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Veröffentlicht am 07.06.2026

Hat etwas tief in mir geheilt

Fleur de Lavande (Band 2) - Wie du strahlst
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Keine Autorin im NewAdult Bereich trifft für mich so sehr das Gefühl eine Frau in der heutigen Gesellschaft zu sein, wie Gabriella Santos de Lima. Auf unterschiedliche Arten treffen mich deshalb all ihre ...

Keine Autorin im NewAdult Bereich trifft für mich so sehr das Gefühl eine Frau in der heutigen Gesellschaft zu sein, wie Gabriella Santos de Lima. Auf unterschiedliche Arten treffen mich deshalb all ihre Geschichten tief im Herzen, aber der zweite Band von "Fleur de Lavande" hat mich zum perfekten Zeitpunkt gefunden.

Wir folgen Julia, die in dem bekannten Parfümunternehmen ihrer Mutter arbeitet. Nicht nur auf ihrem Instagram-Blog möchte sie sich für mehr Körperakzeptanz und Selbstliebe einsetzen, auch in der Marketingabteilung versucht sie eine Veränderung der Werbestrategie hinzu mehr Realität und Vielfalt zu erreichen. Nur beim Dating fällt es ihr schwer ihren Prinzipien treu zu bleiben, ihre Unsicherheiten kommen hoch und sie will einfach nur gesehen werden. Eine lockere Beziehung mit Etienne, dem Sohn des Konkurrenzunternehmens, scheint zunächst keine Ausnahme von diesem Muster zu sein, doch was, wenn diese bald zu mehr wird und Julia zwingt sich mit alten Wunden auseinanderzusetzen?

Schon als ich die Widmungen gelesen habe, wusste ich, dass dieses Buch einige Themen aufreißen wird. Die Frau, die sich im Spiegel kontrolliert, die immer wieder denkt sie muss abnehmen für den Sommer, für den Typen, für das endlich glücklich & gut genug sein, das bin ich. Und das ist meine Mutter und meine Oma, meine beste Freundin und ganz viele weitere Frauen in meinem Leben. Das Gefühl in so vielen Lebensbereichen doch eigentlich bei sich selbst angekommen zu sein; an sich gearbeitet zu haben, sich eigentlich zu akzeptieren und dann aber im Kontakt mit Männern sich wieder so klein und unwohl zu fühlen, hat mich sehr mit Jules mitfühlen lassen. Sie ist eine sympathische Protagonistin, die mutig ist, sagt, was sie denkt und will, sich für ihre Werte einsetzt und dann doch immer wieder von ihrer Unsicherheit eingeholt wird. Ihr Kopf ist manchmal voller gemeiner Gedanken gegenüber sich selbst, die geprägt sind von schlechten Erfahrungen. An vielen Stellen konnte ich sehr mit ihr "relaten" und habe es sehr genossen sie auf ihrem Weg zu begleiten. Es ist realistisch, dass diese Unsicherheiten sie gerade in Beziehungen einholen und so lieb die andere Person auch ist, das doch Themen sind, die man selbst angehen und heilen muss/darf (da kann ich nur an "the cure" von Olivia Rodrigo denken).

Neben diesem Gefühl gesehen zu werden, hat das Buch aber auch ganz viel Leichtigkeit und Bauchkribbeln in mein Leben gebracht, weil wie toll ist bitte Etienne, wie schön ist bitte das Setting und wie traumhaft war es zusammen mit den beiden einen Roadtrip durch Italien zu machen? An Etienne mochte ich vor allem wie sanft, aufmerksam und geduldig er ist. Er ist selbstsicher, versucht so sehr zu verstehen und hat selbst natürlich sein eigenes Päckchen zu tragen, einfach der perfekt, unperfekte Bookboyfriend (WO sind diese Personen in echt?). Die beiden hatten zusammen so viel Spannung, aber eben auch ganz viel Sommerleichtigkeit und ein tiefes Verständnis für einander. Wie bei allen Büchern von Gabriella Santos de Lima habe ich es in einem Stück gelesen, man fliegt nur so durch die Seiten und wird ein bisschen süchtig danach zu hoffen, dass die Beiden endlich vollständig zusammen finden. Auch in Zukunft werde ich das Buch sicher immer wieder aufschlagen, um mir meine markierten Zitate durchzulesen.

