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Veröffentlicht am 30.11.2019

Ein geniales, fesselndes und spannendes Finale!

Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
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Nachdem der Thunderhead verstimmt ist und der Zerstörung Enduras scheint es, als würde der Scythe Goddard die Macht an sich reißen. Doch dann tritt Citra 3 Jahre nach ihrem Tod wieder auf die Bildfläche ...

Nachdem der Thunderhead verstimmt ist und der Zerstörung Enduras scheint es, als würde der Scythe Goddard die Macht an sich reißen. Doch dann tritt Citra 3 Jahre nach ihrem Tod wieder auf die Bildfläche und sie findet im Backbrain des Thunderheads Informationen, welche die Weltordnung erschüttern könnten. Kann dies zu einem Aufstand führen? Und wann wird der Thunderhead sein Schweigen brechen?

Als riesiger Fan der Reihe musste ich natürlich auch zum dritten Band der Reihe greifen. Es wurde hier ein Wendecover gestaltet, was ich schon einmal super finde! Wie auch in den vorherigen Bänden wurden zwischen den Kapiteln kurze Texte veröffentlicht, wie beispielsweise aus dem Tagebuch des Scythe Goddard. Das ist eine schöne Abwechslung und passt meistens zum Fortlaufen der Handlung.

Nach dem Ende von Band zwei war ich erst einmal schockiert. Meine liebsten Charaktere wie Scythe Currie tauchen hier nicht mehr auf, sodass ich etwas skeptisch war. Da der Fokus der Geschichte mehr auf dem verstummten Thunderhead und Greyson liegt, geraten Personen wie Citra im ersten Teil des Buches etwas in den Hintergrund, was ich teilweise schon etwas Schade fand. Besonders mit ihr konnte ich mich identifizieren. Dennoch tauchen somit auch neue Personen auf, wie beispielsweise Jerico. Dabei werden diskutierte Themen mit eingeflochten, welche hier fast schon normal erschienen. Dafür kann ich den Autor nur loben.

Wir begleiten die Handlungen von den Hauptcharakteren zu unterschiedlichen Zeiten und teilweise durch die Augen des Thunderheads. Dabei lernt man ihn noch einmal besser kennen und erkennt schrittweise, dass auch er eine Persönlichkeit besitzt. Als Leser musste ich immer wieder staunen, welche Welt Neal Shusterman doch erschaffen hat – mit jeder Menge Wendungen und verwobenen Handlungssträngen.

Der Schwerpunkt liegt bei diesem Band auf die Ziele des Thunderheads und dadurch werden so leider auch ein paar Charaktere vernachlässigt. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau, denn wir wissen, dass beispielsweise die Liebesgeschichte bei der Reihe nicht im Mittelpunkt stehen sollte, sondern es ist vielmehr die Grundidee von der Zukunft und die äußert komplexe und intelligente Umsetzung, welche mich immer begeistern kann.

Das Finale würde ich als sehr komplexen Band beschreiben. Einen Vorgeschmack haben wir dazu natürlich auch von den vorherigen Teilen bekommen. Es werden Details eingebracht, welche man erst nach und nach im Kontext bringen kann und ich kann mir gut vorstellen, dass man bei einem Reread des Buches wieder Neues entdeckt. Als Vielleserin kann man generell oft die Geschichte vorausahnen. Das ist hier aber nicht der Fall gewesen, was ich unglaublich genossen habe. Ich wurde in einer Welt voller Intrigen, Geheimnissen und Machtgewinn, sowie Verlust geworfen und sie hat mir nach dem Lesen des dritten Bandes wieder unglaublich gut gefallen! Das Ende ist zwar ziemlich offen, sodass ich auf einen Spinn-off hoffen darf, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden.

Fazit: Neal Shusterman konnte mich wieder in diese atemberaubende und intelligente Welt reißen und mich mit diesem Buch begeistern! Das Finale der Reihe ist wieder einmal ein Highlight und ich freue mich auf weitere geniale Bücher des Autors – wobei ich traurig bin nun diese Reihe als beendet anzusehen. Ich vergebe ganz klar 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Trotz Kritik ein zufriedenstellender Abschluss der Reihe

Palace of Blood - Die Königin
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Nachdem der König ermordet wurde, plant die Königin ihre nächsten Schritte. Während diese auf Verrat basieren, wünschen sich Robin und Rea Frieden im Land und Toleranz gegenüber den Magdalenen. Als diese ...

