„Die Schatten über uns“ ist der neuste, ausgefeilte Psychothriller von John Marrs. Wieder beweist der Autor sein gutes Händchen für undurchsichtige, plotttwistreiche Storys.
Zur Ausgangslage empfehle ...
„Die Schatten über uns“ ist der neuste, ausgefeilte Psychothriller von John Marrs. Wieder beweist der Autor sein gutes Händchen für undurchsichtige, plotttwistreiche Storys.
Zur Ausgangslage empfehle ich den Klappentext, durch die Komplexität der Handlung werde ich auf diese nicht eingehen.
Wir verfolgen die Geschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven: Mia, Finn und seine Eltern. Alle vier kämpfen mit eigenen Problemen, zudem ist das Verhältnis untereinander teilweise schwierig. Auch an einer weiteren Sichtweise nehmen wir teil – und diese beschert so manches Mal einen eisigen Schauer, genau wie die Entdeckungen, die Mia über die vergangenen Geschehnisse dieses, ihres, Hauses macht. Zeitungsartikel und Interviewausschnitte geben Fragen auf, detailreiche Schilderungen verursachen Gänsehaut und das Gefühl, mittendrin zu sein.
Mit vielen überraschenden Situationen, einer beklemmenden, düsteren Stimmung sowie einer distanzierten und unnahbaren Erzählweise treibt der Autor die Spannung unterschwellig in einem Fort auf die Spitze. Neben schrecklichen Funden und grausamen Hintergründen empfand ich
„Die Schatten über uns“ nicht nur als schockierenden, sondern auch als bewegenden Psychothriller.
„Guina: Die Bestimmung“ beginnt mittendrin, umgeht aufgesetzte Dramen und erzwungene Spannung, glänzt mit einem lebendigen Setting, authentischen Charakteren und fantastischen Gegebenheiten, die sich erst ...
„Guina: Die Bestimmung“ beginnt mittendrin, umgeht aufgesetzte Dramen und erzwungene Spannung, glänzt mit einem lebendigen Setting, authentischen Charakteren und fantastischen Gegebenheiten, die sich erst im abwechslungsreichen Verlauf herauskristallisieren.
Auf die Handlung möchte ich nicht eingehen, lädt der Aufbau doch dazu ein, sie selbst zu ergründen.
Mit ihrem Debütroman führt uns Janina Sattler in ein urbanes München. Gestaltwandler und Magie existieren – durch die regionale Fantastik und sorgsam verstreute Details wirkt das Geschehen durchweg greifbar. Mit Guina schuf die Autorin zudem eine facettenreiche Protagonistin, die wir zwar vorrangig in der Gegenwart, doch durch gezielte Einblicke auch in vergangenen Momenten begleiten. Öfter entlocken Guinas Vorstellungen, Sichtweisen und ihre Unbeholfenheit ein Schmunzeln, als sie sich unter die Menschen wagt, sich anpassen muss, um ihre Bestimmung zu erfüllen. Aber wie tiefgehende Verbindungen und Freundschaften aufbauen, wenn niemand erfahren darf, was und wer Guina wirklich ist? Wie, wenn jeder kleine Verrat über die Existenz der Wandler die Jäger der Tandex alarmiert?
Klar, bildlich und verständlich baut Janina ein interessantes System auf, flocht wichtige Themen wie Freundschaft, Selbstvertrauen und Mut in ihren Roman und lässt uns lebendig an den Ereignissen teilhaben. Was voller Fragen beginnt und Ahnungen aufwirft, entwickelt sich rasant, spannend und überraschend, atmosphärisch schwankt diese Geschichte von wundersam und leicht bis hin zu gefährlich und düster. Abgesehen vom durchdachten Worldbuilding, einer durchweg fesselnd und ungewöhnlichen Storyline, in der sich so einiges entwickelt und neu ergibt, Geheimnissen und Action kreierte die Autorin auch charmante, nahbare Figuren und – trotz Gefühl im Ausdruck, wurde an aufgesetzter Romantik gespart.
„Guina: Die Bestimmung“: Münchner-Jugendfantasy, der auch älteren LeserInnen Unterhaltung bietet und Spaß macht.
Was braucht es, um euch in Weihnachtsstimmung zu bringen?