Fazit:
Eine ganz, ganz große Empfehlung für eigentlich jede (junge) Frau, die sich doch eigentlich selbst genug ist, aber dann doch immer wieder von den eigenen Unsicherheiten eingeholt wird - weil wie schwer ist es auch diese Wunden endgültig zu heilen? Gabriella Santos de Lima schafft wie gewohnt die perfekte Mischung aus harter Realität und Gesehen werden, aus Bauchkribbeln und sommerlicher Leichtigkeit. Ich habe es geliebt!
5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Ein berührender All-Age-Roman

Echo Mountain
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Inhalt:
In der Zeit der großen Wirtschaftsdepression sind Ellie und ihre Familie gezwungen ihr Haus in der Stadt zu verlassen. Sie ziehen in die Echo Moutains, wo sich Ellie und auch ihr Vater sofort wohl ...

Inhalt:
In der Zeit der großen Wirtschaftsdepression sind Ellie und ihre Familie gezwungen ihr Haus in der Stadt zu verlassen. Sie ziehen in die Echo Moutains, wo sich Ellie und auch ihr Vater sofort wohl fühlen, ihre Mutter und ihre Schwester Ester jedoch sehr mit der Umstellung kämpfen. Und dann hat Ellies Vater einen Unfall, für welchen das Mädchen verantwortlich gemacht wird. Mit allen Mitteln versucht sie ihn aus dem Koma zu befreien und lernt dabei viel über das Heilen, das Leben, die Menschen und was es heißt der Stimme in ihrem Herzen zu folgen.

Meine Meinung:
Von der ersten Seite an habe ich gespürt, dass "Echo Mountain" ein ganz besonderes Buch ist. Der Schreibstil hat etwas ruhiges, klares, schlichtes und gleichzetig einfach wunderschönes. Für mich hebt er die kleinen, wertvollen Details - sei es des Lebens oder der Natur in den Bergen - hervor und hat es mir leicht gemacht völlig in die Atmosphäre des Romans einzutauchen.

Ellie ist eine sehr mutige, zielstrebige, kluge und naturverbundene Protagonistin, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Sie hat ein mitfühlendes Herz, leidet sogar, wenn sie Bienen den Honig nimmt, arbeitet hart und gibt immer ihr Bestes. Es war schön mitverfolgen zu können, wie sie immer mehr wächst, aufblüht, neue Dinge lernt und anfängt mehr und mehr ihrem Herzen zu folgen. In einigen Szenen habe ich sie regelrecht dafür bewundert, wie stark sie es schafft "richtig" zu handeln.
Auch alle anderen Personen in dem Buch sind lebendig ausgearbeitet, haben ihre Eigenheiten, Schwächen und Stärken. Der Autorin gelingt es mit wenigen Worten die verschiedenen Beziehungen - teils auch komplex - für den Leser greifbar zu machen.

Ohne, dass man es zu Beginn vielleicht richtig merkt, werden auch viele wichtige, ernste oder traurige Themen in den Buch angesprochen. So geht es um den Umgang mit Trauer, Tod und Veränderungen, sowie auch um Vorurteile. Doch obwohl das keine leichten Aspekte sind, schafft es Laura Wolk den Leser zwar öfters zum Nachdenken anzuregen, schenkt ihm aber gleichzeitig auch immer wieder neue Hoffnung. Einiges an den Inhalten hat mich dazu gebracht mein Verhalten im Alltag nochmal zu überdenken (und auch zu ändern).
Die ganze Geschichte macht viel Mut in sich hineinzuspüren, auf sein Bauchgefühl zu hören und das zu machen, was sich in den Moment wirklich richtig anfühlt. Sei mutig und höre auf diese kleine Flamme in dir!

FAZIT:
"Echo Mountains" ist ein ganz besonderes Buch, dass gleichzeitig zum Nachdenken und Reflektieren anregt, aber auch unglaublich viel Mut und Hoffnung schenkt. Dieses Buch ist definitiv nicht nur was für Kinder- und Jugendliche, nein, jeder kann davon etwas mitnehmen :)

5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Zwischen Suchen und Finden - ich bleibe zerrissen

Weißer Sommer
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Eva Pramschüfer wird mir immer mal wieder in den sozialen Medien angezeigt. Ich schätze ihre Gedanken zu ihren Lieblingsbüchern, sowie ihre Einblicke in den Schreibprozess und war deswegen sehr neugierig ...

Eva Pramschüfer wird mir immer mal wieder in den sozialen Medien angezeigt. Ich schätze ihre Gedanken zu ihren Lieblingsbüchern, sowie ihre Einblicke in den Schreibprozess und war deswegen sehr neugierig auf ihren ersten eigenen Roman.

Wir folgen Alma und Théo, die seit einigen Jahren zusammen sind. Kennengelernt in Frankreich nach dem Tod von Almas Großvater, jetzt sind sie wieder dort, aber aus einem anderen Grund. In der letzten Zeit sind (Vertrauens-)Brüche in ihrer Beziehung entstanden, ein Allein-sein, obwohl sie doch eigentlich immer zusammengepasst haben. Innerhalb von einer Woche wollen sie entscheiden, wie es für sie weitergehen soll.