Nachdem der König ermordet wurde, plant die Königin ihre nächsten Schritte. Während diese auf Verrat basieren, wünschen sich Robin und Rea Frieden im Land und Toleranz gegenüber den Magdalenen. Als diese Wünsche beginnen sich zu erfüllen, wird Rea ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit Opfer eines Anschlags...

Dies ist der letzte und finale Teil der Reihe und das Cover ist mal wieder wunderschön! Nach wie vor ist das rote Band Bestandteil der Gestaltung und der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht.

Das Buch schließt nahtlos an den Vorgänger an und beinhaltet sozusagen den Höhepunkt des Massakers. Die Königin hat auf den ersten Seiten das Zepter in der Hand und so lernt man sie noch einmal von einer anderen Seite kennen. Auch wenn sie still an der Seite des Königs saß, so ist sie dennoch rücksichtslos und würde alles versuchen, um ihre Ziele zu erreichen.

Neben ihr sind auch andere Charaktere wie beispielsweise der „Fähnrich“ wichtig für die Geschichte, oder Madame Hiver, deren Taten ich auf eine spezielle Art und Weise nachvollziehen kann, jedoch trotzdem nicht ganz ihren Gedankengängen.

Rea und Robin entwickeln sich in eine positive Richtung, welche sich vom 3. Band unterscheidet, denn dort habe ich ihre Entwicklung nicht so sehr unterstützen können.

Mit 320 Seiten ist dieses Buch vergleichsweise dünn im Gegensatz zu den restlichen Bänden. Es war vorher nicht geplant einen vierten Band zu schreiben, was man hier teilweise auch erkennt. So wirkt es manchmal, als wäre dieser Teil nur ein langer Epilog, den man etwas zieht. Daran finde ich nichts weiter schlimm, denn diese Reihe hat ein bisschen Fröhlichkeit und Friedlichkeit verdient. Dennoch fehlte mir etwas die Spannung. Der Anfang war davon noch sehr geladen und verlief unglaublich schnell. Viele Schlüsselmomente wurden einfach nur angeschnitten und nicht weiter ausgeführt. So wirkte es etwas gehetzt und es schien mir auch, als fehle der Autorin die Motivation. In den ersten 70 Seiten passiert unglaublich viel, sodass mir oft der Mund offen stand. Alles, worauf die vorherigen Bände hingearbeitet haben, wurde kurz beendet, wogegen die nächsten 100 Seiten sehr in die Länge gezogen wurden.

Die Entwicklung der Geschichte wird die meisten Leser vermutlich zufrieden stellen. Ich mag es trotz ein paar Kleinigkeiten sehr gerne, denn auf der Reise von Rea und Robin kennt man nach einer Zeit ihre Bedürfnisse und Träume, die hier noch einmal verdeutlicht werden.

Im letzten Teil des Buches, sowie im Epilog werden noch ein paar Ereignisse angeschnitten, die fast schon eine Grundlage für einen Spin-off bieten. Obwohl ich diese Szenen sehr spannend fand, würde ich mir keine weitere Serie in dieser Welt wünschen, da ich mit dem Ende an sich ganz zufrieden bin und man meiner Meinung nach nicht noch weiter Drama um die Lebensgeschichten mancher Personen schichten muss.

Fazit: Das Buch beinhaltet einen schnelllebigen Anfang und ein langatmiges Ende. Die Entwicklung der Geschichte wird aber bestimmt vielen Lesern gefallen, genauso wie die Taten der Charaktere. Für mich hat etwas Spannung gefehlt und der letzte Band hatte definitiv mehr Potenzial. Ich vergebe 3,5 bis 4 Sterne.

Veröffentlicht am 31.10.2019

Voller vielseitiger Charaktere, Action und Erotik!

TAKEN PRINCESS
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Als sich sich der Killer Wres und die „Prinzessin“ Saige treffen beginnt die Luft vor Angst zu zittern. Denn beide lieben es Grenzen zu überschreiten und als sie zusammen vor dem FBI flüchten, kommen sie ...

Als sich sich der Killer Wres und die „Prinzessin“ Saige treffen beginnt die Luft vor Angst zu zittern. Denn beide lieben es Grenzen zu überschreiten und als sie zusammen vor dem FBI flüchten, kommen sie sich näher. Dabei verheimlicht Wres ihr den wahren Grund seines Handelns und der Machtkampf hat begonnen...

