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Veröffentlicht am 12.01.2025

Sehr persönlicher Fall für Constantin Tischler

Prost, auf Brunngries
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Eine Frau wird kurz vor Brunngries tot aufgefunden. Dabei stellt sich schnell heraus, dass die Frau überfahren wurde. Die Spuren führen ausgerechnet zu dem besonderen Jaguar von Constantin Tischler dem ...

Eine Frau wird kurz vor Brunngries tot aufgefunden. Dabei stellt sich schnell heraus, dass die Frau überfahren wurde. Die Spuren führen ausgerechnet zu dem besonderen Jaguar von Constantin Tischler dem Kommissar in Brunngries. Auch wenn dieser immer adäquat seine Dienste erbracht hat, greifen die üblichen Mechanismen und für Tischler beginnt eine harte Zeit. Hat er doch etwas mit der Sache zu tun? Oder spielt jemand ein Spiel mit ihm? Eine spannende Suche nach den Tätern beginnt.

Constantin Tischler macht in diesem Band so einiges zu schaffen und zum ersten Mal verliert er ein wenig von seiner lockeren Art. Sein Kollege Fink überzeugt auch in diesem Fall und erhält immer mehr Anteil an der Fallermittlung was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Nebenfigur Anne Reusch hat mir auch sehr gut gefallen, bringt sie noch einmal eine andere Dynamik in die Ermittlungen. Die Erzählung ist mit viel Lokalkolorit behaftet und sorgt mit ihrem heimatlichen Humor für ein sehr ansprechendes Lesesetting. Die Spannung des Kriminalromans ist gut temperiert. Gerade die Problematik eines besonderen Falls im internen Kollegenkreis sorgt für zusätzliche Brisanz.

Der Schreibstil ist humorvoll und sehr gut lesbar und mit typischen bayerischen Sprachfetzen behaftet, was dem Ganzen eine sehr heimatnahe und originäre Atmosphäre verleiht. Die vielen Ermittlungen machen diesen Kriminalfall besonders. Meiner Meinung nach ist der Ermittlungsanteil noch höher als in den vorangegangenen Geschichten was auch sehr positiv ist. Ein erneut wieder sehr schöner Fall der mich sehr gut unterhalten hat. Vielen Dank an den Autor in der Hoffnung noch weitere Geschichten von Constantin Tischler lesen zu dürfen.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Interessante und lustige Geschichten

Gebt mir etwas Zeit
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Hape Kerkeling gehört für mich zu den ganz großen Entertainern, die wir in Deutschland haben. Sein Buch “Ich bin dann mal weg” war nicht nur ein ganz großer Bestseller, sondern auch das erste Buch, was ...

Hape Kerkeling gehört für mich zu den ganz großen Entertainern, die wir in Deutschland haben. Sein Buch “Ich bin dann mal weg” war nicht nur ein ganz großer Bestseller, sondern auch das erste Buch, was ich damals von meinem ersten Buchhandels-Azubi-Gehalt gekauft habe.

Mit “Gebt mir etwas Zeit” knüpft er nun an die alten Werke aus seiner Feder an und er hat mich wieder einmal vollends überzeugt. Er liest das Hörbuch selbst und es ist so, als ob er neben einem im Bus sitzt, mit einem zusammen Sport macht und die Geschichte seiner Familie erzählt.

Humorvoll, unterhaltsam, aber auch spannend, das Buch wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Vor jedem neuen Kapitel beschreibt er gerne das Wappen der Stadt oder Familie und eine Zeitangabe gibt es auch, sodass man sich gut orientieren kann.

Ich kann Hape Kerkeling sehr gut verstehen, dass er endlich Licht in das Dunkel seiner geliebten Großmutter bringen wollte. Wer die anderen Bücher von ihm gelesen oder gehört hat, weiß wie viel diese Frau ihm bedeutet. Es ist somit eine Hommage an seine Oma. Gleichzeitig ist es aber auch spannend auf Ahnenforschung zu gehen und rauszubekommen, welche Nationalitäten Anteil haben an der eigenen Person. Aber wir begleiten ihn auch bei traurigen Passagen seines Lebens, die Erkrankung seiner ersten großen Liebe an Aids hat Hape sehr geprägt. Emotional und berührend berichtet er davon. Aber auch seine niederländischen Wurzeln sind sehr interessant.

Für mich war dieses Hörbuch das reinste Vergnügen und oft genug wollte ich gar nicht aufhören und viele Male hat Hape mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Von mir gibt es eine große Empfehlung für eines der besten Hörbücher dieses Jahres.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Ein Roman abseits des Mainstream

Der Untergang von Thornton Hall
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Britta Habekost hat einen bemerkenswerten Roman geschrieben, abseits vom Mainstream.

Elinda ist eine wirklich bemerkenswerte Protagonistin, die uns in das antike Italien entführt. Sie begibt sich auf ...

Britta Habekost hat einen bemerkenswerten Roman geschrieben, abseits vom Mainstream.

Elinda ist eine wirklich bemerkenswerte Protagonistin, die uns in das antike Italien entführt. Sie begibt sich auf eine gefährliche Reise, um ihren Zwillingsbruder wiederzufinden. Ihre Eltern hingegen hatte andere Pläne. Sie soll einen vermögenden und adeligen Mann heiraten, um das Familienerbe zu sichern. Elinda entzieht sich diesem Plan und reist mit dem geheimnisvollen Blake nach Italien. Die Männer in diesem Roman werden eher sagenumwogen und geheimnisvoll dargestellt und man muss erst herausfinden, wer Gut und Böse ist.