In in die Geschichte zu finden, fiel mir nicht ganz leicht. Nach dem eindrücklichen Einstieg über die Gedanken des Hauses bezüglich seiner Bewohner, hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich ein Gefühl für die Charaktere und auch die Handlung bekommen habe. Bis zum Ende bleibt für mich ein Gefühl der Zerrissenheit, wenn ich an den Roman denke. Ich werde versuchen meine Gedanken in dieser Rezension ein wenig zu entwirren.

Die Sprache ist zweifelsohne wunderschön. Präzise fängt die Autorin die Stimmung in Frankreich, aber auch in München ein, beobachtet genau und lässt einen immer wieder denken: ja, genauso ist das. Ich bin selbst eine Frau in meinem Zwanzigern, deshalb haben sich auch viele Gefühle, gerade das Verloren sein sehr vertraut angefühlt. Es war heilsam zu beobachten, wie die beiden Charaktere diese Schritte in ihrem Leben navigieren, sich selbst versuchen zu entfalten und dabei feststellen müssen, dass die andere Person vielleicht nicht mehr zu ihnen passt. Dieses selbst noch nicht ganz wissen (oder unterbewusst vielleicht doch?), der Wunsch an einer eigentlich doch stimmigen Beziehung festzuhalten, hat mich berührt. Besonders haben mich aber die Gedanken zum Kinderwunsch und auch zu dem eigenen (verzerrten) Blick auf geliebte Personen zum Nachdenken gebracht. Das Buch hat einige solche Momente, die mich sicher auch noch eine ganze Weile begleiten werden.

Gleichzeitig ist die Geschichte sehr langsam erzählt. In der Gegenwart schleichen Alma und Théo umeinander herum, in der Vergangenheit erfahren wir bruchstückweise, wie sich ihre Beziehung entwickelt hat.
Insgesamt sind die Charaktere für mich auf Distanz geblieben, wurden nicht ganz greifbar. Die Beziehung der Beiden hat sich an vielen Stellen für mich kühl angefühlt, so als würde ich zwar beobachten, aber nicht wirklich verstehen, warum Alma und Théo sich lieben. Die Tiefe von der mir erzählt wurde, konnte ich eigentlich nur in den Szenen am Ende spüren.

So fühlte sich die Handlung an manchen Stellen nicht ehrlich an, sondern eben wie eine Film über das Leben in den Zwanzigern. Vielleicht stoße ich mich da an Kleinigkeiten, aber irgendwie war es frustrierend zu sehen mit welcher Selbstverständlichkeit die Protagonisten bestimmten Wünschen in ihrem Leben folgen können. Die Geschichte der Beiden hatte plötzlich etwas konstruiertes, hat sich eher wie die Vorstellung 20 zu sein angefühlt, als die Realität das tatsächlich zu sein. Ich weiß, dass wir alle am Ende unterschiedliche Erfahrungen machen, gerade Alma sehr privilegiert ist und dadurch andere Möglichkeiten hat und vielleicht geht es abgesehen davon am Ende eben auch mehr um die Stimmung, die Vorstellung. So weh es mir tut: Mir hat leider etwas gefehlt, ohne genau sagen zu können, was das war.

Fazit:
Insgesamt war "Weisser Sommer" für mich ein Buch, welches mit seiner wunderschönen Sprache, sowie präzisen Beobachtungen in Erinnerung bleibt. Leider hat mich der Roman trotzdem zerrissen zurückgelassen, da er sich für mich an manchen Stellen eher konstruiert & bekannt angefühlt hat. 3,75 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Ein Buch, wie eine Umarmung - eine sanfte & altersgemäße Liebesgeschichte!

Dunbridge Academy - Wherever
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Die Dunbridge Academy begleitet mich schon eine ganze Weile, sodass ich mich unglaublich über den Spin-Off gefreut habe. Zwischen den Seiten der Reihe zu verschwinden, bedeutet für mich Heimkommen, in ...

