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Veröffentlicht am 26.01.2023

Eine gelungene, düstere und mitreißende Reise in die Hölle!

Wer die Hölle kennt
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Neben diesem Cover, das ich unglaublich toll finde, aber bestimmt nicht für jeden ein Schmuckstück sein wird, konnte mich auch der Inhalt überzeugen. Es ist schon etwas länger her, als in den ersten Band ...

Neben diesem Cover, das ich unglaublich toll finde, aber bestimmt nicht für jeden ein Schmuckstück sein wird, konnte mich auch der Inhalt überzeugen. Es ist schon etwas länger her, als in den ersten Band gelesen habe, also dauerte es etwas bis ich mich zurechtfinden konnte. Da es keine großartige Rückblende gibt, würde ich empfehlen das Ende des ersten Bandes vorher noch einmal zu lesen.

Während ich beim Vorgänger Schwierigkeiten hatte die Handlungen zu verfolgen und alles Wissen in mich aufzunehmen, konnte man sich hier fast schon fallen lassen. Die Häuser rücken eher in den Hintergrund und die Ermittlungen sowie andere Probleme treten in den Vordergrund. Dabei wurde vieles gekonnt mit einander verknüpft, sodass man als Leser immer wissen wollte, wie es weiter geht und versucht Rätsel zu lösen.

Auch Alex als Protagonistin war mir total sympathisch. Ihre verkorkste Art ist total erfrischend und ich konnte mich total in sie hineinversetzen. Die Last von allen Seiten und allen möglichen Aufgaben scheint sie fast schon zu erdrücken, aber dennoch gibt sie sich als taffe Frau, die für ihren ehemaligen Mentor kämpft - wobei natürlich nicht alles nach Plan läuft.

Bezüglich der ganzen Konzeption und des Weltenaufbaus hat sich Leigh Bardugo hier wieder übertroffen. Ich habe es geliebt! Obwohl ich sagen muss, dass mich die Geschichte bis zur letzten Seite gepackt hat, merkte man eindeutig, dass es sich um ein Übergangswerk handelt. Es wird zwar viel angedeutet und die Geschichte plätschert manchmal ein wenig vor sich hin, was keinesfalls schlimm ist, jedoch fehlte mir am Ende die große Auflösung. Es wird gut auf den dritten Band vorbereitet, sodass ich hoffe, ihn bald in den Händen zu halten und nicht schon wieder drei Jahre warten zu müssen.

Fazit: Es ist wieder ein fesselndes Buch geworden, mit einer taffen Protagonistin und einer gelungenen Mischung von Kriminalfall und Fantasy. Ich freue mich auf den dritten Band!

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Eine magische Welt voller Gefahren

The Lost Crown, Band 1 - Wer die Nacht malt
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Wie wahrscheinlich auch jeder andere Leser, bin ich durch das wunderschöne Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Es ist die dritte Dilogie, die in der geschaffenen Welt von Jennifer Benkau spielt. Die ...

Wie wahrscheinlich auch jeder andere Leser, bin ich durch das wunderschöne Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Es ist die dritte Dilogie, die in der geschaffenen Welt von Jennifer Benkau spielt. Die erste Dilogie habe ich bereits gelesen und war begeistert.

Hier begleiten wir Kaya, ein Mädchen aus dem Land Amisa auf ihrer Reise als Hufschmiedin, bei der sie jedoch durch einen Überfall als Heilerin fungieren muss. Sie war mir äußerst sympathisch, charakterstark und definitiv nicht auf die Zunge gefallen. Den Anführer Mirulay hingegen konnte ich schwer einschätzen. Mal benimmt er sich abweisend, mal hingebungsvoll – und das wirkt sich auch auf die Liebesgeschichte aus. Anfangs scheint sie nicht zu existieren, dann gibt es klare, gefühlvolle Sätze und dann wiederum wird nicht mehr von Liebe gesprochen. Ich würde da generell eher von Begierde, als von Liebe sprechen.

Das Gleiche habe ich bei anderen Charakteren wahrgenommen wie z.B. Cisca und Nevan. Beide scheinen ganz klar eine gewisse Rolle zu übernehmen, als die feindselige und loyale Anführerin und der hilfsbereite Freund. Doch plötzlich verändern sie sich – ohne dass man auch nur irgendeine Entwicklung erkennt.