Ein Gruselroman, ein Schauermärchen oder eine romantische Liebesgeschichte? Hier muss man sich nicht entscheiden, man bekommt alles. Alles wohl dosiert, aber dennoch enthalten. Dazu ein Reiseführer durch das antike Italien und eine detaillierte Milieustudie.

Sehr eingängig fand ich den Erzählstil der Autorin, sie lässt dem Leser / der Leserin sehr viel Raum, um eigene Theorien anzustellen. Die Auflösung des Romans hat mir gut gefallen und ich fand sie auch schlüssig.

Dieser Roman sticht aus dem Genre “historische Romane” heraus, wagt er doch ganz neue Ansätze und Wege.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Mystischer Roman über das Schlafen

Der längste Schlaf
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Ein Roman, der sich mit dem Schlafen beschäftigt. Allerdings vergisst man schnell das Schlafen, wenn man dieses Buch in den Händen hält.

Die junge Mara ist Neurowissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt ...

Ein Roman, der sich mit dem Schlafen beschäftigt. Allerdings vergisst man schnell das Schlafen, wenn man dieses Buch in den Händen hält.

Die junge Mara ist Neurowissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Schlafforschung und lebt seit einigen Jahren in London. Eines Tages erhält Sie ein merkwürdiges Schreiben von einem Notar aus Frankfurt am Main mit der Nachricht, dass Sie von einer wildfremden Person ein Haus in einem kleinen Ort in Deutschland geerbt hat. Mara fliegt nach Deutschland und muss feststellen, dass es eine Reise ist, die sie nicht vergessen wird. Was kommt auf sie zu? Träumereien oder eher Albträume?

Mara ist eine junge Frau, die selbst unter einem unregelmäßigen Schlafrhythmus leidet. Sie träumt sehr intensiv und dies belastet sie emotional sehr. Dabei versucht sie ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Mit einer Mischung aus Geheimnissen, Mystik aber auch leichten Thriller- und Dramamomenten entwickelt sich dieser Roman zu einer spannenden Geschichte. Die Darstellung des Ortes Limmerfeldt hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr direkt, spannend und intensiv. Ein Knistern und das Gefühl einer Ungewissheit haben sich mir beim Lesen eingeprägt. Auch wenn ich mit dem Ende nicht einhundert Prozent D´ Accord gehe, tut es der Geschichte als solches keinen Abbruch. Eine intensive manchmal leicht gruselige, aber schöne Story die mich sehr gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Ein Mann gefangen zwischen Liebe und Bestimmung

Der Buchmaler von Zürich
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Ein Mann gefangen zwischen Liebe und Bestimmung; zeitgleich ist er auf der Suche nach seiner Herkunft.

Der junge Bertram ist als Findelkind in die Obhut der Klosterstube des Großmünsterstifts gelangt. ...

Ein Mann gefangen zwischen Liebe und Bestimmung; zeitgleich ist er auf der Suche nach seiner Herkunft.

Der junge Bertram ist als Findelkind in die Obhut der Klosterstube des Großmünsterstifts gelangt. Dort wurde schnell seine Begabung erkannt und er lernte das Schreiben und Zeichnen von den dort ansässigen Mönchen. Doch immer wieder treibt ihn eine Frage um “Wer sind meine leiblichen Eltern?” “Welcher Herkunft bin ich entsprungen?” Als er sich in Fides, eine junge Pergamenten-Tochter verliebt, scheint sein Glück perfekt zu sein. Doch von mehreren Seiten drohen ihm und seinem jungen Glück Gefahren. Als er einen Auftrag bekommt zum Konzil in Lyon zu Reisen, begibt er sich auf ein Abenteuer dessen Ausgang für sein weiteres Leben oder sein Ende entscheidend ist.

Bertram ist ein Mann, der das Schreiben liebt, aber stets auf der Suche nach seiner Vergangenheit ist. Obwohl er in Meister Konrad im Stift einen Ziehvater und engen Vertrauten hat, treibt ihn die Wahrheit stets an. Als er dann noch die Liebe entdeckt, bekommt sein Weltbild weitere Risse.

Fides hat mir sehr gut gefallen, zeigt sie doch ein modernes Rollenbild der Frau im Mittelalter, was wohl eher die Ausnahme ist. Sehr schön beschreibend und dem vermeintlichen Sprachgebrauch der Zeit angepasst ist der Schreibstil der Autorin. Durch eine gute sowie atmosphärische Erzählweise kann man sich als lesende Person sehr gut in die dortige Zeit einfinden.

Die Spannung der Geschichte ist gut, es kommt während des Lesens keine Langeweile auf, die ist mit sehr positiv aufgefallen. Am Ende hätte ich mir gerne noch eine weitere Wendung gewünscht, aber das ist eine ganz persönliche Wunschvorstellung von mir. Das schmälert aber in keinem Fall die runde Gesamtvorstellung. Das ausbalancierte Verhältnis von historischen Fakten und Fiktion ist der Autorin gut gelungen. Ein Verzeichnis über reale Personen, ein Glossar und ein Literaturverzeichnis runden dieses Buch sehr schön ab. Ein schön erzählter Roman, den ich über einige Tage gestreckt gelesen habe, damit ich besonders lange dieses Buch genießen kann.

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