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Veröffentlicht am 08.04.2023

unerwartet, fantastisch & unheimlich packend

Prison Healer (Band 2) - Die Schattenrebellin
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Kennt ihr auch diese Bücher, die ihr regelrecht verschlingt, aber kurz vor Schluss einen Lesestopp einlegt? Zum einen, weil ihr einfach nicht wollt, dass die Geschichte schon fertig ist, zum anderen weil ...

Kennt ihr auch diese Bücher, die ihr regelrecht verschlingt, aber kurz vor Schluss einen Lesestopp einlegt? Zum einen, weil ihr einfach nicht wollt, dass die Geschichte schon fertig ist, zum anderen weil ich Angst vor dem Ende habt? Genau so ein Buch ist "Prison Healer - Die Schattenrebellin".

Schon mit ihrem ersten Band "Die Schattenheilerin" konnte mich Lynette Noni dermassen begeistern und in seinen Bann ziehen konnte, dass ich seit langem wieder einmal eine goldene Leseente verliehen hatte. Und ich kann euch hier schon verraten, dass die Fortsetzung dem in nicht nachsteht. Dieser Mittelband zeigt keine Ermüdungserscheinung und keinen Durchhänger, wie man das sonst oft bei Trilogien erlebt.

Für ihre Buchreihe hat Lynette Noni zwar eine ganze Welt erschaffen, doch lernten wir im ersten Band nur einen kleinen Ausschnitt von Wenderall kennen und zwar das gefürchtete Gefängnis Zalindov. In "Die Schattenrebellin" erfährt Kiva erst einmal wieder, was frei sein bedeutet. Gemeinsam mit Tipp lebt sie nun bei der Königsfamilie im Flusspalast und geniesst so alle Vorzüge des Lebens. Sogar ihr grosser Traum einer Ausbildung zur Heilerin scheint sich zu erfüllen.

Doch niemand weiss, wer Kiva in Wirklichkeit ist und schon nach wenigen Tagen haben ihre Geschwister, die Anführer der Rebellen Kontakt zu ihr aufgenommen. Nun soll sie die Königsfamilie von innen infiltrieren und so ihrer Familie auf den Thron verhelfen. Doch Rache wirklich immer noch das, was sie möchte? Eigentlich hat sie nämlich die Königsfamilie - allen voran Jaren - ins Herz geschlossen.

Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten, ich kann euch aber versichern, dass euch wieder ganz grosses Kino erwartet. Die Charaktere sind sehr facettenreich und machen eine spannende Entwicklung durch. Und vor allem wissen sie auch zu überraschen. Doch nicht nur die Figuren wissen einen hinters Licht zu führen. Die ganze Story überzeugt mit unerwarteten Plotttwists.

Wie am Anfang schon angetönt, habe ich die Geschichte mit angehaltenem Atem regelrecht verschlungen und konnte erst schlafen, als ich das Buch ausgelesen hatte. Und ich kann euch sagen, dass die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht gehalten - nein, immer weiter gesteigert wurde. Und dann, als ich schon gedachte habe, das war's, haut die Autorin noch einen raus... Ja, ich hatte einige Vorahnungen, doch die Autorin schaffte es einmal mehr, mich zu überrumpeln. Nur gut, dass heute mit "Die Schattenerbin" der Abschluss der Trilogie erscheint. Doch irgendwie fürchte ich mich auch ein kleines Bisschen davor, denn selbstverständlich habe ich schon die eine oder andere Vermutung angestellt, doch ich muss ehrlich zugeben, dass ich der Autorin ganz schön viel zutraue - und das meine ich nicht nur im positiven Sinne...

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Veröffentlicht am 08.04.2023

düster, fantastisch & unheimlich packend

Prison Healer (Band 1) - Die Schattenheilerin
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Schon als ich dieses Buch das erste Mal gesehen hatte, stand für mich fest, dass ich "Prison Healer - Die Schattenheilerin" von Lynette Noni unbedingt lesen muss.
Nicht nur das Setting in einem Gefängnis ...