Die Dunbridge Academy begleitet mich schon eine ganze Weile, sodass ich mich unglaublich über den Spin-Off gefreut habe. Zwischen den Seiten der Reihe zu verschwinden, bedeutet für mich Heimkommen, in der Welt eines schottischen Internats zu verschwinden und davon zu Träumen selbst mit meinen engsten Freunden zur Schule zu gehen - aber mich auch nachts heimlich auf ihre Zimmer zu schleichen oder im Gewächshaus zu feiern, während wir eigentlich schlafen sollten :)

In "Wherever" begleiten wir Scarlett, die schon seit einer ganzen Weile unangefochtene Klassenbeste ist - wäre da nicht George, der seit einem Jahr droht ihr diesen Titel abzunehmen und damit auch ihr Stipendium in Gefahr zu bringen. Nahezu mühelos hält er mit ihren schulischen Leistungen mit und bringt sie mit einem herausfordernden Grinsen sowie einem perfekt passenden lateinischen Zitat fasst zur Verzweiflung. Was jedoch als erbitterte Rivalität angefangen hat, droht sich mit der Zeit in etwas ganz Anderes zu verwandeln. Denn was, wenn für Scarlett mehr auf dem Spiel steht, als George ahnt? Und was, wenn George ein noch viel größeres Geheimnis mit sich herumträgt?

Die Dunbridge Academy hat mich schon nach wenigen Kapiteln wieder zwischen ihren efeubewachsenen Mauern aufgenommen, ich konnte es kaum erwarten die neue Generation der Schüler und Schülerinnen kennenzulernen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Das ganze Buch habe ich innerhalb weniger Stunden gelesen, so sehr bin ich in der Geschichte versunken. Diese hat sich für mich als Ganzes wie eine große Umarmung angefühlt, sicher, zum Wegträumen schön, aber gleichzeitig auch so wichtig in ihren vielen kleinen Botschaften.

Scarlett ist eine Protagonistin mit der ich mich sehr identifizieren kann. Sie hat extrem hohe Ansprüche an sich selbst, ihr ist es wichtig in der Schule immer nur die beste Leistung zu erbringen, Fehler zu machen erträgt sie kaum und Regeln kommen ihr wie Mauern vor, gegen die sie auf gar keinen Fall stoßen darf. Sie trägt eine riesige Last an Druck und Erwartungen an sich selbst auf ihren Schultern, eckt mit ihrer leicht strengen Art immer wieder an und bleibt so lange eine Außenseiterin. Es war für mich heilsam zu sehen, dass sie in diesem Buch genau so akzeptiert und gemocht wurde, wie sie ist, gerade dafür gemocht und geschätzt wurde. Ihre Geschichte ist schwer, geprägt von Ablehnung, Einsamkeit und dem Wunsch gesehen zu werden, die Angst davor wieder nur auf die schlimmste Art verhöhnt zu werden. Zu sehen, wie George sie in all ihren Facetten sieht und sie so liebt, wie sie eben ist, hat ganz tief in mir etwas geheilt. Scarlett und George sind sich ähnlich in ihrer Intelligenz, ihrem Streben nach Leistung und ihrer Freude am Lernen. "Academic Rivals" wäre wohl das passende Trope dazu und ich habe es geliebt, wie sie zusammen Latein übersetzt haben, sich gegenseitig verbessert haben. Bei George in jedem Wort zu spüren, wie sehr er Scarlett/Pops mag, bei ihr anfangs deutliche Irritation über sein Verhalten. George ist sanft, aufmerksam, intelligent, hat das größte Herz der Welt, einen neckenden Humor und gleichzeitig einen sehr wachsamen Blick dafür, wie es den Menschen um ihn herum geht. Er ist ein Protagonist, den man nur lieben kann - ja ich fand ihn wirklich ganz, ganz toll.

Während also die Liebesgeschichte für mich keinerlei Wünsche offen gelassen hat, ist das Buch doch so viel mehr. Die Autorin schreibt psychische Erkrankungen mit einem bewundernswerten Feingefühl, treffend, realistisch und zugleich hoffnungsvoll - das fällt mir bei jedem ihrer Bücher auf, aber bei diesem und dem letzten Band der Reihe besonders. Dass auf diese Art und Weise Aufmerksamkeit auf diese Themen gelenkt wird und sie respektvoll aufgearbeitet werden, finde ich nicht nur wichtig, sondern auch einfach ganz toll :) Das Gefühl der Hoffnung zieht sich auch durch die Darstellungen der Freundschaften in diesem Buch, die zeigen, dass auch wenn man sich anfangs vielleicht nicht versteht, ein zweiter Blick und ein offenes Herz sich immer lohnen. Das gesamte Buch ist in meinen Augen sehr altersgemäß, deckt ein großes Spektrum an Themen ab, die in diesem Alter beschäftigen (z.B. Freundschaft, Sexualität), und vermittelt dabei sanft Werte wie Konsens (George ist ein Meister darin), Akzeptanz und das Gefühl, dass man gut ist, so wie man ist :)

Insgesamt hat mir auch der fünfte Band der "Dunbridge Academy - Wherever" sehr gut gefallen und mich mit seiner sanften Darstellung einer ersten Liebe, engen Freundschaften, einem wunderschönen Internatsetting, der sensiblen Repräsentation von psychischen Krankheiten und vor allem dem Gefühl, dass man schon so gut ist, wie man eben ist, mehr als überzeugt!