Nachdem mich die „Hunting Angel“ Reihe dazu verleitet hat mich in das Genre „Dark Romance“ zu verlieben, musste ich natürlich auch „Taken Princess“ lesen! Dies ist das neue Buch von Janes Wonda. Das Cover ist wunderschön! Der Stacheldraht und die Blätter erzeugen bereits eine bestimmte Atmosphäre.

Dieses Buch kann man unabhängig von „Catching Beauty“ und „Hunting Angel“ lesen, auch wenn es manchmal Andeutungen auf die Bände gibt. Wres kannte ich so beispielsweise schon, nun lernt man ihn aber von total anderen Seiten kennen. Er ist hier um einiges brutaler und besitzergreifender und ich weiß selbst nach dem Lesen des Buches nicht ganz, ob mir diese neue Art vollständig gefallen hat. Obwohl er ein Killer ist, hat er doch Grenzen und mir haben die Gefühle etwas gefehlt. Dennoch ist er eine unglaublich spannende Hauptperson.

„Thr Princess“ oder auch Saige genannt, ist das Oberhaupt mehrerer Bordelle. Sie wird in diesem Buch als kleine Psychopathin bezeichnet und ich kann das so unterstützen. Sie ist um einiges kaltblütiger als Wres und scheut vor dem Töten nicht zurück. Obwohl sie dort nicht zu unterschätzen ist, ist sie in der Gegenwart von Wres fast schon ein Kätzchen. Das sind zwei Gegensätze, die für viele wahrscheinlich schwer zu akzeptieren sind. So war es für mich anfangs auch, aber nach einer Zeit ist es echt interessant zu sehen, wie vielseitig Saige doch ist.

Während bei der „Hunting Angel“ Reihe viel auf Erotik, Gefühle und Spannung wertgelegt wurde, spielte hier noch der geistige Zustand sowie Angstzustände u.s.w. eine große Rolle. Die Charaktere von Wres und Saige sind beide total vielschichtig und das spielt natürlich auch in die „Liebesgeschichte“. Wobei ich nicht gleich von Liebe reden möchte, denn von dem Gefühl kann ich nicht vollständig schreiben. Während man als Leser die Reise der beiden verfolgt liest man aus beiden Sichten und erhält damit einen Ausschnitt aus ihren Gedanken. Die Autorin hat es aber doch geschickt geschafft nicht alles zu offenbaren und so war ich mir beispielsweise immer unsicher, wie Wres zu Saige stand. Erotische Gefühle und Szenen gab es definitiv genug und da werden alle Fans von Dark Romance begeistert sein ;). Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und musste mich regelrecht dazu zwingen die Geschichte zu „rationieren“, also nicht das ganze Buch zu verschlingen.

An Action fehlte es auch nicht. Besonders der Anfang und das Ende glühten nur so vor Spannung. Wres verfolgt die Geschichte über einen Plan, der einem als Leser nicht direkt schlüssig ist. Somit war das Ende eine große Überraschung und auch sehr schlüssig. Der Cliffhanger zwingt mich fast schon dazu weiterzulesen, sodass ich auf den zweiten Band total gespannt bin. Soweit ich weiß, ist diese Reihe auch nur eine Dilogie.

Fazit: Von „Taken Princess“ bin ich wieder total begeistert! Die Charaktere waren vielseitig und an Action, sowie Erotik hat es nicht gefehlt! Durch das Ende bin ich gespannt, wie es weitergeht und insgesamt gebe ich dem Buch 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Ein Buch mit viel Persönlichkeit, eine Menge Humor, sowie Action!

Burning Bridges
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Als Ellas Freund ihr das Herz bricht, läuft sie allein durch die nächtlichen Straßen – und wird direkt in die Enge getrieben. Doch dann taucht ein Fremder auf, rettet sie und verschwindet spurlos. Wie ...

Als Ellas Freund ihr das Herz bricht, läuft sie allein durch die nächtlichen Straßen – und wird direkt in die Enge getrieben. Doch dann taucht ein Fremder auf, rettet sie und verschwindet spurlos. Wie das Schicksal es will treffen sie immer wieder aufeinander und Ella setzt alles daran mehr über Ches zu erfahren. Doch dieser flüchtet vor seiner Vergangenheit und hält sich im Untergrund...

