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Veröffentlicht am 11.08.2025

Ganz viel Wärme im Bauch - ein würdiger Abschluss!

In Case We Forget
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Tess Tjagvads Bücher werden von mir immer schon sehnsüchtig erwartet - der leicht poetisch Schreibstil und die lebensechten Charaktere, für mich geben mir nur wenige Bücher dieses ganz besondere Gefühl, ...

Tess Tjagvads Bücher werden von mir immer schon sehnsüchtig erwartet - der leicht poetisch Schreibstil und die lebensechten Charaktere, für mich geben mir nur wenige Bücher dieses ganz besondere Gefühl, bei dem mein Herz aufgeht und mein Bauch warm wird. Dementsprechend habe ich mich auf "In case we Forget" und den Abschluss der Reihe gefreut.

Nora und Jude kennen sich von früher aus dem Studium. Sie waren die große Liebe für einander, zumindest dachten sie das. Zusammen sind sie inzwischen nicht mehr, aber sitzen sich nun wieder gegenüber. In einem Scheidungsfall, an gegenüberliegenden Seiten des Tisches, kein Team mehr sondern Gegenspieler. Doch je häufiger sich ihre Wege gezwungenermaßen kreuzen, desto mehr werden die Begegnungen von einer lässigen Verpflichtung zum Highlight der Woche. Doch schließlich haben sie sich nicht grundlos getrennt.

Seit dem zweiten Band habe ich auf das Ende der Reihe hingefiebert und mich sehr auf Noras und Judes Geschichte gefreut. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Zunächst einmal habe ich es sehr genossen wieder zurück in Boston zu sein, die Charaktere aus den vorherigen Bänden wiederzusehen (wenn auch dieses Mal gefühlt wenig) und einen weiteren Fall zu begleiten. Der Schreibstil war gewohnt wunderschön und ich mag sehr, dass durch die Dicke der Bücher genügend Zeit entsteht die Protagonisten wirklich kennen zu lernen und zu verstehen. So fühlen sie sich mehr als echt und greifbar an, praktisch als könnten sie von der Seite in die Realität laufen.

Jude war für mich immer ein kleines Mysterium und gleichzeitig der Anfänger, der mir mit am sympathischsten war. Ich konnte nachvollziehen, dass er viel von seinem Leben, seinem Gedanken lieber für sich behalten möchte, dass er wenig Leute an sich ranlässt - immer bewusst, dass in ihm eine Dunkelheit schlummert, die die anderen vielleicht nicht nachvollziehen können. Auf der anderen Seite hat er das größte Herz der Welt, ist extrem aufmerksam und emphatisch. Mir hat ausgesprochen gut gefallen, wie seine Geschichte erzählt wurde und gerade seine psychische Erkrankung aufgearbeitet wurde. Seine inneren Kämpfe, Sorgen und Wünsche haben sich alle sehr realistisch und extrem gut recherchiert angefühlt. Auch Nora mochte ich wirklich gerne. Sie ist ebenfalls extrem emphatisch, warmherzig und sehr klug. Ihre Art für sich selbst einzustehen, hat mir sehr imponiert,

Zusammen waren die Beiden für mich ganz besonders, eine stille Wärme im Bauch, ein Sicherheitsgefühl, eine warme Decke und eine Hand im Rücken die immer unterstützt, zuhört und nicht verurteilt. Normalerweise bin ich kein großer Fan von "Second Chance" Liebesgeschichten, da für mich der ursprüngliche Grund der Trennung entweder so sehr das Vertrauen zerstört, dass es meiner Meinung nach keinen Sinn macht die Beziehung wieder aufleben zu lassen oder die Personen sich aus einem sehr sinnvollen Grund getrennt haben, weshalb sie meiner Meinung nach auch nicht erneut zusammen sein sollten. Auch hier war der Grund valide, aber mir hat wahnsinnig gut gefallen, wie er aufgearbeitet und tatsächlich auch reflektiert wurde. Das Kennenlernen von Nora und Jude war wohl mein liebster Teil des Buches, aber auch später mochte ich die stille Vertrautheit, die durch jahrelange Nähe entsteht, sehr und habe die beiden schnell in mein Herz geschlossen. Dieses Buch geht definitiv unter die Haut.
Auch wenn ich finde, dass die Protagonisten alle Zeit, die sie in der Geschichte bekommen mehr als verdient haben, so war hatte das Buch doch ein einigen Stellen kleine Längen. Man muss sich darauf einlassen um genießen zu können, dass man gerade dann tatsächlich Zeit mit den Charakteren verbringt und sie kennen lernen darf.