Schon als ich dieses Buch das erste Mal gesehen hatte, stand für mich fest, dass ich "Prison Healer - Die Schattenheilerin" von Lynette Noni unbedingt lesen muss.
Nicht nur das Setting in einem Gefängnis auch die hochaktuellen Themen Seuchen, Krankheiten, Heilen und Suche nach Heilmitteln reizten mich. Dass mich die Geschichte dann von der ersten Seite an so in ihren Bann zog, dass ich bis tief in die Nacht weiterlesen musste, hatte ich dann doch nicht erwartet...

Mit gerade einmal sieben Jahren landete Kiva gemeinsam mit ihrem Vater im berüchtigten Gefängnis Zalindov. Doch er stirbt an einer mysteriösen Krankheit und es ist an ihr, in seine Fussstapfen als Gefängnisheilerin zu treten.
Die meisten Gefangenen landen als Arbeiter im Steinbruch, auf der Farm oder in den Tunnels, wo sie schwere körperliche Arbeit verrichten müssen und oft nicht lange durchhalten. Kein Wunder also, dass Kiva viele Neider hat, die Gerüchte hinter ihrem Rücken streuen.

Obwohl Zalindov ihr alles abverlangt, klammert sie sich an die Hoffnung, dass ihre Familie sie irgendwann befreien wird.
Und dann treffen nacheinander zwei neue Insassen auf der Krankstation ein, die ihren Alltag gehörig durcheinander wirbeln. Der eine ist Jaren, der zur Arbeit in den grässlichen Tunnels verdonnert wird und immer wieder bei ihr auf der Krankenstation auftaucht.
Das andere ist die kranke Rebellenkönigin, die sie bis zu deren Elementarurteil aufpäppeln soll, doch Tilda ist nicht ansprechbar. Nach einer geheimen Nachricht ihrer Familie meldet Kiva sich, die vier Prüfungen stellvertretend für die Rebellenkönigin zu absolvieren. Nun ist das Schicksal der beiden unweigerlich miteinander verknüpft.

Dass mich "Proson Healer" dermassen begeistern und in seinen Bann ziehen konnte, hat mehrere Gründe. Der erste ist sicherlich das spannende Setting. Für ihre Buchreihe hat Lynette Noni zwar eine ganze Welt erschaffen, doch lernen wir in diesem ersten Band nur einen kleinen Ausschnitt von Wenderall kennen und das ist das Gefängnis. Beim Lesen entwickelt sich eine dichte und düstere Atmosphäre, denn für die Insassen geht es täglich ums Überleben. Doch die Gefahr lauert nicht nur in den verurteilten Schwerverbrechern sondern geht vor allem von den Wächtern aus, die ihre Position sehr gerne ausnutzen.

Kiva versucht wenn immer möglich, Konfliktsituationen aus dem Weg zu gehen. Sie ist nämlich nicht nur eine talentierte Heilerin sondern hat auch ihre Prinzipien. So versucht sie allen Menschen in ihrem Umfeld zu helfen und gibt nie auf. Kiva ist eine starke Protagonistin, die man sofort ins Herz schliesst. Auch die anderen Charaktere hat Lynette Noni facettenreicht und mit Tiefe gezeichnet, so dass man ihr Schicksal gebannt verfolgt.

Nach und nach lernt man Kiva besser kennen verfolgt mit, wie sie mit Hilfe des Waisenjungen Tipp, Jaren und der Gefängniswärterin Naari versucht, die Prüfungen des Elementarurteils zu überstehen.

Wie am Anfang schon angetönt, habe ich die Geschichte mit angehaltenem Atem regelrecht verschlungen und konnte erst schlafen, als ich das Buch ausgelesen hatte. Und ich kann euch sagen, dass die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht gehalten - nein, immer weiter gesteigert wurde. Und dann, als ich schon gedachte habe, das war's, haut die Autorin noch einen raus... Ja, ich hatte einige Vorahnungen, doch die Autorin schaffte es einmal mehr, mich zu überrumpeln. Nur gut, dass schon im Herbst die Fortsetzung erscheinen wird, denn dieses Ende ist erst der Anfang...

