es 5 Sterne.