FAZIT:
Für mich ein sehr gelungener Abschluss der Reihe, der nicht nur mit einem spannenden Fall, sondern besonders mit der liebevollen und ehrlichen Beziehungen zwischen den beiden Protagonisten, sowie dem wunderschönen Schreibstil überzeugt.
4,25 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Ein Sonnenbrand der Gefühle

Sunburn
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Fast kein Buch über die Liebe zwischen zwei Frauen wurde mir in den letzten Monaten so viel empfohlen, wie dieses. Ein kurzes Buch, mit einem auch noch sehr sommerlichen Titel - was hätte ich bei fast ...

Fast kein Buch über die Liebe zwischen zwei Frauen wurde mir in den letzten Monaten so viel empfohlen, wie dieses. Ein kurzes Buch, mit einem auch noch sehr sommerlichen Titel - was hätte ich bei fast 40 Grad in Deutschland sonst lesen sollen.

Susannah und Lucy leben in den 90ern in Irrland. Sie leben am Land, das gleiche Geschlecht oder auch sonst irgendwie anders zu lieben ist verpönt und doch wächst die gegenseitige Anziehung beim täglichen Sonnen immer und immer weiter. Sie gehören einer Mädchenfreundesgruppe an, die Themen drehen sich um Jungs, wer die ersten Erfahrungen gemacht hat und mit wem man zum Abschlussball gehen könnte. Und währenddessen sieht Lucy immer nur Susannah, Susannah, Susannah.

Ich habe dieses Buch über einige Wochen hinweg immer abwechselnd gesehen und dann ein bisschen mit meinem Hörbuch weiter gehört. Es war heiß in Deutschland, eine Hitzewelle hat dazugeführt, dass ich das Haus nur noch widerwillig verlassen habe - und dabei waren immer Susannah & Lucy. Durch das langsame, bewusste Lesen hat es sich so angefühlt, als wären die beiden echt, als würde ich durch ein Fenster in ein fremdes Leben schauen und zwei junge Frauen dabei begleiten, wie sie mit sich selbst und mit einander hadern. Obwohl eigentlich alles ganz klar ist.

Das Buch ist wirklich wunder, wunderschön geschrieben, häufig musste ich beim Lesen inne halten und über den letzten Satz nachdenken. Wir begleiten Lucy dabei, wie sie von einem Mädchen zu einer jungen Frau wird, mit all den Sorgen, Wünschen und Hoffnungen, die das bedeutet. Wir begleiten sie dabei, wie sie sich immer mehr in Susannah verliebt, sich ihre Gefühle eingesteht und hin und her gerissen ist zwischen den Erwartungen ihrer Familie. Sie möchte niemanden verletzten, ihren besten Freund nicht, sie möchte geliebt werden, von ihrer Mutter und Großmutter, sie möchte, dass Susannah sie will, auch wenn diese teils grausam ist.

In vielen Sätzen habe ich mich sehr gesehen gefühlt. Die Protagonistin trifft vielleicht manchmal Entscheidungen, wo man nur den Kopf schütteln kann, manchmal welche, wo man am liebsten weinen möchte und manche, die man mit ihr zusammen feiert. Alles in allem war sie echt. Gedanken, die ich so noch nie außerhalb meines Kopfes gehört habe, standen plötzlich vor mir auf dem Papier, es geht darum sich selbst zu mögen, anders zu sein und trotzdem zu sich zu stehen. Es geht generell darum eine Frau zu sein, hineinpassen zu wollen um in unserer Gesellschaft geliebt und akzeptiert zu werden, All die Ansprüche, all das traditionell vorgelebte - doch was will ich? Häufig war ich nachdenklich, habe auch in der nächsten Vorlesung noch über einzelne Sätze nachgedacht.
Das Buch braucht meiner Meinung nach ein bisschen Zeit, man muss sich wirklich darauf einlassen und Lust darauf haben, auch in langen Beschreibungen und Gefühlen zu versinken. Wenn dafür bereit ist, dann ist es wirklich wunder, wunderschön.