Das Cover fällt direkt auf und es gefällt mir unglaublich gut! Auch die Gestaltung der restlichen Bände ist wunderschön und ich freue mich schon riesig sie in meinem Regal stehen zu haben. Wie mittlerweile bei vielen Büchern beherbergt dieses Buch einen Soundtrack/ eine Playlist zum Buch. Diese befindet sich am Ende des Buches.

Der Klappentext hat mich auf seine Art angesprochen, aber ich hatte auch die Befürchtung, dass es zu klischeemäßig werden würde, da Ches direkt als Retter dargestellt wird. Das ist zum Glück nicht eingetroffen. Ches ist zwar sehr breit gebaut, aber auch unglaublich sanft und ich würde sagen fast schon zerbrechlich. Ich mochte ihn durch seinen trockenen Humor und der Fürsorglichkeit unglaublich gerne.

Ellas Charakter war erfrischend, weil sie, anders als so manche Personen in dem Genre, sehr eigenständig ist. Sie kann sich behaupten und ist sehr stark. Ihr Humor und ihre Hobbys haben sie total sympathisch gemacht.

Bereits am Anfang des Buches musste ich lachen, denn der erste Satz ist schon legendär: „ Ich holte aus und schleuderte ihm meinen Drink ins Gesicht“. Wenn das nicht eine Menge Stärke zeigt! Auch durch Kleinigkeiten wie das Nennen der Serie Sherlock und der Direktheit von Ellas Freundin Summer habe ich mich direkt wohl gefühlt. Der Schreibstil ist flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. Manchmal gab es ein paar Längen, weil der Alltag dann doch auch eine große Rolle spielt, aber insgesamt konnte ich das Buch fast nicht mehr aus den Händen legen.

Der größte Handlungspunkt in diesem Buch ist definitiv die Vergangenheit von Ches. Man bekommt im Laufe der Geschichte immer wieder kleine Brocken mit Informationen zugeworfen, wobei ich mir aber schnell ein Gesamtbild geschaffen habe, während Ella noch dabei war alles zu ordnen. Das hat etwas den Lesefluss gestört und war größtenteils im Mittelteil vorhanden. Der Anfang war definitiv das Highlight bei mir und diese Aktion und die selbstständige Ella konnten mich völlig begeistern. Das ist dann im Hauptteil etwas abgeflacht. Dort wurde mehr auf die Umgebung eingegangen, was ich aber auch keineswegs schlimm finde. Andere Charaktere wie Summer oder Savannah habe ich liebend gerne kennen gelernt und ich freue mich auf Carla im zweiten Band, welche auch eine sehr ausdrucksstarke Persönlichkeit besitzt! Das Ende war definitiv aktiongeladen, aber dennoch nicht ganz vollständig. Mir fehlten einfach noch ein paar Informationen, damit ich die Situation am Ende nachvollziehen und verstehen konnte. Den Grundgedanken konnte ich nachvollziehen, bei der Umsetzung hat es aber dann noch noch etwas an den Details gefehlt.

An Emotionen hat es hier nicht gefehlt. Es war alles dabei: Von Wut bis hin zur Trauer und schlussendlich zur Liebe. Kitschig ist das Buch keinesfalls, allerdings würde ich behaupten, dass ein paar Klischees vorhanden waren, was jedoch aber nicht den Lesespaß beeinträchtigt.

Fazit: An „Burning Bridges“ konnten mich besonders die Persönlichkeiten der Hauptprotagonisten begeistern, genauso wie auch der legendäre Humor. Außergewöhnlich ist hier die Aktion, welche man nicht in jedem New-Adult Roman findet. Insgesamt gebe ich dem Buch 4 bis 4,5 Sterne, da zwar immer noch Luft nach oben vorhanden ist, aber trotzdem eine Leseempfehlung von mir beherbergt.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Ein außergewöhnliches und eigenartiges Buch

Kleine Iris
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Nachdem Iris und ihre Freunde von einander getrennt wurden, bedrohen Puox und die Organisation K.A.S.R. den Kontinent. Es entsteht ein Spiel um Leben und Tod. Auch das Versteckspiel von Iris scheint langsam ...

Nachdem Iris und ihre Freunde von einander getrennt wurden, bedrohen Puox und die Organisation K.A.S.R. den Kontinent. Es entsteht ein Spiel um Leben und Tod. Auch das Versteckspiel von Iris scheint langsam aufzufliegen...

Nach dem spannenden Ende von Band eins wollte ich gerne Band 2 lesen, auch wenn ich ein paar Schwierigkeiten mit dem Vorgänger hatte. Das Cover zeigt wieder Iris und Eljani und ich mag es sehr gerne.