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2017

rasant, fesselnd, abwechslungsreich

Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen
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Wenn man die Inhaltsangabe von "Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen" liest, schlägt das Bücherherz gleich höher. Bücher über Bücher oder das Schreiben stehen wohl bei allen begeisterten Lesern ...

Wenn man die Inhaltsangabe von "Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen" liest, schlägt das Bücherherz gleich höher. Bücher über Bücher oder das Schreiben stehen wohl bei allen begeisterten Lesern hoch im Kurs. Wie der Reihentitel schon verrät, geht es hier um die Fabelmacht. Das ist eine Gabe, mit der man durch das Schreiben von eigenen Geschichten die Realität umändern kann. Eine klasse Idee, die mir sehr gut gefallen hat. Ich hätte aber gerne noch etwas mehr über die Fabelmacht erfahren, doch da dies der erste Band ist, wird man bestimmt in der Fortsetzung mehr erfahren. Kathrin Lange ist ja dafür bekannt, dass sie ein grosses Netz auslegt, die Fäden immer in der Hand behält, aber erst im letzten Teil alles zusammenfliessen lässt.

Die 17-jährige Mila hat sich mit ihrer Mutter gestritten, woraufhin sie sich in den Zug nach Paris setzt um zu einer Freundin zu fahren. Schon auf dieser Reise lässt die Autorin einige Schlüsselelemente einfliessen. So wird Mila von einem alten Mann angesprochen, was sie etwas unheimlich findet und der Leser erfährt, dass die Protagonistin schon immer gerne geschrieben und immer ein Notizbuch dabei hat.

Das Setting Paris ist beliebt, denn die Stadt verströmt einfach ein tolles Flair. Kathrin Lange schafft es auch dieses Mal, eine dichte Atmosphäre aufzubauen und das Ambiente der Stadt in die Geschichte einfliessen zu lassen.
Kaum am Gar de l' Est angekommen, geht es erst richtig los. Es beginnt eine regelrechte Jagd durch Paris und Mila gerät nicht nur einmal in Gefahr. Ihr zur Seite stehen zwei Jungs, bei denen sie sich nicht sicher ist, ob sie ihnen vertrauen kann. Doch Mila hat kaum Zeit, diesem Problem auf den Grund zu gehen, denn sie bekommt kaum eine Verschnaufspause und so geht es auch dem Leser. Der versucht nämlich mit dem rasanten Tempo der Geschichte mitzuhalten und gerät in einen regelrechten Lesesog.

Mit dem Ende dieses ersten Bandes beweist Kathrin Lange wieder einmal, dass sie eine Meisterin ihres Fachs ist. Nach einem grandiosen Showdown könnte "Flammende Zeichen" eigentlich sogar abgeschlossen sein, doch dann ändert ein letztes Wort wieder alles, so dass man gespannt auf die Fortsetzung wartet.

"Die Fabelmacht-Chroniken" ist abwechslungsreich, spannend und gut durchdacht. Manchmal überwog der letzte Punkt leider etwas, denn die Geschichte wirkte auf mich ab und zu etwas zu konstruiert.

Fazit:
rasant, fesselnd, abwechslungsreich
Mit „Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen“ ist Kathrin Lange ein toller Auftakt zu ihrer neuen Fantasyreihe gelungen. Dieser begeistert mit einer genialen Grundidee, dem Flair von Pairs und einer rasanten Handlung, die einen kaum zur Ruhe kommen lässt.
Zwar wirken einige Sequenzen etwas zu konstruiert, doch ich bin mir sicher, dass die Fortsetzung noch einige (böse) Überraschungen für Mila bereit hält.