FAZIT:
Eine sanfte, ehrliche Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen, in einer Welt ihre Liebe nicht mit offenen Armen empfängt. Traurig, ehrlich und echt. Ich habe es geliebt. Die Geschichte lebt von langen Beschreibungen und Gedankenmonologen - darauf sollte man sich einlassen wollen.
4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Zwischen Spraydosen und Pinselstrichen - ein gelungener Abschluss!

Painted Promises (Golden Hearts, Band 3)
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Seit "Shape of Love" begleiten mich die Bücher von Marina Neumeier immer wieder und ich fiebere regelrecht auf ihre Neuerscheinungen hin. In München hatte ich mich in der Freundesgruppe auch schon gut ...

Seit "Shape of Love" begleiten mich die Bücher von Marina Neumeier immer wieder und ich fiebere regelrecht auf ihre Neuerscheinungen hin. In München hatte ich mich in der Freundesgruppe auch schon gut eingelebt und mich dementsprechend sehr darauf gefreut endlich zurück zu sein, um Minnies und Luis Geschichte zu lesen.

Luis könnte nicht gegensätzlich sein als Minnie - zumindest Reden sie sich das Beide ein. Er steht für Graffiti-Kunst, oberflächliche Beziehungen und eine gute Zeit, Minnie dagegen für Tradition, laut ihren Kommilitonen viel Schweigen und Schüchternheit. Wenn die Beiden aufeinander treffen, fliegen immer sofort die Funken und sie verwickeln sich in den heftigsten Wortgefechten. Als sie dann gemeinsam an einem künstlerischen Projekt arbeiten müssen, ist der Widerwille zunächst groß. Aber was, wenn nicht nur ihre Stile sondern auch sie überraschend gut zueinander passen? Und es heißt ja nicht umsonst, was sich lieb, das neckt sich...

Zu Beginn des ersten Bandes habe ich ein wenig gebraucht mich in die Schickeria einzuleben, die ich eher mit Oberflächlichkeit, einem kühlen Blick, zu viel aus der Flasche gespritzten Alkohol und Nicht-Rein-Passen verbinde. Inzwischen fühlt sich die Freundesgruppe rund um Lilli, Nova, Vincent, Hugo, Henry, Minnie und Co vertraut an und ich habe es genossen wieder bei den beiden zu sein. Dadurch, dass Minnie nicht zwingend Teil der High Society ist und selbst mit Unsicherheiten kämpft, habe ich mich sehr wohl gefühlt München durch ihre Augen zu erleben.

Minnie war mir auch generell sofort sehr sympathisch. Ihre Leidenschaft für Kunst, die Art und Weise, wie sie Luis kontra gibt, ihre Sensibilität und ihr Einfühlungsvermögen, ihre Schlagfertigkeit, ihre Vorliebe für "Schundromane" (wie Luis sagen würde) und ihr weiches Herz. Auf der einen Seite wollte ich sie in den Arm nehmen, ihr das sehr vertraute "Was-wenn-sie-mich-nicht-hier-haben-wollen"-Gefühl nehmen, auf der anderen Seite habe ich sie bewundert. Durch die Ansprüche ihres Vaters ist sie in einem konstanten Spannungsfeld von eigenen Träumen und den Wunsch ihn glücklich zu machen und trotzdem wirkt sie in sich ruhend und zielstrebig.
Bei Luis habe ich etwas länger gebraucht um mit ihm warm zu werden. Fuckboy-Einstellung, Vorurteile gegenüber Minnie und Graffiti - mein Herz war nicht sofort erweicht. Auch die Thematik des Sprayens, sowie damit verbundenen "Banden-Konflikten" habe ich anfangs als etwas seltsam empfunden. Je mehr man ihn jedoch kennenlernt, hinter seine Fassade schauen kann und je neckender und süßer er sich getraut hat, Minnie gegenüber zu sein, desto mehr hat er sich auch in mein Herz geschlossen. Ich habe eine Schwäche dafür, wenn die männlichen Protagonisten die Schwächen ihrer Partnerin so aufmerksam wahrnehmen, niemals verurteilen, aber immer da sind, feiern, wenn ein kleiner Durchbruch passiert und immer und immer wieder das Selbstbewusstsein aufbauen (as they should!!!). Diese Seite habe ich an Luis wirklich sehr geliebt.

