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Veröffentlicht am 09.06.2023

Mitreißende, originelle High Fantasy.

Demons Share - Ruf der Dämonen
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„Ruf der Dämonen“ schließt nahtlos an die dramatischen Ereignisse und unglaublichen Offenbarungen des Vorgängers an – und hält für die Klingentänzerin, ihre Gefährten sowie für das ganze Volk Tynans weitere ...

„Ruf der Dämonen“ schließt nahtlos an die dramatischen Ereignisse und unglaublichen Offenbarungen des Vorgängers an – und hält für die Klingentänzerin, ihre Gefährten sowie für das ganze Volk Tynans weitere Wahrheiten bereit, die das Elend der vergangenen Jahre in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Neben der erschütternden Tatsache, dass Eves Leben, alles, an das sie je glaubte, eine Lüge war, der Angst vor der Tyrannei der amtierenden Herrscher, den drohenden Kämpfen und der Sorge um ihre Freunde, war es doch ihr Herz, gebrochen und zersplittert, was der Kriegerin die Luft abschnürte. Während Geheimnisse gelüftet, Verräter enttarnt werden, sind Sehnsucht, Trauer und Zweifel Eves ständige Begleiter. Die Last der Verantwortung setzt der Klingentänzerin merklich zu. Genau wie die Fülle an Informationen über Suria, Logan, Reed und ihre eigene Herkunft.

Interessant und spannend, action - und ereignisreich sponn B.E. Pfeiffer ihre Handlung weiter, Plottlöcher oder eine oberflächliche Ausarbeitung sucht man erneut vergebens, dafür warten mitreißende, nahezu epische Kämpfe, zahlreiche Wendungen, komplexe Magie und heiße Szenen. Zusätzlich stoßen wir auf Nekromantie, Dämonen und andere Geschöpfe, Machtgier und Dramen. Tote müssen betrauert und Abschiede ertragen werden …

„Der Boden hatte sich rot von dem vielen Blut gefärbt, das wir vergossen hatten.“

Weder der Verlauf noch die Charaktere stehen still, wachsen im Angesicht von Gefahren und Erwartungen. Mit Betrachtung der Beweggründe waren Entscheidungen und Reaktionen nachvollziehbar, hinterlassen aufgrund Selbstlosigkeit und Liebe Eindruck. Nur wenige Momente des Finales sind unbeschwert, die Anspannung liegt über jedem Schritt. Und doch schaffen es die Dialoge, das Geplänkel von Reed und Eve, die zarte Annäherung zwischen anderen sowie bedingungslose Freundschaften ein wenig Leichtigkeit, ein Hauch Romantik zu bringen.

Band zwei der High Fantasy Dilogie „Demons Share“ hinterlässt ein blutgetränktes Schlachtfeld und zahlreiche Opfer, dennoch birgt die Geschichte auch einen hoffnungsvollen Neuanfang …– und für das Volk, die Kinder des Landes eine bessere Zukunft.

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Berührendes Hörbuch.

Dein Bild für immer
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»Das Ende einer großen Liebe kann auch der Anfang von etwas Neuem sein.«

Ich habe „Dein Bild für immer“ in der vertonten Version gehört, angenehm und stimmig gesprochen von Sandra Voss, wurde ich schnell ...

»Das Ende einer großen Liebe kann auch der Anfang von etwas Neuem sein.«

Ich habe „Dein Bild für immer“ in der vertonten Version gehört, angenehm und stimmig gesprochen von Sandra Voss, wurde ich schnell an das berührende Geschehen gefesselt.


Dieser Roman, der von Trauer, Loslassen und weiter machen erzählt, war mein erstes Buch von Lilly Lucas — und nicht mein Letztes.
Abgesehen von der schweren Thematik, die einfühlsam aufgegriffen wurde, der häufig mitschwingenden Melancholie, gab es auch viel Humor — vor allem in den Dialogen mit Niklas oder durch Sophies Schwester Charlie.
Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven der Protagonisten— hin und wieder mischte sich jedoch auch ein Nebencharakter ein.
Es war leicht, sich in die Situation des Einzelnen zu versetzen, die Figuren zu verstehen, mitzuleiden und zu lachen.