Doch natürlich kann ich nicht nur Kritik äußern. Die Weltenbeschreibung war mal wieder unglaublich, genauso wie die Kampfszenen. Die dunkle, als auch liebevolle Aura der Wälder war geradezu greifbar. Man konnte die Kultur der Völker förmlich spüren und verstehen. Der Schreibstil ist generell detailliert und ladet den Leser geradezu dazu ein in die Welt der Fantasy einzutreten. Ich konnte das Buch garnicht aus den Händen legen und darin versteht sich die Autorin sehr gut, obwohl ich sagen musste, dass mir „One True Queen“ definitiv besser gefallen hat.

Fazit: Obwohl mir die Welt unglaublich gut gefallen hat, fehlte mir es mir generell an Charakterentwicklung. Ich hoffe, dass sich das im nächsten Band wieder aufgreift und vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2022

Zwischen Wahrheit und Lüge verstecken sich die Geheimnisse

Die Lügendiebin - Spannungsgeladene Fantasy mit opulenter Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag, Metallic-Folienveredelung und Lesebändchen!
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Ein Buch rund um das Spiel zwischen Wahrheit und Lüge – das Buch musste ich lesen!

Und dabei konnte mich nicht nur das Cover überzeugen, sondern besonders die Hauptprotagonistin Fawn. Wer Humor liebt ...

Ein Buch rund um das Spiel zwischen Wahrheit und Lüge – das Buch musste ich lesen!

Und dabei konnte mich nicht nur das Cover überzeugen, sondern besonders die Hauptprotagonistin Fawn. Wer Humor liebt und gerne ein Lächeln auf den Lippen während des Lesens spürt, ist bei diesem Buch und den Charakteren goldrichtig. Fawn ist vorlaut, mutig und ein stückweit verrückt – was sie sogar selbst zugibt. Und genau diese Mischung macht sie so unglaublich sympathisch. Als männlicher Hauptprotagonist erhält Caeden, auch Lord Kaltprinz genannt, einiges an Aufmerksamkeit. Besonders am Anfang wirkte er so, wie sein Spitzname – nämlich kalt und unnahbar. Dann taut er langsam auf. Besonders die Wortgefechte zwischen ihm und Fawn sind zum Schmunzeln.

Wer nach Humor sucht, wird hier nicht lange suchen müssen. Die Handlung wird davon jedoch keinesfalls ins Lächerliche gezogen. Beginnen wir aber mit dem Weltenaufbau. Mentano wird von eine magische Kuppel geschützt. Wichtig dafür sind die weißen Magier, die Barrieren schaffen und die roten Magier, die Illusionen schaffen & Lügen erkennen können. Zudem gibt es eine Art Rangsystem, das sich an den Ringen des Landes orientiert. Es ist ganz klar eine Monarchie und hat mich ein bisschen an Tribute von Panem erinnert.

Was unglaublich erfrischend war, war die Liebesgeschichte – klar, es ist ein Jugendbuch und da kann man ruhig davon ausgehen, dass es etwas kitschiger wird. Allerdings hielt sie sich stark zurück und ließ den Charakteren Raum. Und gerade das verleiht auch der Geschichte eine Frische.

Ich habe dieses Buch in einer Leserunde gelesen und war deswegen im ständigen Austausch. Spannend war es zu sehen, wie viele Theorien sich dabei ergaben. Diese haben sich auch mehr angehäuft, als abgebaut, sodass ich auf den zweiten Band unglaublich gespannt bin. Es wurde viel angedeutet und ich möchte so viele Themen mehr ausgeführt haben – angefangen mit dem Familiengeheimnis bis hin zum Königreich. Deswegen bin ich geradezu gezwungen den zweiten Band zu lesen.

Fazit: Dieses Buch bietet dem Leser eine große Bandbreite – angefangen mit einer humorvollen Protagonistin, einem spannenden Weltenaufbau bis hin zu Geheimnissen, bei denen es mir in den Fingern juckt sie aufzudecken. Von mir gibt es ganze 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Wo bleibt die römische Mythologie?

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
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Seitdem Nayla auf wundersame Weise einen Autounfall ohne einen Kratzer überlebt hat, häufen sich kuriose Ereignisse. Es tauchen zwei mysteriöse Jungs in ihrer Schule auf, die etwas Göttliches zu verbergen ...