Zusammen sind die Beiden eine hitzige Kombination, jedes Gespräch ist geladen mit eigentlich ganz anderen Emotionen, als sie kommunizieren, was das Buch sehr kurzweilig gemacht hat. Als kleiner Fan von Kunstgeschichte habe ich auch die Aspekte zum Malen und "Was-ist-Kunst" bzw. "wann darf ich mich denn Künstler nennen?" sehr genossen.

FAZIT:
Ein sehr runder Abschluss der Trilogie, der mit hitzigen Wortgefechten, ganz viel Feingefühl und einem Pinselstrich Wehmut (weil ich die Reihe hinter mir lassen muss) überzeugt. Mit Luis bin ich nicht sofort warm geworden - aber gebt ihm eine Chance, eigentlich kann man ihn nur lieben.
4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 15.06.2025

sanft und wunderschön - ich habe es geliebt!

Dunbridge Academy - Anymore
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Als Teenagerin habe ich immer davon geträumt in einem Internat zu leben - den ganzen Tag mit den liebsten Menschen verbringen; Lernen in alten geschichtsträchtigen Räumen, die nach Buchseiten riechen; ...

Als Teenagerin habe ich immer davon geträumt in einem Internat zu leben - den ganzen Tag mit den liebsten Menschen verbringen; Lernen in alten geschichtsträchtigen Räumen, die nach Buchseiten riechen; bittersüßes Heimweg; laue Sommerabende mit Lagerfeuer und natürlich sah das Gebäude aus wie ein ehemaliges Schloss. Als der erste Teil der "Dunbridge-Academy" vor ein paar Jahren erschienen ist, hat es sich so angefühlt, als dürfte ich diesen Traum nun doch noch leben und umso mehr habe ich mich gefreut jetzt wieder an das Internat zurückzukehren.

Gideon ist Graces Konstante. Er ist da, wenn alle anderen in den Sommerferien zuhause sind und statt in der Schule die Tage auf ausgetrockneten Wiesen verbracht werden; er ist da, wenn sie mit seinem besten Freund Henry zusammen tanzt, er ist da, wenn sie eine Rede hält, die immer warmen Augen in der Menge fest auf sie gerichtet; er ist da, wenn sie stundenlang lernt oder schreibt; er ist da, wenn sie auf der Bahn neue Rekorde rennt und er ist da, als sich Henry in eine andere verliebt. Er ist eben Gideon, irgendwie alles und gleichzeitig auch nie etwas festes. Doch dieses Gleichgewicht gerät ins Wanken, in dem letzten Sommer auf der Schule.

"Anymore" ist ein Buch, was mich ganz tief im Bauch getroffen hat. Die anderen Bände der Reihe mochte ich gern, aber ich habe sie nicht wortwörtlich verschlungen, mich gleichzeitig so warm und verstanden und so unglaublich traurig und schwer gefühlt.
Grace ist perfekt - zumindest wenn man sie auf dem Gang trifft. Sie hat Bestnoten, läuft neue Rekorde, übernimmt jede Extraaufgabe und ist immer freundlich. Was dieser Anspruch mit ihr macht, was es ihr kostet, sieht niemand. Während sie den Menschen um sich herum immer Wärme, Verständnis und ein Lächeln entgegen bringt, fällt ihr das bei sich selbst zunehmend schwer. All diese Wut, die sich in ihr anstaut, all das muss irgendwie raus aus ihr. Wenn es in Büchern um Essstörungen geht, dann wird das häufig immer noch sehr stereotyp dargestellt, ein Thema was meiner Meinung nach extrem komplex und individuell ist, wird verallgemeinert und weiter stigmatisiert. Als Psychologiestudentin und ehemalig Betroffene versetzt das mir immer einen kleinen Stich ins Herz. Umso mehr hat mich das Feingefühl und das Wissen begeistert mit der Sarah Sprinz an das Thema herangegangen ist, wie es in die Geschichte eingearbeitet und am Ende abgerundet wurde.