Im zweiten Band werden völlig neue Charaktere eingeführt, bei denen ich besonders am Anfang meine Probleme hatte mir die Namen zu merken und nicht durcheinanderzukommen. So spielen Iris und ihre Freunde nach wie vor noch die Hauptrollen, aber auch ein Mann namens Puox und die Organisation K.A.S.R. treten hier auf.

Im ersten Band haben wir bereits einen Vorgeschmack auf die Charakterentwicklung von Iris bekommen und hier wird diese noch weiter vertieft. Sie erinnert sich immer weniger an gute Momente und es entsteht eine gewisse Spannung, die ich jedoch nicht ganz genießen konnte. Oftmals hätte ich sie am liebsten geschüttelt. Es kam mir so vor, als hätte sie große Stimmungsschwankungen, denn im ersten Moment war sie traurig und im nächsten unglaublich eifersüchtig oder gehässig. Das hat in mir einfach kein gutes Gefühl erzeugt. Dennoch passt es aber zu der Grundidee, denn hier wird nur noch verdeutlicht, dass sie größtenteils schlechte Erinnerungen besitzt.

Die Freunde gelangen in Band eins in den Ort Tezaahal und so werden auch weitere Orte innerhalb des Kontinents angeschnitten und weiter ausgeführt. Die Insel hatte leider nur noch wenige Gastauftritte und scheint keine große Rolle mehr zu spielen. Das fand ich sehr schade, denn ich mochte die dortige Kultur und Menschen sehr gerne.

Die Freunde trennen sich im Laufe der Geschichte immer wieder und so gibt es teilweise unterschiedliche Handlungsstränge, was jedoch auch Längen hervorruft. Diese werden oftmals durch Situationen oder Dialoge unterstützt, welche meiner Meinung nach gekürzt werden könnten, weil sie mich entweder verwirrt haben oder sie keinen großen Mehrwert für den Haupthandlungsstrang hatten.

Eine große Überraschung war, neben der Charakterentwicklung von Iris, auch die Wendung der Themen vom ersten zum zweiten Band. Denn dieser hier wird sehr von der Politik dominiert. Die Handlungsgründe von Iris, die örtliche Polizei und Politiker des Kontinents, K.A.S.R. und Puox werden vermischt und man erhält so auch die Motive von Iris, welche im ersten Band nicht über ihre Vergangenheit reden wollte. Die Auflösung passt auf eine merkwürdige Art zu der Geschichte, jedoch konnte ich mich damit nicht anfreunden. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein klarer Fan von Fakten bin und dass mich diese ganze Welt und Handlungen der Charaktere nicht fesseln konnten, sondern oftmals noch mehr Fragen auftraten – jedenfalls war es mir dann doch ein Stück zu skurril und um es näher zu verstehen, hätte ich mir gewünscht, dass näher darauf eingegangen wäre.

Die Haupthandlung war auf eine Weise durchdacht und brillant, aber auch unglaublich verwirrend. Teilweise kam es mir so vor, als wüssten die Charaktere, und somit der Autor schon lange, wie die Geschichte vonstattengehen würde, als Leser ist man aber gerade dabei die Situation zu realisieren und zu analysieren, sodass man sich keinen Reim darauf machen kann. Bei der Bewertung hatte ich Schwierigkeiten, weil es auf seine eigene Art außergewöhnlich und eigenartig ist. Ich bin mir sicher, dass sich bei dieser Geschichte die Meinungen der Leser stark spalten werden.

Als wäre das nicht genug Kritik, würde ich gerne noch auf die Zielgruppe eingehen. Auf Amazon steht ein empfohlenes Alter von 8 - 12 Jahren, das ich so nicht unterschreiben kann. Es gibt gewalttätige Szenen, die zwar nicht detailliert sind, aber auch nicht verharmlost werden. Wie auch bei Band eins kann ich es nach wie vor Erwachsenen oder Jugendlichen empfehlen.

Fazit: Ich hätte die Geschichte total gerne geliebt, aber mich konnte die Geschichte durch das Thema nicht ganz begeistern. Es gibt definitiv viele Überraschungen und Charakterentwicklungen, bei denen ich mir sicher bin, dass Leser, die von Band eins begeistert waren, dieses Buch auch mögen werden. Ich kann dem Buch aufgrund der Kritikpunkte allerdings nur 2 bis 2,5 Sterne geben.