Veröffentlicht am 04.10.2017

eine Fantasy-Gaunerschichte par excellence

Das Lied der Krähen
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"Six of Corows" ist in den USA ein Nr.-1-Bestseller und so ist die Begeisterung für dieses Buch schon vor einiger Zeit auch in den deutschsprachigen Raum übergeschwappt. Es ist also kein Wunder, dass die ...

"Six of Corows" ist in den USA ein Nr.-1-Bestseller und so ist die Begeisterung für dieses Buch schon vor einiger Zeit auch in den deutschsprachigen Raum übergeschwappt. Es ist also kein Wunder, dass die Vorfreude auf die deutsche Übersetzung gross war. "Das Lied der Krähen" spielt zwar in der gleichen Welt wie die Grischa-Trilogie von Leigh Bardugo, doch sind diese Bücher keine Voraussetzung für den Lesegenuss in Ketterdam. Zwar könnte ich mir gut vorstellen, dass einem der Einstieg in das Buch etwas leichter fällt, wenn man "Grischa" kennt, doch wenn man als Bardugo-Anfänger etwas Geduld mitbringt, entfaltet sich schnell die Faszination dieser fantastischen Welt.

In einem Interview hat die Autorin zugegeben, dass sie ein grosser Fan von "Ocean's Eleven" ist und so unbedingt eine Fantasy-Gaunergeschichte schreiben wollte. Dies ist ihr mit "Das Lied der Krähen" wirklich gelungen!

Kaz Brekker ist ein gewiefter und skrupelloser Dieb, der sich als Dirtyhands einen Namen gemacht hat. Als er einen schier unlösbaren Auftrag bekommt, schart er eine bunt gemischte Truppe um sich, mit der er einen wichtigen Mann aus dem ausbruchsicheren Eistribunal entführen will.

Kaz ist zwar Drahtzieher und Kopf der sechs Krähen, doch die Geschichte wird aus insgesamt fünf Perspektiven erzählt. So bekommt jeder Charakter eine enorme Tiefe und gekonnt verwebt Bardugo die verschiedenen Sichtweisen und lässt geschickt in die Vergangenheit der Krähen zurückblicken. Jeder hat ganz bestimmte Talente, weswegen er bei dem Coup dabei ist, doch alle haben auch ihr Päckchen zu tragen, jeder Charakter muss mit seinem eigenen Dämonen fertig werden.

Die Autorin versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen und obwohl die Schurken alle ihre Macken haben, schliesst man sie schnell ins Herz.

"Das Lied der Krähen" besticht ausserdem mit einer ausserordentlich dichten Atmosphäre. Wir starten in den Strassen der Hafenstadt Ketterdam, stechen dann in See und machen uns dann auf den beschwerlichen Weg im eisigen Fjerda.
Zu Beginn widmet sich Leigh Bardugo vorwiegend ihren Charaktere und der Dynamik der Gruppe, denn die ist so zusammengewürfelt, dass sie ein grosses Konfliktpotential birgt. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass Kaz' Masterplan immer wieder über den Haufen geworfen wird und als Leser fragt man sich nicht nur einmal, wie viele Asse er noch im Ärmel hat.

Sobald man sich in Ketterdam und seinen zwielichtigen Gestalten etwas auskennt, reisst einen diese abenteuerliche Geschichte mit sich. Gekonnt wird der Spannungsbogen angezogen und im Eistribunal wird viertelstündlich die Perspektive gewechselt, so dass man das Buch bestimmt nicht mehr aus der Hand legen kann. Das Ende ist richtig klasse gemacht und endet zwar nicht mit einem fiesen Cliffhanger, aber doch so, dass man unbedingt sofort weiterlesen möchte.

Fazit:
facettenreich, genial, explosiv
Mit "Das Lied der Krähen" ist Leigh Bardugo eine Fantasy-Ganuerschichte par excellence gelungen.
Sie trumpft vor allem mit sechs aussergewöhnlichen Charaktere mit Tiefe auf, doch auch der mitreissende, ausgeklügelte Plot steht dem in nichts nach. Eine dichte Atmosphäre, ein erstklassiger Schreibstil und ein Schuss Sarkasmus runden das Ganze zu einem einmaligen Leseerlebnis ab. Unbedingt lesen!