Gideon ist für mich - genau wie für Grace - alles. Seine sanfte Art, seine Blicke mit denen er auf den ersten Versuch alles erfasst und auch alles kommuniziert, die Ruhe und Wärme die er ausstrahlt. Er trägt ein großes Päckchen und viele Gefühle mit sich herum, wobei er immer das Gefühl hat, es allein schaffen zu müssen. Ich habe alles an ihm und auch an seiner Beziehung zu Grace geliebt - wenn so Friends-to-lovers immer wäre, werde ich vielleicht doch noch zum Fan. Ihre Beziehung war so ruhig, so sanft, so viel zwischen den Zeilen, dass es fast schon weh getan hat. Von Anfang an steht ihre Liebe in der Mitte des Raumes, in jedem Blick, jeder Übernachtung, jedem gegenseitig verletzen, jedem Satz.

Gesund sind die Beiden definitiv nicht immer. Auch wenn sie sich eigentlich gut tun, wenn sie offen miteinander sprechen, führen die unausgesprochenen Gefühle und Wunden, sowie Unsicherheiten zu viel Schmerz. Ich sage auch, es gut aus, aber wer Misskommunikation (auch mit immer ganz viel Zuneigung und Sorge untereinander) sowie Hin-und-Her gar nicht lesen kann, könnte von dem Buch frustriert sein. Mich hat es extrem mitgerissen, berührt und auch nachdenklich gemacht. Einfach ein ganz, ganz toller Abschluss der Reihe, der sicher noch eine Weile nachklingen wird.

FAZIT:
Grace & Gideon sind leise, sanft, immer mit den Blicken verhakt, auch wenn sie sich gerade anschweigen oder anschreien. Die Geschichten der beiden für sich, sowie auch die Geschichte der Beiden zusammen hat mich unerwartet tief getroffen und ich habe es wirklich sehr geliebt. Ein ganz besonderes New-Adult-Buch, welches mit zugleich viel Schmerz, aber auch viel Sanftheit mehr als überzeugt.
4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Ganz viel Bauchkribbeln & Absoluter Wohlfühlcharakter

Wild Eyes
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Elsie Silver - wer in den letzten zwei Jahren nur ein bisschen auf Booktok oder Booktube unterwegs war, wird ihren Namen öfter gehört haben, als man zählen kann. Ihre Bücher werden geliebt, beschrieben ...

Elsie Silver - wer in den letzten zwei Jahren nur ein bisschen auf Booktok oder Booktube unterwegs war, wird ihren Namen öfter gehört haben, als man zählen kann. Ihre Bücher werden geliebt, beschrieben als die perfekten Liebesgeschichten um sie an einem Stück zu lesen, sich in einen neuen bookboyfriend zu verlieben & in einer Kleinstadt Zuflucht zu finden. Ich bin also "late to the hype" - aber in Zukunft werde ich wohl auch alles verschlingen, was Elsie Silver schreibt.

Skylar ist eine bekannte Country-Sängerin - ihr ganzes Erscheinen, ihre Auftritte & auch ihre Lieder sind exakt kontrolliert und geplant. Sie ist ein klassischer "Kinderstar" & als sie realisiert, dass ihre Eltern sie über Jahrzehnte ausgenutzt haben; sucht sie Zuflucht in einem kleinen Bergdorf: Rose Hill. Schon auf dem Weg dorthin lernt sie Weston Belmont kennen - der Pferdetrainer erobert mit samt seinen beiden Kindern durch seine ehrliche, selbstbewusste und humorvolle Art schnell ihr Herz. Hier ist sie einfach nur Sky - alles, was sie macht, macht sie nur für sich. Doch je stärker sie sich zu West hingezogen fühlt, desto klarer wird: Er möchte keine neue Frau in seinem Leben, die ihn & seine Kinder ständig verlässt; doch sie kann ihre Karriere mitsamt Auftritten und Interviews nicht versteckt in der Natur leben. Was, wenn Liebe am Ende nicht reicht?