Lilly Lucas schuf mit Bali eine traumhafte, malerische Kulisse, bestückte den abenteuerlichen Urlaub mit allerhand unterhaltsamen Ereignissen und interessanten Eindrücken.
Das Gehörte wirkte lebendig und authentisch. Cosy, Humor und Emotionen sowie der Perspektiv- und Schauplatzwechsel sorgen für eine abwechslungsreiche Handlung.


Was zwischen Sophie und Niklas entsteht, ist lange vage, nur eine Ahnung, die Annäherung ist ein zaghafter Weg, voller Diskussionen und Missverständnisse, doch auch angefüllt von herzerwärmenden Augenblicken und Prickeln.
Erst, als Niklas einen gravierenden Fehler begeht, endet diese unbeschreibliche Zeit zweier Fremder, die der Zufall, oder das Schicksal, zusammen führte …

Zurück in der Heimat steht der Verlauf nicht still: Das Leben geht weiter, die Umstände verändern, die Charaktere entwickeln sich — und allen Widrigkeiten und Enttäuschungen, drohenden Klagen und der Großstadt-Anonymität zum Trotz … begegnen sich die Juristin und der Fotograf wieder ...

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Veröffentlicht am 05.06.2023

Gerechtfertigter Hype!

Wenn sie wüsste
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Kurzmeinung:

„Wenn sie wüsste“ birgt einen hervorragenden Plott, der Twists, Spannung, ein starkes Ende und ebensolche Hauptcharaktere bereithält. Auch der Stil, mit dem uns die Autorin durch ihren berechtigterweise ...

Kurzmeinung:

„Wenn sie wüsste“ birgt einen hervorragenden Plott, der Twists, Spannung, ein starkes Ende und ebensolche Hauptcharaktere bereithält. Auch der Stil, mit dem uns die Autorin durch ihren berechtigterweise gelobten Psychothriller führt, ist authentisch, modern, zu keiner Zeit gestellt. Vor allem in den Erzählungen aus Millys Sicht schwingt häufig Sarkasmus und ein lockerer Ton mit, während der Mittelteil Aufschluss und Hintergrund gibt, mit einem perfiden, raffinierten Plan überrascht. Freida McFadden führt die Leser gekonnt in die Irre, zeichnete ein eindeutiges Bild, welches Stück für Stück zerbröselt. Ich kann den Hype, der „Wenn sie wüsste“ entgegengebracht wird, vollkommen verstehen!

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Veröffentlicht am 05.06.2023

Fad und unspektakulär.

Mein Lover, mein Ex und der Andere
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Als ich den Klappentext zum regionalen Roman „Mein Lover, mein Ex und der Andere“ gelesen habe, habe ich mich auf eine »turbulente Liebeskomödie« gefreut. Leider konnte mich die Geschichte um Henriette, ...

Als ich den Klappentext zum regionalen Roman „Mein Lover, mein Ex und der Andere“ gelesen habe, habe ich mich auf eine »turbulente Liebeskomödie« gefreut. Leider konnte mich die Geschichte um Henriette, die plötzlich Job und Wohnung los ist, nicht erreichen. Dabei sind diese Verluste der Beginn von etwas ganz Neuem …

Die Handlung wird von Ausführungen über das Theater, sowie Erörterungen über Literatur dominiert, während die romantische Inszenierung, nun, mehr schlecht als recht gelungen ist. Obgleich die Charaktere dem Teenageralter längst entwachsen sind, gab es weder Raum für (zwischenmenschliche) Entwicklung, noch für Romantik und Gefühl.
Uli Aechtner erzählt nüchtern und distanziert, die Charaktere blieben blasse Schemen, die Gespräche empfand ich als sehr steif & gestellt und Henni? Deren Auftreten und Verhalten schien mir öfter übertrieben und kindlich. Wenn es jetzt zumindest wirklichen Humor gegeben hätte … Aber auch den fand ich bis zum Ende nicht.
Für zwischendurch sicher gut geeignet: „Mein Lover, mein Ex und der Andere“.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Spannender und bewegender Plott – dem ein erneutes Korrektorat nicht schaden würde.