Veröffentlicht am 01.10.2017

ein ruhiges Buch mit viel Tiefgang und einer guten Portion Humor

Fangirl
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Cath und Wren sind eineiige Zwillinge. Charakterlich sind sie zwar recht verschieden, doch sie ergänzen sich sehr gut. So haben sie gemeinsam Fanfiction geschrieben und auch sonst sind sie immer Seite ...

Cath und Wren sind eineiige Zwillinge. Charakterlich sind sie zwar recht verschieden, doch sie ergänzen sich sehr gut. So haben sie gemeinsam Fanfiction geschrieben und auch sonst sind sie immer Seite an Seite durchs Leben gegangen. Wo Wren war, war auch Cath. Doch jetzt beginnt für die beiden ein neuer Lebensabschnitt, sie gehen ans College. Und diese Zeit möchte Wren alleine bestreiten und sich vor allem so richtig ausleben. Wren möchte feiern und Jungs kennenlernen, das Studentenleben in vollen Zügen geniessen.

Cath ist da ganz anders. Für sie ist es nur schon schlimm, das Zimmer mit einem fremden Mädchen zu teilen. Am liebsten würde sie sich den lieben langen Tag verkriechen und allen Menschen aus dem Weg gehen. Viel lieber schwelgt sie in der Fantasywelt ihres Lieblingsbuches und schreibt mit diesen Charaktere ihre eigene Fanfiction-Geschichte. Doch dann realisiert sie, dass sie sich ihrem Leben stellen und lernen muss, mit der Realität klarzukommen.

"Fangirl" ist ein sehr ruhiges Buch, das mich auch ohne Action und ohne aufgebauschtes Drama völlig fesseln konnte. Rainbow Rowell setzt ihren Schwerpunkt ganz klar auf ihre Charaktere, deren Entwicklungen und Beziehungen untereinander. So sind die Personen liebevoll ausgearbeitet und wirken authentisch. Sie alle haben nämlich nicht nur Träume sondern auch Probleme und Macken. Die meisten Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen, mit einzelnen musste ich mich etwas länger auseinander setzen, bis sie mir sympathisch waren.

Die Geschichte spielt grösstenteils auf dem Collegegelände. Doch Cath und Wren haben auch eine nicht ganz einfache Vergangenheit zu bewältigen. Ihre Mutter hat sie nämlich verlassen und will nun plötzlich wieder Kontakt mit ihren Töchtern. Auch diese Familienproblematik und wie unterschiedlich die beiden Teenager damit umgehen, hat Rainbow Rowell hervorragend und glaubwürdig umgesetzt.

Ausserdem konnte die Autorin auch mit der Liebesgeschichte bei mir punkten. Diese bahnt sich nämlich langsam und nicht übertrieben an und fügt sich genau richtig in das Gesamtkonstrukt ein. Wo es mir in den meisten Jugendbüchern oft zu schnell und zu emotional geht, habe ich mich hier einfach wohl gefühlt und mich auf jede romantisch angehauchte Szene gefreut.

Rowell schreibt sehr angenehm und lässt eine gute Portion Humor einfliessen. So fliegt man mit einer charmanten Leichtigkeit durch die Seiten und kann das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die eigentliche Geschichte wird immer wieder mit einer Passage Fanfiction aufgemischt, so dass man weiss, in welcher Welt Cath so oft in Gedanken ist. Zudem schüren diese Abschnitte auch die Neugierde auf das Spin-off "Aufstieg und Fall des ausserordentlichen Simon Snow ".

Fazit:
"Fangirl" ist ein ruhiges Buch mit viel Tiefgang und einer guten Portion Humor. Rainbow Rowell konnte mich mit ihren facettenreichen Charaktere und deren Entwicklung faszinieren und mit ihrem angenehm leichten und humorvollen Schreibstil fesseln. Ich freue mich schon auf mehr von der Autorin.