Seitdem Nayla auf wundersame Weise einen Autounfall ohne einen Kratzer überlebt hat, häufen sich kuriose Ereignisse. Es tauchen zwei mysteriöse Jungs in ihrer Schule auf, die etwas Göttliches zu verbergen haben. Besonders Cyrian hat es ihr angetan und es zieht sie immer wieder zu ihm, obwohl sie wissen, dass eine Liebe zwischen ihnen sie beide in Lebensgefahr bringen wird…

Ich liebe Bücher mit griechischer und römischer Mythologie, sodass ich bei diesem Exemplar natürlich direkt neugierig war. Das Cover erinnert mich ehrlich gesagt an eine königliche Medusa und das mag ich ganz gerne.

Wenn man die grundsätzliche Handlung mit anderen Geschichten aus diesem Genre vergleicht muss man schon sagen, dass es viele Ähnlichkeiten gibt. Ein Mädchen ist auf einer besonderen Art und Weise außergewöhnlich und zwei plötzlich auftauchende Jungs sind an ihrer Seite. Dann wird alles mit einer komplizierten Liebesgeschichte kombiniert, die einen Großteil des Buches dominiert. All dies ist meiner Meinung nach nicht außergewöhnlich, aber es scheint im Jugendgenre begeisterte Leser gefunden zu haben, sonst würde es nicht so viele Bücher mit einer ähnlichen Handlung geben – und grundsätzlich habe ich daran auch überhaupt nichts zu bemängeln, nur hat mir hier die Tiefe und etwas Individualiät gefehlt.

Charakterlich ist die Hauptprotagonistin Nayla ein klassischer Teenager. Naiv, selbstbewusst und von ihren Eltern schwer zu händeln. Und sie ist sehr dazu geneigt offensichtliche Zeichen für ihren Zustand zu ignorieren und stattdessen auf andere Menschen in ihrem Umfeld sauer zu sein, indem sie diesen nicht zuhört und als verrückt abstempelt. Bei den ganzen Steits mit ihren Eltern hätte ich sie am liebsten am Kragen gepackt und sie dazu gezwungen sich hinzusetzen, leise zu sein und sich gefälligst helfen zu lassen.

Kommen wir zur Liebesgeschichte. Cyrian war mir direkt sympathisch und ich konnte seine Motive und Handlungen vom ganzen Herzen aus verstehen. Wie es die Grundhandlung zulässt gibt es viele Auf und Abs in der Beziehung zwischen ihnen. Diese kann ich aber durch das ganze Gefühlschaos verstehen. Denn Gefühle sind nicht rational und verleiten einem dazu nicht auf den Kopf zu hören – besonders bei Liebe.

Das Buch besitzt rund 440 Seiten und bietet genug Raum, um eine handlungsreiche Geschichte zu schaffen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sich der Anfang sehr gezogen hat. Die Liebesgeschichte und das Drama mit ihren Eltern nahmen einen Großteil der Geschichte ein und damit wurden die fantasiereichen Elemente und die römische Mythologie etwas zurückgedrängt. Erst gegen Ende haben wir als Leser mehr erfahren. Dies hängt auch mit den Schreibstil zusammen. Stellenweise ist er sehr detailliert, sodass manche Szenen gerne ausgeschmückter wurden – und dies war besonders bei den Erfahrungen und Sichtweisen von Nayla der Fall. Dadurch litt der göttliche Handlungsstrang etwas.

Das Wissen, welches wir beim Ende vom ersten Band erhalten kann auch ein guter Start in den zweiten Band der Dilogie sein. Ich bin gespannt, wie die Autorin das grundsätzliche Problem lösen wird, aber ich werde wahrscheinlich nicht den zweiten Band lesen, obwohl mich die Auflösung schon sehr interessieren wird. Auch kann ich mir vorstellen, dass man mehr in die göttliche Welt entführt wird und dadurch ein neuer Blickwinkel geschaffen wird.

Fazit: Das Buch konnte mich vom Cover her überzeugen, allerdings hatte ich wohl bei Nayla mit ihrer naiven und unreflektierten Art Probleme, als auch mit dem Plot. Eine Menge Dramatik und ein großteil der Liebesgeschichte fanden im Buch Platz, allerdings kam dabei die römische Mythologie etwas zu kurz. Von mir gibt es 3 – 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Es kratzt an der Oberfläche

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal
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Nur wenn die Throne von Bronze und Eisen besetzt wurden, ist die Macht des Königreiches im Gleichgewicht. Und sie können nur bestiegen werden von den Siegern des Kronenkampfes. Fiana lebt schon seit ihrer ...