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Leider nicht überzeugend

Goldcrest Manor - Velvet Meadows
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Da ich selbst schon seit meiner Kindheit am liebsten draußen in der Natur auf dem Rücken eines Pferdes bin und mir von ihm seinen warmen Atem ins Gesicht blasen lasse, habe ich mich unglaublich auf "Goldcrest ...

Da ich selbst schon seit meiner Kindheit am liebsten draußen in der Natur auf dem Rücken eines Pferdes bin und mir von ihm seinen warmen Atem ins Gesicht blasen lasse, habe ich mich unglaublich auf "Goldcrest Manor" gefreut. Ich glaube, ich habe keine Pferdegeschichte mehr so wirklich gelesen, seit ich 14 bin und irgendwie habe ich das gerade gebraucht. Doch war ich am Ende überzeugt?

Kenzie kehrt nach dem Ende ihres Studiums zurück nach Hause in ihr Elternhaus - das Gestüt Goldcrest Manor. Aufgrund ihrer Epilepsie musste sie vieles hinter sich lassen, was sie geliebt hat, darunter auch das Reiten oder das Schwimmen im eiskalten See in der Nähe. Bei ihrer Ankunft ist sie jedoch nicht nur mit dieser Sehnsucht konfrontiert, sondern auch mit wiederaufkommenden Gefühlen gegenüber ihrem besten Freund aus der Jugend, sowie Geldsorgen und einem möglichen Verlust des Gestüts.

Leider muss ich ehrlich sagen, dass ich mich zeitweise sehr schwer mit dem Buch getan habe. Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil eher knapp - eigentlich fliegt man durch die Seiten und trotzdem hatte ich häufig nicht den Impuls das Buch lange am Stück zu lesen. Das tut mir weh, denn in der Theorie hat mir das Konzept sehr gut gefallen. Kenzie, die nach ihrer Diagnose ein Stück weit ihre Identität verloren hat und vieles, was sie immer geliebt hat - das finde ich ein super wichtiges und spannendes Thema, auch weil Repräsentation meiner Meinung nach einen so großen Unterschied im Leben von Menschen machen kann. Und während ich der Meinung bin, dass Kenzie natürlich nicht nur ihre Krankheit ist, hätte ich mir doch gewünscht, dass manche Themen in Bezug darauf ausführlicher oder mit mehr Genauigkeit betrachtet worden wären.

Julian war mir grundsätzlich sympathisch, aber irgendwie konnte ich trotzdem keine wirklich emotionale Bindung zu ihm oder zu Kenzie und ihm als Paar aufbauen. Alles blieb für mich ein bisschen an der Oberfläche, ich hatte das Gefühl die Beiden sind extrem schnell wieder zusammengekommen, ohne wirklich aufzuarbeiten, was passiert war. Zeitweise habe ich sie ganz gerne begleitet, aber so richtig warm ums Herz wurde mir nicht, auch ihre Gefühle konnte ich einfach nicht so wirklich spüren. Ähnlich ging es mir auch bei dem Gestüt, der ganzes Plotline rund um die Rettung von diesem, und auch um die Polo-Spiele hat sich teilweise irgendwie "leer" angefühlt. Als hätte ich es exakt so schon mal gelesen und würde jetzt nichts beim Lesen spüren. So haben mir beispielsweise die besonderen, warmen Momente mit den Pferden - die für mich in einem Roman, welcher auf einem Gestüt spielt, durchaus Teil sein sollten - komplett gefehlt.

Trotz all meiner Kritik lies sich das Buch leicht lesen und hat eine Abwechslung zu sonstigen New Adult Romanen dargestellt. Auch die Repräsentation einer Protagonistin mit Epilepsie fand ich in der Idee toll. Zudem mochte ich die Nebencharaktere Archie und Maeve, weshalb ich eventuell doch weiterlesen werde und dem zweiten Band nochmal eine Chance gebe!

FAZIT:
Für mich leider gar nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Die Beiden kommen extrem schnell zusammen, der Plot ist teilweise gedrängt, dann wieder langatmig. Ich hätte mir zudem mehr Aufarbeitung von Konflikten gewünscht.
Trotzdem ein Buch, was sich schnell lesen lässt und für Pferdefans vielleicht eine Option im New Adult Bereich darstellen kann.
3 von 5 Sternen

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