Während ich "Wild Eyes" gelesen habe, hatte gerade die Uni wieder angefangen & ich hatte erwartet ab und zu mal ein paar Seiten zwischen viel Literaturrecherche und Vorlesungsnotizen lesen zu können. Am Ende habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen & musste mich wirklich extrem zusammenreißen, damit ich es nicht an einem Stück lese. ALLES, wirklich alles daran, hat mir unglaublich gut gefallen & war die perfekte süße, herzerwärmende und süchtigmachende Liebesgeschichte.

Skylar Stone fühlt sich verloren und betrogen. Personen um sich herum zu vertrauen, fällt ihr sehr schwer, gerade auch mit ihrer Kindheit und dem konstanten Druck unter dem sie ihr Leben lang stand. Ich konnte mich wahnsinnig gut in sie hereinversetzen und habe es geliebt, dabei zu sein, wie sie sich von einer angespannten, verängstigten und überforderten Version ihrer Selbst in eine glückliche, geerdete und für sich selbst einstehende verwandelt hat. Sie hat gelernt auf ihr Herz zu hören, an sich zu glauben und das zu machen, wovon sie träumt.

In Kombination mit West war sie einfach perfekt, Er ist sehr, sehr schnell zu einem neuen Bookboyfriend aufgestiegen, wirklich SEHR schnell. Ich meine er hat ehemalig seinen Eltern viele Sorgen bereitet, übernimmt jetzt aber täglich Verantwortung für seine Kinder und das alles mit einer unglaublichen Leichtigkeit und einem sehr selbstbewussten, provozierenden Humor. Er hat ein sehr großes Herz, ein extremes Feingefühl und es war so herzerwärmend zu sehen, wie er Sky einfach für sie gesehen & angefangen hat zu lieben. Wie er ihr Ruhe und Raum zum wachsen gegeben hat und dabei zwar jeden Schritt an ihrer Seite war, aber nie gesagt hat "Lass mich das machen", sondern eher "ich weiß, dass du das schaffst.". Ich wünsche mir, dass es solche Männer in Echt gibt, die so laut, beständig und mit ganzem Herzen lieben.

Noch einige Ergänzungen:
- Ich mag normal wirklich keine Kinder in Büchern & falls es euch genauso geht, lasst euch davon nicht abschrecken. Ollie und Emmy sind so herzerwärmend und so gar nicht nervig dargestellt - nein, sie bringen eine sanfte Vertrautheit, eine weitere Ebene in die Geschichte und mein Herz ist einfach nur aufgegangen, wenn Ollie mit Sky gesprochen hat, obwohl er mit niemandem spricht oder Emmy zu Sky rennt um sie zu bitten doch beim Familienausflug mitzukommen
- Elsie Silver kenne ich bisher nur aus dem Englisch-Sprachigem Raum & ich höre wirklich sehr oft, dass Leser*innen explizite Szenen nur sehr ungern auf Deutsch lesen, Mir hat die Übersetzung insgesamt gut gefallen und auch die Szenen waren in meinen Augen nicht cringer, als sie in der Orginalsprache gewesen wären :D
- Das Buch ist der zweite Band in einer Reihe, ich habe ihn allerdings als erstes gelesen. Das ist wirklich komplett problemlos möglich - inzwischen habe ich aber auch Band 1 & 3 gelesen und würde sagen, dass man auch gut von vorne anfangen kann, denn wahrscheinlich wird man sowieso mehr wollen. Allerdings ist Band drei immer noch mein Favorit.

FAZIT:
Schon lange habe ich kein Buch mehr so verschlungen, wie "Wild Eyes". Eine sanfte, herzwärmende Liebesgeschichte mit dem humorvollsten, feinfühligstem Bookboyfriend und einer wunderschönen Setting mit ganz viel Found Family und Wohlfühlcharakter. Mein Herz war so, so warm!
Das perfekte New-Adult-Buch :)

5 von 5 Sternen

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