Cora schwört auf die Backkünste ihrer geliebten Oma – doch, nanu, was das Mädchen aus dem Winter-Blues locken sollte, reißt sie an einen ungewöhnlichen ...
Was braucht es, um euch in Weihnachtsstimmung zu bringen?
Cora schwört auf die Backkünste ihrer geliebten Oma – doch, nanu, was das Mädchen aus dem Winter-Blues locken sollte, reißt sie an einen ungewöhnlichen Ort: den Backpol. Doch wie sollen die beiden wieder nach Hause kommen?
„Der Wunderklöben - Eine Reise zum Backpol“ ist ein qualitativ hochwertiges, stabiles Vorlesebuch. Die Geschichte von Cora und Oma Hilde wird in einer altersgerechten Sprache von Jana Paradigi erzählt und von Risto Artworks bunten, detaillierten Illustrationen begleitet, die, zusätzlich zu dem am Ende wartenden, passenden Rezept, diese wundersame Geschichte noch lebendiger und zugänglicher machen.
Was gibt es Besseres, als sich nach einem aufregenden Abenteuer auf einen duftenden Abschluss zu freuen – vielleicht mit der funkelnden Hoffnung, ebenfalls am Backpol zu landen?
Geheimnisse, Überraschungen und Spaß warten auf Oma Hilde, Cora und die kleinen Leser.
„Porkis Fluch“ ist ein ebenso spaßiges wie ernstes Kinderbuch – denn neben Humor und Witz werden auch die Probleme und Sorgen eines Schulkindes thematisiert.
Empfohlen ab acht Jahren gibt die Autorin ...
„Porkis Fluch“ ist ein ebenso spaßiges wie ernstes Kinderbuch – denn neben Humor und Witz werden auch die Probleme und Sorgen eines Schulkindes thematisiert.
Empfohlen ab acht Jahren gibt die Autorin ihren Lesern mit den unzufriedenen Protagonisten eine Person, mit der sie sich identifizieren können, ist Olivers Situation doch keine Seltenheit.
Janas Einfallsreichtum sorgt dennoch dafür, dass „Porkis Fluch“ nicht von Schwermut begleitet wird, sondern von Begeisterung und Staunen.
Oliver ist wütend. Auf seine kleine Schwester, die ihn mit ihrem Glitzerkram nervt, auf seine Mutter, die sich weder Marken noch Trend leisten kann und auf seine MitschülerInnen, die sich über ihn lustig machen.
Als er sich bei einem Einkaufsbummel mit dem Falschen anlegt, ändert sich plötzlich so einiges. Ein Fluch von einem Ara?
Nur im Märchen … Oder?
Jana Paradigi ist eine Autorin, die scheinbar mühelos zwischen den Genres swipen, dabei jede Ausgangslage authentisch und charmant darlegen kann, dass man unweigerlich hofft, dass diese Kreativität nie versiegt!
Neben Spannung, Spaß und Humor verstecken sich so einige wichtige, ernste und für die Zielgruppe relevante, alltägliche Themen. Nicht nur die Ausgrenzung, die Oliver in der Schule erfährt, die angespannte finanzielle Lage der kleinen Familie oder das Trara seiner Schwester belasten ihn, auch die scheinbare Anziehung zwischen seiner Mutter und Olaf, dem er mehr oder weniger die hässlichen neuen Schuhe verdankt, setzten dem Viertklässler zu. Der Fluch des Vogels ist der Funke, der die Frustration zum Höhepunkt treibt — denn von nun an folgen jedem Wutausbruch lebendig gewordene Zeichnungen … Kein Scherz und kein schlechter Film: Oliver wird von Comicfiguren verfolgt! Und niemand glaubt ihm, außer seiner nervigen Schwester …
Wie vom Novelarc Verlag gewohnt ist auch dieses Buch ansprechend gestaltet, sehr stabil und hochwertig. Die Geschichte wurde in passender Schriftart, altersgerechtem Ausdruck verfasst, kommt ohne Längen daher, sodass die Aufmerksamkeit der LeserInnen keine Zeit hat, um abzudriften. Es macht Spaß Oliver kennenzulernen, seine Entwicklung zu verfolgen und so manch rasanter Situation beizuwohnen. Humorvoll und kreativ, ereignisreich und lebendig kommt die Handlung daher, so manch Moment und Gedanke regt zum Nachdenken an und ich bin sicher, dass „Porkis Fluch“ in Erinnerung bleibt.