Nur wenn die Throne von Bronze und Eisen besetzt wurden, ist die Macht des Königreiches im Gleichgewicht. Und sie können nur bestiegen werden von den Siegern des Kronenkampfes. Fiana lebt schon seit ihrer Kindheit im Palast und kennt das königliche Leben. Doch sie hütet ein Geheimnis und als der Königsbruder Kayden ihr auf die Schliche kommt, muss sie am Kronenkampf teilnehmen…

Valentina Fast kenne ich bereits von der Royal-Reihe, welche ich sehr mochte. Deswegen hatte ich auch bei diesem Buch einige Erwartungen, die teilweise erfüllt wurden.

Das Cover passt natürlich perfekt zum Inhalt. Die Vermischung der Farben symbolisiert die Gruppen von den Kopfernen und Eisernen, welche stark im Fokus stehen. Das generelle Problem bei dieser Gesellschaft ist, dass es keine Beziehungen zwischen Kopfernen und Eisernen geben darf, sonst verwandelt sich einer der beiden Akteure oder das Baby ist ein Monster.

Die Protagonistin Fiana ist die beste Freundin der Königstocher Ariana und wuchs seit ihrer Kindheit im Palast auf. Sie arbeitete sich von einer Küchenmagd zu einer Gesellschafterin hoch und befindet sich somit auch in königlicher Gesellschaft. Kayden, der Königsbruder wird auf sie aufmerksam und enttarnt ihr wahres Ich, welches sie durch einen Schleierzauber geheim hält. Generell erschien mir ihr Charakter nicht richtig ausgearbeitet. Sie behauptet zwar, dass sie dem Wettkampf so schnell wie möglich entfliehen will, aber ihre Taten passen keinesfalls zu ihren Worten. Es schien, als würde man einen Plot ausarbeiten und sich nur an einem roten Faden halten, ohne wirklich auf die Charakteigenschaften zu hören. Dadurch hatte ich keine wirkliche Bindung und sie wirkte sehr blass. Andere Charaktere hingegen wie Dalia, welche in diesem Buch auch des Öfteren Delia benannt wird, änderten sich schlagartig, ohne einen verständnisvollen Grund.

Einer der wenigen Charaktere, die ich wirklich mochte, war Kayden. Er zeigt stellenweise zwar seine kalte Schulter, aber seine liebevolle Art konnte mich dennoch begeistern.

Die Handlung an sich war wie bereits angedeutet eher bruchstückhaft. Vieles wurde nur angeschnitten und nicht wirklich ausgearbeitet. Es war, als hätte man eine grobe Idee, die beim näheren Betrachten einige Lücken aufwarf und welche man dadurch nicht weiter vertiefen wolle. Den Plot mochte ich grundsätzlich gerne und ich hätte es geliebt, wenn diese Grundidee mit einer anderen Handlung verflochten wäre.

Die Welt wird durch eine Karte untermauert, wodurch man die Geschichte besser verfolgen kann. Dennoch sind die kreierten Orte nicht der Hauptbestandteil des Buches, was ich auch ganz gerne mochte. In anderen Punkten des Worldbuildings wurde jedoch an Details gespart. Das sind die Aufgaben der Könige und wie haben sie die Zeit für Tuniere und Familienessen? Besonders dieser Aspekt erschien mir unrealistisch. Auch die Magie an sich war zwar vorhanden, aber wurde nicht wirklich erklärt. Wie wird sie genutzt und warum darf die Königin nicht kämpfen, wenn sie doch zu den mächtigsten Eisernen gehört?

Der Schreibstil ist flüssig und gefühlvoll, wie man ihn von Valentina Fast kennt. Mit ihren Worten schafft sie ein Gleichgewicht zwischen Gefühl und Action.

Fazit: Die Grundidee mochte ich sehr gerne, jedoch hatte ich bei der Ausarbeitung zu kritisieren. Die Tiefe hat mir gefehlt und besonders die Charaktere wirkten eher blass. Dennoch war es gefühlvoll, actionreich und eine tolle Liebesgeschichte. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Buch eine hervorragende Reihe abgegeben hätte. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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