Overkill
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„No-name girl“ ist Band zwei der Thriller-Serie "Overkill" in dem die Polizeihauptkommissarin Mo Celta und ihr Kollege Nico Braun in München ermitteln. Jedoch kann die Reihe unabhängig gelesen werden.

Im ...

„No-name girl“ ist Band zwei der Thriller-Serie "Overkill" in dem die Polizeihauptkommissarin Mo Celta und ihr Kollege Nico Braun in München ermitteln. Jedoch kann die Reihe unabhängig gelesen werden.

Im Gegensatz zum ersten Teil bekommen wir während diesem Fall Einblicke in die Ermittlungen und die Ermittelnden selbst. Hinzu bilden die Perspektiven der Vermissten, der obdachlosen Peggy und jene ihres „glücklichen“ Funds, ein scheinbar autistischer, weltfremder Teenager, die Basis. Was in München vor sich geht und womit es die Kripo zu tun hat, wird im Klappentext deutlich.

In „No-name girl“ beschäftigen sich Eva-Maria Silber und Astrid Korten mit einem Thema, das nahe geht: verschwundene Kinder. Eine grausame Vorstellung, die jedoch für eine unglaubliche Anzahl von Menschen traurige Realität ist. Untermauert wurde das hier erläuterte Gräuel durch aufwendige Recherche, Hintergrundwissen und Ereignisse, die auf Tatsachen basieren. Und das gibt diesem Thriller eine Authentizität, die für Gänsehaut und anhaltende Beklemmung sorgt.
Der aktuelle Fall geht Mo Celta nicht ausschließlich aus offensichtlichen Gründen nahe, sondern auch aus persönlichen. Vor vielen Jahren verschwand ihre Schwester. Spurlos. Bei jedem entdeckten Skelettteil ringen die Hoffnung, endlich eine Erklärung für den Verbleib von Elisa in Händen zu halten, und die Angst, dass eines der Gebeine zu ihr gehört, miteinander … doch die engagierte Polizistin muss den Fokus bewahren, Schmerz und Erinnerungen verdrängen: für ein verschwundenes Mädchen läuft die Zeit ab …
Durch die verschiedenen Handlungsstränge und die kurzen Kapitel werden Interesse und Neugier konstant aufrechterhalten, Vorahnungen entfacht und Fragen aufgeworfen. Die Informationen, die wir durch Peggy und ihre neueste Begleitung erhalten, sind ebenso interessant wie schockierend und auch Gretas Situation lässt aufrichtiges Mitgefühl entstehen, während die Abscheu und der Hass auf den organisierten und durchaus intelligenten Täter stetig steigen. Was auf diesen Seiten geschieht, ist grausam und perfide.
Astrid und Eva-Maria haben sich einem Plott bedient, der trotz Vorhersehbarkeit ausreichend Raum für überraschende Twists und Spannung lässt. Die letzten Kapitel sind temporeich, dazu ausgelegt, mitzufiebern. Stilistisch empfand ich diesen Thriller als sehr einfach und detailreich, was dem Verständnis zugutekommt, die Autorinnen hielten eine gewisse Distanz aufrecht, während die Dialoge salopp formuliert waren. Durch die Kombination aus der aktuellen Situation, sprich den Vermisstenfällen und Knochenfunden, den verstörenden Hintergründen und nüchternem Verhalten des Teenagers und den Flashbacks von Mo Celta wurde ein abwechslungsreicher Verlauf konzipiert.

Unangenehm aufgefallen sind mir jedoch die vielen Fehler im Text.

„No-name girl“: bewegend, echt und erschütternd.

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