„Wie wäre es wohl gewesen, wenn …? Das ist keine Frage, die leise im Hinterkopf murmelt. Sie zischt. Und wenn man ihr zu nahe kommt – und sei es nur ein kleines bisschen – dann verbrennt sie einen.“
♡ ...
„Wie wäre es wohl gewesen, wenn …? Das ist keine Frage, die leise im Hinterkopf murmelt. Sie zischt. Und wenn man ihr zu nahe kommt – und sei es nur ein kleines bisschen – dann verbrennt sie einen.“
♡ „Remember when Love was new“ ♡ ist leise, tiefgründig, echt und poetisch, eine zweite Chance, voller wehmütiger Erinnerungen, voll von Verzeihen und zweiten Versuchen. Aber auch ein Roman, in dem alltägliche Schicksale und Ängste mit der Ernüchterung nach dem »Erwachsen geworden sein« ringen und von der Faszination eines Kindes übertrumpft werden.
Wieder hat Anne Goldberg den melancholischen Ton mit Schlagfertigkeit und Witz gemildert, Vorahnungen durch Überraschungen ersetzt und charmante, lebendige Charaktere geschaffen. Aus unregelmäßig wechselnder Perspektive verfolgen wir die Geschichte von Leena und Hamish – die vor über einem Jahrzehnt begann, mit all den ersten Malen. Eine Liebe, die nicht perfekt, aber echt war, halt gab und doch vorbeiging, unvergessen.
13 Jahre später ist Aileen, sesshaft in ihrem Heimatdörfchen, eine aufmerksame und liebevolle Grundschullehrerin geworden.
Und plötzlich ist da wieder ER, zurück in Stonehaven.
Mit Nick, seinem siebenjährigen Sohn.
Bereits in den ersten Kapiteln stellen sich viele Fragen, doch nicht nur über das Ende dieser intensiven Jugendliebe, dem wir im Verlauf durch Erinnerungen, Vergleiche und einer drängenden, nie erloschenen Sehnsucht näher kommen. Auch über der Gegenwart, dem Leben, welches Hamish führte, welches ihn zurückführte, liegt ein undurchsichtiger Schleier. Langsam wird die Veränderung beider, sowie das Jetzt, mit all den Enttäuschungen und Erwartungen, deutlich. Mit Feinheiten lässt Anne eine warme Vertrautheit aufleben, entlockt ihrem Roman zwischen Vergangenheits-Splittern und ungesagten Worten echte, ungezwungene Freude.
Neben vielen bewegenden, innigen Momenten erdachte sich die Autorin facettenreiche Protagonisten, deren Reaktionen und Gefühle verständlich untermauert wurden.
Verschiedene Arten von Verlust, Trauer und Vermissen, Hilflosigkeit und Wut prasseln während diesem Neuanfang auf uns ein.
„Offenbar findet die Zeit Gefallen an manchen Momenten – so sehr, dass sie beschließt, sie Jahre später zu wiederholen.“
Die Autorin begab sich mit den inneren Kämpfen von Nick, der schwierigen Situation in komplexere Gefilde, schaffte es, sein Empfinden authentisch und nachvollziehbar darzulegen. Einfühlsam und absolut überzeugend wurde der kleinen Dominic, samt seiner Ängste und der kindlichen Gedankenwelt, ausgearbeitet. Auch das zweite Kennenlernen von Leena und Hamish, das Schwelgen in Erinnerungen ging fühlbar, nicht ohne (An)Spannung und Missverständnisse, nicht ohne Melancholie und »Was wäre gewesen, wenn …« vonstatten.
Positiv hervorheben möchte ich zudem, dass Anne Goldberg nicht nur Wert auf wunderschöne und tiefgreifende Wortgebilde legt, sondern auch auf den sorgsamen und wünschenswerten Umgang mit Kindern. Während interessante Themen die Grundlage der Romance bilden, freche und echte Dialoge, kleine Gesten für Spaß sorgen, wurde im richtigen Maß auf Setting und Nebenfiguren eingegangen.
„Remember when Love was new“ ist ein leiser Roman, der weh tut, zum Lächeln bringt und heilt.